Guten Morgen allerseits!

Artikel-Schlagworte: „Rechtsextremismus“

NPD-Spender und Junge-Freiheit-Autoren geoutet

Nachdem in den ver­gan­gen Tagen einige deutsche Nazi-Seit­en gezielt der­art attack­iert wur­den, dass sie nicht mehr erre­ich­bar waren gibt es nun einen Nach­schlag: NPD-Spender und Autoren der recht­en Zeitung Junge Frei­heit wur­den veröf­fentlicht. Da sind einige Namen mir nun nicht ganz unbekan­nt. Und wieviele Pro­fes­soren sich für dieses Blatt hergeben, man ist schon erstaunt…

Bielefeld stellt sich quer — Rückblick

Ich habe mal kurz bei YouTube auf die dort hochge­lade­nen Youtube-Videos rübergeschaut. Nichts von den Nazis, nur was von den Gegen­demon­stran­ten:

Auch auf den Seit­en der Nazis sel­ber ist wenig Feed­back zur Aktion, außer dass sich manche über einen im Wei­h­nachts­mann kos­tu­mierten Organ­isator aufre­gen.

Neonazi-Demo in Bielefeld am 24.12.2011

Beson­ders Inter­es­san­tes war nicht zu fil­men während der Demon­stra­tion rechter Kam­er­ad­schaften an Heili­ga­bend in Biele­feld. Bemerkenswert ist eigentlich nur, dass in Biele­feld 6500 Per­so­n­en auf die Straße gehen, wenn ihre Stadt von 68 unbe­deu­ten­den und unbekan­nten Pro­ll­nazis besucht wird. Das hät­ten andere Großstädte auch gern.

Guten Morgen

morgenkaffee

Arge Ver­ständ­nis­prob­le­me gibt es derzeit zwis­chen der franzö­sis­chen und der deutschen Regierung. Das heik­le The­ma der Ausweisung von Roma in Frankre­ich soll laut dem franzö­sis­chem Präsi­den­ten besprochen, laut deutscher Regierung umschifft wor­den sein.

Der Tagesspiegel hält Rückschau auf die 137 Opfer von recht­sex­tremer Gewalt in Deutsch­land seit 1990.

Tim Ren­ner poltert gegen die Porno-chic-Kam­pag­ne von Min­is­ter­frau Gut­ten­berg:

Stephanie befürchtet eine Ver­ro­hung durch den frühen und omnipräsen­ten Sex. Sie lobt die bis zum Hals zugeknöpfte Whit­ney Hous­ton und die junge Nena im Schlab­ber T-Shirt, welche in Ihrer Kind­heit san­gen. Bei mir kam “Voulez vous coucher avec moi ce soir” aus dem Äther als ich klein war und meine Mut­ter wusste nicht, wie sie mir das über­set­zen soll­te. Im Fernse­hen schwan­gen die Tänz­erin­nen des Musik­laden Euro­tops zu aktuel­len Hits ihre blanken Brüste und meine Deutschlehrerin auf der Grund­schule kam ohne BH, aber mit halb­trans­par­enter Bluse in den Unter­richt. So hat­te ich vorher schon Uschi Glas auf CDU Wahlplakaten gese­hen.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es ern­sthaft Eltern in Deutsch­land, die aus­ge­musterte Stars wie Whit­ney Hous­ton oder Nena als Vor­bilder für ihre Kinder auserko­ren haben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Die DJK Wat­ten­scheid hat den NPD-NRW-Lan­desver­band­schef Claus Cre­mer als Betreuer der 2. Mini­kick­er-Mannschaft raus­ge­wor­fen. Das allerd­ings erst nach viel The­ater.

Der Neue der Ex von Rome liegt im Kranken­haus. Das macht ihm fast Sor­gen.

Joachim Huber betra­chtet beim Tagesspiegel klug die gestrige Diskus­sion­sshow hart aber fair mit Thilo Sar­raz­in nach und find­et, dass die Sendung mehr geleis­tet habe als andere.

