Guten Morgen

MorgenkaffeeDon Dahlmann macht einen Abgsang auf die deutsche Huff­po. Aber gut, wer die Huff­po nicht liest, braucht das auch irgend­wie nicht zu lesen.

Volk­er Pis­pers fragt sich, wieso gar nicht mehr über Syrien berichtet wird — weil Assad kein Gift­gas mehr ein­set­zt, dafür andere Waf­fen.

Die Deutsche Bank recht­fer­tigt ihr mis­s­ratenes Inter­viewge­habe gegenüber Mar­tin Son­neborn, gegenüber dem man vorge­fer­tigte Fra­gen und Antworten sprechen wollte. Aber selb­st diese Erk­lärung wirkt nicht überzeu­gend.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Ist Son­neborn nicht rel­e­vant genug, dass die FAZ für die Deutsche Bank in die Bresche springt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Aus­sitzen, das war ja die Spezial­ität des “dick­sten Ver­fas­sungs­brech­ers aller Zeit­en”: Nun drückt man bei der CDU wieder bei­de Augen ganz feste zu und feiert Kohls errun­gene Kan­zler­schaft vor 30 Jahren.

Volk­er Pis­pers über Bun­deswehrin­land­sein­sätze:

Joachim Huber resümiert, dass beim ZDF mit Wet­ten, dass..? ein­fach die Show weit­erge­hen müsse, ohne das irgend­je­mand eine neue Idee hätte.

Und während ich mir die Frage stelle: Passt denn ein Sender bess­er zur CDU als das ZDF? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Wenn man erst ein­mal ver­ste­ht, dass es Julia “Pirat predi­gen, Ran­dom House saufen” Schramm ernst ist mit der Bemerkung, es werde heute nichts Neues erschaf­fen, son­dern nur neu zusam­mengestellt, dann ver­ste­ht man, wie inten­siv sie Gedanken ander­er kopiert und wiedergibt, egal, wie gut sie sie ver­standen hat. Und son­der­lich tief­gründig ist das nicht, was sie dann noch von sich gibt. Der wesentliche Unter­schied u Bet­ti­na Wulff ist dann noch, dass es über sie schon ein kleines Lied­chen gibt.

Philipp Köster von 11freunde.de zweifelt am Wahrheits­ge­halt des Inter­views im fluter.de mit einem schwulen Fuss­ball­spiel­er.

Der Smi­ley wird heute 30.

Volk­er Pis­pers ver­ste­ht Bet­ti­na Wullf irgend­wie:

Und während ich mir die Frage stelle: Ist da ein neuer Frauen­typ auf dem Vor­marsch? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

So, unsere­ins ist aus dem Krim-Urlaub wieder da, den ich in 1, 2, 3, 4, 5 Teilen bis­lang fest­ge­hal­ten habe. Der Blick in meine Nachricht­en­quellen zeigt mir aber, dass ich so viel nicht ver­passt habe.

Wet­ten, dass das nicht der let­zte Patzer dieser Art war? Beim ZDF hat man deut­liche Prob­leme mit der Aus­sage vernein­ter Sätze.

Volk­er Pis­pers über die von Rot-Grün bescherte Alter­sar­mut:

Und während ich mir die Frage stelle: Ist das schon der gold­ene Herb­st da draußen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Hen­ning Scherf wirft Gün­ter Jauch Schein­heiligkeit in der Debat­te um Ver­di­enst vor.

Ins gle­iche Horn bläst heute Volk­er Pis­pers.

Gestern noch gewun­dert, heute geliefert: Die Kri­tik an der Mod­er­a­tions­fähigkeit von Lanz.

Yahoo verk­lagt Face­book wegen Ideen­klaus — u.a. der Kom­men­tierungs­funk­tion.

Und während ich mir die Frage stelle: Verblödet Reich­tum so sehr? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

MorgenkaffeeMan kann jet­zt auf dieser Seite einzel­nen Artikeln auch Punk­te, bess­er gesagt Sterne geben. Ich ers­pare mir ger­ade eine Was-bringt-das-Diskus­sion. Die gab es schon zu diversen Knöpfen. Irgend­wann fliegen solche Knöpfe halt raus — bis dahin erhal­ten sie hier eine Chance.

Volk­er Pis­pers kom­men­tiert die Botschaft Hans-Peter Friedrichs an die Griechen.

Schon merk­würdig: Der EU sind ihre eige­nen Rechtsgutacht­en zu ACTA zu brisant für die Öffentlichkeit.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist mir heute echt keine Frage einge­fall­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Es qualmt wieder bei den AKWs in Fukushi­ma. Mir ist auch etwas unerk­lär­lich, dass die da aus poli­tis­chen Grün­den auf Hil­fe von rus­sis­ch­er Seite verzicht­en.

