Linktipp: schneckenradio.de.

Was ich noch sagen wollte… zu Adelstiteln

Kurz aufgeschwappt ist in Deutsch­land vor kurzem ja die Diskus­sion über Adel­stitel. Für das Thema lei­der wurde es nur von den Linken aufgenom­men.

Adel­stitel sind in der Tat eine über­holte Dif­feren­zierung von Bürg­ern in beson­dere und nor­male und als solche schlichter Unfug.

Aber er hält sich. So zu sehen beim Poli­tolo­gen Jür­gen W. Fal­ter. Dieser meinte über das derzeit­ige Nichtver­wen­den seines Dok­tor­grades seit­ens Gut­ten­berg:

Der Mann trägt einen 1200 Jahre alten Titel; er braucht den Dok­tor­titel nicht.

Zunächst ein­mal ist der Dok­tor­grad oder die Dok­tor­würde kein Titel. Das sollte jemand, der befähigt ist, Pro­mo­tio­nen zu begleiten, eigentlich wis­sen. Eine zweite Sache ist, dass Gut­ten­berg den Dok­tor­grad sehr wohl gut gebrauchen kann, schlicht, weil er kein Jurist mit 2. Staat­sex­a­men ist, d.h. nicht als Anwalt prak­tizieren kann. Mit einem Dok­tor­grad kann man eine anson­sten kaum zu nutzende Aus­bil­dung doch noch halb­wegs krö­nen.

Aber zurück zum Thema: Adel­stitel als Titel, als Zusätze zum eigentlichen Namen sind Mumpitz. Weg damit!

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  • Karl-Theodor zu Gut­ten­berg: Meis­ter des Bluffs | ZEIT ONLINE — Er räumt vorder­gründig Fehler ein, er übern­immt demon­stra­tiv Ver­ant­wor­tung. Per­sön­liche Kon­se­quen­zen zieht er nicht. Schuldig? Er doch nicht! Er ist ein Meis­ter des Bluffs und der Selb­stvertei­di­gung.
  • Überblick, Herr Wet­ten­gel! — # Die Regierung warnt, Kinder und Jugendliche sol­len im Inter­net nicht ihre richti­gen Namen angeben.<br />
    # Die Regierung lehnt Namens- oder son­stige ein­deutige Kennze­ich­nung von Polizis­ten bei Demon­stra­tio­nen ab.<br />
    # Dieselbe Regierung findet es unhöflich, im Inter­net Nicks („Phan­tasien­amen“) zu benutzen.
  • TV-Kri­tik „Maybrit Ill­ner“: Gottschalk sprachlos, Ill­ner beschädigt | FR-Fernsehkri­tik — Frank­furter Rund­schau — Ute Bier­nat kon­terte Maybrit Ill­ners Frage nach dem „Unter­schicht­en­fernse­hen“ mit der Gegen­frage, was sie damit eigentlich meine. Und brachte Ill­ner damit schwer ins Schlingern. Sie stot­terte erst „na, die Ärmeren“, sprach dann von den „Hartzern“ und machte somit für alle sicht­bar, wie wenig sie von den vie­len Zuschauern weiß, die jen­seits des Poli­tain­ments ein unter­halt­sames Fernse­hange­bot suchen.<br />
    <br />
    So viel hätte doch klar sein müssen: Bei einer Sendung, die die Frage erörtern will, wohin die öffentlich-rechtliche Unter­hal­tung mit und ohne Gottschalk treiben wird, ist eine unab­hängige Sachde­batte von vorne herein aus­geschlossen. Denn das ZDF ist ja maßge­blich betrof­fene Partei!
  • Gut­ten­berg hat fremde Ini­tialen ent­fernt | RP ONLINE — Offen­sichtlich hat der Min­is­ter nicht nur abgeschrieben, son­dern auch seine Spuren ver­wis­cht.
  • Pla­giat­saf­färe: Die Fehler des Herrn Gut­ten­berg | ZEIT ONLINE — Das ist die Botschaft des Boule­vards: Was sind schon ein paar geklaute Absätze? Und das Blatt hätte Recht, wenn es nicht den entschei­den­den Rest des Gedanken ver­schwiege: Was sind schon ein paar geklaute Absätze ver­glichen mit all den Fehlern, die sich Karl-Theodor zu Gut­ten­berg im Laufe seiner nicht allzu lan­gen Kar­ri­ere als Vertei­di­gungsmin­is­ter geleis­tet hat?

