Lesezeichen vom 30. Januar 2014

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Es ist jetzt drei Jah­re her, seit­dem ich inhalt­lich mich mit Mar­kus Lanz aus­ein­an­der­ge­setzt habe und eine Erwei­te­rung tut nicht Not. Ges­tern war Oli­ver Kalk­o­fe aber­mals vor Ort, kün­dig­te dies via Face­book an und ich schal­te­te mal rein: Inzwi­schen ver­zich­tet man bei der Sen­dung auf über­mä­ßig vie­le, kaum aus­sa­ge­kräf­ti­ge Bauch­bin­den, aber der Rest ist gleich geblie­ben. Klap­pern gehört wohl auch für jeman­den wie Kalk­o­fe zum Hand­werk, das mag man ver­zei­hen.

Ich las­se es ein­fach auf mich zukom­men, war ja auch schon öfter da und bin immer gut behan­delt wor­den. Habe aber weder vor, dort eine ritu­el­le Lanz­schlach­tung vor­zu­neh­men noch mich nicht aus­re­den zu las­sen. Dies nur zur Info. Hof­fe ein­fach erst ein­mal auf eine inter­es­san­te und nicht lang­wei­li­ge Sen­dung!

(Oli­ver Kalk­o­fe)

Die Sen­dung konn­te die Kalkofe-Einbindung nicht ret­ten, dazu redet Lanz immer noch kon­se­quent am Wesent­li­chen vor­bei, ein­fach nur auf irgend­ei­ne plum­pes, geneh­mes Reiz­the­ma hin. Und das ist eben auch schlech­tes Fern­se­hen. Nur resi­gniert die Qua­li­tät eben irgend­wann vor der Quan­ti­tät, wenn sie kei­ne Rezep­ti­on fin­det. Wenn ein ZDF-Verantwortlicher meint, das Sahra-Wagenknecht-Interview sei ein ein­ma­li­ger Aus­rei­ßer Lanz’ gewe­sen, dann dis­qua­li­fi­ziert er sich für eine Dis­kus­si­on über die Qua­li­tät der Sen­dung: Lanz hat das Hand­werk des kri­ti­schen Nach­fra­gens ein­fach nicht drauf. Die Gäs­te labern halt von sel­ber, dage­gen kann selbst Lanz wenig unter­neh­men. Ganz lus­tig war immer­hin noch, dass Kalk­o­fe Dschun­gel­kö­nig und Pro­mi Shop­ping King Peer Kus­magk nicht durch­ge­hen ließ, das Dschun­gel­camp als indi­vi­du­el­le Erfah­rungs­her­aus­for­de­rung gel­ten zu las­sen — das kön­ne man auch ohne Kame­ras haben.

Podcast-Klassiker: Fluss­kie­sel und der 24-Stunden-Blutdruckmesser.

30 Jah­re RTL und bei Tho­mas Gott­schalks neu­er Sen­dung zeigt man ein­mal mehr, dass man schon lan­ge kein Fern­se­hen für Zuschau­er mehr macht.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Spricht es für das Dschun­gel­camp, dass der Rest des RTL- und Fern­seh­pro­gramms schlech­ter ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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  • Das Super-Talent Tho­mas Gott­schalk: 62, blond, sucht … – Tages­spie­gel – Weni­ge Minu­ten spä­ter sitzt Franz Tro­jan vor dem Sei­ten­ein­gang des Ber­li­ner Tem­po­droms. Er hat sich gera­de eine Ziga­ret­te gedreht. In sei­nem Gesicht, das sei­ne Geschich­te nur schwer ver­ber­gen kann, liegt die Ohn­macht eines ange­zähl­ten Boxers: „Ich wuss­te lei­der nicht, wor­auf ich mich da ein­las­se.“ Hek­ti­sches Inha­lie­ren, glit­zern­der Schweiß auf der Stirn. Und eine Bit­te: „Schrei­ben Sie, ich lie­be den Tho­mas.“ Das ist ihm wich­tig. Das muss­te erst mal geklärt wer­den. Denn: „Als wir uns vor der Show getrof­fen haben, da hat er mich umarmt, da war alles nett und lieb. Völ­lig läs­sig. Wie frü­her.“ Kur­zes Inne­hal­ten. „Nur unten in der Sen­dung war alles anders.“ Tro­jan, das spürt man deut­lich, wun­dert sich: „Ich woll­te ihn fra­gen, war­um er das hier macht. Was hat er hier ver­lo­ren?“
  • Im Kampf für die Ver­la­ge und gegen die Wahr­heit « Ste­fan Nig­ge­mei­er – Ent­we­der hat Chris­toph Kee­se, Kon­zern­ge­schäfts­füh­rer »Public Affairs« der Axel-Springer-AG, kei­ne Ahnung, wie die VG Wort funk­tio­niert. Oder er schreckt nicht davor zurück, die Unwahr­heit zu ver­brei­ten, wenn sie der Sache sei­nes Ver­la­ges und der Ver­la­ge ins­ge­samt dient.
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Gott­schalk wie­der zu RTL? Wenigs­tens ver­schwin­det er nicht hin­ter einer Bezahl­wand.

Der chi­ne­si­sche Schrift­stel­ler Liao Yiwu erhält den Frie­dens­preis des Deut­schen Buch­han­dels.

Ulrich Horn wun­dert sich, wie Han­ne­lo­re Kraft von der Pres­se gera­de hoch­ge­ju­belt wird – um sie nie­der­schrei­ben zu kön­nen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wen muss ich eigent­lich anbe­ten, dass sich das Wet­ter jetzt mal zwei Wochen hält? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Man reagiert bei der ARD auf Kri­tik, so dass bei der zwei­ten Fol­ge von Gott­schalk live die Brü­che spür­bar weni­ger wer­den. Bei der Sen­dung stimmt gera­de ein­fach vie­les: Sie stößt zeit­lich und inhalt­lich genau in die Lücke, die die Fern­seh­land­schaft bie­tet und ist die rich­ti­ge Mischung aus Gott­schalk und Live-Fernsehen, dass man sich aber über die Media­thek auch gut ver­spä­tet anse­hen kann.

