Gute Nacht, Freunde! https://t.co/wtpCZoHLQi

Archiv für Dezember 2009

Buffy vs Edward: Twilight Remixed

Where is Rob?

William Hoffman — Moments

Google 2084

google2084

The Muppets’ Bohemian Rhapsody reloaded

Gera­de erst ver­bloggt, jetzt noch­mal ver­bloggt. War­um? DIE SCHWEINE haben auf You­Tube gleich den kom­plet­ten Muppets-Kanal für Deutsch­land uner­reich­bar gemacht. Also öfters mal die­ses Video anschau­en, so lan­ge es noch frei zugäng­lich ist:

My mom’s on Facebook

Die Trittbrettfahrer des Schweizer Minarettenstreits

Aaron Koenig hat den Mina­ret­ten­streit der Schweiz als Anlass genom­men, sei­ne Befür­wor­tung der Ein­füh­rung direk­ter Demo­kra­tie in Deutsch­land noch­mals her­vor zu heben. In sei­nem Vor­ge­hen hat er aber nur den angeb­lich demo­kra­ti­schen Pro­zess über die Fra­ge nach einer recht­mä­ßig begrün­de­ten Ent­schei­dung gestellt. Sei­ne Argu­men­ta­ti­on für eine soge­nann­te “direk­te Demo­kra­tie” igno­riert aller­dings den von Kant schon vor­ge­tra­ge­nen Vor­wurf, eine so gefäll­te Ent­schei­dung sei letzt­lich nur die Dis­kri­mi­nie­rung der Min­der­heit in einer Bevöl­ke­rung durch die Mehr­heit. Des­we­gen muss an die­ser Stel­le der Inhalt der Ent­schei­dung in die Betrach­tung genom­men werden.

geldkoffer

Lars Rei­ne­ke hat in sei­nem Blog davon gespro­chen, dass Koenig mit sei­nem Text frem­den­fend­lich argu­men­tiert habe. Das kann ich auch im Ori­gi­nal­text so nicht erken­nen. Und ich distan­zie­re mich auch stark von Ver­su­chen, in der­ar­ti­ge Tex­te sol­che Ten­den­zen hin­ein­zu­psy­cho­lo­gi­sie­ren, wie es in einem Arti­kel von Julia See­li­ger in der taz etwas unhin­ter­fragt her­aus­ge­ho­ben wird. Das ist unge­schickt von Julia See­li­ger, die Kri­tik Koenigs, der Arti­kel bezich­ti­ge ihn des Rechts­po­pu­lis­mus ist durch den Text See­lig­ers aber auch wie­der­um nicht gedeckt.

Was Vol­ker Bouf­fier, der hes­si­sche Innen­mi­nis­ter, dage­gen in der NOZ vom Sta­pel lässt, darf sich durch aus der Fra­ge nach einer aus­län­der­feind­li­chen Hin­ter­grund­an­nah­me aus­ge­setzt sehen:

Natür­lich haben die Mus­li­me in Deutsch­land ein Recht dar­auf, Mosche­en zu bau­en. Sie soll­ten aber dar­auf ach­ten, die deut­sche Bevöl­ke­rung damit nicht zu überfordern.

Ent­we­der ist das nur aber­mals sprach­lich unge­schickt aus­ge­drückt oder hier wer­den Mus­li­me und deut­sche Bevöle­rung als gegen­über­ste­hen­de Grup­pen betrach­tet. Frag­lich ist auch, inwie­fern jemand durch den Bau eines Gebäu­des, sofern es all­ge­mei­nen Gesetz­mä­ßig­kei­ten, die in Deutsch­land gel­ten, ent­spricht, “über­for­dert” wird. Geht es da um die Ästhe­tik oder die Angst und Angst heisst hier doch: die Vor­ur­tei­le der “deut­schen Bevöl­ke­rung”. Sind die­se Vor­ur­tei­le jetzt beson­ders schüt­zens­wert? Wo blie­ben die­se Vor­ur­tei­le beim Bau all der Bur­ger Kings und McDonald’s-Filialen?

Aber das Aus­spie­len die­ser Kar­te ist bei der hes­si­schen CDU ja nun ein­mal nichts neu­es.

mehr: Cle­mens Wer­gin — Die Schweiz fällt hin­ter die Auf­klä­rung zurück

Where is Rob?