Guttenberg klaut bei Studienanfänger

So, langsam wird das lustig, aber richtig lustig. Die Mit­teldeutsche Zeitung ver­meldet, Gut­ten­berg habe bei einem Stu­di­en­an­fänger geklaut. Laut der Zeitung han­delt es sich im Fol­gen­den um eine Gegenüber­stel­lung der Dis­ser­ta­tion Gut­ten­bergs und einer Grund­kur­sar­beit aus dem Jahr 2003:

Frieden, ihre Werte, das Woh­lerge­hen ihrer Völker fördern” und let­ztlich “Nach­haltige Entwick­lung auf der Grund­lage eines aus­ge­wo­ge­nen Wirtschaftswach­s­tums und sozialer Gerechtigkeit” (CONV 528/03) definiert Gis­cards Entwurf die Ziele der europäis­chen Union. Auch wenn die For­mulierung vie­len sozialen und umwelt­poli­tis­chen Nichtregierung­sor­gan­i­sa­tio­nen als zu schwammig beze­ich­net wird, soll­ten diese Zielvor­gaben nicht unter­schätzt wer­den. Vielle­icht wer­den die aus der Nach­haltigkeit abgeleit­eten Prinzip­ien der Sol­i­dar­ität und Gen­er­a­tio­nen­gerechtigkeit ein­mal die europäis­che Antwort auf das amerikanis­che Ver­fas­sungsziel “life, lib­erty and the pur­suit of hap­pi­ness”.

Die Textpas­sage hielt Gut­ten­berg offen­bar für so gelun­gen, dass er diese fast wort­gle­ich auf S.358 über­nahm, gekürzte lediglich um den Zwis­chen­satz:

Frieden, ihre Werte, das Woh­lerge­hen ihrer Völker fördern” und let­ztlich “nach­haltige Entwick­lung auf der Grund­lage eines aus­ge­wo­ge­nen Wirtschaftswach­s­tums und sozialer Gerechtigkeit”. [1023] So definiert bere­its Gis­cards Entwurf die Ziele der europäis­chen Union. Vielle­icht wer­den die aus der Nach­haltigkeit abgeleit­eten Prinzip­ien der Sol­i­dar­ität und Gen­er­a­tio­nen­gerechtigkeit ein­mal die europäis­che Antwort auf das amerikanis­che Axiom und Ziel “life, lib­erty and the pur­suit of hap­pi­ness”.

So, und nun mal eben alle die Hand hoch, die glauben, dass Gut­ten­berg die Dis­ser­ta­tion sel­ber geschrieben hat.

Hat Guttenberg vorsätzlich Zitate nicht gekennzeichnet?

gutundschoen

Karl-Theodor Gut­ten­berg verzichtet auf seinen Dok­tor­grad bis zum Ergeb­nis einer Prü­fung der Uni­ver­sität Bayreuth, was rechtlich nichts aus­sagt.  Nehmen und geben kann eine Dok­tor­würde in Deutsch­land nur eine Uni­ver­sität. Die Uni­ver­sität hat der­weil eine schriftliche Stel­lung­nahme des CSU-Poli­tik­ers einge­fordert. Er betonte, möglicher­weise nicht-ken­ntlich zitiert, aber nicht vorsät­zlich Zitate nicht gekennze­ich­net zu haben.

Genau das hält man bei der Rheinis­chen Post, die anson­sten nicht im Ruf steht, zu CDU-kri­tisch zu sein, inzwis­chen für möglich: Die Zeitung ist auf eine Textstelle in Gut­ten­bergs Pro­mo­tion gestoßen, die unken­ntlich und unter Aus­las­sung des im Text gegebe­nen Tex­tau­tors, über­nom­men wurde.

Insofern ist Gut­ten­berg vielle­icht nicht ganz so gut beraten, derzeit keine sach­liche, öffentliche Stel­lung­nahme abzugeben, während die Kri­tik an seiner Arbeit in Quan­tität und Qual­ität heftiger wird.

