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Archiv für November 2008

Top 5 things to do when twitter is down

The arousement

I thought I had reached a boar­der during the last weeks. Do you remem­ber Mr bou­vierm? I thought that game thing was over. Do you remem­ber Ellen? I thought that sho­wing yours­elf thing was over.

I am so stupid.

The­re seems to be some­thing in the­se things I still haven’t got­ten into. There’s still the ten­si­on of com­bi­ning the­se things. Let’s have ano­t­her try to under­stand it.

This is Cel­tic­Frog. I don’t know what a cel­tic frog is, do you? Also I don’t wan­na pre­tend after having goog­led all that can be found, that this con­cept belongs to my know­ledge. It just doesn’t. And I don’t miss it. May­be she has a like for the cel­tic cul­tu­re. May­be she thinks she looks like a frog. May­be cel­tic frogs are spe­cial ani­mals taken from a star trek epi­so­de we all haven’t seen.

Any­way, Cel­tic­Frog obvious­ly has a fri­end. And she mis­ses him from time to time. And if you still got Mr. bou­vierm in your mind or Ms. Ellen, you could alre­ady guess what’s com­ing up:

At first glance I thought this was the see­min­gly new usa­ge of “to mas­tur­ba­te”, intro­du­ced by Google:

But no, appar­ent­ly Cel­tic­Frog is plan­ning some kind of erotic game for the night, which does not fit into her boyfriend’s plans. Somehow.

No, I don’t want to go down that road tel­ling you that her guy is try­ing to avo­id to take part in her games.

He’ll defi­net­ly know she’s play­ing that kind of games in the inter­net as well.

The moment after

Heinz Erhardt, an old ger­man come­di­an (yes, the­re are some), did once a play that only con­sists of wor­ds with the let­ter “G” (“Gera­de Gewürz­gur­ken geges­sen.”). Well, ger­man humour nowa­days is still so seda­te, a play like that would never have star­ted this way:

geradegut

In english: “Just fucked well. fboes shags excel­lent­ly. Sad­ly I didn’t come. But I got used to that. Gree­tings and kisses.”
The­se are 5 sen­ten­ces and what is unusual­ly in ger­man: Alt­hough they are very short they tell dif­fe­rent things.
So there’s Tif­fy and she has a sexu­al rela­ti­ons­hip to fboes, who is qui­te good in bed accord­ing to her. Good for her, good for him. This time she didn’t come. And she’s used to that. Used to what? That fboes doesn’t care about her in bed? That she’s not com­ing with him? That sex ends abrupt­ly so that both have to car­ry on tal­king about what hap­pend in twit­ter? Ouuuuhh.
fboes doesn’t seem to be much of a tal­ker. He’s not tal­king about Tif­fy or even to Tif­fy on twit­ter, alt­hough he’s her only con­tact on twit­ter (One day I’m going to find out what this only-having-one-person-to-follow-thing is all about).
But Tif­fy seems to be hap­py with the situa­ti­on. Good. I guess.

Airplane puke

The boy’s taste

I used to think for a long time that I was able to get into a good con­ver­sa­ti­on with peop­le having the stran­gest opi­ni­ons. And it took qui­te a while befo­re I reco­gni­zed that that was an over­esti­ma­ti­on of my capa­ci­ties. The­re are peop­le I’m too unwil­ling to get into con­ver­sa­ti­on with.
Mari­el­la­El­la is not that kind of per­son. I’m sure tal­king to her can be a walk in the park. But she is able to ask ques­ti­ons whe­re­of I don’t have a tiny clue how to ans­wer them:

mariella

Well, asto­nis­hin­gly enough it’s the boys she fucks. I was told the tas­te depen­ded on what boys ate befo­re. I never thought on how to make it beco­me deli­cious. This seems to be her topic. A topic girls talk about? For what? To expe­ri­ence boys depen­ding on their taste?

And also the­re are boys to crea­te a “chai-esque” tas­te? AND it has a ting­ling after-effect? What else are the­se guys able to crea­te? I’m com­for­ta­ble in not being able to com­pe­te with tho­se super­he­roes or James Bonds but this seems to be way bey­ond my capa­ci­ties, too!