Und während ich mir die Frage stelle: Betreuer bei der zweit­en Mini­kick­er­mannschaft der DJK Wat­ten­scheid. Haben die bei der NPD nur solche Kar­ri­eris­ten dabei? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Guten Morgen

morgenkaffeeHer­fried Mün­kler kri­tisiert in der Süd­deutschen Zeitung Wik­ileaks:

Die durch Wik­ileaks veröf­fentlicht­en Doku­mente bestätigten nur, was man geah­nt und befürchtet hat­te: dass einige amerikanis­che Sol­daten — oder auch ganze Trup­pen­teile — die Her­aus­forderun­gen asym­metrischer Kriegführung nutzten, um Jagd auf Zivilis­ten zu machen und erkennbar Unbeteiligte hem­mungslos “abzuk­nal­len”, und dass man es in Afghanistan mit einem Geg­n­er zu tun hat­te, der tief in den sozialen und kul­turel­len Struk­turen des Lan­des ver­wurzelt war und gegen den man kein pro­bates Mit­tel gefun­den hat­te. Eigentlich haben die Veröf­fentlichun­gen bloß vor­läu­figes in defin­i­tives Wis­sen ver­wan­delt, nichts Sen­sa­tionelles also, auch wenn einige Jour­nal­is­ten anfangs diesen Ein­druck zu weck­en ver­sucht hat­ten. [… ] Immanuel Kant hat das Ver­schwinden solcher strate­gis­chen Geheimnis­se als die Voraus­set­zung eines dauer­haften Welt­friedens begrif­f­en [… Allerd­ings] han­delt es sich eher um Mach­tumverteilun­gen als Ent­mach­tun­gen. […] Man darf bezweifeln, dass dies bei anderen, Wik­ileaks oder wem auch immer, besser aufge­hoben ist.

tagesschau.de fragt, was an Sar­razins The­sen dran ist:

Obwohl es bei den Schul- und Uni­ver­sitätsab­schlüssen keine großen Unter­schiede gibt, haben Men­schen mit Migra­tionsh­in­ter­grund einen deut­lich schlechteren Zugang zum Arbeits­markt. 12,4 Prozent sind arbeit­slos, bei den Zuwan­der­ern aus der Türkei sind es 16,8 Prozent und bei den Zuwan­der­ern aus dem Iran, dem Irak und Afghanistan ist jed­er vierte arbeit­slos — trotz hoher Bil­dung. Woran liegt das? Migra­tions­forscher Ste­fan Luft von der Uni­ver­sität Bre­men sieht gegenüber tagesschau.de zwei Grün­de: Zum einen wer­den im Aus­land erziel­te Schul- und Beruf­s­ab­schlüsse in Deutsch­land nur begren­zt anerkan­nt, zum anderen haben bei gle­icher Qual­i­fika­tion Zuwan­der­er mit ara­bis­ch oder türkisch klin­gen­den Namen oft schlechtere Chan­cen.

Die Deutsche Welle bietet hierzu einen kleinen Press­espiegel voll ablehnen­der Hal­tun­gen der Zeitun­gen. Michael Spreng meint, Sar­raz­in wäre der einzige, der rechts von CDU/CSU eine rechte, bun­desweit bedeut­same Partei grün­den kön­ne. Thomas Prom­ny wun­dert sich bei diesem The­ma über etwas anderes. der stel­lvertre­tende Spiegel-Chefredak­teur Math­i­as Müller von Blu­men­cron reagiert auf Kri­tik, dass der Spiegel Sar­raz­in ein Forum gibt.

In Israel bekommt ein Sänger 39 Peitschen­hiebe, weil er vor gemis­cht­geschlechtlichem Pub­likum aufge­treten ist.

NRWak­tuell por­traitiert ein­mal mehr, dass die Braunen sich nicht grün sind.

Die amerikanis­che Elek­trome­di­en­ket­te Best Buy hat einen Film mit 15.000€ pro­duziert. Torsten Dewi kri­tisiert diese Zahl: Dieser Film habe nicht 15.000€ gekostet, es sei soviel nur bis­lang an die Teil­nehmenden bezahlt wor­den.

Andrea Köh­ler wun­dert sich bei der NZZ über den Hype um Jonathan Franzens neues Buch.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer­den rechte Posi­to­nen wieder ‘in’? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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