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Artikel-Schlagworte: „Carta.info“

R.i.p. Robin Meyer-Lucht (1973–2011)

Robin Meyer-Lucht war seit etwa einer Woche vermisst worden. Heute kam die Gewissheit, dass er verstorben ist.

Mit ihm verliert die deutsche Medienszene einen ehrgeizigen wie fähigen Streiter für Qualitätsjournalismus. Der PR-Stratege hatte in Eigenregie das Blog Carta.info aufgebaut und zahlreiche gute Autoren für sein Projekt gewinnen können. In kurzer Zeit wurde es zu einem der wichtigsten Blogs in der deutschen Blogszene. Meyer-Lucht erhielt hierfür 2009 den Grimme-Online-Preis und 2011 den Lead Award. Als die Qualität sank und einige Autoren die Segel strichen, stellte Meyer-Lucht das Projekt vorläufig ein.

Christoph Kappes’ Abgang bei Carta.info

Tja, vielle­icht liegt es an mir, aber irgend­wie hört sich ein fre­undlicher Abgang doch anders an, als wenn bei Carta.info jemand die Brock­en hin­wirft. Dieses Mal hat Christoph Kappes sel­biges getan. Das ist nach Matthi­as Schwenk der zweite Mither­aus­ge­ber von ehe­mals vier, den Carta.info in den let­zten zwei Monaten ver­liert.

Kappes begrün­det seinen Abgang u.a damit, dass er

keine Rolle als „Her­aus­ge­ber“ bei ein­er pub­lizis­tis­chen Aktiv­ität, die an andere höch­ste Ansprüche stellt, selb­st aber keine per­son­elle oder zumin­dest irgend­wie geart­ete struk­turelle Tren­nung von inhaltlicher Ebene und der Finanzierung der beteiligten Per­so­n­en vorn­immt

haben möchte.

Was immer das genau heißen mag. Carta.info ist wohl nicht das sich entwick­el­nde, für beteiligte Per­so­n­en finanziell rentable Pro­jekt, als das es anfangs aus­gerufen wur­de. Was Kappes da schreibt, klingt auch nicht vol­lkom­men anders als die Kri­tik von Markus Beckedahl an Car­ta-info-Her­aus­ge­ber Robin Mey­er-Lucht, dass sich bei diesem Inhal­te und E-Plus-Lob­by­is­ten-Tätigkeit nicht genau zu tren­nen scheinen.

