Die Revolution der Kabarettisten

Ganz inter­es­sant ist die Sym­biose zweier Kabarett-TV-Sendun­gen der let­zten Zeit. Da besucht­en Urban Pri­ol und Georg Schramm, die eigentlich in der ZDF-Sendung Neues aus der Anstalt zuhause sind, die Mit­ter­nachtsspitzen im WDR. Und im Gegen­zug besuchte sie Mit­ter­nachtsspitzen-Chef Jür­gen Beck­er in der Anstalt. Man mag sich, soviel ist sich­er.
Was die Sache aber erst richtig inter­es­sant macht ist neben der per­son­ellen die inhaltliche Sym­biose: In bei­den Sendun­gen wurde ger­adezu zu ein­er Revolte aufgerufen:
Mit­ter­nachtsspitzen, WDR, 10. Okto­ber 2009

Neues aus der Anstalt, ZDF, 20. Okto­ber 2009

Aber an wen richt­en sich unsere lieben Kabaret­tis­ten denn genau? An das anwe­sende Pub­likum? An Poli­tik­er? An den gemeinen Zuschauer? An Leute, die auf Grund ihres Appells eine Ini­tia­tive ergreifen?
Mir wäre eine genaue Beant­wor­tung hier­bei aber eigentlich auch wieder wumpe. Dass Leute sich laut­stark für eine Verbesserung ihrer mis­er­ablen Sit­u­a­tion ein­set­zen, ist zweifel­los lange über­fäl­lig.
Lese­hin­weis: Jean Zei­gler — Der Auf­s­tand des Gewis­sens

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