Here come the mummies – Pants

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Neue amerikanische Fernsehgeschichten

Wenn man schon mal ange­sprochen wird, dass man hier zu wenig Neuein­träge macht, dann komme ich dem mal auf meine Art und Weise nach: Jet­zt erzäh­le ich mal, was ich in let­zter Zeit im Fernse­hen und auf DVD gese­hen habe und weit­erempfehlen kann. All diesen TV-Serien ist gemein, dass die deutsche Syn­chro­ni­sa­tion schlechter ist als das Orig­i­nal. Das hängt auch damit zusam­men, dass in diesen Serien die Schaus­piel­er Platz für ihr Schaus­piel gegeben wird, dass aber auch mitunter unter­schiedlich­es Sprechen im Englis­chen eine Rolle spielt, was in der deutschen Syn­chro­ni­sa­tion kom­plett unter den Tisch fällt.
Flash For­ward
Flash For­ward ist ger­ade in Deutsch­land ange­laufen und läuft in Ameri­ka noch in sein­er ersten Staffel. Der Plot ist zunächst das Reizvoll­ste: Für 137 Sekun­den ste­ht die Welt still und die Men­schen erleben, was sie in 6 Monat­en erleben. Das ist mitunter schock­ierend und ver­an­lasst die Men­schen gegen ihre Zukun­ft anzuge­hen. Dieser Reiz wird nach ein paar Fol­gen abgelöst durch die Dra­maturgie der Einzelper­so­n­en. Das hat in Ameri­ka anscheinend zu einem Rück­gang der Zuschauerquote geführt, schadet der eigentlichen Serie aber nicht, da sie über ganz aus­geze­ich­nete Schaus­piel­er ver­fügt.
In Treat­ment
In In Treat­ment geht es um einen Psy­cholo­gen und seine Patien­ten und was in ihren Sitzun­gen passiert. Es ist daher sehr dialo­glastig, was zunächst lang­weilig erscheinen mag. Man braucht auch in der Tat 5 bis 6 Fol­gen, bis man den großen Rah­men dieser Serie erfasst. Danach ver­fol­gt man mit Span­nung die weit­eren, immer auch über­raschen­den Entwick­lun­gen und die Tiefe der Charak­tere.
Chuck
Chuck ist eine ziem­lich stylis­che Agen­ten-Serie mit viel Satire und Humor. Dies geht in der deutschen Syn­chro­ni­sa­tion etwas unter, auch die Dichte der einzel­nen Sit­u­a­tio­nen zwis­chen den Fig­uren lei­det doch deut­lich in der Über­set­zung. In Deutsch­land ist bis­lang nur die erste Staffel gezeigt wor­den, und das zudem an einem sehr schlecht­en Sende­platz. In Ameri­ka wird die Serie von Fans unter­stützt, was möglicher­weise zu ein­er vierten Staffel führen wird. Chuck ist derzeit mein absoluter Serien-Favorit.

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Süddeutsche Zeitung: Wird Jasper NRW-Landtagswahlkampf-Thema?

Die Süd­deutsche Zeitung befasst sich noch ein­mal mit dem falschen Dok­tor­grad von Dieter Jasper und den neuer­lichen Aufdeck­un­gen. Man hat nach der weit­eren Irri­ta­tion in seinem Lebenslauf noch ein­mal die CDU des Kreis­es Ste­in­furt ange­sprochen und schreibt:

Lau­mann [Vor­sitzen­der des CDU-Bezirks Ste­in­furt und NRW-Min­is­ter für Arbeit, Gesund­heit und Soziales] selb­st will sich auf Anfrage von sueddeutsche.de dazu nicht äußern und ver­weist auf seinen Kreis­geschäfts­führer Johannes Machill. Auch für ihn kam die neueste Unstim­migkeit in Jaspers Lebenslauf über­raschend. Jeden­falls sei auch im Kreisvor­stand nicht bekan­nt gewe­sen, dass er lediglich als Prak­tikant bei Kien­baum gewe­sen sei. Eine her­aus­ra­gende Wirtschaft­skom­pe­tenz, wie im Wahlkampf nach außen getra­gen, lässt sich daraus jeden­falls nicht ableit­en.
Es kann jet­zt also dur­chaus als Abset­zbe­we­gung gew­ertet wer­den, wenn Machill gegenüber sueddeutsche.de erk­lärt, es sei jet­zt an Jasper, die Sache aufzuk­lären. Jasper in Schutz zu nehmen, dafür fehlt dem Kreisvor­stand inzwis­chen wohl die Kraft.

Der Sprech­er des Kreis­es ver­weist also die Süd­deutsche Zeitung zur Aufk­lärung der neuer­lichen Irri­ta­tion an Dieter Jasper und der lässt ver­laut­baren, dass er nichts mehr sagen wird. So ganz grün scheint man sich bei der CDU nicht mehr zu sein.

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Nockherberg 2010

Der derzeit­ige Brud­er Barn­abas, Michael Lerchen­berg, hat nach der diesjähri­gen Fas­ten­predigt sein Amt aufgegeben. Naja, son­der­lich komisch fand ich ihn nie, mir kam er zu aggres­siv rüber. Vielle­icht hab ich da auch ein­fach nur ein unpassendes Humorver­ständ­nis:

Hel­mut Schle­ich war da schon witziger als Franz Josef Strauß.

… aber muss denn immer der alte Strauß her­hal­ten, damit’s lustig wird? Naja, und irgend­was wollte dann auch fol­gen­der Einge­boren­er zum Nock­her­berg sagen, was genau, weiss ich jet­zt nicht:

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NRW-CDU stellt Strafanzeige gegen unbekannt

Wer in let­zter Zeit, wie in diesem Blog, etwas Poli­tis­ches behan­deln wollte, der kam um die kleinen Skandälchen der NRW-CDU ein­fach nicht herum. Das Ver­wun­der­liche war eigentlich, dass immer wieder welche auf­taucht­en. In let­zter Zeit ging das ver­stärkt über den Blog Wir-in-NRW-Blog, so dass ich mich in diesem Blog noch fragte, ob eine der­ar­tige Berichter­stat­tung noch parteilich aus­ge­wogen sei. Aber die Skan­dale waren ja nun ein­mal da, und sie waren doch öffentlichkeitswirk­samer als das, was von anderen Parteien kam.
Eine andere Frage, die sich mir stellte, auch wenn ich sie hier nicht näher behan­delt habe, war allerd­ings, wie es wohl dazu kam, dass der oben genan­nte Blog immer wieder mit CDU-inter­nen Schreiben aufwarten kon­nte. Dieselbe Frage hat wohl die NRW-CDU beschäftigt, weswe­gen sie jet­zt Strafanzeige gegen unbekan­nt gestellt hat. Man hat bei der CDU also keine Ahnung, wer da was nach außen gibt, so dass man diese Anzeige loslässt, von der nicht zu erwarten ist, dass sie den Schuldigen aus­machen wird. Aber angesichts dieses Trends, dass immer wieder The­men in den Medi­en auf­tauchen, die am Image der CDU erfol­gre­ich kratzen, war dies wohl ein kon­se­quenter Schritt.
Nur muss man sich bei der NRW-CDU sehr frus­tri­ert vorkom­men. Im Bun­destagswahlkampf war schon offen­sichtlich, dass die CDU wenig im Inter­net zu bieten hat­te und ihre paar Film­chen auf Youtube sind von der Öff­fentlichkeit eher ignori­ert wor­den. Oder erin­nert sich noch jemand an den Wahlwerbespot mit Chaly M. Huber? Viel Aufwand für wenig sichtliche Ergeb­nisse.
Schaut man sich den inzwis­chen ren­ovierten CDU-Kanal bei Youtube an, so kommt man nicht umher, festzustellen, dass dort was gemacht wurde. Hier erscheint zunächst das Video vom Poli­tis­chen Aascher­mittwoch mit stark grafis­ch­er Auf­machung. Und als erstes lese ich da ‘Bild’ und ‘Rheinis­che Post’. Schön, dass sich die CDU nicht scheut, Klis­chees zu bedi­enen. Also, man macht hier was Neues, man hat aber kaum Pub­likum. Es ist wohl ein­fach so, dass das Sich-Freis­chwim­men der CDU im Inter­net ein­fach länger dauert, als man das wohl bei der CDU erwartet hat­te. Den­noch ist es nicht falsch, sich in das kalte Nass zu begeben. Irgend­wo muss man ja anfan­gen.
Aktu­al­isierung
Mit dem durch den neuen NRW-CDU-Gen­er­alsekretär Krautscheid geäußerten Satz, ein im FAZ-ARtikel unge­nan­nter Blog­ger dro­he mit weit­eren Enthül­lun­gen und

