Lesezeichen vom 5. Februar 2019

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Multichannelaktivgedanken

Endlich mal wieder Experten im Käseblatt! Heute soll Internetkompetenz vorgegaukelt werden, na denn mal los: Wie schaut’s denn aus mit den Internetaktivitäten von Firmen in Ibbenbüren?

Für Korte und Geografin Laura Bednarowicz, für deren Bachelorarbeit über die digitale Präsenz in Innenstädten die Erhebung im vergangenen März entstand, ist nicht alles gut.

Nicht alles gut? Na, macht jemand mit beim Trinkspiel: Für jeden Bullshit-Satz einen heben?

Besagtes Potenzial muss nicht immer gleich der Onlineshop sein, sagt Korte. „Und es muss nicht jeder alles anbieten“, ergänzt Bednarowicz.

Heppa!

„Aber ich muss da sein, wo meine Zielgruppe ist“, sagt Korte.

Deswegen liefert McDonald’s auch nach Hause. Heppa!

Korte warnt davor, soziale Medien zu unterschätzen: „Wer in den wichtigen Netzwerken wie Facebook oder Instagram nicht aktiv oder im Internet gar nicht auffindbar ist, wird es zukünftig noch schwerer haben.“

Der digitale Getränkemarkt, der ist sowas von am Kommen: Heppa!

„Wer (…) in Zukunft weiterhin am Markt bestehen will, muss sich aktiv Gedanken über seine Multi-Channel-Strategie machen.“

Aktivdenken und Multivitaminchanneln gilt für zwei: Heppa! Heppa!

Auch hätten viele Unternehmen in Ibbenbüren das Potenzial der sozialen Netzwerke noch nicht für sich erkannt.

Heppsala!

„Gastro-Betriebe sollten sich ihrer steigenden Bedeutung für die City bewusst werden.“

Kann Bedeutung überhaupt steigen? Egal: Heppa!

64% der Dienstleister haben keinen Instagram-Account, keine Rede davon, wer diesen auch pflegt:

„Haben das Potenzial von Instagram erkannt.“

Ja, wer solche Experten zur Hand hat, die lieber Hohlphrasen und Buzz-Words absondern, anstatt irgendeine verständliche Erklärung zu liefern, der sollte selbst nicht vor bodenlosen Analysen zurückschrecken:

Denn dass Boris Becker uns in einem Werbespot überrascht mitteilte, er sei „drin“, ist bereits 20 Jahre her. Dass man nun, 2019, konstatieren muss, dass je nach digitaler Plattform, mindestens jeder dritte regional tätige Innenstadtbetrieb in Ibbenbüren noch nicht „drin“ ist, kann sich zum Problem auswachsen. Denn: In der fortschreitenden Transformation des Handels ins Digitale könnten diejenigen, die nicht „drin“ sind, schnell die werden, die bald „weg“ sind.

Gönau! Entweder das oder sie bleiben! Hepschala! Boris Becker ging damals über AOL rein. AOL ist als Internetzugangsanbieter seit 2007 „weg“.

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Lesezeichen vom 2. Februar 2019

 

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Die SPD, seit jeher ängstlich darauf bedacht, nicht mit Kommunisten verwechselt zu werden, hat denn auch ihre Opposition gege die konservativen Strategien der kapitalistischen Parteien nie lange durchgehalten. Ein Trauerspiel mit open end.

Heinrich Hannover (aus: Die Republik vor Gericht 1954–1974. Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts, 1998, S. 80f.)

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Lesezeiche vom 30. Januar 2019

 

  • Vergebliches Werben um den “Brentrance”. Großbritannien und Europa 1967 | APuZ “Bei den folgenden deutsch-französischen Konsultationen im Juli unterstrich de Gaulle seine Haltung mit den Worten, dass Großbritannien gegenwärtig “was seine Lebensart betrifft, seine Weise, sich Lebensmittel zu beschaffen, sein Währungssystem, seine Kapitalbewegungen, seine Stellung in der Welt, seine Beziehungen zum Commonwealth, sein Verhältnis zu den Vereinigten Staaten” anders geartet sei als die sechs Gemeinschaftsstaaten; Großbritannien müsse erst “europäisch” werden, bevor es der Gemeinschaft beitreten könne.”
  • H. P. Baxxter liest Thomas Bernhard. 1 CD — Perlentaucher Dieser Welterfolg ist wohl an mir vorbei gegangen.