The boy’s taste

I used to think for a long time that I was able to get into a good con­ver­sa­ti­on with peop­le having the stran­gest opi­ni­ons. And it took qui­te a while befo­re I reco­gni­zed that that was an over­esti­ma­ti­on of my capa­ci­ties. The­re are peop­le I’m too unwil­ling to get into con­ver­sa­ti­on with.
Mari­el­la­El­la is not that kind of per­son. I’m sure tal­king to her can be a walk in the park. But she is able to ask ques­ti­ons whe­re­of I don’t have a tiny clue how to ans­wer them:

mariella

Well, asto­nis­hin­gly enough it’s the boys she fucks. I was told the tas­te depen­ded on what boys ate befo­re. I never thought on how to make it beco­me deli­cious. This seems to be her topic. A topic girls talk about? For what? To expe­ri­ence boys depen­ding on their taste?

And also the­re are boys to crea­te a “chai-esque” tas­te? AND it has a ting­ling after-effect? What else are the­se guys able to crea­te? I’m com­for­ta­ble in not being able to com­pe­te with tho­se super­he­roes or James Bonds but this seems to be way bey­ond my capa­ci­ties, too!

Man müsste was unternehmen

Immer wenn ich nach Bie­le­feld fah­re, blei­ben mir etwa 20 Minu­ten am Bahn­hof, bevor es für mich wei­ter­geht. Und als ob Bie­le­feld bei nas­sem, düs­te­rem Wet­ter nicht schon ernüch­ternd genug wäre, ist am Haupt­bahn­hof ziem­lich wenig los. Wenn es kalt ist, zieht es mich ent­we­der in die Thalia-Buchhandlung dort oder in den McDonald’s. Bei­des kei­ne Wahl par excel­lence, aber da drin ist es halt warm.

Heu­te nun stie­fel­te ich wie­der die Bahn­hof­s­trep­pe hoch, durf­te mich auf der Anzei­ge­ta­fel am Ein­gang davon infor­mie­ren las­sen, dass mei­ne Anschluß­stadt­bahn geraaa­de weg­ge­fah­ren ist und schlug schlur­fend den Weg zu McDonald’s ein. Und wie ich so schlurf­te über­hol­te mich links eilig ein etwa 10cm grö­ße­rer Mann im dunk­len Man­tel, wehen­den Schals das ame­ri­ka­ni­sche Bil­lig­es­sen­pa­ra­dies erobern wol­lend. Er erreich­te gut 20 Meter vor mir die Ein­gangs­tü­ren des Bur­ger­ver­ti­ckers, drück­te sich — den Schwung mit­neh­mend — auf­bäu­mend gegen die eiser­nen Tür­schlau­fen und hops­te abge­wie­sen wie­der zu Boden. Er drück­te ungläu­big noch­mal, aber die Tür gab wie­der nicht nach. Er stell­te sei­nen Akten­kof­fer ab und schob sei­nen Stoff­hut mit Rips­band etwas nach oben. Er drück­te — nichts. Die Tür blieb zu. Ungläu­big schau­te er zu den grob­mo­to­ri­schen Tablett­trä­gern im Innern des Restau­rants, dann wie­der auf die Tür, drück­te die lin­ke Tür eben­so erfolg­los, ver­setz­te dann dem Tür­griff einen Schlag mit der Hand und brüll­te lauthals:
“So eine Scheiße!”

In die abrup­te auf­ge­kom­me­ne Stil­le rund um den Ein­gang war jetzt die Fra­ge getre­ten, ob man eine schnel­le Kehrt­wen­de voll­zieht und ein­fach den ande­ren Ein­gang an der Stra­ße nimmt oder ob man der Din­ge harrt, die da kom­men wer­den. Aber bevor ich mir über­haupt eine Mei­nung bil­den konn­te, hat­te sich der Tür­schub­ser auch schon umge­dreht und schau­te mich wut­schnau­bend an: “Alles läuft hier falsch! Es ist zum Kot­zen! Nichts funk­tio­niert in Deutsch­land! Es ist alles kaputt! Und dann kommt die Mer­kel und wirft Geld aus dem Fens­ter! Jaaa, daaaaa­für ham­se Geld. Aber unser­eins muss sehen, wo er bleibt. Aber es sagt ja nie­mand was. Sie sagen ja auch nichts.”

Ich nick­te im Geiste.

Und die, die es könn­ten, die machen nichts. Und dann die Lin­ken! Es ist doch alles lächer­lich. Lächer­lich ist das! Man darf gar nicht drü­ber nach­den­ken. Man regt sich nur auf! Das könn­te denen so pas­sen, ja das könn­te denen so pas­sen. Aber nicht mit mir. Nicht mit mir! Da muss man doch was unter­neh­men! Eine ganz gro­ße Schei­ße ist da am Laufen!”

Ich harr­te ihn an.

