Wie ist das eigentlich mit… der Netzgemeinde?

Heute ist im NRW-Land­tag der geplante Jugendme­di­en­schutzver­trag das poli­tis­che Klo runter gespült wor­den. Dabei wurde als Kri­tik­er des geplanten Geset­zes immerzu die Net­zge­meinde genan­nt, ein ärg­er­lich­er poli­tis­ch­er Krampf­be­griff, um eine Per­so­n­en­gruppe greif­bar zu machen, die sich unter diesem Begriff allerd­ings nicht fassen lässt. Man kann keine Beschlüsse machen und dann irgend­wie davon aus­ge­hen, sie wür­den von der Net­zge­meinde mit getra­gen. Schlicht, weil dieser Begriff ins Leere greift.

Gemeint wer­den soll mit diesem Begriff wohl der Per­so­n­enkreis, der regelmäßig Blogs anwen­det. Der­ar­tige Infor­ma­tio­nen kön­nen auch durch Foren führen. Anwen­der von Blogs ist aber schon jed­er, der ab und an Blogs ansurft, ohne selb­st etwas zu schreiben. Das sind aber widerum Per­so­n­en, die sich nicht unbe­d­ingt selb­st als Net­zge­meinde tit­ulieren wür­den. Eine Gemeinde ist eine Per­so­n­en­gruppe, bei der ein Großteil regelmäßig zum Aus­tausch sich irgend­wo ver­sam­melt. Das irgend­wo wäre hier das Inter­net.

Dieser unge­naue Begriff führte heute dazu, dass jemand von der FDP poli­tis­che Entschlüsse anhand eines Beitrags der Ruhrbarone als rot-grün-fre­undliche Vertreter der Net­zge­meinde zu Matthi Bolte inter­pretiert hat. Völ­lig unkri­tisiert ließ der FDP-Poli­tik­er, wie objek­tiv und gut geschrieben der Artikel war, ob den Ruhrbaro­nen wirk­lich so eine rot-grün Nähe attestiert wer­den sollte, und unterm Strich eben­so sein eigenes Argu­ment, das er damit vor­tra­gen wollte.

Der Begriff der Net­zge­meinde stiftet eigentlich nur ein Sub­sti­tut für eine nicht­greif­bare Per­so­n­en­gruppe, die nur deswe­gen so genan­nt wer­den muss, weil ein Großteil der Poli­tik­er Inter­ne­trecht­slaien im Reg­ulierungswahn sind.

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