Lesezeichen vom 21.09.2011

Die Nachtgeschichten von heute

  • Zum Tod des Net­zpub­lizis­ten Robin Mey­er-Lucht: Meis­ter der Debat­te — Dig­i­tales Denken — Feuil­leton — FAZ.NET — Aufgeweckt waren viele sein­er Texte, leb­haft bis stre­itlustig die Debat­ten, die er mit dem von ihm gegrün­de­ten Blog Car­ta ent­fachte: Der Medi­en­wis­senschaftler und Jour­nal­ist Robin Mey­er-Lucht ist im Alter von 38 Jahren gestor­ben.
  • pri­macall zahlt, Spree­blick nimmt Beitrag dem Netz − Buskeis­mus — Wie so oft, die Äußerungs­frei­heit bleibt auf der Strecke. Gewin­ner sind die bei­den bekan­nten, vor­wiegend als Abmah­n­er bekan­nten Anwälte. Die Anwälte haben eine zusät­zliche Ver­hand­lungs­ge­bühr erstrit­ten. Bei einem Stre­itwert von 42.000 €, sind das immer­hin für jeden Anwalt ca. 1.500 € (zusam­men 3.000,00 €). 1/3 davon – ca. 1.000,00 € — zahlt Spree­blick. So teuer ist Spree­blick diese Seite gekom­men.
  • Vizekan­zler-Gat­tin Wiebke Rösler: „Philipp, viel Spaß mit den Kröten“ | RP ONLINE — Ich glaube, dass Fam­i­lien­poli­tik wenig bringt. Eltern müssen begreifen, dass nicht nur der Entschluss zu Kindern und die Entste­hung der Kinder ein Gemein­schaft­spro­jekt ist. Es sollte nicht mehr als Nor­mal­fall gel­ten: Der Mann geht arbeit­en, die Frau bekommt Kinder, und wenn sie dann wieder arbeit­en geht, hat sie halt Beruf und Kinder. Nor­mal­fall sollte sein: Bei­de gehen alles gemein­sam an. Und zwar, weil man das so will — und nicht, weil man das von oben verord­net bekommt oder es finanzielle Anreize gibt. Das muss von einem selb­st kom­men, es ist eine Sache der Ein­stel­lung. Genau­so müssen auch Müt­ter abgeben kön­nen. Ich erlebe oft, dass Müt­ter ganz schlecht Auf­gaben an Väter abgeben. Da sind die Kinder falsch ange­zo­gen, er hat ‚mor­gens natür­lich den falschen Käse auf das Früh­stücks­brot gemacht’, falls es nicht sowieso ein­fach Kekse gab. Und dass ‚er die Kleine nach dem Mit­tagss­chlaf mit dem Mor­gen­gruß weckt — die kommt ja ganz durcheinan­der’.
  • Christoph Kappes zum Tod von Robin Mey­er-Lucht — Mit Robin Mey­er-Lucht hat uns ein kluger Kopf ver­lassen, der zeitweilig auch diese Zeitung beri­et. Die Som­mer­pause, in die er Car­ta im Juni diesen Jahres schick­te, endet nicht mit dem Herb­st und seinen reifen Frücht­en.
  • Neue Panne: Wahlun­ter­la­gen im Müll gefun­den — Berlin — Tagesspiegel — Einen Tag nach dem Bekan­ntwer­den des Zählfehlers in Licht­en­berg gibt es die näch­ste Wahlpanne. In Lichter­felde wur­den ungeöffnete Briefwahlun­ter­la­gen im Müll gefun­den. Die Krim­i­nalpolizei ermit­telt.
  • die enno­mane » Blog Archive » Die Piraten­partei vs. Sascha Lobo — so lange Sascha Lobo u.a. von den Ein­nah­men sein­er Büch­er lebt und auf der Gehalt­sliste divers­er Medi­en­häuser ste­ht, wird er die Piraten­partei vor allem in der Urhe­ber­rechts­frage immer kri­tisieren und angreifen.
  • Ruhe in Mün­ster — Mün­ster ist die leis­es­te Großs­tadt in ganz Deutsch­land. Unter­sucht haben Forsch­er des Fraun­hofer-Insti­tuts alles, was es an Lärm gibt zwis­chen Autos, Zügen und Indus­trie — und dem­nach ist Mün­ster jet­zt nicht mehr nur die lebenswerteste Stadt son­dern auch Oase der Ruhe.
  • Nachruf auf Robin Mey­er-Lucht | Netzpiloten.de — das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 — Ich kan­nte Robin Mey­er-Lucht nicht per­sön­lich. Er hat­te carta.info aus dem Boden gestampft und dort habe ich ihn über­haupt zum ersten Mal wahrgenom­men. Ich habe car­ta manch­mal gehas­st, manch­mal gemocht. Aber eines muss ich aus Sicht eines Online-Jour­nal­is­ten sagen: Er hat einen Stein in die deutsche Online-Land­schaft gerollt.
  • Robin Mey­er-Lucht: Haber­mas, die Medi­en, das Inter­net — Die demokratis­che Öffentlichkeit hängt nicht davon ab, dass ihr von ihren tra­di­tionellen Inhab­ern in den etablierten Medi­en mit­geteilt wird, was sie denken soll. Anders als Jür­gen Haber­mas glaubt, emanzip­iert sie sich erst im Inter­net.
  • Wolf­gang Michal » Burnout im Netz? - — alles, was bish­er passiert ist, war nur das Aufwärm­train­ing vor dem Start, das Sich-Aus­pro­bieren, das Üben, das Vor­spiel. Jet­zt wird es ernst.
  • Nicht NRW, Berlin entschei­det — Käme bei ein­er Neuwahl 2012 eine rot-grüne Mehrheit­sregierung zus­tande, kön­nte sie gle­ich zu Beginn der neuen Leg­is­laturpe­ri­ode die unver­mei­d­baren Grausamkeit­en bege­hen, ohne befürcht­en zu müssen, sofort abges­traft zu wer­den. Bei der näch­sten reg­ulären Land­tagswahl 2017 wären die Kürzun­gen längst vergessen und vergeben.
  • Währungsre­form for Dum­mys — Dum­my: Kannst nen 10ner wech­seln?<br />
    Tad­di: Was willst Du denn mit dem Wech­sel­geld, ist doch bald eh nix mehr wert. Pass auf wir ma­chen es so, du gib­st mir den 10ner, und über­nimmst den nächs­ten Monat die Shakes, und wenn die D-Mark nächs­ten Monat kommt, zahle ich dir alles zum Wech­sel­kurs zu­rück.<br />
    Dum­my: Cool, ne win win Si­tua­ti­on.
  • Jed­er achte Jugendliche lei­det unter Sozial­pho­bie — Ser­vice — sueddeutsche.de — Etwa jed­er achte Jugendliche hat ein­er Studie zufolge Angst vor anderen Men­schen. «Soziale Pho­bi­en sind bei Her­anwach­senden zwis­chen 14 und 20 Jahren weit ver­bre­it­et», berichteten Frank­furter Psy­cholo­gen am Mon­tag.
  • Grü­nen-Konkur­renz Piraten­partei: Ups, die sind ja gefährlich! — taz.de — Der sen­sa­tionelle Erfolg der Pirat­en alarmiert die Grü­nen: Sie bekom­men im linken Lager Konkur­renz, die auf die gle­iche Klien­tel zielt — allerd­ings ohne Frauen­quote.
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Adnation wird fremdvermarktet