Achhrrr” sag­te der Wut­mensch, zog sei­nen Hut etwas mehr ins Gesicht, warf mir eine weg­wi­schen­de Hand­be­we­gung zu, schnapp­te sich sei­nen Akten­kof­fer und schritt von dan­nen. Und damit ermög­lich­te er mir die freie Sicht auf die zwei klei­nen Schil­der, die an bei­den Türen mit­tig ange­bracht waren: “Zie­hen.”

Der Weltuntergang

Alles begann mit einer Pres­se­mit­tei­lung in der letz­ten Woche…

Irgend­wann muss­te es halt mal sein. Ewig wür­de sich die Welt nicht hal­ten, davon hät­te man nicht aus­ge­hen kön­nen. Die Mit­tei­lung mach­te in Twit­ter schnell die Runde:

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Wer jetzt kein Haus hat­te, der bau­te sich kei­nes mehr. Unter­schlupf wur­de aber wei­ter­hin gesucht:

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Der­weil warf das Unheil ers­te Schatten:

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… und hek­tisch wur­den die letz­ten Din­ge geregelt…

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Ja, aber nur weil da jemand den Hape macht, lässt sich der Wel­ten Lauf doch nicht auf Ter­min­ver­schie­bun­gen ein.

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Nein, nein, der Welt­un­ter­gang war wei­ter­hin für den mor­gi­gen Tag vor­ge­se­hen, auch wenn man im Rhein­land schon auf­plus­ternd anfing zu strei­ten, wo das Event sei­ne Erst­auf­füh­rung haben sollte.

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Nicht ein­mal in Zei­ten des Unheils wird man Rhein­län­der zusam­men­schwei­ßen kön­nen. Aber noch war nichts gesche­hen, noch konn­te man die alte Welt gebüh­rend ver­ab­schie­den. Noch konn­te man in Ruhe konstatieren:

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Eine gewis­se Span­nung unter den Twit­te­rern konn­te aber nicht abge­strit­ten wer­den, das Unheil nah­te schließ­lich. Zeit für letz­te Vorbereitungen :

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Leich­ter gesagt als getan…

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Und dann war es lang­sam soweit. Das Licht wur­de gedimmt…

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… die letz­ten Pro­ben waren abgeschlossen …

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… und die ers­te Begeis­te­rungs­stür­me waren zu hören, als der Vor­hang gelüf­tet wur­de und das Schau­spiel begann:

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Wäh­rend eini­ge noch ungläu­big wirkten…

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Wur­de er andern­orts schon klar identifiziert:10

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Ja und wie war er nun, der Weltuntergang?

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Also eher ent­täu­schend? Naja, was hat man denn auch erwar­tet? In Zei­ten der Finanz­kri­se hat Petrus auch kei­ne Kapa­zi­tä­ten mehr für so einen umwer­fen­den Welt­un­ter­gang mit allem Pipa­po, da muss man sich auch ein­mal mit weni­ger zufrie­den geben. Oder eben tricksen…

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Naja, sooo kann ich das auch.

Lycos Europe: Das Bertelsmann-Debakel

lycos1


Es wur­de immer­hin heu­te mehr über Lycos gere­det als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Lycos Euro­pe wird in die Inter­net­ge­schich­te ein­ge­hen als ein Witz der Dot-Com-Boom-Phase. Und um es gleich zu sagen, es ist heu­te sehr schlimm für die Mit­ar­bei­ter. Von denen habe ich gehört, dass man inten­siv am und im Unter­neh­men arbei­te und es wur­de wie­der und wie­der das gute Kli­ma im Unter­neh­men gelobt. Es gibt gute Grün­de, den Unter­gang von Lycos als scha­de zu bezeich­nen. Auf Chris­toph Mohn möch­te ich nicht rum­hau­en, das wer­den ande­re zur Genü­ge tun.
Was aber zum Ende von Lycos Euro­pe auch fest­ge­hal­ten wer­den kann, ist, und dafür ist Mohn sicher irgend­wie ver­ant­wort­lich, wenn auch nicht allein, dass die alt­her­ge­brach­te Bertelsmann-Strategie gefloppt ist: Der Gedan­ke, Kun­den vor­zu­set­zen, was die kau­fen sol­len (was in den 90ern im Inter­net noch klapp­te), anstel­le den Kun­den aufs Maul zu schau­en, und deren Inter­es­sen mit ade­qua­ten (Internet-)Diensten zu unter­stüt­zen. Sowas mag im Buch­club funk­tio­nie­ren, im Inter­net eben nicht. Ber­tels­mann hat im Inter­net, soweit ich weiß, nie Erfolg gehabt. Lycos ist da wohl nur der­zeit die Spit­ze des Eis­bergs. Mag ich mit der Ein­schät­zung auch voll dane­ben lie­gen, wir haben es hier mit einem der­ben Image­scha­den für Ber­tels­mann und die Mar­ke Lycos zu tun.

