Moin
Das Projekt dekoder erläutert, wie russland Organisationen als unerwünscht kennzeichnet, um eigene Kriegsverbrechen zu vertuschen.
Die EU rügt Facebook wegen fehlernder Alterskontrolle, dort will man was ändern.
John Oliver über Künstliche Intelligenz.
Und während ich mir die Frage stelle: MAcht Facebook irgendwann eine Kinderseite auf? hole ich mir erst noch einen Kaffee.
The Disappearance of the Public Bench
Fri Apr 24 15:48:29 2026 —
https://longreads.com/2026/04/24/public-space-bench/
Moin
In den USA startet die Rückerstattung illegaler Trump-Zölle, wobai noch unklar ist, wieso Verbraucher da noch nicht die Regierung verklagen. Es sind ja sehr pfantasievolle Klagen in den USA denkbar.
Weibliche Wut soll Strukturen verändern. Ich habe da so meine Zweifel, dass altbekanntes gesellschaftliches Verhalten genügend berücksichtigt wird.
Sebastian Hotz hat eine Satire über die Medienwelt geschrieben. Ich glaube außerhalb der Medienwelt ist das Interesse an den Raabs und Gottschalks dieser Welt überschaubar.
Und während ich mir die Frage stelle: Kann man durch Geldhinundherschiebereien den tatsächlichen finanziellen Status der USA so verschleiern, dass er niemals zurückschlägt? hole ich mir erst noch einen Kaffee.
Funkpeilung #4: Die Blender
Als Agatha-Christie-Setting für die Gen Z angekündigt ist diese Podcastserie gar nicht so schrecklich, wie das Neusprech es einem verklickern will. Im Gegenteil: Der Krimi mit der bezaubernden Valerie Stoll und weiteren Nachwuchsstars, von denen mir Valon Krasniqi sehr gefallen hat, überzeugt durch Tempo und Spannung. Dass das aufgesetzte Jugendsprech zu den Sprechern nicht passt fällt gar nicht so auf.
Bei einem Junggesellenabschied tief in einem verschleiten Chalet überlebt einer der Anwesenden die erste Nacht nicht. Medizinstundentin Bonnie übernimmt die Aufklärung des Mordfalls, da sie als einzige nicht verdächtig erscheint, oder doch? 8 Folgen zum Mitfiebern auf ARD Sounds oder im Podcatcher eurer Wahl.
Moin
Herbert Grönemeyer ist 70 geworden, herzlichen Glückwunsch also von hier aus, und wir teilen uns die Eigenschaft, dass unsere Väter aus Ibbenbüren kommen. Die Info hat es wohl aus meinem Wiki in die Wikipedia geschafft. Was ich aber jetzt erst sehe, ist, dass Charlie Mariano auf seiner Bochum-Platte mitgemacht hat, den ich zu Zeiten eines Jazz-Festivals in Ibbenbüren begleitet habe.
Jon Stewart träumt davon, dass die US-Amerikaner bald so feiern wie die Ungarn nach dem Rauswurf Orbans.
Und während ich mir die Frage stelle: Sind Vorbilder wieder im Kommen? hole ich mir erst noch einen Kaffee.
Funkpeilung #3: Die Millionendiebin
Staffel 1: 2022 packt eine Bedienstete einer Geldtransportierfirma 1,25 Millionen Euro in eine Tasche, wird von ihren männlichen Helfern über’s Ohr gehauen, kriegt kaum was von der Kohle ab, kommt in deutschen Knast. Staffel 2: 2021 packt eine Bedienstete einer Geldtransportierfirma 8 Millionen Euro in eine Tasche, wird von ihren männlichen Helfern über’s Ohr gehauen, kriegt kaum was von der Kohle ab, kommt in deutschen Knast.
Ja, spannend ist da nichts, man hätte es auch bei den Zeitungsberichten zu den Fällen belassen können, denn Neues oder Wissenswertes schafft man nicht herauszuarbeiten. Scheint so eine Art True Crime-Podcastschiene für den Journalistennachwuchs zu sein.
Haisprung spätestens an der Stelle, an der in der zweiten Staffel erwähnt wird, dass man noch ein paar andere interessante Personen interviewt hätte, aber die schon Verträge bei einem Streaminganbieter hatten.
Klolektüre #33: Ildikó von Kürthy — Alt genug
Denis Scheck nennt Ildikó von Kürthys Buch „Nachrichten aus der Schnatterzone der Damentoilette auf einer Hochzeit“. Das klingt verheißungsvoll!
Und Kürthy kontert:
Herzlich willkommen auf der Damentoilette, lieber Denis! Wärst du so lieb, mir etwas Toilettenpapier unter der Tür hindurchzuschieben? Hast du einen Kamm dabei? Ich müsste mir den Haaransatz nachtoupieren. Du, Denis, dein Oberteil steht dir super, wo hast du das her? Denis, sag, was ist mit dir? Du siehst traurig aus, komm, lass uns kurz auf den Toilettendeckel setzen. Wenn wir etwas zusammenrücken, passen wir beide drauf. Was bedrückt dich?
Von Kürthys Abrechnung mit der eigenen Jugend und dem Druck, dem sie sich ausgesetzt sah und selbst aussetzte, ist keine große Literatur, aber eben befreiend und Balsam für die Zielgruppe der Frauen, die etwas zu oft mitgeschwommen sind. Das muss man sich von niemandem nehmen lassen, aber man hoffte eben nach Mondscheintarif auf eine große Literatin. Da lag dann entweder die Literaturkritik komplett falsch oder Kürthy rief ihr Potential nicht ab.
Es ist, was es ist: Eine gute Klolektüre, die es eben nicht auf die große Bühne schafft. Von fünf möglichen Klorollen bekommt sie:
Moin
Elke Heidenreich fordert die Absetzung von Denis Scheck, leider gewohnt ohne gute Argumentation, aber mit vielen Gefühlen, vor allem gegen das Patriachat. Ildikó von Kürthys neues Buch ist dabei wirklich eine Klolektüre, aber eine doch ab und an unterhaltsame.
Macht KI bald die Tageszeitung? fragt man bei Correctiv, dabei ist KI in unserer Tageszeitung seit langem maßgeblich dabei: Beim Bebildern, schärfen und kompletten Verfassen von Texten. Etwas sonderbar ist, dass das nie gekennzeichnet wird, weil man wohl glaubt, das merke eh keiner.
Inzwischen merke ich, dass man über Rivva noch am reichweitenstärksten verlinkt wird, also schön mal was in den Hut schmeißen.
Und während ich mir die Frage stelle: Was dürfen Journalisten in Zukunft noch selbst schreiben? hole ich mir erst noch einen Kaffee.
Moin
Ein gestandener Buchverlag nimmt einen Roman wegen KI-Verdachts wieder vom Markt und vielleicht ist ja KI auch der verdiente Tod dieser niveaulosen Young-Adult-Maschinerie.
Klaus Stuttmann erinnert daran, dass früher der FDP-Vorsitzende noch Porschefahrer war.
Beim Kiezschreiber waltet das jüngste Gericht.
Und während ich mir die Frage stelle: Hat man Bildung so runtergeschraubt, dass KI-Literatur die Leute abholen kann? hole ich mir erst noch einen Kaffee.