The Ginger Bon Jovi

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  • Inter­net-Law » Brauchen wir mehr Belei­di­gun­gen im Netz? — Was die Mei­n­ungs­frei­heit im Netz wirk­lich beein­tächtigt, ist nicht das Ver­bot andere Men­schen mit Aus­drücken wie “Arschloch” tit­ulieren zu dür­fen, son­dern das Vorge­hen gegen unbe­queme Blog­ger und Betreiber von Mei­n­ungs­foren, weil von ihnen kri­tis­che Tat­sachen­be­haup­tun­gen wiedergegeben, weit­er­ver­bre­itet oder auch nur gehostet wer­den.
  • Bun­desregierung will alle Alleen platt machen — Es geht um die ““Richtlinie für pas­siven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rück­hal­tesys­teme” aus dem Verkehrsmin­is­terium, wonach Bäume in 7,5 Meter Abstand zur Straße ste­hen. Begrenzt man die Geschwindigkeit auf 80 km/h, sol­len es immer noch 4,50 Meter sein. Das bedeutet das AUS für 90.000 Bäume in Deutsch­land
  • Fefes Blog — Der BGH findet, Erken­nt­nisse aus der unzuläs­si­gen Vor­rats­daten­spe­icherung dür­fen ver­wen­det wer­den. — Den­noch finde ich diese Entschei­dung furcht­bar, wie ich generell furcht­bar finde, dass es hier nicht wie in Amerika völ­lig klar geregelt ist, dass Beweise nicht ver­w­ertet wer­den kön­nen, wenn sie ille­gal erlangt wur­den. So wer­den unsere Straf“verfolgungs“behörden nie einen Anreiz haben, sich auf legale Ermit­tlungsmeth­o­den zu beschränken.
  • Apples Bericht über asi­atis­che Zulief­erer: Kinder­hände bauen am iHype mit — taz.de — Der kali­for­nische Com­puter- und Handykonz­ern Apple hat die Kri­tik von Nichtregierung­sor­gan­i­sa­tio­nen (NGOs) an aus­beu­ter­ischen und gefährlichen Arbeits­be­din­gun­gen bei seinen Zulief­er­ern zum Großteil bestätigt. Zum Teil sind die Zustände, auf die Apple-Vertreter in 127 Betrieben in Asien, den USA und der tschechis­chen Repub­lik stießen, sogar schlim­mer und zahlre­icher als Arbeit­srechts- und Umwel­tor­gan­i­sa­tio­nen zuvor beklagt hat­ten.
  • Tschüss FAZ und SZ — man bedim len? — Die FAZ und die Süd­deutsche wol­len nicht ver­linkt und nicht zitiert wer­den. Ich für meinen Teil werde dieses Ansin­nen, auch wenn es abstrus ist, Folge leis­ten: FAZ und Süd­deutsche wer­den für mich im Google News nicht mehr auf­tauchen, so daß ich nicht mehr aus Verse­hen einen von diesen ungeliebten Zitat sehen werde und auch nicht mehr aus Verse­hen über den Newsag­gre­ga­tor dort lande.
  • Veröf­fentlichte E-Mails: Der Super-DAU bei der NPD | Frank­furter Rund­schau — die Veröf­fentlichun­gen bestäti­gen ein Image, das die NPD bei vie­len noch mil­i­tan­teren Recht­saußen ohne­hin hat: das einer leicht vertrot­tel­ten Ses­selpupser­bande, die nicht mal in der Lage ist, ihre Kom­mu­nika­tion zu sich­ern – geschweige denn die „nationale Rev­o­lu­tion“.
  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Horn­bach will keine Nazis – Hand drauf! — Als Ursula Dauth am Mon­tag­mor­gen ihr Email­post­fach auf­machte, traute sie ihren Augen kaum. Ein aufge­brachter Dres­d­ner Bürger hatte der Horn­bach-Press­esprecherin Fotos vom Nazi­auf­marsch am Son­ntag geschickt. Zwis­chen „Bombenholocaust“-Transparenten und Fah­nen­schwenk­enden Neon­azis im Skelet­tkostüm ist dort deut­lich das orange Logo der Bau­mark­tkette zu erken­nen. Die Recht­sex­tremen hat­ten aus­gerech­net einen Horn­bach Miet­laster zum Laut­sprecher- und Büh­nen­wa­gen umfunk­tion­iert. Eine gewisse Komik birgt die ganze Geschichte trotzdem. Denn mit der Last­wa­gen­mi­ete haben die Neon­azis ohne es zu wis­sen indi­rekt Pro­jekte gegen Recht­sex­trem­is­mus unter­stützt.
  • Fefes Blog . Merkels Friedens­medaille — Obama hat Angela Merkel und George HW Bush die Pres­i­den­tial Medal of Free­dom ver­liehen. Ob ihr das pein­lich ist, wenn sie wie eine transat­lantis­che Spe­ichel­leck­erin rüberkommt? Nicht nur ihr, wie es aussieht. Tagess­chau? Nichts. Das ehe­ma­lige Nachricht­en­magazin? Nichts. Aber “Bild”, “Welt” und “Focus” haben was. Und das Min­dener Tage­blatt. Da sieht man recht gut, welchen Ver­la­gen zu große USA-Nähe pein­lich ist und welchen noch nicht.
  • Es wird ein Pla­giatsvor­wurf gegen Vertei­di­gungsmin­is­ter Gut­ten­berg geprüft
  • Taube aus Ost­west­falen taucht in China auf | Neue West­fälis­che
  • Noch ein Gebühren­mod­ell (Kul­tur, Medien, NZZ Online) — Deutsche Presse­häuser wol­len ihre Online-Ange­bote stärker schützen. Ein Leis­tungss­chutzrecht soll dies ermöglichen. Doch es gibt Kri­tiker. Sie kom­men in der deutschen Presse wenig zu Wort. Einer äussert sich im fol­gen­den Beitrag.

