Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Der Widerstand gegen Stuttgart21 im Netz

Zwar war da viel Geme­cker über die re:publica 11, was größ­ten­teils auf eine gewis­se Groß­spu­rig­keit zurück­zu­füh­ren ist, aber ein paar weni­ge gute Vor­trä­ge waren dabei: Neben dem Global-Voices-Vortrag, dem Gespräch über Infor­ma­ti­ons­frei­heit zäh­le ich auch die­sen dazu: Die Mit­or­ga­ni­sa­to­ren des Pro­tes­tes gegen Stutt­gart 21 erzäh­len davon, wie aktu­el­le Pro­test­kul­tur auf schwä­bi­sche Pro­vinz trifft:

Guten Morgen

Morgenkaffee

Jus­tiz­mi­nis­te­rin Leutheusser-Schnarrenberger möch­te, dass für Snip­pets, das sind zitat­ar­ti­ge Kurz­aus­zü­ge von Nach­rich­ten­sei­ten, wie sie bei Goog­le gefun­den wer­den kön­nen, gezahlt wer­den soll.

Ste­fan Nig­ge­mei­er hat auf den Euro­pean Song Con­test rück­bli­ckend mal aus­ge­rech­net, wie jeweils West- und Ost­eu­ro­pa ihre Punk­te ver­teilt haben.

Bei der Süd­deut­schen Zei­tung zeigt man sich sehr irri­giert, wie sich Peer Stein­brück als Kanz­ler­kan­di­dat der SPD anbiedert.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer­den dann auch bald Über­schrif­ten schütz­bar? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Doktorschwund bei der FDP

Am Anfang des heu­te enden­den FDP-Parteitags war neben dem dort inhalt­lich belie­big ver­wen­de­ten Wort Frei­heit auch oft von Neu­an­fang die Rede. Das ist schon des­we­gen nicht so leicht ver­ständ­lich, weil bei der FDP die­sel­ben Gesich­ter ein­fach nur neue Pos­ten beklei­den. In die­sem Zusam­men­hang schrieb ich:

Das ist zuge­ge­ben nicht all­zu hell­se­he­risch, ange­sichts des­sen, dass die Pla­gi­ats­un­ter­su­chungs­platt­form Vro­ni­plag bis­her eine Tref­fer­quo­te von 100% hat. Und da taucht nun ein wei­te­rer Poli­ti­ker auf: Der Euro­pa­par­la­men­ta­ri­er Jor­go Chat­zi­marka­kis von der FDP.

Der mein­te als Reak­ti­on auf die Vor­wür­fe, auf mehr als 20% der Sei­ten der Dok­tor­ar­beit befän­den sich Pla­gia­te, dass er drei Arten zu zitie­ren ange­wen­det habe. Als Erwi­de­rung der Vor­wür­fe ist das, sagen wir mal, unpassend.

Aber mal ehr­lich: Wenn jemand den aller­ers­ten Satz sei­ner Dis­ser­ta­ti­on schon nicht sel­ber schreibt und unkennt­lich lässt, wo und von wem die­ser eigent­lich stammt: Wol­len Sie in so einem Fall über Pla­gi­at und Nicht­pla­gi­at noch ernst­haft diskutieren?

Guten Morgen

Morgenkaffee

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter de Mai­ziè­re soll mit sei­nem Amts­vor­gän­ger Gut­ten­berg abge­rech­net haben. Quel­le dafür ist der Spie­gel, bei des­sen Dar­stel­lun­gen man inzwi­schen aber von phan­ta­sie­vol­len Aus­le­gun­gen aus­ge­hen darf. Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um dementiert.

Georg Häf­ner wird selig gespro­chen.

Im Iran wur­de einem ver­ätz­ten und blin­den Säu­re­at­ten­tats­op­fer gewährt, ihren Pei­ni­ger zu blen­den. Kurz vor Voll­stre­ckung wur­de die­se ver­scho­ben.

Der Euro­pean Song Con­test 2011 wur­de von Aser­bai­dschan gewon­nen. Düs­sel­dorf ver­pass­te es, dem Event eine pas­sen­de Par­ty für die ESC-Besucher zu orga­ni­sie­ren, so dass das kal­te Wet­ter vie­le nicht in die Lan­des­haupt­stadt zog. Der über­hyp­te ESC selbst fand wie­der zur gewohn­ten Lan­ge­wei­le und zu unver­ständ­li­chen Bewer­tun­gen zurück. 

