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Don Alphonsos neues Blog ‘Deus ex machina’

Nach­dem der Blog CTRL-Verlust von Micha­el See­mann bei der FAZ gekickt wur­de, ist dort ein Platz frei gewor­den, der aus­ge­rech­net mit einem Seemann-Kritiker besetzt wur­de:
Don Alphon­so macht bei der FAZ ein neu­es Blog auf und diver­se Medi­en berich­ten dar­über. Im Radio-Interview mit dem Deutsch­land­funk kommt er selbst zu Wort:

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/03/drk_20100803_0810_c1b0f4a8.mp3]

Mal­te Wel­ding, ehe­mals Spreeblick- und Netzeitung-Blogger, wird also mit­schrei­ben. Aha. Und auch Herr Mey­er hat gemerkt, dass sich die FAZ ein lin­kes Feuil­le­ton als Aus­gleich zum kon­ser­va­ti­ven Politik- und Wirt­schafts­teil leis­tet. Super.

Ich fin­de den Stil der bis­he­ri­gen Tex­te schlicht quä­lend. Da will man offen­sicht­lich dem Vorgänger-Blog in nichts nach­ste­hen. Es wird sehr lang um den hei­ßen Brei rum­ge­re­det, dass man sich für die­sen irgend­wann gar nicht mehr inter­es­siert. In sei­nem baro­cken Stil soll das dann stil­voll sein. Dann doch lie­ber Aspek­te.

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Was ich noch sagen wollte zum… Rückgrat von Kristina Schröder

Ach ja, irgend­wann gewöhnt man sich auch an die Blog­ger­auf­re­gun­gen im Inter­net. Auf star­ke Medi­en­sym­pa­thie einer Per­son wird immer mit Ver­schwö­rungs­theo­ri­en geant­wor­tet und auf angeb­li­che poli­ti­sche Unge­rech­tig­kei­ten immer mit kri­ti­ku­n­an­tast­ba­rer Empö­rung. Solan­ge sich nur ein Zustim­mungs­mob fin­det, geht das alles klar.

Kris­ti­na Köh­ler hat sich den Zorn eini­ger Blog­ger und Twit­te­rer dadurch her­bei­ge­holt, dass sie die Kür­zun­gen für Hartz-4-Familien durch den Begriff der Gerech­tig­keit gerecht­fer­tigt hat. Dazu nahm sie das Extrem­bei­spiel einer Fami­lie, die 1885€ über Hartz-IV und wahr­schein­lich diver­se Extra­zu­schlä­ge bekommt.

Das ist eine ande­re Recht­fer­ti­gung als die, die sie der Süd­deut­schen Zei­tung gege­ben hat. Dort meint sie, das bis­her gezahl­te Eltern­geld für Hartz-IV-Empfänger sei sys­tem­wid­rig. Von die­ser Dar­le­gung war sie im Video so begeis­tert wie jemand ist, der eine Logik ver­stan­den hat, die ein ande­rer ihm gesteckt hat. Es klingt wirk­lich nicht wie ein eigen­stän­di­ger Gedan­ke, den man sach­lich dar­legt.

Die­ser Gedan­ke ist auch in der Tat logisch kor­rekt. Eltern­geld wird für Leu­te gezahlt, die eigent­lich arbei­ten, aber zu Guns­ten ihrer Kin­der auf das Arbei­ten ver­zich­ten. Rein logisch ver­zich­ten Hartz-IV-Empfänger gar nicht auf Arbeit. Eine Art Ent­schä­di­gungs­zah­lung für einen Fall, in dem es kei­nen Scha­den gibt, ist somit in der Tat unsin­nig, oder eben salopp gesagt sys­tem­wid­rig.

Ande­rer­seits ist die­se Fra­ge fast untrenn­bar mit der Geset­zes­wid­rig­keit der Hartz-IV-Sätze an sich ver­bun­den. Man hät­te also zunächst für eine akzep­ta­ble Hartz-IV-Regelsatzberechnung sor­gen sol­len, bevor man Hartz-IV-Empfängern anders­wo stark was weg­kürzt. Genau das wäre gerecht gewe­sen.

