@axw74 @VlkrDhr Korrekt, wird nicht funktionieren. Läuft wohl über Privatspenden: https://t.co/I9dV4tenDx

Archiv für den 20. Oktober 2010

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Guten Morgen

morgenkaffee

Meine Güte, es melden sich aber auch immer die Richtigen: Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft hat sich gemeldet und gemeint, dass die Sendung Tatort Internet absolut richtig sei. Das ist derselbe Rainer Wendt, der gemeint hat, was dieser Polizist erzählt, sei absoluter Unsinn.

Den Stuttgart-21-Gegnern wird gerne vorgeworfen, sie hätten sich früher in den politischen Prozess einbringen sollen, nicht erst jetzt. Das aber ist hinterlistig unterbunden worden, sagt Andreas Zielcke bei der Süddeutschen.

Nessys Kollegin hat raus, wie Männer funktionieren.

Stefan Niggemeier hängt die nicht neue Kritik an Gunnar Schupelius an dessen Verwendung des Begriffs Migrant auf, das von keinem Fachwissen getrübt ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Stehen Polizeigewerkschaften eigentlich in demselben Ruf wie alle Gewerkschaften? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Katy Perry ft. Elmo “Hot N Cold”

Augmented reality card trick

Ich halte ja nichts vom Begriff Augmented reality, weil hiermit schlicht nichts sinnvolles über Realität gesagt wird. Aber diesen Augmented reality Kartentrick finde ich ganz putzig:

Was ich noch sagen wollte zu… Lanz

Irgendwann habe ich begonnen, Talk-Shows im Fernsehen keine Chance mehr zu geben. Das war so zu einer Zeit, als Sabine Christiansen noch lief. Immer dieselben Spannungsbögen mit oftmals denselben Talk-Nasen ohne auch nur irgendwann sachliche Erkenntnisse zu generieren. Zusehen, wie andere sich aufregen – nein, für sowas sollte mein Fernsehgerät nicht abgenutzt werden.

Ich habe also alles ignoriert: Christiansen, Jauch, Beckmann, Kerner, Maischberger, Plasberg, Lanz und Co.

Ich habe nie etwas verpasst. Nie bin ich auf eine Meldung gestoßen, die etwas aus diesen Sendungen heraus hob, so dass man sich diese Sendung unbedingt mal im Nachhinein anschauen müsste. All die ganzen Jahre.

Gestern lief Neues aus der Anstalt im ZDF und irgendwann muss ich eingenickt sein. Als ich wieder aufwachte war Lanz im Fernsehen. Er quasselte mit Ingolf Lück. Ich bin eigentlich nur dran geblieben, weil mir die Markus-Lanz-Parodie aus Swicht noch im Kopf geblieben ist: Der eckig agierende Moderator im Barbie-Ken-Stil, die einrastenden Gesten, der treudoofe Blick, die sinnbefreiten Themen.

Und die Realität war noch schlimmer: Alle parodierten Dinge kamen vor, dazu noch die lanzische Diskussionskniebeuge. Lanz klammerte sich an seine Moderationskarten wie an ein Schutzschild. Wie unsicher muss dieser Mann ohne Karten sein. Auf den Karten muss die Redaktion der Sendung ihm etwas Haltverschaffendes aufgeschrieben haben, etwas, das den roten Faden der Sendung beinhaltet. Die Sendung sollte auch um Stuttgart 21 gehen, dazu war mit Barbara Rütting eine ehemalige Grüne, die gerne demonstriert eingeladen, ein Stuttgart 21-Befürworter und mit Walter Sittler ein Stuttgart 21-Gegner. Was sollte also Lück da?

Der rote Faden der Redaktion muss so ausgesehen haben: Lück hat in Bielefeld Häuser besetzt, war also auch geübter Protestler gegen die Staatsgewalt. Also kommt genau diese Info auf Lanz‘ Moderationskärtchen vor und Lanz sagt, Lück habe ja auch mal Häuser besetzt.

Und was entgegnet Lück? Nö, hab ich nicht. Ist auch nicht mein Thema. Stuttgart 21 sei auch nicht sein Thema. Was ist dann wohl Lücks Thema?

Sein Kabarettprogramm war’s. Aus diesem muss die Redaktion auch die Inhalte der Einblendungen für Ingolf Lück genommen haben. Mit der Sendung hatten sie wenig zu tun:

lueckbabysitterlueckdemo
lueckkinder
lueckkinderzustand
lueckmaenner
lueckumland

Die Rechercheleistung der Lanz-Redaktion – kaum in Worte zu fassen.

Man erkennt bei Lanz wohl das nahende Ende einer Unterhaltung ab Ausbleiben derartig tumber Einblendungen. Zum Schluß blendete man nach einer halben Stunde Gesprächzeit für Lück nochmal ein, dass dieser Schauspieler und Kabarettist sei. Beim ZDF denkt man wohl, dass die Zuschauer den Inhalt der Einblendungen vom Anfang eines Gesprächs eh nur kurz behalten. Wissen die Gäste von Lanz eigentlich vorher, was man unter ihrem Gesicht während der Sendung so einblendet? Welchen Subtext die Redaktion ins überlieferte Bild mit einbaut? Oder gehört das zum Risiko des Besuchs bei Lanz?

Goldig war dann aber auch eine Einblendung für Walter Sittler:

sittlerstandhaft

Dabei ging es in der Sendung gar nicht um Sex.

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