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  • FR-Inter­view: „So viel Macht habe ich mir echt nicht zuge­traut“ | Medi­en — Frank­furter Rund­schau — Sascha Lobo wohnt zwar gegenüber von unserem Büro, aber ent­ge­gen der landläu­fi­gen Mei­n­ung, dass wir dadurch jeden Tag aufeinan­der hän­gen, hat er mit dem Vere­in rel­a­tiv wenig zu tun. Unsere Net­zw­erke wussten davon, aber auch nicht alle. Bei Robin Mey­er-Lucht wusste ich vor allem nicht, ob er aus Sicht sein­er Ver­lags­ber­ater-Tätigkeit oder als E-Plus-Lob­by­ist gegen die Idee schießt, dass mal jemand Nutzer­in­ter­essen, die in der Regel diame­tral zu den Inter­essen von Robin Mey­er-Luchts Auf­tragge­bern ste­hen, in Form ein­er in Zukun­ft vielle­icht schlagkräfti­gen Organ­i­sa­tion vertreten möchte.
  • Studie zu Engage­ment von Jugendlichen: Schul­stress block­iert die Hil­fs­bere­itschaft | RP ONLINE — Tur­bo-Abitur und Tur­bo-Stu­di­engänge block­ieren ein­er Studie zufol­ge die Hil­fs­bere­itschaft der Jugendlichen in Deutsch­land. Nach der Unter­suchung der Ber­tels­mann-Stiftung und des Bun­des­fam­i­lien­min­is­teri­ums engagieren sich Schüler und Stu­den­ten einem Zeitungs­bericht zufol­ge immer weniger in der Gesellschaft.
  • OST:BLOG: Erin­nerun­gen an Tsch­er­nobyl — Jenz Stein­er befragte auf sein­er Reisen durch Rus­s­land und Belarus, aber auch in Berlin, immer wieder Leute, welche Erin­nerun­gen sie mit der Tsch­er­nobyl-Katas­tro­phe vor einem Viertel­jahrhun­dert verbinden. Her­aus kam eine kleine Samm­lung erschreck­ender, ganz sub­jek­tiver Details, die nie in einem Geschichts­buch ste­hen wer­den:
  • Kretschmann will weniger PKWs: Auf­schrei im Autoland — taz.de — Müssen Porsche und Daim­ler massen­haft teure Luxu­skarossen bauen? Der desig­nierte Min­is­ter­präsi­dent Baden-Würt­tem­bergs stößt eine Debat­te an – und ern­tet Kri­tik.
  • Sach­sen-Anhalt will NPD-Ver­bot — “Lieber Lok­führer als Brem­ser” — Poli­tik — sueddeutsche.de — Bos­bach erk­lärte, die Risiken eines neuen Ver­botsver­fahrens seien erhe­blich: “Wir müssten die V-Leute aus der NPD abziehen. Und wir befän­den uns dann bei der Beobach­tung der Partei für eine län­gere Zeit im Blind­flug”.
  • Vater der CD gestor­ben — sueddeutsche.de — Er war nicht nur ein Musik­lieb­haber. Er war auch ein­er der ein­flussre­ich­sten Musik­man­ager. Und so kon­nte sich Norio Ohga vor 30 Jahren diesen Wun­sch erfül­len: Beethovens neun­ter Sin­fonie zu lauschen, ohne Unter­brechung. Eine sil­brig glänzen­de Scheibe brauchte es dazu. Mit zwölf Zen­time­tern Durchmesser, für 74 Minuten, die bis dahin läng­ste Ein­spielung von Beethovens Neun­ter. Ohne Norio Ohga, Ama­teur-Bari­ton-Sänger und damals Sony-Chef, hät­te es die Com­pact Disc wom­öglich nie gegeben.
  • Dig­i­tales Gemeineigen­tum wird zum einge­tra­ge­nen Marken­ze­ichen | Flaschen­post — Am 10. Dezem­ber 2010 wur­de die weitver­bre­it­ete und oft ver­wen­de­te Zeichen­fol­ge „<3“ von ein­er ital­ienis­chen Fir­ma als Marken­ze­ichen einge­tra­gen.
  • Kopieren als Reli­gion: Isak glaubt ans Duplizieren — jetzt.de — Mis­sion­ar­ische Kirche des Kopierens nen­nt sich eine Organ­i­sa­tion, die Anfang des Monats in Schwe­den ins Leben gerufen wur­de. Ziel der neuen Glaubens­ge­mein­schaft ist es, das Teilen und Ver­bre­it­en von Daten im dig­i­tal­en Raum als Reli­gion anerken­nen zu lassen.

Beckedahls Antwort auf die Kritiker der Digitalen Gesellschaft

In der Berlin­er Zeitung und als Kopie auch unter der Frank­furter Rund­schau wur­de ein Inter­view mit Markus Beckedahl zur Kri­tik an dem von ihm vorgestell­ten Vere­in Dig­i­tale Gesellschaft veröf­fentlicht. In diesem Inter­view antwortet Beckedahl den Kri­tik­ern der Vere­insvorstel­lung.

Größ­ten­teils ist das, was Beckedahl da sagt, nur Blabla: Der Lobo sei nicht von Anfang an mit im Boot gewe­sen und habe

mit dem Vere­in rel­a­tiv wenig zu tun.

was immer das heißen soll. Richtig lustig wird es dann aber mit Beckedahls Seit­en­hieb auf Robin Mey­er-Lucht:

Bei Robin Mey­er-Lucht wusste ich vor allem nicht, ob er aus Sicht sein­er Ver­lags­ber­ater-Tätigkeit oder als E-Plus-Lob­by­ist gegen die Idee schießt, dass mal jemand Nutzer­in­ter­essen, die in der Regel diame­tral zu den Inter­essen von Robin Mey­er-Luchts Auf­tragge­bern ste­hen, in Form ein­er in Zukun­ft vielle­icht schlagkräfti­gen Organ­i­sa­tion vertreten möchte.

Wobei man nicht ver­schweigen soll­te, dass der Fragesteller Mar­in Maji­ca hier alles andere als kri­tis­ch jour­nal­is­tis­ch agiert, denn dieser Antwort ging fol­gen­der Satz voraus:

Robin Mey­er-Lucht vom bekan­nten Blog Carta.info wirk­te fast schon belei­digt, dass er nicht dabei ist.

Also wed­er Fragesteller noch Befragter gehen von ein­er sach­lich berechtigten Kri­tik Mey­er-Luchts am Vere­in Dig­i­tale Gesellschaft aus.

