Berlinreferenzieller Qualitätsjournalismus

Ein selt­sa­mer Text ist es, den Marin Maji­ca da bei der Ber­li­ner Zei­tung online gestellt hat. Die recht puber­tä­re Denk­mus­ter haben­de Blo­go­sphä­re ist sein Sand­sack, ver­tei­di­gen möch­te er gegen sie Sascha Lobo, ein Wer­ber, der für ihn genia­li­sche Züge hat. Soviel mal zu kri­ti­schem Jour­na­lis­mus. Aber auch Lobo kriegt irgend­wie sein Fett weg, als Maji­ca Lobo wie folgt zitiert:

“Ich habe schon immer gesagt, dass eine Kul­tur wie die Blog­kul­tur nur lang­fris­tig bestehen kann, wenn es auch die Mög­lich­keit gibt, damit Geld zu ver­die­nen.” Gene­ra­ti­on Upload — dabei hat er wohl vor allem an sein Kon­to gedacht.

Und anstatt an die­ser Stel­le mal nach­zu­fra­gen, aus wel­chem Kaf­fee­satz Sascha Lobo denn die­se halt­lo­se Behaup­tung aus­ge­le­sen hat, kom­men­tiert Maji­ca unauf­ge­for­dert, als habe er eine kri­ti­sche Fra­ge zu beant­wor­ten:

War­um nicht.

Ja, war­um wohl nicht?! Da, wo kri­ti­sches Nach­fra­gen und Ansatz eines ern­haf­ten Tex­tes beginnt, hört Maji­ca rauf. Aber sowas hat­te Maji­ca wohl auch gar nicht im Sinn, schliess­lich beju­belt er Lobo als abstand­hal­ten­der Anfüh­rer der Twitter-Charts von Jens Schrö­der hoch, auch wenn er das dort längst nicht mehr ist und inzwi­schen schon von Rei­ner Cal­mund über­run­det wur­de.

Aber so genau wol­len wir’s auch nicht neh­men. Wir wol­len nur ein wenig quat­schen.

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