Mike Krüger — Freiheit für Grönland

… was ist das bloß für’n Land, wo es mor­gens schon hell wird …

Bratwurstjournalismus vs. Fastfoodjournalismus

bratwurst

Wäh­rend eini­ge Print­me­di­en ja noch den Blog­gern ent­ge­gen­hal­ten, dass sie kei­ne Kon­kur­renz für den wah­ren Qua­li­täts­jour­na­lis­mus sein kön­nen, da nur der pro­fes­sio­nel­le Jour­na­list eben rich­tig gute Qua­li­tät her­vor­bringt, brin­gen eben die­se pro­fes­sio­nel­len Medi­en neue For­men von Jour­na­lis­ten her­aus: Den Brat­wurst­jour­na­lis­ten und den Fastfoodjournalisten.

Für den letz­te­ren Begriff muss ich gra­de­ste­hen, da ich zu Brat­wurst­jour­na­list eine begriff­li­che Ent­spre­chung gebraucht habe. Denn auf mei­nen Ein­trag So ist das mit dem Jour­na­lis­mus gab es die Erwie­de­rung, der dort beschrie­be­ne Jour­na­lis­mus wür­de seit neu­es­tem Brat­wurst­jour­na­lis­mus genannt.

Was ich mit dem­je­ni­gen Jour­na­lis­mus beschrieb, der offen­sicht­lich ver­geig­ten Aktio­nen im Lokal­be­reich mit Schön­fär­bung begeg­net, damit sei­ne Leser sich nicht von ihm abwen­den, scheint mir doch noch etwas ande­res zu sein als Brat­wurst­jour­na­lis­mus. Um mich mal selbst zu zitieren:

Brat­wurst­jour­na­lis­mus bezeich­net viel­leicht nur den all­täg­li­chen Lokal­jour­na­lis­mus, der belang­lo­sen Aktio­nen ein­fach begriff­lich nichts mehr abge­win­nen kann: Dem Advents­ba­sar der Frau­en­gemein­schaft, den Ehrun­gen zur 25jährigen Mit­glied­schaft des Kegel­clubs, das Ton­tau­ben­schie­ßen des Schüt­zen­ver­eins und so.

Was ich mein­te, war ja die gewoll­te Fast­foo­di­sie­rung des Lokal­jour­na­lis­mus’. D.h. die Her­vor­brin­gung eines Pro­dukts, das ohne Nähr­stof­fe ist, schnell ver­zehr­bar, leicht ver­dau­lich und unter Ver­mei­dung jeg­li­chen Anspruches.

Das scheint mir den her­kömm­li­chen Lokal­jour­na­lis­mus noch zu top­pen. Der Brat­wurst­jour­na­list kann irgend­wie nicht anders, der Fast­food­jour­na­list soll und darf nicht anders. Und er merkt dem Pro­dukt sei­ne Ver­feh­lung irgend­wann nicht mehr an.

Frank Schirr­ma­cher hat vor 2 Jah­ren ein­mal den Qua­li­täts­jour­na­lis­mus in Form der Tages­zei­tung her­aus­ge­ho­ben durch des­sen mehr­ma­li­ge text­li­che Überarbeitung:

Im Inter­net“, so erzähl­te [ein däni­scher Kol­le­ge], „hän­gen die Redak­teu­re weni­ger an ihrem Text. In der Zei­tung muss ich um jedes Redi­gat stun­den­lan­ge Dis­kus­sio­nen führen.

Wenn die Her­aus­ge­ber der Zei­tun­gen dem wirt­schaft­li­chen Druck aller­dings wei­ter der­art durch Ver­zicht einer kri­ti­schen Hal­tung des berich­ten­den Jour­na­lis­ten wei­ter betrei­ben, dann wird uns eines Tages der Qua­li­täts­jour­na­lis­mus so anti­quiert vor­kom­men, wie heut­zu­ta­ge das von Schirr­ma­cher beschrie­be­ne War­ten vor Telefonhäuschen.

Dezember 2009
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Nov   Jan »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Pinnwand
Schriftgröße
Vor 5 Jahren
Seite 1 von 1012345...10...Letzte »