Zum besseren Ver­ständ­nis: Auf dem von Mey­er-Lucht dem als offen­er Diskus­sion­splat­tform ein­st vorgestell­ten Blog carta.info waren kurz nach Vorstel­lung des Vere­ins Dig­i­tale Gesellschaft drei gegen diese Ini­tia­tive gerichtete Artikel erschienen. Ich hat­te das hier kri­tisiert, was — um es der Voll­ständigkeit hal­ber anzugeben — von @netzpolitik retweet­et wur­de.

Zumin­dest sieht man aus dem bish­er Vorge­fal­l­enen, dass Beckedahl in der kom­fort­ableren Lage ist, in Zeitungsin­ter­views gegen seine Kri­tik­er vorzuge­hen, während die dies nur in eige­nen Blogs machen kön­nen. Überzeu­gend ist dies aber nicht: Wed­er ist es ein­leuch­t­end, dass die dün­ne FAQ-Seite des Vere­ins die Kri­tik­er besän­ftigt hät­te, noch dass es wün­schenswert sei, dass Sascha Lobo mit sein­er Kri­tik an dessen Kri­tik­ern

vie­len ins Gewis­sen gere­det

habe. Dazu ist schlicht zu wenig Inhalt in dem, was Lobo sagt. Man muss aber schließlich auch nicht Inhal­te ern­sthaft vertreten, um bei Anne Will zu lan­den, son­dern plaka­tive Sätze raus­pusten. Eine Kri­tik, die besagt, dass Sach­poli­tik schlecht dargestellt wird, bliebe somit unange­tastet.

Ich hal­te auch her­zlich wenig vom Ausspruch Fefes, dass man den Vere­in Dig­i­tale Gesellschaft nicht weit­er kri­tisieren solle, weil sich da Leute engagieren. Sofern Kri­tik berechtigt ist, darf man das weit­er­hin gerne tun. Das sagt Fefe irgend­wie auch, wenn er schreibt, dass man den Vere­in nach seinen Taten beurteilen soll. Wenn der Vere­in in Per­son von Beckedahl den Anfang mit einem Lob­by-Bash­ing von Mey­er-Lucht und seinem Blog macht, ist das irgend­wie befremdlich, so ver­ständlich es ist.

Was ich noch sagen wollte zum… Bashing der Digitalen Gesellschaft durch Carta.info

Ich woll­te nichts drüber schreiben, wirk­lich nicht. Aber so langsam soll­te man wohl selb­st als Nichtzus­tim­mender dieser Ini­tia­tive der Ini­ti­ta­tive Rück­endeck­ung geben. Was ist über­haupt auf der re:publica passiert, dass da ger­ade in der Blog­ger­land­schaft ein solcher Sturm vorherrscht?

In Per­son von Markus Beckedahl ist ein etwas geheimniskrämerisches Pro­jekt in der Eröff­nungsver­anstal­tung der re:publica vorgestellt wor­den, das einen Vere­in vor­sieht, der als eine Art Lob­by­grup­pe die Inter­essen von Inter­net­nutzern gegenüber anderen Lob­by­grup­pen vertreten möchte. Dahin­ter ste­ht wohl eine gewis­se Ent­täuschung über Parteipoli­tik, so wie sie derzeit in Deutsch­land vorherrscht. Die würde ich auch teilen. Hier ist also die Frage aufgestellt: Gibt es eine Alter­na­tive zu herkömm­licher Parteipoli­tik? Die Antwort aus Rich­tung netzpolitik.org ist, dass eine der­ar­tige Lob­b­yarbeit für einzel­ne The­matiken sin­nvoll ist, sofern für die Einze­lak­tio­nen eine gute Trans­parenz beste­ht.

Der erste Sturm der Kri­tik besagte, dass es doch eine Anmaßung sei, wenn man in Berlin wie auf ein­er Kaf­feefahrt auftrete und die Besucher der re:publica als repräsen­ta­tive Inter­net­ge­mein­de anspreche und als solche unter den Dachver­band Dig­i­tale Gesellschaft unter­brin­gen woll­te. Dass diese Kri­tik die Netzpolitik.org-er so über­rascht hat, zeugt nicht ger­ade von ein­er guten Vor­bere­itung auf das erwart­bare Feed­back von ange­sproch­enen Inter­net­nutzern.