Der ehe­ma­lige israelis­che Min­is­ter­präsi­dent Katzav ist tat­säch­lich wegen Verge­wal­ti­gung zu ein­er Haft­strafe von 6 Jahren ohne Bewährung verurteilt wor­den.

Volk­er Pis­pers ver­misst die Gerechtigkeit auf Erden:

[audio:http://medien.wdr.de/m/1300779602/radio/wdr2kabarett/wdr2kabarett_pispers_20110322_1050.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Tut euch die Sonne auch so gut? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Kritischer Journalismus am Beispiel der Münchener Abendzeitung

Die Münch­en­er Abendzeitung legt das Niveau sein­er unpartei­is­chen Poli­tik­analyse wieder sehr tief:

Fast 550000 Men­schen haben sich inzwis­chen daran beteiligt – stel­lvertre­tend für die Mil­lio­nen Deutschen, die sich auch in Umfra­gen Gut­ten­berg zurück­wün­scht­en.

Mal abge­se­hen, dass man den Face­book-Gefällt-mir-Knopf zum unge­woll­ten Klick­en über­all ein­bauen kann, dass diese Grup­pen stark mit Fake-Accounts bestückt wer­den und keineswegs Mil­lio­nen befragt wur­den, stimmt der Satz.

Oder um es mal mit Volk­er Pis­pers zu sagen:

Das Einzige, was an diesem Jour­nal­is­mus noch kri­tisch ist, ist sein Geis­teszu­s­tand.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Auch heute fällt der Nachricht­enein­heits­brei mal wieder ins Auge: Alles stürzt sich auf die Klis­chees in den Wik­ileaks-Doku­menten. Der 1. FC Köln hat seinen Man­ag­er Meier raus­ge­wor­fen. Das Jugend­wort des Jahres ist Niveaulim­bo, auch wenn unsere­inem das Wort seit 10 Jahren geläu­fig ist. Dass die Grü­nen in NRW umgekippt sind, kommt wohl erst mor­gen. Deren kurzfristige Zus­tim­mung zum JMStV in Ham­burg knapp vor Ende der dor­ti­gen schwarz-grü­nen Koali­tion — auch noch keine Mel­dung.

Neben Deutsch­land ist laut Man­ag­er Mag­a­zin Schwe­den großer Gewin­ner der Frinanzkrise.

Und wo wir schon mal da sind: Köni­gin Sil­via von Schwe­den sitzt eben­da in der Bre­douille, weil sie dessen Nazi-Ver­gan­gen­heit bish­er nicht sachgerecht eingeräumt hat.

Die Rheinis­che Post macht heute mal wieder Pressear­beit für FDP und CDU: Kul­tur­min­is­terin kaum präsent. Um es mal mit Pis­pers zu hal­ten: Das Einzige, was an diesem Jour­nal­is­mus noch kri­tisch ist, ist sein Geis­teszu­s­tand.

Wer heute Zeit hat und Lust auf Pod­cast, dem empfehle ich mal Alter­na­tiv­los 09 mit Gast Monoxyd:
[audio:http://alternativlos.cdn.as250.net/alternativlos-9.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Wozu gibt es eigentlich Jahreszei­t­e­nan­fangs­dat­en, wenn der Schnee jet­zt schon da ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Was ich noch sagen wollte zu… den Schwarzmalereien der F.A.Z


Bei der F.A.Z. scheint man ein beständi­ges Inter­esse an Schwarz­malereien zu haben. Das zeigte sich vor Tagen an diesem Artikel über Lit­er­atur und Inter­net, dann an diesem Artikel über Blog­ger und in dieselbe Kerbe wie let­zter­er schlägt dann heute dieser Artikel von Har­ald Staun.
Was ist der Grundtenor dieser Artikel? Es gibt einen Bere­ich, den ein paar Leute für inno­v­a­tiv hal­ten, man iden­ti­fiziert dann diese Leute als Irrläufer und den Bere­ich als unter ein­er Käse­glocke seiend.
So liest sich dann auch der Text von Staun. Dieser endet mit den Worten

Wer solche Utopi­en hat, der ist natür­lich wirk­lich gegen jede Kri­tik immun.

