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Archiv für den 20. September 2010

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Guten Morgen

morgenkaffee

In Frank­furt fei­ert man den 150. Todes­tag Arthur Scho­pen­hau­ers mit einem Ver­an­stal­tungs­ma­ra­thon, um ihn dann wie­der in die uni­ver­si­tä­ren Elfen­bein­tür­me zu verstauen.

Der finan­zi­ell sich nicht mehr ren­tie­ren­de Rhei­ni­scher Mer­kur soll an Die ZEIT ver­kauft wer­den.

Der Bund der Steu­er­zah­ler fin­det es skan­da­lös, dass die Hypo Real Esta­te Bank 140 Mil­li­ar­den Euro Staats­bürg­schaf­ten bean­sprucht, um dann 25 Mil­lio­nen Euro Boni an ihre Ange­stell­ten zu zahlen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie­vie­le ande­re bun­des­weit ver­trie­be­ne Blät­ter kön­nen sich heu­te eigent­lich sonst noch eigen­stän­dig gar nicht mehr hal­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

The pro vote

It’s somehow in nowa­days to rep­re­sent a poli­ti­cal point of view. It’s not that important to be able to defend cer­tain argu­men­ta­ti­ons. It’s more important to argue for a par­ty or for a poli­ti­ci­an. The­re used to be times whe­re being non-political was the right poli­ti­cal point of view. Tho­se days are gone.

In the United Sta­tes of Ame­ri­ca Oba­ma was a glo­rious embo­dy­ment for this chan­ge: In cho­sing him as your favo­ri­te poli­ti­ci­an you voted for a per­son of inte­gri­ty, not for lob­by­ing. But as far as you can see by now, pro­blems are not sol­ved just through having inte­gri­ty. So many are now rethin­king their votings, at least their rea­sons for their votes.

probush

Why this is tmi? Well that tweet’s not about politics.

Der Gründer — Ein Film, den man nicht verpassen darf

Das Som­mer­ki­no war wenig begeis­ternd und auch das Herbst­ki­no lässt nicht auf­hor­chen. Ja, wäre da nicht Der Grün­der, die kon­ge­nia­le Ver­fil­mung eines der wohl bemer­kens­wer­tes­ten Geis­ter der TV-Landschaft.

Die Geschich­te: Por­no­pro­du­zent Ger­hard Horn­ba­cher und sei­ne Crew wol­len sich mit­hil­fe des spi­ri­tu­el­len Fern­seh­sen­ders Kanal Tele­por­tal und außer­ir­di­scher Tech­no­lo­gie auf einen fin­gier­ten Welt­un­ter­gang am 22.12.2012 vor­be­rei­ten um ein “wenig” Koh­le zu scheffeln.

Mehr Infos unter www.der-gruender.com
mit den Stim­men von Hel­mut Krauss (Samu­el L. Jack­son bzw. Nach­bar Paschul­ke aus Löwen­zahn), San­tia­go Zies­mer (Spon­geBob Schwamm­kopf), Wolf­gang Völz (Käptn Blau­bär), Mari­an­ne Groß (Anje­li­ca Hus­ton), Kar­lo Hacken­ber­ger (Bri­an Kin­ney), Eber­hard Prü­ter (Thad­dä­us Ten­ta­kel), Sascha Roter­mund (Dr. Cha­se), Gise­la Fritsch (Kar­la Kolum­na) und Lui­se Lunow (Fen­tons Ma).

Nach einer wah­ren Bege­ben­heit der Zukunft…

Hel­mut Krauss — Ger­hard Hornbacher
San­tia­go Zies­mer — Torok
Vera Göp­fert — Angel­la Atoma
Uwe Kar­pa — Glen­ny Rosenberg
Pierre Kiwitt — Tobi­as Hornbacher
Julie Trap­pett — Bela­na Hodzic
Rai­ner König — Jesus
Julia Kratz — She-Borg
Ades Zabel — Gina Gaydt
Ceci­lia Pil­la­do — Simo­net­ta Paternostro
Micha­el Schu­ma­cher — Esak DeVito
Volk­mar Wel­zel — Justin
Susan­ne Men­ner — Teleportal-Zuschauerin

[hier bewer­ten]

Sterns Pöbeljournalismus oder: Blogger, bleib bei deinen Gadgets

sternloerrach

Irgend­wie hat man beim STERN einen Nar­ren an Amok­läu­fen gefres­sen. Schon zu Zei­ten von Win­nen­den mein­te man dort, man soll­te zeit­nah zum Amok­lauf­ge­sche­hen den Blick auf Twit­ter wer­fen, um den mora­li­schen Zei­ge­fin­ger zu erhe­ben und über das böse Web zu schimp­fen. Pöbel­jour­na­lis­mus nann­te Ste­fan Nig­ge­mei­er das damals. Selbst­kri­tik hat man damals beim STERN wohl nicht betrie­ben, die Masche bleibt dieselbe.

