Guten Morgen allerseits!

Lesezeichen vom 23. September 2015

  • Radren­nen auf der Krim: Stille Annex­ion “Rus­s­land lässt auf der Krim ein Radren­nen aus­tra­gen – und Fahrer von der Hal­binsel starten mit rus­sis­cher Lizenz. Der Rad­sportver­band UCI erken­nt die rus­sis­che Annex­ion der Krim an – und schweigt. ”
  • Die Vertrei­bung aus New York ins Paradies “Immer mehr Kün­stler und Hip­ster sind nicht mehr bere­it, Wucher­preise für Wohn­löcher in Man­hat­tan zu zahlen. Sie fliehen in die Städtchen ent­lang des Hud­son River und ver­wan­deln sie in das neue „Hip­stur­bia“. ”

Lesezeichen vom 22. September 2015

Lesezeichen von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee Die erste Ernüchterung hat sich bei Blendle eingestellt, das heißt besser bei mir. Und das hat weniger mit Blendle zu tun als mit der Qual­ität der ange­bote­nen Tex­te. Zwar ärg­ert mich an Blendle, dass ich keine Artikel empfehlen kann, die ich in ein­er gekauften Zeitung gele­sen habe, denn ich werde mir den Artikel ja nicht extra kaufen, nur um ihn empfehlen zu kön­nen (oder machen das wirk­lich Leute?). Aber wieso soll­te sich sowas nicht ändern lassen?

Vielle­icht kann man das am Artikel im Tagesspiegel deut­lich machen, der von einem Flüchtling han­delt, der das erste Mal das Okto­ber­fest besucht. Eine nahe­liegen­des Jour­nal­is­tik­stück über ein Alien, das auf eine andere Welt trifft: Bay­ern. Und dann liest man den Anfang des Tex­tes und alles klingt nach ein­er Sch­ablone, die eine Jour­nal­is­te­nazu­bine unbe­hen­de anlegt. Das Witzig­ste ist noch, das unter dem Anreißer ange­boten wird, den Text auf Blendle anzuk­lick­en, und wenn man ger­ade bei Blendle ein­gel­og­gt ist, kauft man den auch schon direkt. Aber anson­sten ernüchtert sowas den Leser nur. Zumin­dest wenn ich der Leser bin.

Ich habe mal Ern­st Tugend­hat getrof­fen und er erzählte von lang­weili­gen The­men, mit denen Stu­den­ten auf ihn zuka­men, worauf er sie fragte, ob sie nicht etwas Inspi­ra­tiveres hät­ten.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man dem deutschen Jour­nal­is­mus in sein­er kap­i­tal­is­tis­chen Been­gung noch Leben zurück­geben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 21. September 2015

R.i.p. Antonie Kamerling (1966–2010)

Von seinem Tod habe ich auch nichts mit­bekom­men, er stimmt einen dann doch trau­rig: Vor fünf Jahren nahm sich Antonie Kamer­ling (“Hero”), an bipo­lar­er Störung lei­dend, das Leben. Junge.


Was haben wir geschwoft zu dem Lied. Jet­zt hat es einen bit­teren Beigeschmack, bleibt aber schön.

Lesezeichen vom 20. September 2015

  • Warum Flüchtlinge nach Deutsch­land wol­len | Nachrichten.at “Geld führt kaum ein Flüchtling als Grund an. Das Konzept des Wohlfahrtsstaats ist den meis­ten fremd. Asylpoli­tik und flüchtlingspoli­tis­che Regelun­gen wie Schutzquoten und Ver­sorgungsleis­tun­gen bee­in­flussten die Entschei­dung nur eingeschränkt, berichtet auch das BAMF.”
  • Why I’ve nev­er run ads on Script­ing News Dave Win­er: “I see run­ning ads on my blog as pick­ing up loose change that’s fal­l­en out of peo­ples’ pock­ets. I want to hit a home run. I’m swing­ing for the fences. Not pick­ing up lit­ter.”
  • Markus Kom­pa: Ver­fas­sungss­chutz manip­ulierte Parteien “In einem Vor­ab­bericht zu Keine neue Gestapo der His­torik­er Con­stan­tin Goschler und Michael Wala ver­rät der SPIEGEL (Print) ein sen­si­bles Staats­ge­heimnis der Inlandss­pi­one: Deren Nei­gung zum Gesetz- und Ver­fas­sungs­bruch, die in den 1950er und 1960er Jahren ein erschreck­endes Aus­maß annahm.”
  • Das Pro­jekt „Refugee Phrase­book“ “Sprach­liche Flüchtling­shil­fe: In einem viralen Kraftakt ist das „Refugee Phrase­book“ ent­standen ”
  • Car­olin Emcke: Heimat “Was aber “Heimat” ist oder sein kön­nte in ein­er Ein­wan­derungs­ge­sellschaft, wie sicher oder unsicher, wie offen oder geschlossen, das ist weniger gewiss. Heimat ist das, wovon man aus­ge­ht. […] Der Begriff der Heimat taugt nicht als rhetorisches Vehikel der Aus­gren­zung, denn jede Heimat ist immer schon hybrid und dynamis­ch, sie verän­dert sich in jed­er Geschichte, die über sie erzählt wird.”