Damit bezieht sich Staun auf Sascha Pal­len­berg, den Staun so ver­standen haben will, als habe er gesagt, man könne ganz ein­fach dadurch mit Blogs Geld ver­di­enen, dass man täglich 72 Stun­den arbeit­et.
Lieber Herr Staun: Das war ein Witz. EIN WITZ!
Es ist natür­lich anzunehmen, dass Staun den Witz ver­standen hat, auch wenn offen­bar diese aktuelle Stel­lung­nahme von Pal­len­berg völ­lig an ihm vor­beige­gan­gen sein muss. An dieser Stelle sollte man nur die selt­same Meth­ode fes­thal­ten, mit der da ein Jour­nal­ist ver­sucht denen, die er da als Blog­ger aus­gemacht hat, den Hals umzu­drehen:
Man nehme eine witzig gemeinte Bemerkung, reiße sie aus dem Zusam­men­hang und mache dann an ihr fest, dass der­ar­tige Per­so­n­en (“Wer solche Utopi­en hat”, d.i. “die Blog­ger”) die nötige Ern­sthaftigkeit für eine real­is­tis­che Wahrnehmung fehle. Fer­tig ist die Laube. (Wobei Staun für die Rich­tung seines Artikels mit Sascha Pal­len­berg allerd­ings auch kein untauglicheres Beispiel hätte her­anziehen kön­nen.)
Ein mutwillig missver­standen­er Witz ist der Schlusspunkt des Textes von Staun, man kann sich also unge­fähr vorstellen, welche inhaltliche Tiefe der Text bis­lang erre­icht hat. Denn es ist auch völ­lig unklar, was unter der Kri­tik gemeint ist, von der Staun im let­zten Satz redet. Und wer ist der Kri­tik­er?
Einen wichti­gen Erken­nt­niss­chritt sieht Staun zumin­d­est hierin:

Mit der Hin­fäl­ligkeit der Dichotomie von online und offline erledigt sich aber auch der Antag­o­nis­mus zwis­chen der tech­nikver­liebten Blo­gosphäre und jenen, die mod­erne Kom­mu­nika­tion­stech­niken ein­fach nur mit ein­er gewis­sen Selb­stver­ständlichkeit benutzen, ohne gle­ich einen Lebensen­twurf daraus abzuleit­en. Wenn der Ein­druck nicht täuscht, haben das auch die Blog­ger so langsam begrif­f­en.

Wer sind jet­zt wohl die Blog­ger? Wer ist die tech­nikver­liebte Blo­gosphäre, die ihre Kom­mu­nika­tion­stech­niken als Lebensen­twurf sehen? Und wer hat wohl eher ver­standen als die Blog­ger, die ja nur langsam begreifen?
Nein, für Staun und offen­sichtlich auch die F.A.Z. sind Blog­ger eben nur das, was für die katholis­che Kirche die Athe­is­ten sind: Geist­lose Wirrköpfe, die ein sta­biles Sys­tem kaputt machen.
Deswe­gen sym­pa­thisiert Staun dann auch mit Net­zkri­tik­er Lovink und kanzelt Peter Kruse ab, bevor er inhaltlich was zu diesem gesagt hat, und eben­so Felix Schwen­zel und Sascha Pal­len­berg. Man teile die Men­schen ein­fach in zwei Grup­pen ein und charak­ter­isiere die Grup­pen dann an Einzel­be­tra­ch­tun­gen von ein paar ein­ge­ord­neten Per­so­n­en. So ein­fach ist das:

Im Großen und Ganzen aber scheinen selb­st all jene, die sich lange für dig­i­tale Autochthone gehal­ten haben, für die Indi­an­er des Inter­nets gewis­ser­maßen, begrif­f­en zu haben, dass sich der Zugang zum “Acht­en Kon­ti­nent” (Peter Glaser) nicht so ein­fach regeln lässt wie zur “re:publica”, mit der Ver­gabe von All-inclu­sive Bänd­chen also.

Ein­deutig zu wenig Meta­phern in diesem Satz, wenn Sie mich fra­gen. Aber gut, jemand, der den Witz von Pal­len­berg nicht schnallt, dem traue ich auch zu, dass er jeman­den für voll nimmt, der ihm erzählt, er wolle sein ganzes Leben mit einem einzi­gen All-inclu­sive-Bänd­chen bestre­it­en. Offen­sichtlich hat Staun ja solche Leute auf der re:publica getrof­fen. Wenn er denn da war.
Die F.A.Z. sollte mal drin­gend zuse­hen, dass sie die Geis­ter mal wieder los wird, die sie da so gerufen hat, denn eine Ziel­gruppe für solch schwarz­mal­ende Jour­nal­is­mus-Durch­hal­teparolen-Artikel ist mir — abge­se­hen von Jour­nal­is­ten sel­ber — ziem­lich unbekan­nt.

Aktu­al­isierung:

Thomas Knüw­er hat Sascha Pal­len­berg auf die Bemerkung mit den 72 Stun­den ange­sprochen, worauf dieser erwidert:

Ich habe in meinem Vor­trag zur Blog-Mon­e­tarisierung provozierend gesagt: “Mein Tag hat 48h und ich brauche 72″. Das war auch ein Slide. Dann bin ich aus­fuehrlich darauf einge­gan­gen, dass ich zwis­chen 12 und 16h am Tag arbeite und wollte damit Blog­gern die Illu­sion nehmen, dass man im Inter­net in 5 Minuten reich wer­den kann.

Wie sagte Pis­pers mal so tre­f­fend:

Das Einzige, was an diesem Jour­nal­is­mus noch kri­tisch ist, ist sein Geis­teszu­s­tand.

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