Der Klotick

Es ist ja ein alt­be­kann­ter Hut, dass Frau­en ihre Zeit anders auf den stil­len Ört­chen ver­brin­gen als Män­ner. Män­ner wun­dern sich immer ger­ne wie­der dar­über, dass Frau­en sich nicht immer allein dort­hin bege­ben. Das liegt wohl grund­sätz­lich an den unter­schied­li­chen Auf­fas­sun­gen über Bäder.

Für Män­ner ist das WC ein Rück­zugs­ort, an dem man erst dann rich­tig ent­span­nen kann, wenn man allei­ne ist, und an dem man ein König ist, wenn man auch dort noch Handy- und Inter­net­emp­fang hat. Gesell­schaft ist hier eigent­lich nur fehl am Platz.

Köni­ge muss es natür­lich wun­dern, dass man frei­wil­lig Kon­kur­ren­ten mit auf den Thron nimmt. Aber Frau­en betrach­ten den Gang aufs Klo eben nicht als Thron­be­stei­gung, son­dern als Entern einer der wesent­lichs­ten gesell­schaft­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­tra­le: Wer im Klo­licht gut aus­sieht, wird es auch drau­ßen schaf­fen. Wer einen bes­se­ren Ein­druck hin­ter­lässt als die Geschlechts­ge­nos­sin am Wasch­be­cken neben an, nimmt eben die­sen Ein­druck mit. Wäh­rend zwi­schen Frau­en auf Par­ties meist nur geschnat­tert wird, kommt es auf den WCs zum Klar­text.

Ver­knappt aus­ge­drückt: Män­ner kom­men auf dem Klo run­ter und Frau­en dre­hen auf. Und wer weiss, wie Frau­en auf­dre­hen kön­nen, der weiss auch, dass es bes­ser ist, wenn sie dabei in Beglei­tung sind und eben nicht allein. Denn ansons­ten sind sie ihren eige­nen Gedan­ken nahe­zu hilf­los aus­ge­lie­fert:

Klotick

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