Allein in den kom­menden zwei Wochen ste­hen dem Mann einige miese Über­raschun­gen bevor, vor denen ich jet­zt schon Angst hätte, wenn ich er wäre.

fühlt sich David Schraven von den Ruhrbaro­nen ange­sprochen und reagiert verärg­ert. Dass die NRW-CDU Angst vor kom­menden Enthül­lun­gen haben sollte, sehe ich allerd­ings ähn­lich: Von solchen Enthül­lun­gen gab es bish­er schlicht viel zu viele über die CDU für einen Land­tagswahlkampf.

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Die Luft wird dünner für Dieter Jasper

… schreiben die West­fälis­chen Nachricht­en.
Als die Linkspartei vor Wochen die Frage aufwarf, weswe­gen im Lebenslauf von Dieter Jasper im Kürschn­er die Berufs­beze­ich­nung Dipl.-Kaufmann in Kauf­mann geän­dert wurde, antwortete Jasper, dass jet­zt ein­fach alles angezweifelt werde. Das sollte wohl den Kri­tik­ern eine Halt­losigkeit ihres kri­tis­chen Vorge­hens unter­stellen. Wer Jasper hierzu Glauben schenk­te, darf sich getäuscht fühlen:
Auch die West­fälis­chen Nachricht­en haben, nach­dem der NDR das schon getan hat­te, die Unternehmens­ber­atung Kien­baum in Ham­burg kon­tak­tiert und bericht­en von ein­er vielle­icht etwas klar­eren Aus­sage, als der NDR sie beschrieb:

Nach unseren Erken­nt­nis­sen war Herr Jasper lediglich vom 13. März bis zum 16. Juni 1989 als Prak­tikant bei uns tätig. 1990 war er nicht bei uns“, sagte Erik Bethken­hagen, Geschäfts­führer der Kom­mu­nika­tion­s­abteilung bei Kien­baum in Düs­sel­dorf. Jasper selb­st sagte unser­er Zeitung: „Ich äußere mich grund­sät­zlich nicht mehr zu solchen Fra­gen.“

So, wie bish­er gemauert wurde, soll also weit­er gemauert wer­den. Auf öffentliche Fra­gen gibt es keine Antworten. Dabei hat­te die CDU Ste­in­furt noch gestern gehofft, dass Jasper nun wieder an Glaub­würdigkeit bei den Wäh­lern gewönne, nach­dem Bun­destagspräsi­dent Lam­mert den falschen Dok­tor­grad nicht als Wahlbeein­träch­ti­gung bean­standet hat­te. Pustekuchen. Auch die Staat­san­waltschaft Mün­ster lässt nicht, wie ander­swo noch gestern berichtet wurde, ihre Fin­ger vom Fall Jasper, weil Jasper Immu­nität genießt.
Das The­ma bleibt weit­er­hin aktuell, was der von eige­nen Skan­dalen gen­ervten NRW-CDU in Anbe­tra­cht der Land­tagswahl alles andere als schmeck­en wird.

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