 

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Guten Morgen

11 Milliarden US-Dollar hat es gekostet, dass Donald Trump mal einen Rückzieher macht. Dafür wiedererstarken die Demokraten.

Fefe hat da ungute Neuigleiten, was die Sicherheit von Posteo angeht.

Lars Sobiraj hat für sein Blog mal einen kriminellen Mordraubkopierer interviewt, bekam deswegen Besuch von der Polizei, deren Initiative jetzt wohl abgeblasen wurde.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie viele Rückzieher Trumps kann Amerika eigentlich finanziell verkraften? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Guten Morgen

Ich hab ja doch noch ein paar Facebook-Accounts, weil ich dort mal Seiten eingerichtet habe, und Zugriff darauf haben wollte, wenn Facebook mal aus irgendwelchen Gründen ein Profil sperrt. So nun auch wieder geschehen, ich loggte mich mit einem derartigen Zugang ein und erhielt die Meldung, ich solle doch bitte eine Kopie eines Lichtbildausweises hochladen, dann bekäme ich wieder Zugang zu Facebook. So viel mal zum Thema Datenschutz bei Facebook. Vielleicht wurde dieser Account ins Visir genommen, weil er wenige Freunde und wenige eigene Beiträge hat, insofern könnten andere Accounts von mir sicher sein. Aber auch die sind nicht außer jeder Gefahr deaktiviert zu werden. Dann nutze ich jetzt Accounts, die ich vorher kaum genutzt habe, und solche gar nicht, die ich gerne behalten möchte, um nicht ins Visir zu geraten. Hoffentlich schreckt diese Handhabung andere Nutzer auch ab, die Seite zu benutzen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Datenschutz und Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, ist lobenswerterweise jetzt auch im Fediverseunterwegs, und schreibt im Tagesspiegel, welche Informationen Autos nicht weiterleiten dürfen.

Und während ich mir die Frage stelle: Was sagt es über Facebook aus, dass es dereinst ein hippes Image hatte und nun beim Versuch, dieses zu erhalten, so bieder daherkommt wie jedes andere rücksichtslose Kapitalisierungsunternehmen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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David Baddiel – The secret purposes

David Baddiel ist in Großbritannien bekannt als Comedian und Mitschreiber von “Football’s coming home”. In Deutschland leider etwas unbekannt ist die Tatsache, dass Baddiel drei ganz wundervolle Bücher veröffentlich hat, die außer dem letzten auch in deutscher Sprache erschienen sind. “The secret purposes” schildert biographisch angehaucht das Schicksal seines Großvaters, der im Dritten Reich mit seiner Frau aus Deutschland nach England flieht und dort wegen kommunistischer Ansichten interniert wird. Das Buch ist einfach großartig. Baddiel kann Geschichten erzählen und dabei kommen in seinen Sätzen immer Knackpunkte vor, die einen stutzen lassen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Büchern Baddiels kommt hier zwar Humor kaum vor, aber man vermisst ihn auch nicht — dazu ist die Geschichte zu interessant. Der beste Baddiel bislang, aber auch das sage ich nach jedem seiner Bücher.

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Lesezeichen vom 27. Januar 2019

  • wiedertaeufer.ms: Der Mann, der Björn Höcke enttarnte Der Münsteraner Soziologe Andreas Kemper untersuchte Texte des Pseudoyms Landolf Ladig und hält es für das Erzeugnis Höckes.
  • wn.de: „Fotos nicht über soziale Medien weiterleiten“
    Hysterie in der Provinz endet in strafbarer Selbstjustiz

    Nach Auskunft des Polizeisprechers wurden die Grundschüler von einem Asylbewerber angesprochen, der erst seit kurzer Zeit im Lande und der deutschen Sprache bislang nicht mächtig ist. Er soll auf der Straße zuerst erfolglos Erwachsene und später dann auch die Kinder kontaktiert haben. Hintergrund sei gewesen, so Bode weiter, dass der Mann noch nie in seinem Leben Schnee gesehen habe. Deshalb habe er jemanden bitten wollen, ein Foto von ihm nebst Schnee darauf zu machen.

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