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Guten Morgen

morgenkaffee

Spürbar ruhiger geworden ist es auf dem CDU-kritischen Wir-in-NRW-Blog. Heute befasst man sich boulevardesk und somit eher ungefährlich mit den Rauchgenussgeschichten des CDU-Beraters Michael Spreng.

Felix Schwenzel nimmt ausführlich einen Artikel von Frank Patalong auseinander und meint,

wer leser beschuldigt an der misere des qualitätsjournalismus schuld zu sein, hat ungefähr gar nichts verstanden (oder mag nicht zugeben, dass er selbst auf dem schlauch steht). ich kenne auch keine lösung. aber von einem bin ich fest überzeugt: geld verdienen im internet geht nicht gegen die leser, sondern nur mit ihnen. und ich bin der festen überzeugung, dass leser bereit sind sich finanziell zu beteiligen, wenn man sie ernstnimmt, offen, ehrlich und transparent erklärt für was man geld braucht – und es ihnen leicht macht geld oder aufmerksamkeit zu geben.

Julias Seeliger berichtet in mehreren Blogartikeln über das Politbarcamp, wo man sich wohl sehr wichtig nahm. Herzerwärmend sind dabei allerdings Sätze wie:

Die Übertragung des radikalen Individualismus bzw. die völlige Auflösung von Gruppen auf Demokratie bereitet mir noch mehr Sorgen.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind wir nicht alle ein bisschen Weltschmerz? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

4 Kommentare zu „Guten Morgen“

  • Und, lieber Troll, warum findest du den Satz witzig?

    Deine Kritik ist n bisschen dünn, finde ich.

    julia seeliger - 24.03.2010 um 10:54 Uhr - Antworten
  • Von witzig hab ich nichts gesagt und Troll finde ich genauso daneben. Die Begriffsverwendung radikaler Individualismus wird im betreffenden Blogartikel einfach nicht erklärt, sie ist für sich genommen und kontextabhägig unverständlich, und somit ist auch unverständlich, worum sich in Angesicht dieses Begriffs bezogen auf Demokratie gesorgt wird.

    Carsten - 24.03.2010 um 11:13 Uhr - Antworten
  • Carsten „radikaler Individualismus“ ist nicht Kontext abhängig. (Individualismus solltest du auch ohne Satz verstehen und radikal kannste dir denken) Alles andere ist erklärt im Nebensatz. Außerdem ist der Begriff schon lange seit fast 30 Jahren im wissenschaftlichen Diskurs geläufig. Die Auflösung von Identitäten von/aus Gruppen hin zu einer Ich Bezogenheit. Für ein repräsentative Verwaltungssystem ist das entscheidend. Denn ohne Bezug auf Gruppen kannst du nicht Repräsentieren, weil eine einzelne Person zu Repräsentieren ist sinnlos…

    12monkey - 24.03.2010 um 16:53 Uhr - Antworten
  • Ich finde es gut, dass du das verteidigst, aber mein Verständnis bleibt da doch dasselbe. Ich habe nicht behauptet, dass hier Worte neu erfunden würden. Ich habe nur gemeint, dass diese Begriffsverwendung zu ungenau für ein allgemeines Verständnis ist.

    Was ist denn nun mit „radikaler Individualismus“ gemeint, was nicht schon in „Individualismus“ steckt? Ich weiss auch nicht, was eine „Auflösung von Identitäten aus Gruppen zu einer Ich Bezogenheit“ bedeutet. Zudem glaube ich durchaus, dass man etwas repräsentieren kann ohne Bezug auf Gruppen, nämlich schlicht sich selbst als Mensch.

    Carsten - 24.03.2010 um 17:07 Uhr - Antworten

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