Und genau dafür hät­te sich eine Fami­li­en­mi­nis­te­rin stark machen müs­sen. Das hat Kris­ti­na Schrö­der nicht getan. Aber wer immer in Kris­ti­na Schrö­der ein Püpp­chen der CDU gese­hen hat, das kei­nen Wider­stand zu den Ent­schlüs­sen der füh­ren­den Köp­fe leis­ten wird, der kann nun auch nicht über­rascht oder ver­är­gert tun: Sie hat eben das Rück­rat nicht, das ihr nie unter­stellt wur­de.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Mar­cus Jau­er kommt mit sei­nem Arti­kel Deut­sche Blog­ger stark in Bedräng­nis. Zunächst waren nur eini­ge Leser über den kurz zur re:publica 2010 erschei­nen­den Arti­kel etwas ange­säu­ert, aber nun wird die Kri­tik lang­sam ein­schnei­dend. Spür­bar lako­nisch hat­te Jau­er in die­sem Arti­kel geschrie­ben:

Er habe ein wer­ti­ges Umfeld gewollt, sagt Robin Meyer-Lucht. Aber weil er von allen Blog­gern, die man getrof­fen hat, der ein­zi­ge ist, der kon­trol­lie­ren will, womit er zitiert wird, sagt er das jetzt nicht.

War­um Jau­er her­aus­hebt, das Meyer-Lucht der ein­zi­ge sei, der kon­trol­lie­ren möch­te, womit er zitiert wird, mag Inter­pre­ta­ti­ons­sa­che sein. Jeden­falls wer­den das künf­tig wesent­lich mehr Per­so­nen bei Jau­er tun: Sowohl John­ny Häus­ler bei Spree­blick als auch Felix Schwen­zel bei wirres.net sagen, dass Jau­er eini­ge ihrer Zita­te schlicht erfun­den hat. Und wer möch­te schließ­lich schon mit­tels Post­kar­ten zitiert wer­den, die zufäl­lig in der Woh­nung hän­gen?

Die­ter Matz geht in sei­nem Blog Matz ab! fel­sen­fest davon aus, dass der HSV heu­te sei­nen Trai­ner Bru­no Lab­ba­dia raus­wirft. [10:55h: Bru­no Lab­ba­dia ist ent­las­sen.]

Und Fried­rich Küp­pers­busch wirft wie­der ein­mal einen äußerst amü­san­ten Rück­blick auf die Woche, den man ein­fach selbst ganz lesen soll­te.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer­den eigent­lich nur dann Zei­tungs­ar­ti­kel ver­ris­sen, wenn sie auch kos­ten­los online ste­hen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Simon Colum­bus war auf der 10. Netzwerker-Tagung der SPD und durf­te sich da von Huber­tus Heil anhö­ren, dass die SPD damals im Bun­des­tag “aus Feig­heit” dem Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz zuge­stimmt habe. Das klingt ja schon bei­na­he nach einer Ent­schul­di­gung.

Herr Paul­sen nimmt sich die Zeit, etwas zu sei­nen Kind­heits­er­in­ne­run­gen über den Grü­no­fan­ten zu schrei­ben und des­sen Revi­val ein­zu­for­dern.

Aria­ne Brey­er disst die Oliver-Pocher-Show bezüg­lich deren Vor­ha­bens, den Zweit­plat­zier­ten von Deutsch­land sucht den Super­star in die Sen­dung zu holen, was ein wenig an die Ein­la­dung des Calgon-Mannes von Ste­fan Raab erin­nert, aber schei­tern wird.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um schreibt man eigent­lich über eine Sen­dung, die lang­wei­lig ist, mit einem Moderar­tor, der anö­det, bei der ein Sän­ger ein­la­den wer­den soll, den man nicht hören möch­te? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Heu­te sind eini­ge Leu­te pikiert. Die Chi­ne­sen schäu­men vor Wut über Goog­le, weil die doch nicht kom­plett ihre Such­ma­schi­ne für Chi­na abschal­ten, son­dern nur ihre Zen­sur­fil­ter.

Die Tele­fon­fir­ma Pri­me­call ist so pikiert über Spree­blick, dass sie aus­pro­bie­ren, wie gut der Streisand-Effekt bei Unter­neh­men wirkt.

Ste­fan Nig­ge­mei­er ist pikiert unter die Twit­krit­ter gegan­gen und meint, dass man kei­ne Wit­ze über Fern­seh­be­rühmt­hei­ten machen darf, wenn die in Unter­su­chungs­haft sit­zen, vor allem, wenn die­se Wit­ze nicht lus­tig sind.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Darf man nur dann Wit­ze über Per­so­nen machen, wenn sie nicht im Knast sit­zen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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