Trauer um Robert Enke

enke

Es wird anders getrauert um Robert Enke als um andere, die zuvor aus eigener Entscheidung und mit öffentlichem Interesse aus dem Leben gegangen sind. Während die Medien größtenteils immer gleichartige Artikel raushauen, mit den immer gleich inhaltslosen Promi-Statements, finden sich in den Bekundungen bspw. in Twitter schon den ganzen Tag wesentlich persönlichere Ansichten. Es sind schockierte Äußerungen in der Haltung, dass man sich als Gemeinschaft begreift, aus deren Mitte jemand ausgeschieden ist. Der unnatürlichen Entscheidung, das Sterben dem Weiterleben vorzuziehen, tritt Irritation und Trauer entgegen. Von Versuchen, witzige Bemerkungen zu machen oder die Person Enke doch hopbbypsychologische Analysen begreiflich zu machen, wird größtenteils abgesehen.

Was die Medien betrifft, so macht das Deutschlandradio wenigstens eine Ausnahme. Sportredakteur Thomas Wheeler fordert, dass Journalisten stärker auf die Menschen hinter den Kulissen des Profi-Sports blicken sollten. Insofern haut er in dieselbe Kerbe einer gemeinschaftlichen Verantwortung, die auch bspw. in Twitter wiederzufinden ist.

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