Rummenigges Gedicht

Anet­te Pfeiffer-Klärle (und gäb es die­sen Namen nicht schon, man hät­te ihn erfin­den müs­sen) ist dar­auf auf­merk­sam gemacht wor­den, dass Karl-Heinz Rum­me­nig­ge ein soge­nann­tes Gedicht von ihr abge­wan­delt auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung von Bay­ern Mün­chen vor­ge­tra­gen hat und lässt ihn nun wegen unrecht­mä­ßi­ger Ver­wen­dung ver­kla­gen. Außer­dem hat sie über Rum­me­nig­ge auch schon wie­der gereimt.

Was für Aus­sprü­che man wie ver­wen­den kann, das ist etwas, was ich mich auch schon gefragt habe, schließ­lich ver­wen­de ich hier dau­ernd frem­de Tweets in eige­nen Bei­trä­gen. Zwar gibt man irgend­wie in den AGBs von Twit­ter sei­ne Tweets frei, doch ob das recht­lich in Deutsch­land rele­vant ist, wür­de ich mal bezwei­feln.

Daher hol­te ich mir mal Rat und da sag­te man mir, dass es doch sehr frag­lich wäre, ob die Schöp­fungs­hö­he die­ser Tweets, die ich ver­wen­de so hoch ist, dass sie als Kunst ein­ge­stuft wer­den könn­ten. Ansons­ten wären mei­ne Bei­trä­ge ja immer noch als eige­ne Kunst­schöp­fung zu sehen, die doch min­des­tens eine eben­so hohe Höhe hät­ten.

Das Gericht, das mög­li­cher­wei­se über Rum­me­nig­ges Gedicht urtei­len darf, bekä­me also die schö­ne Chan­ce, den in Rede ste­hen­den Rei­men die Schö­fungs­hö­he eines ernst­haf­ten Kunst­ge­gen­stan­des abzu­spre­chen. Das wäre doch mal was!

Bis zur end­gül­ti­gen Klä­rung trös­te ich mich dann mit Rai­nald Gre­be: “Hat die deut­sche Spra­che so etwas ver­dient?”

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