Aber ehrlich gesagt: Mehr passende Kri­tik ist da auch nicht. Man darf in Deutsch­land Vere­ine mit bes­timmten, abseg­nen­baren Zie­len und Namen grün­den. Und dafür darf man auch wer­ben. Auch auf den selb­stor­gan­isierten Ver­anstal­tun­gen. Man darf das so naiv machen, wie es in Berlin rüber gekom­men ist, soll­te sich dann aber nicht über die belächel­nden Blicke wun­dern: Die Zuhör­er ab einem gewis­sen kri­tis­chen Niveau kriegt man so nicht.

Aber diese aggres­sive Kam­pag­ne, wie sie carta.info ger­ade vom Stapel lässt, ist in ihrer derzeit­i­gen Form schon bemerkenswert:

Erst lässt man da unter dem Deck­man­tel der Diskus­sionsvielfalt dem CDU-MdB Peter Tauber Platz für eine Mei­n­ungsäußerung, die sach­lich klin­gen soll, aber let­zten Endes in ätzen­der Polemik ertrinkt:

Schon in den Sitzun­gen der Enquete-Kom­mis­sion wur­de deut­lich, dass die „Elite“ um Markus Beckedahl gar keine Lust hat, das eigentliche Ziel zu erre­ichen, näm­lich bre­ite gesellschaftliche Kreise für das The­ma Net­zpoli­tik zu begeis­tern. Man kocht lieber ein eige­nes Süp­pchen und hofft vielle­icht auf den einen oder anderen Talk­showauftritt.

Mei­n­ungsvielfalt ist gut und schön. Aber Carta.info instur­men­tal­isiert sich hier für rein­ste Dem­a­gogie. Weit­er geht es dann mit Ste­fan Rosin­ski:

Da ist es wieder: das Vere­in­swe­sen, auf das sich „gene­sen“ so wun­der­bar reimt und in dem sich die Deutschen seit jeher ihren Staat im Staate eröff­nen kön­nen – allerd­ings als eine Form der Gemein­schafts­bil­dung, deren Regel­w­erk mit dem aggres­siven Roman­tizis­mus Carl Schmitts mehr zu tun hat als mit Hegels (der Gesellschaft abstrakt gegenüber­ste­hen­den) „Not- und Ver­standesstaat“.

Toll. Herr Rosin­ski hat Hegel und Carl Schmitt gele­sen. Aber das Lesen hat bei Rosin­ski nur zu Name­drop­ping geführt. Man kann da oben auch von der Aggres­siv­ität der Tele­tub­bies gegen über der von Bernd, das Brot, reden. Da kommt der­sel­be Sinn raus. Oder Rosin­ski möchte, dass man den mod­er­nen Staat an Hegel als Ide­al aus­richtet.

Um es mit dem Sozi­olo­gen Dirk Baeck­er zu sagen: „Eine Kul­tur stellt Inter­pre­ta­tion­sspiel­räume zur Ver­fü­gung, ein Gedächt­nis der Gesellschaft mit Blick auf eine offene Zukun­ft.“ Dabei funk­tion­iert sie dur­chaus ges­pal­ten: Sie set­zt ein­er­seits alle Prak­tiken der Gesellschaft kontin­gent (also rel­a­tiv) und ver­wis­cht gle­ichzeit­ig das Ange­bot durch kontin­gen­zkom­pen­sieren­de Werte. Wo dieses Gle­ichgewicht wankt, weil die Insis­tenz auf den Wertekanon steigt, schwinden die Spiel­räume, und aus der Kul­tur ein­er Gesellschaft wird die Uni­for­mität ein­er Gemein­schaft.

Ja, ich ärg­ere mich auch jeden Mor­gen nach dem Auf­ste­hen über dieses ver­wis­chte Ange­bot kon­ti­gen­zkom­pen­sieren­der Werte. Dann set­zte ich meine Prak­tiken wieder auf nicht-kontin­gent und dann geht’s wieder. Wer solche Sätze schreibt, der will nicht aufk­lären, nur auf dicke Hose machen. In diesem Fall eben mit aufge­blähter Wis­senschaftlichkeitssim­u­la­tion.

Robin Mey­er-Lucht meint dann, so ein biss­chen kann man noch weit­er auf der Bash­ing-Welle gegen die Dig­i­tale Gesellschaft Trit­tbrett fahren, und schreibt:

Pop­ulis­mus wäre noch das Ger­ing­ste, was man so ein­er Posi­tion vorhal­ten kön­nte. Sie ist auf fatale Weise blind dafür, dass es im poli­tis­chen Prozess nicht darum geht, allein die Nutzer­in­ter­essen zu max­imieren. Es geht darum das All­ge­mein­in­ter­esse zu max­imieren. Im All­ge­mein­in­ter­esse sind ziel­ge­naue und effizien­te Regel­sys­te­me, die gesellschaftliche Gesamt­wohlfahrt steigern, gesellschaftliche Ziele erre­ichen und dabei für einen Inter­esse­naus­gle­ich sor­gen. Die Inter­essen der Nutzer sind dabei ein wichtiger Fak­tor aber nicht der alleinige.