Die­ses Mal darf Felix Dis­sel­dorf Dis­sel­hoff dran. Anhand von 4 — in Wor­ten: VIER — Tweets brand­markt er in Das Web spot­tet, was “das Web” in Sachen Amok­läu­fen von sich gibt:

User “Schlenz­a­lot” scheint, mit sar­kas­ti­schem Unter­ton, eine Erklä­rung für die Tat gefun­den zu haben und zieht gleich Par­al­le­len zum ange­klag­ten TV-Moderator Jörg Kachel­mann: “In Lör­rach wur­den auch Jörg Kachel­mann und Sebas­ti­an Deis­ler gebo­ren, dort weiß man, wie man mit “leich­ten Stö­run­gen” in die Pres­se kommt.”

Ob, wie von “Zyne­asthe­sie” behaup­tet, die Täte­rin ver­hei­ra­tet und hete­ro­se­xu­ell war und ob sie katho­li­schen Glau­bens ist, stand zum Zeit­punkt des ers­ten Tweets noch gar nicht fest. […]

So funk­tio­niert das Web nur all­zu oft. Aus einer ein­zel­nen Mel­dung wird eine Lawi­ne, die den Wahr­heits­ge­halt und das mensch­li­che Dra­ma oft unter sich begräbt.

[Schreib­feh­ler des Twit­ter­na­mens Zyna­es­the­sie im Original.]
So funk­tio­niert dann auch der STERN nur all­zu oft. Viel­leicht soll­te man beim STERN mal schau­ri­ge Musik den Arti­keln unter­le­gen, damit die mor­lai­sche Empö­rung ihrer wei­sen Auto­ren bes­ser zur Gel­tung kommt. Wenn ein solch nied­ri­ges inhalt­li­ches Niveau in einer Schü­ler­zei­tung vor­kom­men wür­de — nie­mand hät­te rich­tig was dage­gen, es wäre ja nur eine unpro­fes­sio­nel­le Ver­öf­fent­li­chungs­form. Aber dies ist immer­hin der STERN, der sich aber­mals grot­tigs­ten Jour­na­lis­mus auf die Fah­ne schreibt. Aber gott­sei­dank nur im Inter­net — da liest das ja kei­ner und da sind ja ehr nur Twitter-Idioten.

Und für Dis­sel­dorf Dis­sel­hoff darf dann die Mär vom qua­li­ta­tiv über­ra­gen­den Jour­na­lis­ten natür­lich auch nicht fehlen:

Das Pro­blem ist wie so oft nicht die Nach­richt, son­dern wie mit ihr umge­gan­gen wird. Wäh­rend aus­ge­bil­de­te Jour­na­lis­ten dar­in geschult sind, sen­si­bel mit Daten von Per­so­nen umzu­ge­hen und Fak­ten zu recher­chie­ren, steht hin­ge­gen bei Twit­ter die Mei­nung schnell fest.

Kei­ne Rede davon, wie hier mit der STERN-Nachricht umge­gan­gen wird, die auf VIER Tweets basiert. VIER! Das nen­ne ich mal eine Fakten-Recherche. Und solch ein Aus-dem-Fenster-Gelehne gera­de mal ein Jahr nach der nicht min­der pie­tät­lo­sen STERN-Tweets zu Win­nen­den.

So kann man nur Gerd Blank vom STERN recht geben, dass nicht zu erwar­ten war, dass Jour­na­lis­ten bedach­ter mit Vor­fäl­len wie Amok­läu­fen umge­hen wer­den — gera­de beim STERN selbst, bei denen die­se ver­all­ge­mei­ner­te, mora­lin­saure Twit­ter­rü­ge bei Amok­läu­fen mitt­ler­wei­le wohl ein­fach Stan­dard ist.

Aktua­li­sie­rung
Till Achin­ger hat noch mal genau­er nach­ge­schaut und fest­ge­stellt, dass Dis­sel­hoff teil­wei­se wort­wört­lich von Blank abge­schrie­ben hat.

Blank 2009:
So funk­tio­niert das Web. Aus einer Mel­dung wird eine Lawi­ne, die den Wahr­heits­ge­halt oft unter sich begräbt.

Dis­sel­hoff 2010:
So funk­tio­niert das Web nur all­zu oft. Aus einer ein­zel­nen Mel­dung wird eine Lawi­ne, die den Wahr­heits­ge­halt und das mensch­li­che Dra­ma oft unter sich begräbt.

Nicht mal mehr zu eigen­stän­di­gen For­mu­lie­run­gen hat’s gereicht.

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