Guten Morgen

morgenkaffee

Neunt­kläss­ler haben im Unter­richt den neu­en Per­so­nal­aus­weis geknackt — mit einer Ein­weg­ka­me­ra, einem Löt­kol­ben und einem Schrau­ben­zie­her. Die Bun­des­re­gie­rung hat­te den neu­en 30€ teue­ren — der alte kos­tet 8€ — aus Sich­her­heits­grün­den ein­ge­führt. Andern­orts reagiert man inten­si­ver auf Bild­zei­tungs­ak­tio­nen.

Die Duisburg-Essener Uni­ver­si­tät hat Bild­zei­tungs­re­por­te­rin Ali­ce Schwar­zer zur Mercator-Professorin gemacht, eine Pro­fes­sur für Welt­of­fen­heit und Gedöns.

Harald Schmidt geht vom sich als Natiol­al­mann­schaft den­ken­den Schlaf­sen­der ARD zurück zu Sat1 — und könn­te dort Oli­ver Pocher ver­drän­gen. Wäh­rend­des­sen hat die ARD nichts lus­ti­ges mehr zu bie­ten, kann sich ande­rer­seits im Poli­tik­ge­plap­per nicht sinn­voll begren­zen.

Deut­sche, mus­li­mi­sche Kul­tur­schaf­fen­de haben einen offe­nen Brief an Bun­des­prä­si­dent Wulff ver­fasst:

was wir momen­tan beob­ach­ten, ist lei­der das Gegen­teil eines sol­chen Pro­zes­ses, in dem Men­schen auf­ein­an­der zuge­hen, damit Gutes ent­steht. Wir erle­ben, wie sich Tei­le der Bevöl­ke­rung von ande­ren abset­zen. Wie Min­der­hei­ten aus­ge­deu­tet und öffent­lich als “Ande­re” mar­kiert wer­den. Die Ton­la­ge ist oft genug nicht neu­gie­rig und gesprächs­be­reit, son­dern aggres­siv und dif­fa­mie­rend. Für Mus­li­min­nen und Mus­li­me ist der­zeit nicht ein­mal der Gang zum Zei­tungs­händ­ler leicht, weil sie nie wis­sen, wel­che Schlag­zei­le, wel­ches ste­reo­ty­pe Bild sie dort erwar­tet. Auch in der Schu­le, bei der Arbeit und am Aus­bil­dungs­platz kann es sein, dass einem Feind­se­lig­keit ent­ge­gen­schlägt.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist man heut­zu­ta­ge schon welt­of­fen, wenn man als intel­li­gen­te Per­son für die Bild­zei­tung schreibt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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