Guten Morgen

morgenkaffee

Heute kämpft man um die Nach­folge von Horst Köh­ler, wozu der Spiegel einen Live-Blog führt. Aber auch die Nach­folge von Jür­gen rüttgers ist in CDU-Kreisen ein täglich­er klein­er Kampf.

Lar­ry King hört mit dem Talken auf und hängt seine Hosen­träger an die Wand.

Nach der Rei­he, wie gefährlich doch Kaf­fee ist, geht man nun zu den näch­sten Krankmach­ern über: Chick­en Nuggets.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie oft muss man denn wohl Chick­en Nuggets essen, um anfan­gen zu känkeln? Täglich? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Sabine Rückert über den Fall Kachelmann

In Schuldig auf Ver­dacht kom­men­tiert und berichtet Sabine Rück­ert über den Fall des ARD-Mete­o­rolo­gen Jörg Kachel­mann. Der Artikel ist allerd­ings wesentlich mehr. Es wer­den nicht nur Ungereimtheit­en, erlo­gene Wahrheit­en und Anstand­slosigkeit­en the­ma­tisiert, Rück­ert entzieht den Fall der Klatsch­presse und set­zt Frauen auf die Anklage­bank:

Wartete Aschen­put­tel früher auf den Märchen­prinzen, so verzehrt es sich heute nach dem Mann vor der Kam­era. So manche Kachel­mann-Fre­undin, die sich jet­zt als sein Opfer fühlt, wird min­destens eben­so Opfer ihrer eige­nen Sucht gewor­den sein, von seinem Glanz zu prof­i­tieren. Wer schö­nen Schein wollte, hat ihn von Kachel­mann bekom­men. Viel mehr gab es nicht.

Die Akte Kachel­mann ist deshalb auch ein Doku­ment weib­lich­er Selb­stern­iedri­gung, in ihr stellen sich junge, attrak­tive Frauen unser­er Zeit selb­st dar wie die Mätressen eines Fürsten. Sie zeigt, dass 50 Jahre Fem­i­nis­mus zwar bewirkt haben, dass Män­ner sich heute bei Delik­ten gegen die weib­liche Selb­st­bes­tim­mung als wütende Strafver­fol­ger betäti­gen, dass aber die Idee vom aufrecht­en Gang ganze Teile der Frauen­welt nicht erre­icht hat.

Das ist so mit das Deut­lich­ste und Heftig­ste, was ich über­haupt an Frauen-Kri­tik durch eine Frau gele­sen habe [Wem für diese Bemerkung das Zitat nicht aus­re­ichend genug ist, der lese den gesamten Artikel]. Ich schreibe das jet­zt auf diese Art, weil ich wirk­lich nicht weiss, ob ein Mann dies in dieser präzisen Form so hätte schreiben kön­nen. Rück­ert darf man dankbar sein für diesen scho­nungslosen, tre­ff­sicheren Artikel. Und auch wenn ich über Einzel­heit­en dieses Falls nicht auf der Höhe bin, so haben doch die Gedanken Rück­erts bre­ite Beach­tung und Über­denkung ver­di­ent.

Aktu­al­isierung vom 07. August 2010
Inzwis­chen wird Rück­erts Artikel auf­grund der Autorin kon­tro­vers disku­tiert: Rück­ert soll Kachel­manns Anwalt das Hinzuziehen eines weit­eren Anwalts, die sie vorschlug, anger­at­en haben und habe dann wegen der Ablehnung dieses Vorschlags durch den Artikel brüsk reagiert.

Aktu­al­isierung vom 30. Novem­ber 2010
Inzwis­chen ist der bish­erige Anwalt von Jörg Kachel­mann, Rein­hard Birken­stock, nicht mehr dessen Rechtsvertreter. Abgelöst wird er von Johann Schwenn — dem Juris­ten, den Rück­ert Kachel­mann emp­fohlen hat.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Die Welt adap­tiert von ihrer Schwest­er Bild das Konzept Leser­re­porter und wird in ihrer Klein­aus­gabe Welt Kom­pakt am 01. Juli im Som­mer­loch eine Aus­gabe teils von Blog­gern machen lassen. Deef Pir­masens kri­tisiert, dass hier vor­rangig zu PR-Zweck­en kosten­los­er Inhalt durch Blog­ger ver­w­ertet wer­den soll, indem man denen etwas den Bauch pin­selt. Robert Basic hält dage­gen mehr von der Idee dieses Exper­i­ments — im Gegen­satz zu seinen Kom­men­ta­toren.

Johannes Kuhn plädiert in anre­gen­der Weise für einen neuen Jour­nal­is­mus.

Wal­ter Mixa ist wieder mal irgend­wie von irgend­was zurück­ge­treten, entschuldigt sich bei irgendwem pauschal, möchte aber weit­er­hin Bischof sein, nur ohne Diözese. Zu den aufgekomme­nen, neuen Vor­wür­fen sagt er nichts.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist es für das Haus Springer schon ein Erfolg, dass beim Blog­ger-Exper­i­ment nie­mand schreibt, er wolle nicht für die Springer­presse schreiben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Update: Na, wer sagt’s denn ;-). Felix Schwen­zel schreibt’s.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der Chef-Redak­teur der Rhein Zeitung, Chris­t­ian Lind­ner, plädiert an die Ver­lage gerichtet dafür, neue Redak­teure einzustellen, um Qual­ität erre­ichen zu kön­nen.

Da Net­zer & Delling derzeit ihre Abschied­s­tour im Fußball-Pro­gramm der ARD unternehmen, hat das Load­blog mal die besten Szenen der bei­den bish­er zusam­menge­tra­gen.

Der Abspannsitzen­bleiber geht tiefer auf die tolle Doku­men­ta­tion Ref­er­ees at work ein. Darin wird die stress- und risiko­volle Auf­gabe von Schied­srichtern im Profi­fußball behan­delt.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird diese Gat­tung des zum Con­tent-Man­ag­er degradierten Jour­nal­is­ten wohl wieder ver­schwinden? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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