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Artikel-Schlagworte: „Kristina Schröder“

Die Profilierung Kristina Schröders als Ministerin

von der hier schon mal gesprochen wurde, also eine Themenfindung, die das eigene Profil stärkt oder überhaupt erst einmal kenntlich macht, sie scheitert kontinuierlich seit mehr als zweieinhalb Jahren. Und je mehr sie scheitert, desto mehr erweckt man den Eindruck, hier ist der Bock zum Gärtner gemacht worden. Aktuell ist dies gut zu sehen in folgendem ZAPP-Bericht, in dem gezeigt wird, wie Schröder abermals mit Vorurteilen hausieren geht:

Kristina Schröders alberne Extremismusklausel

CDU und CSU muss man wohl noch erklären, was an der Extremismusklausel so albern ist: Sie ist nichts weiter als ein Erpressungsmittel. Wenn ich jemandem nicht abnehme, dass er die Demokratie für gut hält, ändert das auch nichts durch eine Erklärung. Wenn eine Erklärung inhaltich obsolet ist, wie es Gröhe unten darstellt, dann ist sie es auch als solche. Wenn nicht, macht man einen Verdacht, dass diese Erklärung notwendig sei, sprich: einen Generalverdacht.

Des weiteren könnte Kristina Schröder so langsam mal zurücktreten: Mit so einem Mittel Rechtsextremismus bekämpfende Organisationen zu belästigen und sich dann im Bundestag der Aussprache verweigern, obwohl man twitternd Stellung nimmt, das hat kein Rückrat.

Und es ist schlicht naiv bis albern, so etwas zu sagen

um dann zu fordern, man solle das Aufrechnen sein lassen.

Wie Kristina Schröder mit ihren Vorurteilen hausieren geht

Es ist so abgrundtief pein­lich, was Kristi­na Schröder sich da wieder geleis­tet hat: Groß­maulig hat sie raus­ge­hauen, Religiösität führe bei mus­lim­is­chen Jugendlichen zu Gewalt­bere­itschaft. Dabei ver­wies sie auf Stu­di­en, die sie heute veröf­fentlichen werde. Heute gibt es die Pressekon­ferenz zu diesen Behaup­tun­gen. Die Jour­nal­is­ten fra­gen nach den Zahlen, die diese Behaup­tung stützen sol­len und was muss da eingeräumt wer­den?

Es gibt keine.

Frau Schröder ist nur mit ihren Vorurteilen hausieren gegan­gen. Bravo!

Hilflose Profilierungsversuche von Kristina Schröder

schroederstudie

Von irgendeinem Staatssekretär oder so hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder wohl ihr Deutschfeindlichkeitsthema überarbeiten lassen und der hat ihr dann wohl gesagt: Schätzelein, das Wort Deutschfeindlichkeit, das streichen wir mal, das ist verbrannt. Stattdessen greift man auf einen wohlbekannten, schwerer zu kritisierenden Begriff zurück:

Wir dürfen hier keine falschen Tabus aufbauen: Es gibt eine gewaltverherrlichende Machokultur bei einigen jungen Muslimen, die auch kulturelle Wurzeln hat.

Gewaltverherrlichung. Ja, da muss der Staat mal dringend was gegen tun. So wie in den 90ern, als auf den Schultern von Neil Postman gegen das gewaltverherrlichende Geballer in der Flimmerkiste gänzlch verpuffend angegangen worden ist. Warum man was dagegen tun muss?

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Religiosität, Machonormen und Gewaltgeneigtheit.

Welchen? Bei den Evangelen denkt man, wer intensiver evangelisch-religiös ist, der ist weniger gewaltbereit.

Schröder muss hiermit ja ein Kausalzusammenhang meinen und nicht irgendeinen anderern. Ansonsten wäre es eine ähnlich sinnfreie Behauptung wie: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Kinderpornographie und der Sesamstraße: Beides kam schon mal im Fernsehen vor.

Also meint Kristina Schröder allen Ernstes, es gäbe einen kausalen Zusammenhang zwischen Religiösität und Gewaltgeneigtkeit? Und für diese unsinnige Behauptung glaubt sie, Studien anführen zu können? Wird hier nicht pauschal fehlende Sensibilisierung mit Religiösität in einen Topf geschmissen?