Bei solchen Nachricht­en spürt man ja gle­ich schon, wie Don Alphon­so die Tippfin­gerchen juck­en wer­den: Adna­tion, die in großem Stil Wer­bung in Blogs ver­mark­ten woll­ten, wer­den nun sel­ber ver­mark­tet. Damit hat man die dahin­ter­steck­ende Idee wohl ein­fach aufgegeben, wieso son­st sollte man die eigene Beute abgeben?

Durch den Zusam­men­schluss mit mokono wer­den die adna­tion-Blogs Teil eines europaweit­en Net­zw­erks und damit für Wer­be­treibende noch inter­es­san­ter.

meint John­ny Haeusler in ein­er Art Werbe­sprech. Und der klang auch schon mal deut­lich überzeu­gen­der, wenn er etwas erk­lären wollte. Denn dass die Adna­tion-Blogs, von denen viele gar nicht mehr Wer­bung schal­ten oder gar nicht mehr aktiv sind, in der Masse der­art inter­es­sant sind, darf bezweifelt wer­den. Auf den weni­gen Blogs, die da erfol­gre­ich laufen, wird die Wer­bev­er­mak­tung nun halt abgegeben. Neue Blogs wer­den sich Adna­tion wohl kaum anschließen. So wenig wie zusät­zlich über Adna­tion Kun­den aquiri­ert wer­den.
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kress.de
Mokono ver­mark­tet Adna­tion. John­ny Haeusler: “Kon­nten das nicht mehr leis­ten”

