Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Kon­stan­tin Neven DuMont, von Beruf Sohn, liest das Buch von Wal­ter Kohl, Sohn von Hel­mut, als Abrech­nung mit der Bun­desre­pub­lik.

Im Aus­land attestiert man Gut­ten­berg schon Führerkult: Also kri­tik­lose Fans, Anti-Intelleku­tal­is­mus, gescheit­erte Beruf­saus­bil­dung… Das ist natür­lich Quatsch, Merkel kann dem ja immer noch den Stecker ziehen, auch wenn sie ger­ade eher leise Töne anschlägt. Ach nee, das hat­ten wir ja auch schon mal.

Wis­senschaftler hal­ten Gut­ten­bergs mit summa cum laude bew­ertete Pro­mo­tion inzwis­chen auch unab­hängig von den Pla­giaten für allen­falls mit­telmäßig. Die Uni Bayreuth steht derzeit ohne­hin auf­grund der gewählten Form der Aberken­nung des Dok­tor­grades in der Kri­tik. Man hatte das Ver­wal­tungsver­fahrens­ge­setz zur Aberken­nung bemüht, nicht die Pro­mo­tion­sor­d­nung, um Gut­ten­berg keine vorsät­zliche Täuschung vor­w­er­fen zu müssen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer schützt Gut­ten­berg eigentlich vor der Union? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Unterschätzte Paare der Weltgeschichte: Adam & Eva

Guten Morgen

Morgenkaffee

Mit Fefe und Netzpolitik.org rufen zwei der meist­ge­le­sen­sten Blogs Deutsch­land zu einer Schuh-Aktion gegen den Verbleib Gut­ten­bergs im Amt auf. Tre­ff­punkt 12.30 Uhr Pots­damer Platz, an der his­torischen Ampel in Berlin.

Ulrich Horn findet klare Worte für den aktuel­len Zus­tand der CDU: Parteirä­son und eine viel zu dünne Per­son­aldecke über­lagern dort Recht und Anstand.

Apro­pos klare Worte: Die Band Wir sind Helden ist von der Wer­beagen­tur Jung & Matt Jung von Matt ange­fragt wor­den, ob sie nicht bei der kom­menden Promi­nente-wer­ben-für-die-Bildzeitung-Kam­pagne für einen guten Zweck mit­machen wol­len und die Antwort von Sän­gerin Judith Holofer­nes lässt wohl nichts zu wün­schen übrig:

Liebe Wer­be­agen­tur Jung von Matt,

bzgl. Eurer An­fra­ge, ob wir bei der ak­tu­el­len Bild –Kam­pa­gne mit­ma­chen wol­len:

Ich glaub, es hackt.

Die Bild­zei­tung ist ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit einer Agen­da.

Die Flip­pers hören auf. Grund genug für die Besucher von Steffis Bistro, ein­mal gründlich durchzud­isku­tieren, was auf die Jubiläums-CD 42 Jahre Flip­pers drauf muss:

[audio:http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2956/AU-20110223–1855-1801.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Fal­len mir eigentlich auf Anhieb fünf Titel der Flip­pers ein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Was ich noch sagen wollte… zum Lex Guttenberg

Es ist ein ver­dammt hoher Preis, den die CDU für Gut­ten­berg zu zahlen bereit ist. Sie ver­ab­schiedet sich von ihrem Bil­dungsideal und dem Begriff der Integrität. Der Ver­stoß gegen einen der ele­men­tarsten Bil­dungs­grund­sätze, das Aus­geben frem­den geisti­gen Eigen­tums als das eigene, stellt für die CDU keinen Grund für poli­tis­che Kon­se­quen­zen dar, wiewohl doch das eine wie das andere poli­tisch ist.

Um diesen Preis für den Erhalt Gut­ten­bergs im Amt zahlen zu kön­nen, wirft die CDU gle­ich einen weit­eren Begriff mit über Bord: Den Begriff der Integrität. Mit diesem Begriff hat vor einem Jahr, als der vor­let­zte CDU-Bun­destagstagsab­ge­ord­nete seinen Dok­tor­grad able­gen musste, der zuständige CDU-Kreisver­band begrün­det, weswe­gen man nicht fordere, dass der Abge­ord­nete sein Man­dat abgibt. Man sei von seiner Integrität überzeugt, das heisst, man sei überzeugt, dass er nicht lüge, dass es eine Ein­heit gibt von Poli­tiker und Pro­movent, die sich nicht wider­spricht.