Ja, upsa­la, da hat jemand wohl sein Memo nicht gekriegt: Der Prä­si­dent des nie­der­säch­si­schen Ver­fas­sungs­schut­zes gesteht ein, dass bei Mit­glie­der der Links­par­tei eben nicht nur, wie zuvor ange­deu­tet, öffent­lich zugäng­li­che Infor­ma­tio­nen erar­bei­tet wur­den. [via]

Kim Schmitz kommt nicht so schnell auf Kau­ti­on frei.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um gibt es bestimm­te Sei­ten und Anbie­ter noch, wenn man Mega­u­pload so schnell hoch­ge­hen las­sen konn­te? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der rus­si­sche Musik­kri­ti­ker Artemi­jk Trotz­kij gibt Putin als Minis­ter­prä­si­dent Russ­lands nach dem pein­li­chen Wahl­ge­sche­hen weni­ger als ein Jahr.

Tho­mas Gott­schalk möch­te sich sei­ne neue 19.20Uhr-Sendung in der ARD

nicht von irgend­wel­chen Blog­gern, Medi­en­jour­na­lis­ten oder Online­prak­ti­kan­ten mies­ma­chen las­sen. Die­ser Chor der Nörg­ler beglei­tet mich jetzt schon zu lang, als dass er mir Ban­ge macht.

Damit ist Ste­fan Nig­ge­mei­er wohl in der Klas­se der irgend­wel­che Blog­ger ange­kom­men. Aber so irgend­welch sind die ja nicht, wenn sie von den Betrof­fe­nen so zur Kennt­nis genom­men wer­den, dass man sie extra anspricht.

Chris­toph Süß über den neu­en Staats­feind von Rechts:

[audio:http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_K1S/_AJS/_-rp_yrP/111203_0903_orange_Neuer-Staatsfeind-von-rechts.mp3|artists=Christoph Süß auf Bay­ern 2|titles=Neuer Staats­feind von Rechts]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie lan­ge geben irgend­wel­che Blog­ger denn Gott­schalk? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Die Nachtgeschichten von heute

  • Sozio­lo­ge über Duma-Wahl in Russ­land: “Die Ner­vo­si­tät wächst” — taz.de | Ein klei­ner, aber akti­ver Teil der rus­si­schen Gesell­schaft will sich nicht mehr unter­wer­fen, sagt Ale­xej Lewin­son. Wla­di­mir Putin kön­ne es sich nicht län­ger erlau­ben, das zu igno­rie­ren.
  • The 45 Most Power­ful Images Of 2011 |
  • Es ist nichts pas­siert « Ste­fan Nig­ge­mei­er | Man­fred Teub­ner, der für sie ver­ant­wort­li­che Unter­hal­tungs­chef des ZDF, hört im nächs­ten Jahr auf, aber ver­mut­lich ist er in Wahr­heit schon lan­ge im Ruhe­stand. Tho­mas Gott­schalk, der popu­lärs­te Mode­ra­tor des deut­schen Fern­se­hens been­det eine von zehn Mil­lio­nen Men­schen gese­he­ne Traditions-Show, die er und die ihn geprägt hat, und alles, was der Pro­duk­ti­on ein­fällt zu sei­nem Abschied sind ein paar alte Aus­schnit­te und am Ende Laser­strah­len und die Wor­te „Dan­ke Tho­mas“ als Leucht­schrift. Man muss es Arbeits­ver­wei­ge­rung nen­nen.
  • Ei, Unsinn: Das kaput­te WWW | kat­rin schus­ter | Kat­rin Schus­ter wun­dert sich, wie bei der Süd­deut­schen mit dem Begriff “iPod” Wer­bung gemacht wird.
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Warum es keinen passenden Gottschalk-Nachfolger gibt

Das ZDF und diver­se Zei­tun­gen machen es sich der­zeit zur Auf­ga­be, einen pas­sen­den Nach­fol­ger für Tho­mas Gott­schalk als Mode­ra­tor von Wet­ten, dass..? zu fin­den.

Grund­la­ge einer sol­chen Suche ist es, dass es Mode­ra­to­ren gibt, die eine sol­che Sen­dung mode­rie­ren könn­ten, und zwar erfolg­reich. Aber es gibt maxi­mal Mode­ra­to­ren.

Es gibt nie­man­den, der das kann, was Gott­schalk kann: Prinz Char­ming, Spiel­kind und Witz­bold. Ste­fan Raab ist eben­bür­tig als Spiel­kind, HaPe Ker­ke­ling als Witz­bold, aber den Charme Gott­schalks strah­len bei­de nicht aus. Und bei­de sind zu alt, um das noch zu ent­wi­ckeln.

Gott­schalk hat die­se Chan­ce noch gehabt, durf­te Na sowas! mit inter­na­tio­na­len Gäs­ten mode­rie­ren, von da aus ist es nicht weit zu Wet­ten, dass..?. Nach­fol­ger von Gott­schalk damals wur­de übri­gens Gün­ter Jauch mit Na siehs­te!

Aber der­ar­ti­ge Ent­wick­lungs­for­ma­te gibt es nicht mehr. Über­haupt wird Unter­hal­tung bei den Öffis nur noch ver­wal­tet, nicht ent­wi­ckelt. Ansons­ten wäre das Traum­schiff ja schon längst unter­ge­gan­gen, weil die Geschich­te seit 25 Jah­ren aus­er­zählt ist.

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