Dr. Kuschs reisen in den Tod

Dr. Roger Kusch oder seine Organ­i­sa­tion hat/ haben in diesem Jahr 5 Men­schen in den Tod begleit­et. “Begleit­et” ist an dieser Stelle ein Euphemis­mus, eine Schön­fär­bung des tat­säch­lich Geschehenen.
Als die Men­schen star­ben war nie­mand der Organ­i­sa­tion anwe­send. Um rechtlich nicht belangt zu wer­den, hat man aus Grün­den der eige­nen Sicher­heit das Ster­bez­im­mer frühzeit­ig ver­lassen. Unter “begleit­en” würde man ver­ste­hen, dass man jeman­dem zur Seite stand und eigentlich nicht weit­er auf ihn ein­wirk­te.
Wenn man die fol­gen­den, zurecht­geschnit­te­nen Videos sieht, ist aber das aber schein­bar der Fall gewe­sen. Selb­st­tö­tung wird für diese alten Men­schen als pass­abler Ausweg ihrer Prob­leme ver­standen.
Bet­ti­na Schardt [14.April / 14. Juni 2008]

Inge Iassov [12. Sep­tem­ber 2008]

Frie­da Fel­ger [10. Novem­ber 2008]

Max Stein­bauer [11. Novem­ber 2008]

Thomas Wolff [14. Novem­ber 2008]

Man kann nicht sagen, ob das Selb­st­töten eines Men­schen richtig oder falsch ist.
Dass Kuschs Organ­i­sa­tion diesen Umstand aber als Berech­ti­gung ansieht, andere in ihrem Wun­sch zu bestärken, halte ich für alles andere als wün­schenswert. Men­schen, die Zukun­ft­säng­ste pla­gen, unter kör­per­lichen Gebrechen lei­den oder pes­simistisch sind, in ihrer neg­a­tiv­en Hal­tung recht geben, was ins­beson­dere Frau Jenc­quel hinzubekom­men scheint, ist nicht weit­er schw­er.
Wie immer man kün­ftig mit dem Been­den von Leben umge­hen mag, so doch wohl bitte nicht.

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