Wenn jemand die überproportionale Gewaltbereitschaft bei jungen Muslimen zum Thema macht, heißt es immer gleich, dies sei ein Pauschalurteil. Das ist es aber nicht.

Hier versteckt sich Schröder mal hinter einem jemand. Natürlich ist die Art, wie Schröder hier ein angebliches Thema angeht, pauschal, weil sie den angeblichen Zusammenhang zwischen Religiösität, "Machonormen" und Gewaltbereitschaft schlicht nur behauptet, aber keineswegs zu erklären vermag.

Wer wirklich Jugendliche für einen offeneren Umgang mit anderskulturellen jungen Menschen sensibilisieren möchte, der muss Projekte fördern, die interkulturell sind. Der muss helfen, dass sich Migranten in Deutschland so fremd fühlen. Dass sie einen nicht deutsch klingenden Namen als großes Hindernis bei der Erlanung eines Arbeitsplatzes ansehen müssen. Wie man Fremdheit offen akzeptiert ist das aktuelle Problem, nicht, wie sich der Islam westlich-konform ummodeln lässt.

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DIE ZEIT: Kristina Schröder - Reden nicht handeln.

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Die drei Asse im Ärmel von Kristina Schröder

In den Medi­en wird Fam­i­lien­min­is­ter­in Schröder gerne als das naive Dumm­chen genom­men. Nachzule­sen ger­ade im Inter­view, das der SPIEGEL mit der Min­is­ter­in geführt hat. Ein Inter­view mit der­art niveaulosen Fra­gen habe ich schon lange nicht mehr gele­sen. Aber was will man auch von der BUNTEN unter den Medi­en, die sich Qual­ität­sjour­nal­is­mus nen­nen, erwarten?

Kristi­na Schröder zeigt in diesem Inter­view vor allem Schlagfer­tigkeit. Und diese zählt auch zu den drei Assen, die sie derzeit im Ärmel hat. Die drei Asse sind: 1. Ihr poli­tis­ches Geschick 2. Ihre Posi­tion als Vertreter­in ein­er neuen Gen­er­a­tion 3. Die  derzeit­ige Konkur­ren­zlosigkeit ihres Typs

1. Ihr poli­tis­ches Geschick

Wie man im Inter­view sehr schön sehen kann, hat Kristi­na Schröder dur­chaus rhetorisch etwas auf dem Kas­ten. Die Retourkutsche auf die per­sön­liche Frage nach Kinder­wun­sch ist mehr als gelun­gen und darf als Watschn für die SPIEGEL-Redak­teure betra­chtet wer­den. SPIEGEL-Jour­nal­is­ten über­rascht man wohl am besten damit, dass man zeigt, nicht so zu sein, wie die Medi­en einen darstellt.

2. Vertreter­in ein­er neuen Gen­er­a­tion

Schröder shat selb­st schon darauf ver­wiesen, Vertreter­in ein­er anderen Gen­er­a­tion zu sein. Und dies stimmt bezüglich ihrer Vorgän­ger­in von der Leyen als auch in bezug auf Alice Schwarz­er, mit der sie eine Fem­i­nis­mus-Diskus­sion am Laufen hat. Hier­bei kommt es auch darauf an, zu sehen, dass Schröder auch den Draht zu ihrer Gen­er­a­tion hat, was hier und da in ihren Äußerun­gen deut­lich wird. Dies ist bei von der Leyen, Schwarz­er, sowie der CDU ins­ge­samt ein großes Manko.