Dabei hat­ten sie durch­aus Chan­cen. Der Lycos-Chat hat vor eini­gen Jah­ren genau die Nut­zer ange­spült, die so heiß umkämpft gewe­sen sind: Jun­ge, dyna­mi­sche Leu­te, die mit­ein­an­der in Kon­takt tre­ten woll­ten, auf durch­aus anspruchs­vol­le Wei­se. Der Lycos-Chat unter­schied sich von allen ande­ren durch Din­ge, die Diens­te wie Twit­ter auch ver­wen­den, und die damals neu waren: Ein direk­tes Mit­tei­lungs­sys­tem, eine eige­ne Dar­stel­lungs­sei­te, Sta­tis­ti­ken über Benut­zer, die die eige­ne Sei­te anschau­ten. All das, was für vie­le StudiVZ-Nutzer Neu­land bedeutete.

Und was mach­te Lycos? Man ver­such­te den Chat zu mone­ta­ri­sie­ren. Nut­zer soll­ten Geld bezah­len für die Sta­tis­ti­ken und ande­re Eigen­schaf­ten des Sys­tems. Und was mach­ten die Nut­zer? Sie sag­ten in Scha­ren Lycos Lebe­wohl. Sie lie­ßen sich nicht das andre­hen, was schein­bar auch kos­ten­los zu krie­gen sein kann. Lycos hat eine erfolg­ver­spre­chen­de Idee leicht­fer­tig zum Ver­such des Mone­ta­ri­sie­rens aus der Hand gege­ben. Ein Ver­such, der schon zuvor oft genug geschei­tert war. Das müss­te das sein, was Mohn ver­ste­hen müss­te, wenn er sagt Lycos habe es nicht geschafft, sei­ne Diens­te zu mone­ta­ri­sie­ren. Weil nie­mand dar­auf geschaut hat, wer die Groß­zahl poten­ti­el­ler Kun­den ist und was die wohl inter­es­siert, wenn klar ist, dass man denen nicht irgend­was zum Bezah­len aufs Auge drü­cken kann. Mohn hat im letz­ten Jahr aus­ge­ru­fen, man wol­le nun auf web2.0-Strategien bau­en. Davon ist nichts geblie­ben. Statt­des­sen trat zeit­gleich Twit­ter sei­nen Sie­ges­zug an — mit Stra­te­gi­en, die bei Lycos nach 12 Jah­ren im Inter­net­ge­schäft längst bekannt sein hät­ten müssen.

Müs­sen. Aber auf die­se und diver­se ande­re Manage­ment­feh­ler ist wohl zurück zufüh­ren, dass von den 672 Mil­lio­nen Euro aus der Dot-Com-Boom-Phase noch etwa 140 übrig geblie­ben sind. Das ist ein Minus von 500 Mil­lio­nen €. Und auch wenn es aus Grün­den der Umrech­nung nicht mehr nötig ist, so las­sen sie sich die Zahl doch noch ein­mal auf der Zun­ge zer­ge­hen: Eine Mil­li­ar­de DM.

Und damit Schluss für’s Ers­te. Auf zu neu­en Ufern, lie­be Lyco­sia­ner. Jedem neu­en Anfang wohnt ein Zau­ber inne.

lycos2

edit: Mohn sagt in einem ers­ten State­ment, man habe nicht mit Goog­le mit­hal­ten kön­nen. Das stimmt sicher­lich, aber war das denn der Geg­ner? Oder war man nicht viel­mehr selbst sein größ­ter Gegner?

Und wo ich “rum­ha­cken” schrei­be, für sowas fin­det sich immer jemand.

Telemediale Kämpfer

Tho­mas G. Hornau­er, der durch selt­sa­me Hot­lines reich­ge­wor­de­ne TV-Sender-Besitzer, hält wohl wei­ter an sei­nen Kanal Tele­me­di­al fest. Nun hat er einen Kämp­fer an sei­ner Sei­te, der auf You­Tube zurückschlägt:


via: The Auf­sichts­be­hörd­le

Und für alle, die das kanal­tele­me­dia­le Grund­kon­zept nicht ken­nen, hier mal eine Einführung:

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