Die CDU hebelt nun diese Ein­heit aus, indem man unter­schei­det zwis­chen Gut­ten­berg, dem Vertei­di­gungsmin­is­ter, und Gut­ten­berg, dem Pro­moven­ten: Ver­fehlun­gen des Pro­moven­ten Gut­ten­berg haben nichts zu tun mit dem Vertei­di­gungsmin­is­ter.  Diese neue Unter­schei­dung sagt ja nichts anderes aus, als: Selbst wenn es einen Wider­spruch gibt zwis­chen dem, wofür Gut­ten­berg als Pro­movent steht, und dem, wofür Gut­ten­berg als Wirtschaftsmin­is­ter ste­hen soll, so ist dieser Wider­spruch für die Arbeit des Wirtschaftsmin­is­ters irrel­e­vant.

Das neue Lex Gut­ten­berg lässt sich daher auch so for­mulieren: Ver­fehlun­gen eines Abge­ord­neten wer­den dann ignori­ert, wenn dessen Pop­u­lar­ität der Partei nützt und ein Verzicht auf diese Pop­u­lar­ität der Partei schadet. Es ist ja vor­rangig diese Pop­u­lar­ität, mit der CDU und CSU Gut­ten­berg vertei­di­gen. Es steht nie­mand auf und vertei­digt das Vorge­hen des Pro­moven­ten Gut­ten­bergs. So wenig, wie es bisher irgen­deinem kon­ser­v­a­tiven Poli­tiker einge­fal­len wäre, einem SPD-Poli­tiker eine der­ar­tige Dis­ser­ta­tion­sposse durchge­hen zu lassen.

Die Abschied der Union vom Bil­dungsideal und dem Begriff der Integrität führt dazu, dass sie keine Glaub­würdigkeit mehr besitzt, wenn sie Poli­tik­ern anderer Parteien man­gel­nde Integrität oder Titel­be­trug vor­w­er­fen wol­len. Außer natür­lich, wenn man Ver­nunft und Logik ebenso über Bord wirft.

Dass Gut­ten­berg selbst diese Zweit­eilung nicht verin­ner­licht haben kann, zeigt ja schon, dass er seine Stel­lung­nahme an die Uni­ver­sität Bayreuth auf dem Brief­pa­pier des Vertei­di­gungsmin­is­teri­ums ver­fasst hat. Aber keine Sorge, auch das war sicher­lich nur ein Fehler. Und es gibt wichtigere The­men, mit denen man sich beschäfti­gen sollte. Wen inter­essiert schon Integrität, das Pfand der Poli­tiker?

Wilfried Schmickler — Positionswechsel

Katy Perry — vor und nach dem Rolling Stone Cover

Guten Morgen

Morgenkaffee

Kolja Rudzio bei der Zeit meint, dass die Verän­derun­gen bezüglich Hartz IV keine wesentlichen Verän­derun­gen für Hartz-IV-Fam­i­lien bedeuten.

Schöne Aus­sichten sind das: Das Vertei­di­gungsmin­is­terium macht in der “Bild”-“Zeitung” groß Wer­bung für die Bun­deswehr und zielt damit auf Geringaus­ge­bildete und Aus­län­der für eine neue Unter­schichten-Armee wie in den USA.

Vertei­di­gungsmin­is­ter Karl-Theodor Gut­ten­berg ist der­weil sein Dok­tor­grad aberkannt wor­den. Die Uni Bayreuth attestierte ihm indi­rekt damit, dass seine Arbeit eine vorsät­zliche Täuschung sei, denn das ist der einzige Grund nach der Pro­mo­tion­sor­d­nung, ihm den Grad zu entziehen[1]. Wäre Gut­ten­berg Stu­dent einer Bun­deswehr-Uni­ver­sität gewe­sen, hätte er mit dien­strechtlichen Kon­se­quen­zen zu rech­nen. Im Kabi­nett Merkel sieht das aber anders aus.

Zuvor gab es eine heftige Debatte im Bun­destag um Gut­ten­bergs Pla­giat. Für Karl Lauter­bach von der SPD stellt eine Kon­se­quen­zlosigkeit der Täuschung Gut­ten­bergs einen Damm­bruch bezüglich der Ern­sthaftigkeit wis­senschaftlichen Arbeit­ens dar.

Auch in Steffis Bistro ist eine Stel­lung­nahme ange­bracht:

[audio:http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2956/AU-20110222–1846-1401.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Was muss man für das Kabi­nett Merkel eigentlich noch anstel­len, um nicht min­is­te­ri­abel zu sein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

Die Pro-Guttenberg-Facebook-Gruppe

… ist Teil einer Blödzeitungskam­pagne. Und ich hatte mich schon über diese merk­würdi­gen Face­book-Pro­file gewun­dert, die irgend­wie nur wegen dieser Gruppe zu existieren scheinen. Wie Woel Sig oder Karl Napp oder  Karin Mert­ges oder Süley­mann Alla oder Katharina Müller Schweigt  oder Silke Hoff­mann oder Udo Walther oder Josef Kraus

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