Mario Kart ist wieder da

BadKen — Rüdiger

Für sowas bin ich ja auch immer zu haben:

Rüdi­ger by Bad­Ken

Guttenbergs Doktorarbeit im Vergleich


Bei der Süd­deutschen Zeitung kann man einige Stel­len seiner Dok­torar­beit, die unter Pla­giatsver­dacht ste­hen, ver­gle­ichen. Ein weit­erer, geistre­icher Satz findet sich in der NZZ am Son­ntag. Gut­ten­berg sagte der NZZ:

Dem Ergeb­nis der jetzt dort erfol­gen­den Prü­fung sehe ich mit grosser Gelassen­heit ent­ge­gen. Ich habe die Arbeit nach bestem Wis­sen und Gewis­sen ange­fer­tigt.

Soso. Das Neusprech für Wis­sen und Gewis­sen ist also Copy und Paste.

Aktu­al­isierung

Bei der Welt hat man zudem eine Stelle am Anfang der Arbeit aus­gemacht, die einem Text von Bar­bara Zehnpfen­nig aus der FAZ ent­nom­men wurde. Zusam­men mit den von Fis­cher-Les­cano aufge­führten Stel­len (Ober­müller, Marxner, Haller, Wass­ner, Volk­mann-Schluck, Nettesheim, Vaubel, Burghardt) han­delt es sich bisher also um 9 Zitate fremder Autoren.

Die CSU sieht durch die Nähe von Fis­cher-Les­cano zur SPD einen rein poli­tis­chen Angriff auf den Min­is­ter der Vertei­di­gung gegeben, dabei ist der Vor­wurf, wie oben zu sehen, nicht von Pappe.

Gut­ten­berg selbst findet die Vor­wurfe abstrus und möchte lediglich prüfen, ob

vere­inzelt Fußnoten nicht oder nicht kor­rekt gesetzt sein soll­ten

Aktu­al­isierung 17.02.
Der Spiegel präsen­tiert heute vier weit­ere Autoren (US-Botschaft, Schwab, Kühn­hardt, Casper).

Guten Morgen

morgenkaffee

Und immer wieder die CDU und ihre merk­würdi­gen Dok­torar­beiten: Prof. Dr. Andreas Fis­cher-Les­cano wirft heute Vertei­di­gungsmin­is­ter Gut­ten­berg vor, in seiner Dok­torar­beit plagi­iert zu haben. Kon­trol­liert wer­den soll das nun von Prof. Diethelm Klip­pel. Ich finde Dok­tor­grade in den Rechtswis­senschaften ja eh albern, die erset­zen doch nur ein Adel­stitel­getue. [Aktu­al­isierung: Die bean­stande­ten Stel­len.]

Google-Chef Eric Schmidt erk­lärt, warum Google aus­gerech­net in Deutsch­land investieren und ein wis­senschaftliches Zen­trum auf­bauen will.

Friedrich Küp­pers­busch behan­delt mal das Wort Reform:
[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/042677/042677_147906.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Hilft Google ein guter Ruf Deutsch­lands irgend­wie? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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