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Und die­ser ESC soll sich nun für Düs­sel­dorf gelohnt haben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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  • Schen­gen: Die Rück­kehr der Grenz­kon­trol­le | Poli­tik | ZEIT ONLINE — Für über­zeug­te Euro­pä­er ist es eine Hor­ror­vi­si­on: die Rück­kehr Euro­pas ins Zeit­al­ter der Schlag­bäu­me. Genau dar­um geht es, wenn die EU-Innenminister an die­sem Don­ners­tag zu einem Son­der­tref­fen in Brüs­sel zusam­men­kom­men und dar­über bera­ten, wel­che Aus­wir­kun­gen der Zustrom ille­ga­ler Flücht­lin­ge aus Nord­afri­ka für das schran­ken­lo­se Euro­pa hat. Auf­ge­schreckt sind sie durch die Ankün­di­gung der däni­schen Regie­rung, dem­nächst wie­der Grenz­kon­trol­len einzuführen.
  • Nach dem Tod von Gun­ter Sachs: Ein töd­li­cher Irr­tum — Abend­zei­tung Mün­chen — Mit einem erschüt­tern­den Abschieds­brief begrün­de­te Gun­ter Sachs sei­nen Frei­tod – aber Fach­leu­te sind ent­setzt und war­nen: Nie­mand kann bei sich selbst Alz­hei­mer feststellen.
  • Fefes Blog — Wir hat­ten glau­be ich in Alter­na­tiv­los mal geschil­dert, wie die im Osten zu Besu­chen von hohen Funk­tio­nä­ren die Fas­sa­den am Fahr­weg neu gestri­chen haben, damit es für den Funk­tio­när so aus­sieht, als funk­tio­nie­re der Sozia­lis­mus. Wit­zi­ger­wei­se gibt es das Phä­no­men auch im Wes­ten. Der Arti­kel beschreibt, wie Staats­rats­vor­sit­zen­der Wulff die frän­ki­sche Pro­vinz besucht, und wie man sei­nen Weg und Blick­win­kel anhand der neu­ge­stri­che­nen Wän­de nach­voll­zie­hen kann.
  • Cor­ny Litt­mann: “Fußball-Transfers sind moder­ner Men­schen­han­del” | Sport | ZEIT ONLINE — Der ehe­ma­li­ge St.-Pauli-Präsident Cor­ny Litt­mann redet über zwie­lich­ti­ge Bera­ter und kri­mi­nel­le Machenschaften.

Die eigentlichen Sieger — Faktencheck

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Wer sich heu­te noch fort­wäh­rend sel­ber auf die Schul­ter klopft, weil die Roten auf dem Müll­hau­fen der Geschich­te gelan­det sind, wird über die eigent­li­chen Sie­ger erst dann nach­den­ken, wenn Coca Cola einen Sitz in der UNO beansprucht.

(aus “So wahr mir Geld hel­fe” von Scott Turow)

Fak­ten­check:

Next month Sar­ko­zy plans to bring poli­ti­ci­ans from around the G8 — the eco­no­mic forum that Fran­ce foun­ded in the 1970s which inclu­des the U.S., Japan, Rus­sia, Ger­ma­ny, the U.K., Cana­da and Ita­ly (and, of cour­se, Fran­ce its­elf) — and get them in the same room as some of the tech­no­lo­gy industry’s most power­ful figu­res. Names on the guest list inclu­de Eric Schmidt of Goog­le, Jack Ma of Ali­ba­ba, Jeff Bezos of Ama­zon and Facebook’s Mark Zuckerberg.

Die Ärger-mich-nicht-Maschine

Lää­äängst bekannt, den­ken jetzt sicher eini­ge. Fast.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Es ist die alte Lei­er: Da tre­ten Poli­tik­ver­ei­ni­gun­gen als die neu­en Sau­ber­män­ner im poli­ti­schen Gesche­hen auf, und dann sind es Schmier­fin­ken delu­xe: Bei ProN­RW darf man erst­mal 3000€ auf den Tisch legen, um auf deren Lis­te zu kommen.

Ste­fan Nig­ge­mei­er beschreibt die Befind­lich­kei­ten der alten Eurovision-Song-Contest-Haudegen als ste­hen­ge­blie­be­ne, ver­klä­ren­de Nost­al­gie und hält sei­ne Inter­pre­ta­ti­on dage­gen, wie der ESC eigent­lich ist. Dabei waren die Lie­der beim ESC vor Jah­ren in der Tat bes­ser. Wer kennt schon noch den Sie­ger­ti­tel von 2009. Oder 2008. Oder 2007.

Groß­ar­ti­ge Idee von Mat­thi­as Dell: Die Kon­tro­ver­se um die Aberken­nung des Egon-Erwin-Kisch-Preises an René Pfis­ter im Spiegel-Stil zu par­odie­ren.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie­viel Kri­tik­ver­ar­bei­tungs­po­ten­ti­al hat der Spie­gel denn noch, um etwas zu ändern? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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