Wie ist das eigentlich mit… dem kaputten Blumenkübel?

Auf Twit­ter macht man sich ger­ade über einen Artikel der Neuenkirch­en­er Aus­gabe der Mün­ster­schen Zeitung lustig: Die hat­te gemeldet, dass an einem Altenheim ein Blu­menkü­bel zer­stört wor­den sei und wie trau­rig dies die Senioren mache.

Warum? fragt z.B. Twit­ter­er Flusskiesel. Ange­fan­gen hat es mit Twit­ter­er Ralf Heimann und sich dann verselb­ständigt. Auf Twit­ter kön­nen Einzel­nachricht­en leicht weit­ergeleit­et wer­den.

Nun ist es sicher­lich nicht das Ein­fach­ste, eine Region­alzeitung im Som­mer­loch mit Inhalt zu befüllen, man sollte sich aber über entsprechen­den Spott nicht wun­dern.

Bei der Mün­ster­schen Zeitung wun­dert man sich über diese Inter­netwelle. Inzwis­chen fragt man sich bei Twit­ter, ob der Blu­menkü­bel aus Neuenkirchen den Sack Reis aus Chi­na ablösen kann. Wir sind ges­pan­nt.

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Was ich noch sagen wollte zu… Googles Wave & Early Adopter

Google Wave ist tot. Und das ist, wenn es sich um Google han­delt immer Aufmerk­samkeit erweck­end. Das war es schon zu Beginn. Als ich im Novem­ber 2009 auf dem Bar­camp OWL gewe­sen bin, war Google Wave noch ein junger Hüpfer, the hottest shit in town. Google Wave bekam auf diesem Bar­camp, wie sicher­lich auf vie­len anderen auch, eine eigene Ses­sion. Dort wurde im voll gefüll­ten Raum dem sich in Wave unklar rumk­lick­enden Ses­sion-Hal­ter Aufmerk­samkeit geschenkt. Aufmerk­samkeit für ein Pro­gramm, das die wenig­sten ver­standen und eigentlich auch nie­mand ersehnte.

Warum also eine der­ar­tige Aufmerk­samkeit? Warum ein voller Raum? Warum nun so ein Bohei um die Vereb­bung der Welle?

Ganz ein­fach, weil es nie nur um Google ging, nie nur um Wave, son­dern immer auch um eine Hin­ter­grund-Idee, die ein wenig mit Wave ger­ade stirbt: Die Ear­ly-Adopter-Idee. Was ist das für eine Idee? Nun, bei allen neuen Pro­gram­men und Pro­duk­ten denken sich die Mar­ket­ing-Leute, man müsse nur den Nerv der Ear­ly-Adopter tre­f­fen, dann würde sich durch diese eine Welle der Begeis­terung durchs Land des Inter­nets fegen und das Pro­gramm ist etabliert. Die Ear­ly-Adopter sind sozusagen die Erstaus­pro­bier­er. Aber die gab es nun mal bei Google Wave. Und sie tru­gen ihre Ver­anstal­tun­gen mit Begeis­terung auf diversen Bar­camps und sonst­wo vor.

Es fol­gte ihnen aber nie­mand. Die Ear­ly Adopter sind offen­sichtlich kein Garant für den Erfolg eines Pro­duk­ts — zumin­d­est nicht als bloße Ear­ly Adopter. Der Begriff erfasst nicht das, was Mar­ket­ing-Leute sich denken: Den Ursprung des Erfol­gs eines Pro­duk­ts beim Pub­likum.

Vielle­icht muss ein auf Erfolg gebürstetes Pro­gramm inten­siv­er gehy­pet und befeuert wer­den — Google Wave bekam nie eine zweite Euphoriewelle. Vielle­icht braucht man über­durch­schnit­tlich intel­li­gente Leute, die ein Feuer aus­bre­it­en. Aber wie will man die denn vor einen Mar­ket­ing-Kar­ren span­nen? Ob die mar­ket­ing­mäßig aufge­fasste Idee des Ear­ly Adopters durch eine andere erset­zt oder ob solche Ideen von nun an gän­zlich ver­wor­fen wer­den — du und ich, wir wissen’s nich’.

[ Foto: http://www.flickr.com/photos/teller/ / CC BY-NC-SA 2.0 ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Johanes Boie arbeit­et derzeit 2 Monate lang für die Los Ange­les Times und schreibt in diesem Zusam­men­hang über den Homi­cide Report, einem Blog, das sich mit Ermor­dun­gen beschäftigt.

Denis erzählt, wie er gedanken­voll nach Hause geht.

Google stellt sein Wave-Pro­jekt ein, das eine Art hätte sein sollen, wie man heutzu­tage E-Mail erfun­den hätte — wenn es irgend­je­mand kapiert hätte. Die Google-Nutzer hät­ten es nicht angenom­men. Naja, so kann man es irgend­wie auch aus­drück­en.

Und während ich mir die Frage stelle: Wäre E-Mail, würde sie heute tat­säch­lich neu erfun­den, wirk­lich genau­so ignori­ert wor­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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