Trauer um Robert Enke

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Es wird anders getrau­ert um Robert Enke als um ande­re, die zuvor aus eige­ner Ent­schei­dung und mit öffent­li­chem Inter­es­se aus dem Leben gegan­gen sind. Wäh­rend die Medi­en größ­ten­teils immer gleich­ar­ti­ge Arti­kel raus­hau­en, mit den immer gleich inhalts­lo­sen Promi-Statements, fin­den sich in den Bekun­dun­gen bspw. in Twit­ter schon den gan­zen Tag wesent­lich per­sön­li­che­re Ansich­ten. Es sind scho­ckier­te Äuße­run­gen in der Hal­tung, dass man sich als Gemein­schaft begreift, aus deren Mit­te jemand aus­ge­schie­den ist. Der unna­tür­li­chen Ent­schei­dung, das Ster­ben dem Wei­ter­le­ben vor­zu­zie­hen, tritt Irri­ta­ti­on und Trau­er ent­ge­gen. Von Ver­su­chen, wit­zi­ge Bemer­kun­gen zu machen oder die Per­son Enke doch hopb­byp­sy­cho­lo­gi­sche Ana­ly­sen begreif­lich zu machen, wird größ­ten­teils abge­se­hen.

Was die Medi­en betrifft, so macht das Deutsch­land­ra­dio wenigs­tens eine Aus­nah­me. Sport­re­dak­teur Tho­mas Whee­ler for­dert, dass Jour­na­lis­ten stär­ker auf die Men­schen hin­ter den Kulis­sen des Profi-Sports bli­cken soll­ten. Inso­fern haut er in die­sel­be Ker­be einer gemein­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung, die auch bspw. in Twit­ter wie­der­zu­fin­den ist.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/11/drk_20091111_0737_ed0ddcfd.mp3]

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