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  • Pseu­do­nymität: Ein offen­er Brief an Google | Spree­blick — Die immer weit­er voran­schre­i­t­ende „Über­nahme“, die schle­ichende Zen­tral­isierung weit­er Teile des Net­zes durch Google, Face­book, Apple und viele andere schmeckt mir nicht. Nicht etwa, weil ich ein­er nerdi­gen Net­zre­li­gion ange­höre oder weil früher alles bess­er war, son­dern aus ganz per­sön­lichen Beweg­grün­den. Ich möchte ganz ein­fach nicht, dass Unternehmen mein Kom­mu­nika­tions-, Kauf-, Arbeits- und Leben­spro­fil so gezielt auswerten kön­nen, wie es zur Zeit der Fall ist. Und ich möchte nicht, dass aus der Utopie Inter­net ein Kon­troll- und Überwachungsalb­traum wird.
  • Stre­it um US-Blog: TechCrunch gegen AOL — taz.de — Michael Arring­ton, Grün­der des pop­ulären Weblogs TechCrunch, hat seine Fir­ma 2010 an das Online-Por­tal AOL verkauft. Nun würde er den Deal gerne rück­gängig machen.
  • TV-Kri­tik: Annes Wills Freak­show-Desaster — Han­dels­blatt — Anne Will hat für Gün­ther Jauch, der am kom­menden Son­ntag als ihr Son­ntagsshow-Nach­fol­ger loslegt, die Mess­lat­te auf den Fuß­bo­den gelegt.
  • Rama – Der blutige Auf­strich von Unilever — Ret­tet den Regen­wald e.V. — Für Ramas Palmöl wer­den Men­schen ver­trieben und Wälder ver­nichtet
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re:publica Tag 3

Morgenkaffee

So, let­zter Tag der re:publica. Es wäre mir irgend­wie ganz neu, dass ein drit­ter Tag die vorheri­gen vergessen macht.

10.00 Uhr Fünf Jahre Infor­ma­tions­frei­heit
Nach vorne und umge­zo­gene Diskus­sion, die ungewöh­lich infor­ma­tiv ist. Man merkt: Unter­hal­tun­gen auf der Bühne funk­tion­ieren ver­gle­ich­sweise wesentlich schlechter in der Kalksche­une.
12.00 Uhr Der Wider­stand gegen S21 im Netz
Was sich zunächst wie ein sehr gewolltes, abge­s­tandenes The­ma anhört, ent­pup­pt sich als inter­es­san­ter Blick in die Geburtsstunde des Schwaben­protests. Frage aus dem Pub­likum: Wie habt ihr es hin­bekom­men, dass die Aktio­nen gewalt­frei blieben? Antwort: Wir hat­ten über­haupt keine Ahnung, wie man protestiert. Und so erzählten sie, wie sie sitzblock­aden geübt haben und wie es unter­schiedliche Protestieren­den­for­men gab.
14.00 Uhr Wie wird man zum local hero?
Fra­gen wir das diejeni­gen, die außer regenbsburg-digital.de eben genau keine local heros sind: Fud­der, die schlichte Zeitungs­seite RP-Online.de und die wohl immer noch die Tex­ter nicht bezahlen­den Pren­zlauer Berg Nachricht­en. Fra­gen wir nicht tat­säch­liche local heros wie Rou­ven von Biele­felds West­en, den Duesseldorf-Blog.de oder die Rain­er­sche Post.
15.00 Uhr Die Zukun­ft des Inter­nets, der Welt und des ganzen Rests
Endlich schönes Wet­ter in Berlin.
16.00 Uhr 10 Jahre Blogs in Deutsch­land
Selb­stre­f­eren­zieren für Fort­geschrit­tene fort­geschrit­te­nen Alters
17.00 Uhr Icons
Kaf­feesat­zle­sereien mit (Über­raschung!) Icons.
18.00 Uhr Was hat das Inter­net je für uns getan?
Spree­blick­kuscheln.