3. Die derzeit­ige Konkur­ren­zlosigkeit ihres Typs

Ich ken­ne einige intel­li­gen­te Frauen, die der Poli­tik gut tun wür­den, denen Poli­tik aber nicht zusagt. Insofern ist Schröder sicher­lich einen nicht alltäglichen Weg gegan­gen. Daneben hat sie sich eine einiger­maßen eigen­ständi­ge, mod­ern wirk­ende Posi­tion erhal­ten, die in ein­er kon­ser­v­a­tiven Partei ihres Gle­ichen sucht. Neben ihr sieht sog­ar die als oppo­si­tionelle Fam­i­lien­min­is­ter­in gehan­del­te Manue­la Schwe­sig alt­back­en aus. Das­sel­be gilt für Alice Schwarz­er, gegen die Schröder überzeu­gend hält, dass Fem­i­nis­mus nur unter Berück­sich­ti­gung  Män­ner betr­e­f­fend­er Prob­lem­felder erfol­gre­ich sein soll­te. So ist sie inzwis­chen inner­halb der CDU her­aus­ge­hoben und bedi­ent als Wäh­lerin­neniden­ti­fika­tion eine CDU-Lücke.

Die Frage ist, durch welche Strate­gie man mit diesen drei Assen das Spiel gewin­nt. Ich weiß noch nicht ein­mal genau, wieviel man als Fam­i­lien­min­is­ter­in über­haupt gewin­nen kann, schließlich hat von der Leyen ja in der Inter­net­zen­sur-Debat­te nur gezeigt, wie man den Kar­ren laut polternd gegen die Wand fährt. Erschw­erend kommt hinzu, dass Schröder mit ein paar schwarzen Petern zurecht kom­men muss: Sie ist nicht intellek­tuell und noch etwas naiv.

1. Nicht intellek­tuell

Diese Ein­schätzung klingt belei­di­gend. Als würde man sagen wol­len, sie sei dumm oder geist­los, was bei­des nicht zutrifft. Aber Schröder ist eben nicht so intellek­tuell, wie sie sich sel­ber gern sähe. Das wur­de deut­lich bei ihrem aber­ma­li­gen Ver­such, das The­ma Deutschen­feindlichkeit auf den Tis­ch zu brin­gen, der wohl als gescheit­ert ange­se­hen wer­den darf. Hier­bei hat­te sie ver­sucht, Deutschen­feindlichkeit als Ras­sis­mus zu tit­ulieren. Dies ist ein­facher Unsinn. Es gibt keine um sich greifende Ströh­mung in Deutsch­land, die bes­timmten Per­so­n­en­grup­pen genetis­che Fehlen­twick­lun­gen qua Deutsch­sein unter­stellt. Was Schröder meint ist Frem­den­feindlichkeit. Man muss ja nicht deutsch sein, um frem­den­feindlich zu sein. Durch ihre unglück­liche Begriff­sir­ri­ta­tion hat es Schröder nicht geschafft, das The­ma auf bre­it­er Ebene disku­tier­bar zu machen.

2. Etwas naiv

Die Medi­en­mei­n­ung, Schröder als kleines Dumm­chen abzustem­peln, wird von Schröder durch miss­lun­gene Ver­suche der Begriffs­bes­tim­mung (“Deutschfeindlichkeit”) begün­stigt, aber auch ungün­stige Fernse­hin­ter­views z.B. mit dem ZDF. Es war etwas naiv zu lauben, das ZDF würde Inter­view-Out­takes nicht ver­wen­den. Und dass ihr Ehe­mann sich vor laufend­er Kam­era als Souf­fleur betätigt, ist schon sehr albern. Das darf ihr in der Rolle, die sie gerne verkör­pern möchte, nicht unter­laufen.

Zum Glück sind diese schwarzen Peter nicht auss­chlaggebend über poli­tis­chen Erfolg. Man muss nur das Richtige damit anz­u­fan­gen wis­sen. Und ich bin mir sicher, wir wer­den schon bald wieder von Kristi­na Schröder hören.

Guten Morgen

morgenkaffee

Mehrere Personen haben Klage gegen den Polizeieinsatz am 30. September in Stuttgart eingereicht - und fühlen sich nun durch die Polizei bedroht. Derweil drohen die Schlichtungsgespräche zu scheitern, da neue Betonteile geliefert werden. CDU und FDP haben sich zudem gegen einen Volksentscheid entschieden. Die wissen wohl, dass sie keine Mehrheit für ihre Politik mehr bekommen.

Lesenswert: Das gestrige Altpapier von Stefan Niggemeier.