Fatal. WIR WERDEN ALLE STERBEN! Das, worüber Mey­er-Lucht schreibt, ist der plumpe Util­i­taris­mus, und der herrscht ja ger­ade nicht vor in Deutsch­land. Daneben zeigt sich Mey­er-Lucht unfähig genau das her­auszuheben, was er eigentlich sagen möchte: Denn wieso ist denn das All­ge­mein­in­ter­esse nicht das Nutzer­in­ter­esse? So wie er da ste­ht, ist der Satz hohl.

Aber okay, immer­hin lachen kon­nte man zum Schluß des Artikels:

An der­ar­tiger Kom­plex­ität von gesellschaftlichen Regelungssys­te­men aber scheint die “Dig­i­tale Gesellschaft” kaum inter­essiert. Sie macht lieber die Inter­essen ander­er lächer­lich (“Wirtschaft­slob­by­is­ten”) und insze­niert sich als Sprachrohr. Das ARD-Nacht­magaz­in geht dem fataler­weise auch noch auf den Leim.

Fatal. WIR WERDEN ALLE STERBEN! Dass Mey­er-Lucht das für kom­plex hält, was er da geschrieben hat, finde ich den eigentlichen Brüller.

Nein, nein. Natür­lich wirkt der Auftrit dieses neuen Vere­ins etwas naiv. Wer sich aber über den Namen aufregt, soll­te sich auch darüber aufre­gen, dass sich die FDP frei­heitlich nen­nt, ob wohl sie nur das für frei erk­lären, was sie gut find­en. Man soll­te aber zugeste­hen, dass bei Net­zpoli­tik als poli­tis­chem The­ma die Lat­te ein gewiss­es Höhe schon erre­icht hat. Und bei Carta.info ist die Lat­te nur deswe­gen nicht geris­sen, weil man unter der Lat­te her gekrabbelt ist.

Was man zur Dig­i­tal­en Gesellschaft vielle­icht noch sagen soll­te: Man muss mitein­beziehen, dass dieses Pro­jekt als kri­tis­che Reak­tion auf das So-sein der heuti­gen Poli­tik gese­hen wird. Daher wäre es also kein sin­nvoller Schritt, als Parteipoli­tik­er dem aktuel­len poli­tis­chen Sys­tem zu fol­gen, son­dern entwed­er sich gegen das Sys­tem zu stel­len oder auf andere Weise poli­tis­ch zu agieren, sofern diese Weise poli­tis­ch legit­im ist. Sin­nvolle Kri­tik an den Mach­ern der Dig­i­tal­en Gesellschaft soll­te also entwed­er eine Vertei­di­gung des Parteien­sys­tems in Deutsch­land als poli­tis­chem Sys­tem sein oder die Ein­schätzung, man solle sich gegen dieses Sys­tem stel­len.

Guten Morgen

morgenkaffee

Im Taxi-Blog berichtet Torsten davon, dass die Nach­wei­h­nacht­szeit im Taxi am Mon­tag schon sehr skuril begann.

Mar­io Six­tus schreibt bei Car­ta über das geforderte Leis­tungss­chutzrecht von Ver­legers­seite.

Friedrich Küp­pers­busch plädiert für die Ver­wen­dung des neuen Wortes Win­ter­loch:

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/040473/040473_140551.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Erwartet uns bah­n­tech­nis­ch eigentlich ein Sil­vester­chaos? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Opera will, dass Browser-Erweiterun­gen stan­dar­d­isiert wer­den. Das kön­nte lustig wer­den, für den Benutzer allerd­ings nur fre­undlich.

Der Vor­sitzen­de der Jun­gen Union. Philipp Mißfelder will keine weit­ere, belas­ten­de Zuwan­derung mehr nach Deutsch­land. Sen­si­bil­ität für die Begriffs­find­ung in der Union — bis heute eine Unbekan­ntheit.

Bei Car­ta schreibt man, dass Rafael Hor­zon meint oder out­et oder so, dass Helene Hege­mann sein Buch geschrieben habe.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer??? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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