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  • Unwort des Jahres: Der schlimm­ste Aus­druck ist „alter­na­tiv­los“ — FOCUS Online — Den zunächst von Bun­deskan­z­lerin Angela Merkel für die Griechen­land­hil­fe, später aber auch von anderen Poli­tik­ern etwa beim Pro­jekt Stuttgart 21 ver­wen­de­ten Begriff wählte eine unab­hängige Jury aus 1123 ein­gere­icht­en Vorschlä­gen aus. Der emer­i­tierte Ger­man­is­tik-Pro­fes­sor Horst-Dieter Schloss­er kri­tisierte den Aus­druck am Dien­stag in Frank­furt am Main als sach­lich unangemessen. Er sug­geriere, dass es bei einem Entschei­dung­sprozess von vorn­here­in keine Alter­na­tiv­en und damit auch keine Notwendigkeit der Diskus­sion und Argu­men­ta­tion gebe
  • Jet­zt mit mod­ern­ster Tech­nolo­gie gezielt an mir vor­bei wer­ben! | Spree­blick — Wer­bung im Netz, das behaupten die Anbi­eter von Werbe-Tech­nolo­gien, ist so effek­tiv, weil der Kunde so trans­par­ent ist. Wir wis­sen, was die Kun­den wollen, ver­sprechen sie, denn das Pro­fil eines Inter­net-Nutzers (auf welchen Seit­en er sich bewegt, welche Pro­duk­te er sich ansieht) lässt ein­deutige Rückschlüsse auf seine Inter­essen und Bedürfnisse zu – auf welche die Wer­bein­dus­trie dann gezielt einge­hen kann. Das klingt plau­si­bel. Und ist in der Prax­is nichts als Blödsinn.
  • Wortis­tik – Gesichts­buch — tazblogs
  •  Zu Beginn sein­er Amt­szeit als Wirtschaftsmin­is­ter… — BinaryMentalist.com — Zu Beginn sein­er Amt­szeit als Wirtschaftsmin­is­ter zeigte er sich mit aus­ge­bre­it­eten Armen auf dem New York­er Times Square. „Mir gehört die Welt“, sig­nal­isierte das Bild. Auf einem anderen Foto posiert er auf ein­er Dinosauri­er-Nach­bil­dung, seine Frau Stephanie liegt zu seinen Füßen. Das Foto hat Gut­ten­berg inzwis­chen ver­bi­eten lassen.
  • Spex — Mag­a­zin für Pop­kul­tur » »Oh how I miss you«
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Don Alphonsos neues Blog ‘Deus ex machina’

Nach­dem der Blog CTRL-Ver­lust von Michael See­mann bei der FAZ gekickt wurde, ist dort ein Platz frei gewor­den, der aus­gerech­net mit einem See­mann-Kri­tik­er beset­zt wurde:
Don Alphon­so macht bei der FAZ ein neues Blog auf und diverse Medi­en bericht­en darüber. Im Radio-Inter­view mit dem Deutsch­land­funk kommt er selb­st zu Wort:

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/03/drk_20100803_0810_c1b0f4a8.mp3]

Malte Weld­ing, ehe­mals Spree­blick- und Net­zeitung-Blog­ger, wird also mitschreiben. Aha. Und auch Herr Mey­er hat gemerkt, dass sich die FAZ ein linkes Feuil­leton als Aus­gle­ich zum kon­ser­v­a­tiv­en Poli­tik- und Wirtschaft­steil leis­tet. Super.

Ich finde den Stil der bish­eri­gen Texte schlicht quälend. Da will man offen­sichtlich dem Vorgänger-Blog in nichts nach­ste­hen. Es wird sehr lang um den heißen Brei rumgere­det, dass man sich für diesen irgend­wann gar nicht mehr inter­essiert. In seinem barock­en Stil soll das dann stil­voll sein. Dann doch lieber Aspek­te.