Lesen, um zu ärgern

Ingrid Noll hat anfang des Monats der Süd­deutschen Zeitung ein Inter­view gegeben, in dem sie sagte:

bis heute finde ich Schreiben pein­lich. Jed­er kann lesen, was man so denkt. Schreck­lich!

Ich will mal nicht umkrem­peln, was sie gesagt oder gemeint hat. Jeden­falls finde ich für meine Wenigkeit das Gele­sen­wer­den an sich nicht schlimm. Im Gegen­teil. Je mehr das lesen, desto besser. Man liest eh immer alleine. Wann find­en sich schon mal Grup­pen zusam­men und wet­tern als Gemein­we­sen gegen einen Text, den sie alle­samt gele­sen haben? Vor der bloßen Quan­tität an Lesern schrecke ich mich nicht, aber da bin ich ger­ade sowieso auf der sicheren Seite.

Was ich im Inter­net schwieriger finde, ist die Erwartung der Attacke auf Geschriebe­nes. Dass Leute sich belei­digt auf­führen und mit Belei­di­gun­gen und Trotzreak­tio­nen meinen, zu ihrem Recht zu kom­men. Leute, die sich als Leser eine Unfair­ness ges­tat­ten, die sie einem Schreiber im höch­sten Maße moralis­ch ankrei­den. Im kleinen Kreise darf man reden, aber auf ein­er Inter­net­seite schreiben, das gehört sich nicht. Ich ver­stän­de es ganz gut, wenn Ingrid Noll solche Leute bei ihrer Bemerkung auf dem Schirm hat­te.

Solche Leute kön­nen ganz schön ner­ven. Weniger dadurch, dass sie recht haben, denn auf intel­li­gen­te Weise wider­legt zu wer­den ist eher bere­ich­ernd als ver­störend. Mehr dadurch, dass man es mit Unbelehrbaren zu tun hat, die nur ihrer Verärgerung Aus­druck ver­lei­hen wol­len. Das gipfel­te mir gegenüber mal in der Äußerung, ich kön­ne ja sehr gut argu­men­tieren, aber son­st… Ich hät­te das böse gemein­te Kom­pli­ment gerne zurück­gegeben, aber nach dem son­st kam nichts mehr.

Ich habe Blogs immer gemocht, weil man Kom­men­ta­toren her­aus­fordern oder eben abschreck­en kon­nte. Wenige Kom­mentare zu einem Beitrag sind da nicht Ausweis eines schlecht­en Tex­tes. Manch­mal ist dar­in Zus­tim­mung zu sehen, aber natür­lich nicht immer.

Und den­noch nagt es im eige­nen Hin­ter­stübchen, so dass man unkt, man solle den einen Gedanken, den man ger­ade hat, vielle­icht doch nicht veröf­fentlichen, weil es einige ärg­ert. Was ein dum­mer Gedanke: Diejeni­gen zu scho­nen, die Bös­es auf der Agen­da haben. Daher zögerte ich auch lange, Blog­beiträge kom­plett direkt auf Face­book zu stel­len. Soll­ten doch nur diejeni­gen die Sachen lesen, die in der Lage waren, sich durchzuk­lick­en.

Gestern stell­te ich die hierzuge­hörige Face­book-Seite um, so dass hier geschriebe­nes Wort für Wort auf die Face­book-Seite gelangt. Warum soll man dem geneigten Leser unnötig Stöck­er in den Weg leg­en? Gle­ich auf den erste neue Beitrag wur­de viel öfter reagiert. Sol­len die, die sich unbe­d­ingt ärg­ern wol­len, doch ärg­ern.

Lesezeichen vom 19. September 2015

Lesezeichen von heute

Bastelei des Tages: Ich hat­te bei der zu dieser Seite gehöri­gen Face­book-Seite eine Weit­er­leitung von Twit­ter angelegt, wobei ich das Inter­es­san­teste fand, dass unter den Beiträ­gen immer der Twit­ter­nane stand. Das hat man bei Face­book wohl geän­dert. Jet­zt stört mich eher, dass auf der Seite immer nur so abge­hack­te Twit­ter-Beiträge ste­hen und haue ein­fach mal den Inhalt dieser Seite als Text irgend­wie gän­zlich auf die Face­book-Seite. Mal schauen, wie das ausse­hen wird.

Lesezeichen vom 18. September 2015

  • PK vor Biele­feld Der Train­er des SC Freiburg Chris­tian Stre­ich zum The­ma “Flüchtlinge”.
Dezember 2016
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