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Archiv für den 19. Oktober 2010

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Guten Morgen

morgenkaffee

Thomas Harlan ist gestorben. Am besten schaut man sich dieses Video über ihn irgendwann nochmal an.

Polizisten, die bei den Polizeiausschreitungen zu Stuttgart 21 dabei gewesen sind, erheben schwere Vorwürfe gegen die Politik: Sie seien verheizt worden und Politik habe auf das Geschehen unabhängig von der Gefahrenlage Einfluss genommen. Zudem sei es auch der Fall, dass Polizisten selbst Steine auf Polizisten schmissen, um Räumungen einzuleiten.

Bei Stefan Niggemeier haben Mitarbeiter von Konstantin Neven DuMont mit seiner E-Mail-Adresse diverse Kommentare unter diversen Pseudonamen veröffentlicht. Oder war es doch der Verlegersproß selbst?

Nach mir macht sich auch Thomas Knüwer Sorge um die Qualität der FAZ: Abschreiben mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum kommentiert man denn mit anonymem Nick und nichtanonymer Mailadresse? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Caritasverband fordert Absetzung von Tatort Internet

Was ich noch sagen wollte… zur Rezeption von Tatort Internet durch Bild.de und Welt.de

Wann immer Vertreter der Springerpresse wie Mathias Döpfner wieder lauthals rumkrakelen, dass der Qualitätsjournalismus in Gefahr sei, sollte man sich in Erinnerung rufen, wofür die Springerpresse eigentlich so steht. Und man sollte das Lachen nicht vergessen, denn mit Qualitätsjournalismus hat das alles herzlich wenig zu tun.

Gerade kann man auch ein merkwürdiges Schauspiel der Springerpresse miterleben: Springer-Zeitung Bild ist für die Sendung Tatort Internet und Springer-Zeitung Die Welt ist dagegen. Von Anfang an. Das ist das Risiko, wenn man sich für ein Projekt mit der Bildzeitung verbrüdert, wie Verteidigungsministergattin Guttenberg es getan hat: Von der Bildzeitung wird einem der Rücken frei gehalten, während Die Welt fröhlich frontal attackiert.

Nun darf man sicherlich in unterschiedlichen Zeitungen unterschiedliche Meinungen vertreten. Aber ob die unterschiedliche Meinungsvertretung wirklich ganz allein von den Journalisten kommt, das ist zu bezweifeln. Bezeichnend ist, wie Die Welt bei dieser Schmierenkomödie gänzlich unter den Tisch fallen lässt, wie die Bildzeitung diese Sendung flankiert, wie sie maßgeblich Teil dieser obskuren Kampagne ist. Die Bildzeitung, das verwundert weniger, ignoriert sämtliche Kritik am Fernsehformat und lässt sämtliche Kritiker der Fehler des Formats für Beschützer von pädophilen Straftätern da stehen.

Für so eine Kritik braucht eine Zeitung ja nicht selbst einzustehen. Wie gut, dass man eigene Werbefiguren hat wie Til Schweiger, die so eine Drecksarbeit erledigen.

Es geht der Springerpresse schlicht nicht um Qualitätsjournalismus. Es geht um’s Verkaufen. Qualitätsjournalismus ist im Hause Springer lediglich ein Synonym von Verkaufszahlen. Und die Politik soll doch bitteschön dabei helfen, dass die Verkaufszahlen akzeptabel bleiben. So gesehen ist Tatort Internet in den Worten der Springerpresse mehr ein Angriff auf das Internet als auf pädophile Straftäter.

Das alles macht kein anderer Verlag so – nur die Springerpresse. Schreiben tun darüber nur Blogs, keine Zeitungen. Und wo? Im Internet.

BR Kontrovers zu Stephanie Guttenbergs Zusammenarbeit mit RTL2

Das Thema Tatort Internet ist noch nicht ganz abgegrast: Das Magazin Kontrovers hat vor Kurzem einen interessanten Bericht gesendet. Überhaupt macht der Bayrische Rundfunk in letzter Zeit lobenswert kritische Formate.

In diesem Bericht kommen so Perlen vor wie der Hinweis von RTL2 auf seine Gebote an Eltern und Kinder – Moses lässt grüßen. Macht doch gleich ne Kirche auf! Zudem hat Stefanie Guttenberg die CDU-Maxime geschnallt, dass man eine Vorgehensweise dadurch super begründen kann, dass man sagt, sie sei alternativlos – ohne Alternativen auch nur irgendwie angedacht zu haben:

Putzig ist ja auch die Frage, wie sie dazu stehe, dass die von ihr mitpräsentierte Sendung auf dem Tittensender RTL2 läuft. Dies sei nebensächlich. Wenn das keine Spitzenrhetorik ist, dann weiss ich es auch nicht. Deklarieren sie alles für nebensächlich, was sie nicht beantworten können oder wollen und die Sache, für die sie streiten ist bombenfest. Dazu sollte man auch Gespräche mit kritischen Mendien ablehnen, wie Frau Guttenberg es tut, indem man Urlaub, Termine oder gar nichts vorschiebt, während man für die Springerpresse erreichbar ist.

Let the Queen out of the toilet

iPads vs. iPhones – Tweet it

We no speak Amerikano feat. Cleary & Harding

Tja, manchmal kennt man auch nicht diejenigen Videos, die auf Youtube schon 3 Millionen mal angeklickt wurden:

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Vor 5 Jahren
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