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Belastung des historischen Gedächtnisses

Ab und zu lese ich ja mal nach, was im Feuilleton zu too much information steht, quasi hier so als Fachblog. Und da kam mir gerade dieses unter:

Ein Jahr später entgegnete eine Historikerin, die Gefahr bestehe gerade nicht im Gedächtnisverlust, sondern in der „Überlastung der Schaltkreise“ unseres historischen Gedächtnisses. Sie beschrieb damit jene Empfindung, die heute gerne als „too much information“ bezeichnet wird.

Also, äh, nein. Natürlich darf jeder jeden Begriff so verwenden, wie er es gerne mal, sofern er es zumindest einheitlich tut und undiskriminierend, geht das eigentlich in Ordnung. Insonfern kann too much information sicherlich für vieles stehen. aber für die Überlastung der Schaltkreise unseres historischen Gedächtnis? Was soll das denn überhaupt sein? Was ist ein historisches Gedächtnis und wie kann man es belasten? Habe ich es belastet, wenn ich ein Buch lese? Wenn ich historisch relevante Fakten vergesse, aber irrelevantere durchaus noch parat habe? Schmeißt es Infos raus, wenn irgendein Druck besteht?

Nein, nein, das ist schon konkreter Feuilletonunsinn.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Manchmal denkt man, es wäre gar nicht so viel los um einen herum, und dann merkt man, dass das auch damit zu tun haben könnte, dass man nicht genug informiert ist. Ich habe zwar in meinem Reader eine Düsseldorf-Rubrik, aber schreine ich die nur oberflächlich zu inspizieren – oder zum Herbst hin regt sich da was. Jedenfalls: Hier sind meine ersten Düsseldorfer Lesezeichen.

Hendrik beobachtet, wie man auf Stern.de mal schweigen wollte.

Lars fragt sich, wieso Amerikaner sich nicht einfach mal auf’s Rad schwingen, statt sich vom Auto abhängig zu machen.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist die Betulichkeit und das Testimonialisieren von Zeitungsreakteuern noch was anderes als Einschleimen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

  • Donald-Trump-Video: Gerechte Strafe für die Republikaner Veit Medick: "Nein, liebe Republikaner. Dass dieser Mann eher auf die Couch als ins Weiße Haus gehört, das ist nicht erst seit Freitagnachmittag klar. Jetzt so zu tun als sei man schockiert, zu was Trump fähig ist – das ist nicht weniger schockierend, als die Aufnahmen selbst."

Restaurantführer Düsseldorf

Essen zu gehen ist so eine Sache, da gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen. Die einen wollen viel auf die Gabel, die anderen ein Erlebnis, die einen wollen preiswert essen, die anderen schauen nicht so auf’s Geld. Einige sprechen auf trendig aufgemachte Etablissements an, andere fragen sich, was unter der Verpackung sein soll.

Wir sammeln unsere eigenen Erfahrungen mit dem Essengehen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt auf dieser Seite. Dabei ist zu beachten: Wer großen Hunger hat, kann da überall hingehen, wir haben bislang keine Lokalität ausgemacht, deren Essen unter aller Sau war. Wir unterscheiden zwischen der Preislage und der Art des Essens, insofern hätte man noch eigene Ranglisten nach Essensart und Preis machen können, aber bisher ist es ja noch übersichtlich genug.

Die Wertung ist sicherlich noch stark subjektiv, aber im Bemühen, gerecht zu sein und nur eine kleine Orientierung geben zu wollen. Man kann sicherlich einen sehr schönen Abend in einem Lokal zubringen, dass kulinarisch nicht der Rede wert ist. Wenn eine Rangliste aber gerade nach dem Kulinarischen geht, fällt eine gute Stimmung nur bedingt ins Gewicht. Und letzten Endes weiß man immer selbst am besten, wo es einem gefällt.

Proimas, James – 12 things to do before you crash and burn *Klokeltüre (23)

Dieser Schmöker ist eigentlich ein Jugendbuch, aber wegen seines Witzes und der Kürze seiner Einzelepisoden durchaus auch für Erwachsene Broiler interessant: Hercs Vater ist gestorben. Un weil er auf der Beerdigung als einziger den Mumm hat, zu sagen, das sein Vater ein Arschloch war, wird Herc zur Strafe zu seinem Onkel geschickt, der ihm wie seinem Namensgeber für die Zeit seines Aufenthalts 12 Tag für Tag abzuarbeitende Aufgaben stellt:

  1. Such dir eine Aufgabe.
  2. Finde den besten Pizzaladen der Stadt.
  3. Räum die Garage auf.
  4. Miste die Ställe auf der Riverbend Farm aus.
  5. Setz dich unter einen Baum und lies ein kompettes Buch.
  6. Begib dich an einen Ort der Huldigung und des Gebets.
  7. Geh zu sieben Bewerbungsgesprächen.
  8. Verbring den Tag mit großen Gedanken, Schreib sie auf.
  9. Iss eine Mahlzeit mit einem Unebkannten.
  10. Mach etwas für mich.
  11. Trag auf der Mitternachtslyriklesung im Blake’s Coffee Shop ein Gedicht vor.
  12. Beende deine Aufgabe.

Die Geschichten behalten dank guter Übersetzung von Uwe-Michael Gutzschhahn den mitunter schroffen Stil des Originals und erheitern durch wiederholte Aushebelung der Erwartungen des Lesers. Der aufheiternde Schmöker bekommt von fünf möglichen Klorollen:

Guten Morgen

Morgenkaffee

Seit ein paar Tagen sinniert Dave Winer über die Zukunft von Twitter und derzeit meint er, Twitter sei der Nachrichtenschauplatz unserer Zeit. Oder sowas in der Art. Ändert sich auch mal schnell bei ihm. Weil gerade der US-Wahlkampf stark auf Twitter grassiert. Nun ja. Ich komme gerade aus den USA und die Leute, die ich dort traf, hatten alle nichts mit Twitter am Hut. Aber in den Billignachrichten wurden Twitterschnipsel natürlich gerne verwertet. Nach der Zukunft sah das allerdings weniger aus.

In Brandenburg sind neue Akten zum V-Mann Piatto aufgetaucht. Man hatte wohl die Namen nicht zuordnen können. Einmal mit Profis.

Dietwald Claus, der Bruder von Gerwald Claus-Brunner, erhellt dessen Lebensgeschichte.

Und während ich mir die Frage stelle: Interessiert niemanden ein gemeinsamer Standard für Sozialmediendienste? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Dave Winer is searching for interesting blogs

Dave Winer is searching for interesting blogs to do a collection. I don’t know how that collection is going to look like, but if you’re interested to be collechted by him, just send him an e-mail.

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