Richard Dawkins: If Science worked like Religion


Unter­halt­sam. Aber nach wie vor: Dawkins ken­nt nur die schwärmerische Reli­gion, nicht Reli­gion als notwendi­ger Idee, dass das moralisch gute Han­deln dem han­del­nden Men­schen nicht schadet. Insofern erfasst Dawkins das The­ma eben nur halb.

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2 Kommentare

  1. notwenig? nein notwendig ist hier der falsche begriff.
    möglichkeit wäre hier das richtige. moral und ethik kön­nen auch reli­gions­frei ver­mit­telt wer­den.
    der vorteil hier­bei ist der, dass es unab­hängig, ob es einen gott gibt oder nicht, ich von mir aus gehend anderen helfen möchte. eben nicht, weil es son­st kon­se­quen­zen nach dem tod hätte, son­dern greif­bare im dies­seits, so dass alle das hohe ide­al als ziel vor augen haben: behan­dle andere wie du selb­st behan­delt wer­den willst.

  2. Mit der Rich­tung bin ich ja ein­ver­standen, aber nicht in der Aus­führung. [Ich würde Kants Dar­legung zus­tim­men wollen, Ethik ohne einen Begriff von Gott zu begrün­den, aber nicht weil es vorteil­haft ist, son­dern weil es richtig begrün­det ist.]
    Das “hohe Ide­al” ist ja nichts anderes als die Gold­ene Regel, bei der allerd­ings offen ist, ob nicht lediglich meine Pri­vat­mei­n­un­gen über Hand­lun­gen moralisch auss­chlaggebend sein sollen. Dies ist widerum nicht ver­all­ge­meinerungs­fähig, weil es eben nur Pri­vat­mei­n­un­gen sind.
    Von Ide­alen muss auch gezeigt wer­den, wie und warum sie men­schlich­es Han­deln leit­en sollen.
    Man kann nun, und da folge ich weit­er­hin Kant, Ethik und Moral für sich belassen ohne den Begriff oder die Idee Gottes, auch ohne diese per­son­ifizierte Fig­ur, die wir in den Kirchen oder wie andere sagen: in der Reli­gion antr­e­f­fen.
    Für Kant ist aber der Gedanke, dass richtiges moralis­ches Han­deln sich für mich lohnt, was auf ein Min­i­mum gebracht hieße: Dass es mir nicht schadet, ein notwendi­ger Gedanke. Denn wenn ich sich­er wäre, ich hätte davon nichts und ich würde durch moralis­ches Ver­hal­ten nichts Gutes bewirken, da kön­nte ich ja bess­er auf die Beach­tung von Moral verzicht­en und nur immer das Beste aus allem raus holen wollen.
    Kant redet von Gott nur als Idee. Allerd­ings nicht als ein­er zufäl­li­gen oder willkür­lichen, son­dern — wie er auch sagt: kon­se­quent zuende gedacht — als ein­er notwendi­gen.
    Das ist natür­lich für die Kirchen­vertreter zu wenig und es ist eben auch nicht der Gedanke von Gott, den Dawkins bekämpft. Aber diese Idee Gottes ist eben nicht bloße Ein­bil­dung und insofern hab ich damit kein Prob­lem ;-).

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