Guten Morgen allerseits!

Oben-Ohne-Kaffee

In Wash­ing­ton ist man wohl der Mei­n­ung, Kaf­fee lasse sich besser oben ohne verkaufen. Vielle­icht weil so die Kund­schaft nicht mitkriegt, dass ihr Cap­puc­ci­no ger­ade mit Sprüh­dosen­schlagsah­ne gemacht wur­de. Jam­mie.

Making a Murderer

Rat­ing:

Mit­tler­weile kann man die Serie ja auch online anschauen. Es wird die Geschichte von Steven Avery erzählt, der in zwei Krim­i­nalfäl­len für schuldig gesprochen wur­de, wobei zumin­dest beim ersten Fall fehl entsch­ieden wur­de. Und auch der zweite Fall ist, wenn man die Fak­ten betra­chtet, höch­st zweifel­haft. Den­noch gibt es eine ein­deutige Entschei­dung der Jury, wonach er noch Jahrzehn­te hin­ter schwedis­chen Gar­di­nen zu hausen hat.

Die Serie an sich ist eine Mis­chung aus Doku­men­ta­tion und unaus­ge­goren­er Doku-Soap, was den Gesamtein­druck beein­trächtigt: Zwar wird deut­lich, dass das amerikanis­che Rechtssys­tem unge­mein hin­ter­wäld­lerisch daher kom­men kann. Belast­bare Kri­tik ergibt sich allerd­ings im Fall von Steven Avery nicht — dafür im Fall seines Nef­fen.

Insofern wird der Zuschauer bei aller Dra­maturgie mit sachgerechter Erörterung der Fälle im Stich gelassen.

Ein Moment, der bleibt

Flüchtlinge erzäh­len unter dem Hash­tag #Ein­Mo­ment­DerBleibt ihre Geschichte:

Moin

Morgenkaffee

Der Jon­gleur Mat Ricar­do berichtet über seine geplatzte Teil­nah­me bei der Guin­ness-Show im chi­ne­sis­chen Fernse­hen.

Ben schreibt mal run­ter, weswe­gen ihn der ganze Fan­ta­sykram so fasziniert.

Stef­fen Möller spricht über die aktuelle poli­tis­che Befind­lichkeit in Polen:

Es ist wohl eine ähn­liche Hys­terie wie in den neuen Bun­deslän­dern. Ger­ade weil man weniger Erfahrun­gen hat, sind die Äng­ste über­trieben groß.

Und während ich mir die Frage stelle: Weswe­gen inter­essiert mich der Fan­ta­sykram im Grun­de so gar nicht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Youp van ‘t Hek — Twitter

Ik hoop dat het op dit moment goed met hem gaat, we hebben nog meer van zulke ver­halen nodig:

  • Lit­er­aturkanon:  Ist ein Kanon Vielfalt? Ich glaube nicht | ZEIT ONLINE “Ein­er der zu kanon­isieren­den Autoren des 20. Jahrhun­derts, Har­ald Ger­lach, schreibt darüber: “Zu mein­er ersten öffentlichen Lesung im Grabfeld erscheint eine erzürn­te Prov­inzge­mein­schaft und wirft mir Nest­beschmutzung vor. Seit diesem Abend begreife ich das Nach­bar­dorf Bauer­bach, Schillers Exilort, als Syn­onym für ständig dro­hen­de Kon­se­quen­zen aus dem span­nungs­ge­lade­nen Ver­hält­nis zwis­chen Dichtern und ihrer Heimat. Der Lebenswert ein­er Region läßt sich nur erfahrbar machen, wenn ihre Exis­tenz anhand extremer Schick­sale prob­lema­tisiert wird. In ein­er solchen Nagel­probe kommt man der Land­schaft auf den Grund. Die außeror­dentlichen Gestal­ten sind das Beste, was sie zu bieten hat. Erträgt sie diese, so hat sie bestanden.””

So, mal wieder das jährliche Blogrollaufräu­men bewältigt. Die Bilanz in diesem Jahr: 17 Abgänge, vier Zugänge, vier Adressän­derun­gen. Das hängt etwas damit zusam­men, dass ich unter schneckenradio.de/sender ander­swo Pod­cast-Seit­en abgelegt habe. Zu ver­merken ist dann noch, dass Rome alias Rudi Rounders wieder mal ver­schütt gegan­gen ist. Junge, komm bald wieder.

Moin

Morgenkaffee Im Netz habe ich gestern gele­sen, dass sich jet­zt in Europa eine neue Verge­wal­ti­gungskul­tur etablieren würde. Schwarz­maler haben wohl derzeit Hochkon­junk­tur. Wie auch immer: Wir waren gestern in der Mit­subishi Elec­tric Hall in Düs­sel­dorf, in der vom Rus­sis­chen Staats­bal­lett Moskau — nicht zu ver­wech­seln mit dem Rus­sis­chen Nation­al­bal­lett oder dem Bolschoi-Bal­lett — Schwa­nensee gab. Sehr unter­halt­sam, großer Andrang und Friedlichkeit, wohin man schaute.

Georg Diez hat vorgestern im Spiegel ganz passend her­aus gehoben:

Es ist eben so vieles unklar, ger­ade an dem, was die hys­ter­ischen Wind­macher sagen. Was meinen sie mit der “gescheit­erten Inte­gra­tion”? Meinen sie, dass sie alles dafür getan haben, damit die Inte­gra­tion funk­tion­iert, heute und in der Ver­gan­gen­heit, und dass die Flüchtlinge, Migranten, Ein­wan­der­er, die nach Deutsch­land gekom­men sind, trotzig abgelehnt haben? Oder meinen sie, dass sie erkan­nt haben, dass zu wenig Ini­tia­tive, zu wenig Geld, zu wenig Herz auch für das aufgewen­det wur­de, was sie Inte­gra­tion nen­nen und andere Ein­wan­derung und für das es eigentlich längst ein mod­er­nes Ein­wan­derungs­ge­setz geben soll­te, das aber oft genau die ablehnen, die sich am lautesten über die gescheit­erte Inte­gra­tion beschw­eren?

Haben sie denn selb­st irgend­was dafür getan, dass die Inte­gra­tion klappt? Oder beschw­eren sie sich nur über etwas, das sie eh ablehnen? 

Damit gemeint haben kön­nte er den Chefredak­teur der West­fälis­chen Nachricht­en, der in den Ereignis­sen von Köln eine Zeit­en­wen­de sieht, auf die man schnöff tätää mit harten Strafen “mit ein­er erschüt­tern­den Abschreck­ungswirkung” reagieren müsse. So ist er halt, der Kon­ser­v­a­tive.

Und während ich mir die Frage stelle: Was treibt nur diese gehäs­si­gen Schwarz­maler immer so an? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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