Männer sind häufiger depressiv als Frauen.

Rome konstatiert mal kurz, dass die Leute in seinem Umfeld ein Leben führen: In den Hof gekackt.

Und während ich mir die Frage stelle: Und nu? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Die heute-show zu Kristina Schröders Deutschfeindlichkeit

Die erwartete Retourkutsche für das von Bun­des­fam­i­lien­min­is­ter­in Kristi­na Schröder besprun­gene The­ma Deutschfeindlichkeit gab es gestern von der heute-show:

Die Angestrength­eit, von der Schlimmheit dieses The­mas zu überzeu­gen, ist Schröder wahrlich ins Gesicht geschrieben. So muss die Suche nach einem sich selb­st pro­fil­ieren­den The­ma für die Juniormin­is­ter­in weit­erge­hen. Wir zäh­len dann mal die Ver­suche mit.

Kristina Schröders Deutschfeindlichkeit

Manchmal fragt man sich schon, was unser Familienministerinnchen da so umtreibt. Das Thema Deutschfeindlichkeit zählt allerdings schon seit langem zu ihren Steckenpferden. Wann immer es angesprochen wird, springt sie von ihrem Stühlchen auf, mittlerweile unterstützt von der Blödzeitung, macht ein Berliner Schulproblem zur Bundesproblematik und lässt jede Differenzierung vermissen.

Damit ist sie schon einmal als Naivchen bloß gestellt worden:

Aber man muss wohl schnellstmöglichst auf Pferdchen wieder rauf.

Was ich noch sagen wollte zur… Debattenanregungsausrede

Als die Familienministerin Kristina Schröder vor kurzem zwitscherte, wie könne man es denn als gerecht ansehen, wenn Hartz-4-Empfänger soviel Geld vom Staat erhalten wie andere in unterbezahlten Billigjobs, da meinte sie nachher rechtfertigend, sie habe immerhin mit ihrer Äußerung eine Debatte eingeleitet.

Jetzt durfte sich der Spiegel Mitchefredakteur Mathias Müller von Blumencron die Frage gefallen lassen, wie das Lifestylemagazin SPIEGEL denn dazu komme, einem Rechtsausleger wie Thilo Sarrazin ein derartiges Podium für seine abstrusen Thesen zu bieten. Und auch Müller von Blumencron zog in dieser Bedrängnis die Debattenanregungskarte:

taz: Herr Müller von Blumencron, warum gibt sich der Spiegel für den Vorabdruck des neuen Buchs von Thilo Sarrazin her?

Mathias Müller von Blumencron: Das war keine leichte Entscheidung, wir haben darüber intensiv in der Redaktion debattiert. Auch ich habe lange mit mir gerungen. Sie können sich denken, dass ich den Text weder inhaltlich noch im Ton teile. Er widerspricht meinen Vorstellungen von einer offenen Gesellschaft und der Zukunft dieses Landes diametral. Aber so ist das bei Meinungstexten: Um Debatten einzuleiten, müssen wir auch Beiträge drucken, mit deren Aussagen wir nicht einverstanden sind.

Als ob gerade produktiv über Chancenverbesserung für Immigranten diskutiert würde und nicht über durch angeblich kritische Medien hinausposaunte Fremdenfeindlichkeit. Da kann man mal sehen, wie hirnrissig es ist, sich bei der Rechtfertigung der verantwortlichen Veröffentlichung von Texten nur darauf zu beziehen, dass man eine Debatte angeregt habe. Denn mit diesem Argument müsste der SPIEGEL Leuten wie Claus Cremer von der NPD geradezu eine Kolumne anbieten. Unqualifizierte, rechtslastige Debatten wären dadurch genauso garantiert wie bei Thilo Sarrazin.

Und was das verantwortliche Publizieren von Texten angeht, das soll man sich beim Lesen des SPIEGELs inzwischen selber dazu denken. Das schreiben die nicht mehr explizit rein. Offenbar hat Müller zu Blumencron nicht mal die Frage der taz in ihrer Tragweite verstanden. So wenig wie der Protagonist in Des Kaisers neue Kleider gemerkt hat, dass er nackt war.

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