Wie Kristina Schröder mit ihren Vorurteilen hausieren geht

Es ist so abgrundtief pein­lich, was Kristi­na Schröder sich da wieder geleis­tet hat: Groß­maulig hat sie raus­ge­hauen, Religiösität führe bei mus­lim­is­chen Jugendlichen zu Gewalt­bere­itschaft. Dabei ver­wies sie auf Stu­di­en, die sie heute veröf­fentlichen werde. Heute gibt es die Pressekon­ferenz zu diesen Behaup­tun­gen. Die Jour­nal­is­ten fra­gen nach den Zahlen, die diese Behaup­tung stützen sollen und was muss da eingeräumt wer­den?

Es gibt keine.

Frau Schröder ist nur mit ihren Vorurteilen hausieren gegan­gen. Bra­vo!

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Guten Morgen

morgenkaffee

Passend zur Poli­tik von CDU & FDP zur Ver­längerung der AKW-Laufzeit­en hat man fest­gestellt, dass die Kreb­srat­en in der Region um das Atom­end­lager Asse in die Höhe gegan­gen sind. Der­weil wird Jür­gen Rüttgers von Gedächt­nis­lück­en geplagt, was die Atom­poli­tik bet­rifft. Und solche Leute entschei­den dann in Deutsch­land mit über Atom­poli­tik.

Das Street­girl bekommt die Ter­rorge­fahr im eige­nen Job zu spüren.

Die Bahn ist sich nicht ganz im Klaren, ob man im wichtig­sten Papi­er zu Stuttgart 21 in D-Mark oder in Euro gerech­net hat.

Und während ich mir die Frage stelle: Wo kriegt man eigentlich diesen Schat­ten her, den man in Deutsch­land für Spitzen­po­si­tio­nen braucht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Hilflose Profilierungsversuche von Kristina Schröder

schroederstudie

Von irgen­deinem Staatssekretär oder so hat Bun­des­fam­i­lien­min­is­terin Kristi­na Schröder wohl ihr Deutschfeindlichkeit­s­the­ma über­ar­beit­en lassen und der hat ihr dann wohl gesagt: Schätzelein, das Wort Deutschfeindlichkeit, das stre­ichen wir mal, das ist ver­bran­nt. Stattdessen greift man auf einen wohlbekan­nten, schw­er­er zu kri­tisieren­den Begriff zurück:

Wir dür­fen hier keine falschen Tabus auf­bauen: Es gibt eine gewaltver­her­rlichende Machokul­tur bei eini­gen jun­gen Mus­li­men, die auch kul­turelle Wurzeln hat.

Gewaltver­her­rlichung. Ja, da muss der Staat mal drin­gend was gegen tun. So wie in den 90ern, als auf den Schul­tern von Neil Post­man gegen das gewaltver­her­rlichende Geballer in der Flim­merk­iste gän­zlch ver­puffend ange­gan­gen wor­den ist. Warum man was dage­gen tun muss?

Es gibt einen Zusam­men­hang zwis­chen Reli­giosität, Machonor­men und Gewalt­geneigth­eit.

Welchen? Bei den Evan­ge­len denkt man, wer inten­siv­er evan­ge­lisch-religiös ist, der ist weniger gewalt­bere­it.

Schröder muss hier­mit ja ein Kausalzusam­men­hang meinen und nicht irgen­deinen ander­ern. Anson­sten wäre es eine ähn­lich sin­n­freie Behaup­tung wie: Es gibt einen Zusam­men­hang zwis­chen Kinder­pornogra­phie und der Sesam­straße: Bei­des kam schon mal im Fernse­hen vor.

Also meint Kristi­na Schröder allen Ern­stes, es gäbe einen kausalen Zusam­men­hang zwis­chen Religiösität und Gewalt­geneigtkeit? Und für diese unsin­nige Behaup­tung glaubt sie, Stu­di­en anführen zu kön­nen? Wird hier nicht pauschal fehlende Sen­si­bil­isierung mit Religiösität in einen Topf geschmis­sen?

Wenn jemand die über­pro­por­tionale Gewalt­bere­itschaft bei jun­gen Mus­li­men zum The­ma macht, heißt es immer gle­ich, dies sei ein Pauschalurteil. Das ist es aber nicht.

Hier ver­steckt sich Schröder mal hin­ter einem jemand. Natür­lich ist die Art, wie Schröder hier ein ange­blich­es The­ma ange­ht, pauschal, weil sie den ange­blichen Zusam­men­hang zwis­chen Religiösität, “Machonor­men” und Gewalt­bere­itschaft schlicht nur behauptet, aber keineswegs zu erk­lären ver­mag.

Wer wirk­lich Jugendliche für einen offeneren Umgang mit ander­skul­turellen jun­gen Men­schen sen­si­bil­isieren möchte, der muss Pro­jek­te fördern, die interkul­turell sind. Der muss helfen, dass sich Migranten in Deutsch­land so fremd fühlen. Dass sie einen nicht deutsch klin­gen­den Namen als großes Hin­der­nis bei der Erla­nung eines Arbeit­splatzes anse­hen müssen. Wie man Fremd­heit offen akzep­tiert ist das aktuelle Prob­lem, nicht, wie sich der Islam west­lich-kon­form ummod­eln lässt.

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DIE ZEIT: Kristi­na Schröder — Reden nicht han­deln.

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