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Was ich noch sagen wollte zum… Rückgrat von Kristina Schröder


Ach ja, irgend­wann gewöh­nt man sich auch an die Blog­ger­aufre­gun­gen im Inter­net. Auf starke Medi­en­sym­pa­thie ein­er Per­son wird immer mit Ver­schwörungs­the­o­rien geant­wortet und auf ange­bliche poli­tis­che Ungerechtigkeit­en immer mit kri­tiku­nan­tast­bar­er Empörung. Solange sich nur ein Zus­tim­mungsmob find­et, geht das alles klar.
Kristi­na Köh­ler hat sich den Zorn einiger Blog­ger und Twit­ter­er dadurch her­beige­holt, dass sie die Kürzun­gen für Hartz-4-Fam­i­lien durch den Begriff der Gerechtigkeit gerecht­fer­tigt hat. Dazu nahm sie das Extrem­beispiel ein­er Fam­i­lie, die 1885€ über Hartz-IV und wahrschein­lich diverse Extrazuschläge bekommt.
Das ist eine andere Recht­fer­ti­gung als die, die sie der Süd­deutschen Zeitung gegeben hat. Dort meint sie, das bish­er gezahlte Eltern­geld für Hartz-IV-Empfänger sei sys­temwidrig. Von dieser Dar­legung war sie im Video so begeis­tert wie jemand ist, der eine Logik ver­standen hat, die ein ander­er ihm gesteckt hat. Es klingt wirk­lich nicht wie ein eigen­ständi­ger Gedanke, den man sach­lich dar­legt.
Dieser Gedanke ist auch in der Tat logisch kor­rekt. Eltern­geld wird für Leute gezahlt, die eigentlich arbeit­en, aber zu Gun­sten ihrer Kinder auf das Arbeit­en verzicht­en. Rein logisch verzicht­en Hartz-IV-Empfänger gar nicht auf Arbeit. Eine Art Entschädi­gungszahlung für einen Fall, in dem es keinen Schaden gibt, ist somit in der Tat unsin­nig, oder eben salopp gesagt sys­temwidrig.
Ander­er­seits ist diese Frage fast untrennbar mit der Geset­zeswidrigkeit der Hartz-IV-Sätze an sich ver­bun­den. Man hätte also zunächst für eine akzept­able Hartz-IV-Regel­satzberech­nung sor­gen sollen, bevor man Hartz-IV-Empfängern ander­swo stark was wegkürzt. Genau das wäre gerecht gewe­sen.

Und genau dafür hätte sich eine Fam­i­lien­min­is­terin stark machen müssen. Das hat Kristi­na Schröder nicht getan. Aber wer immer in Kristi­na Schröder ein Püp­pchen der CDU gese­hen hat, das keinen Wider­stand zu den Entschlüssen der führen­den Köpfe leis­ten wird, der kann nun auch nicht über­rascht oder verärg­ert tun: Sie hat eben das Rück­rat nicht, das ihr nie unter­stellt wurde.

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Guten Morgen

morgenkaffee
Mar­cus Jauer kommt mit seinem Artikel Deutsche Blog­ger stark in Bedräng­nis. Zunächst waren nur einige Leser über den kurz zur re:publica 2010 erscheinen­den Artikel etwas angesäuert, aber nun wird die Kri­tik langsam ein­schnei­dend. Spür­bar lakonisch hat­te Jauer in diesem Artikel geschrieben:

Er habe ein wer­tiges Umfeld gewollt, sagt Robin Mey­er-Lucht. Aber weil er von allen Blog­gern, die man getrof­fen hat, der einzige ist, der kon­trol­lieren will, wom­it er zitiert wird, sagt er das jet­zt nicht.

Warum Jauer her­aushebt, das Mey­er-Lucht der einzige sei, der kon­trol­lieren möchte, wom­it er zitiert wird, mag Inter­pre­ta­tion­ssache sein. Jeden­falls wer­den das kün­ftig wesentlich mehr Per­so­n­en bei Jauer tun: Sowohl John­ny Häusler bei Spree­blick als auch Felix Schwen­zel bei wirres.net sagen, dass Jauer einige ihrer Zitate schlicht erfun­den hat. Und wer möchte schließlich schon mit­tels Postkarten zitiert wer­den, die zufäl­lig in der Woh­nung hän­gen?
Dieter Matz geht in seinem Blog Matz ab! felsen­fest davon aus, dass der HSV heute seinen Train­er Bruno Lab­ba­dia rauswirft. [10:55h: Bruno Lab­ba­dia ist ent­lassen.]
Und Friedrich Küp­pers­busch wirft wieder ein­mal einen äußerst amüsan­ten Rück­blick auf die Woche, den man ein­fach selb­st ganz lesen sollte.
Und während ich mir die Frage stelle: Wer­den eigentlich nur dann Zeitungsar­tikel ver­ris­sen, wenn sie auch kosten­los online ste­hen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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