- Wie verdient WordPress Geld? | WordPress & Webwork |
- FAZ und SZ gegen Perlentaucher: Das Urteil | Aus dem Urteil folgt, dass Formulierungen wie "weltanschauliches Anliegen" oder "langatmige Ausbreitung von Altbekanntem" künftig nur noch mit Vorsicht zitiert werden dürfen. Solche Formulierungen von Buchrezensenten waren von der FAZ und SZ im Verfahren gegen den Perlentaucher nun also mit gewissem Erfolg als besonders "originell", "einprägsam" oder "künstlerisch" dargestellt worden. Was genau man zitieren darf und was nicht und in welchem Umfang, wird sich erst aus der ausführlichen Urteilsbegründung ersehen lassen.
- Fefes Blog | Die Atommüllfässer im Atlantik laufen aus. Welche Atommüllfässer im Atlantik fragt ihr? Na die, die Deutschland dort versenkt hat.
- law blog» Archiv » Furztrocken | Während man in Köln mitunter lange auf einen Verhandlungstermin warten muss, widmet sich der Präsident des Landgerichts weiter wichtigen Dingen. Der Präsident des Landgerichts Köln täte gut daran, sich an die neue mediale Wirklichkeit zu gewöhnen.
- Wirtschaftskreislauf: Das Kilo für 1,20 Dollar | ZEIT ONLINE | ein entscheidendes Detail ist selbst dem Angestellten des DRK nicht bewusst: Es sind nicht die Hilfsbedürftigen der Welt, die von den Spenden leben, sondern eine global arbeitende und denkende Branche, die die Kleidung in einem knallharten Geschäft verkauft.
- Don’t Give Your Users Shit Work | Some people still like shit work. They can spend an hour moving Twitter accounts to special Lists, and then at the end of it look back and say “Boy, I spent an hour doing this. I really accomplished a lot today!” You didn’t. You did shit work.
- Sleep Talkin’ Man Is A Hit In Bed, Sort Of : Discovery News | Adam is described on his wife Karen's website as a "mild-mannered English husband." However, once asleep Adam becomes the Sleep Talkin' Man who lives a "colorful existence in his dreams." STM, as he is known on her blog, says some of the darnedest things (though they are definitely R-rated so be wary).

Das ist auch merkwürdig: Ich war der festen Überzeugung, mit Sicherheit schon mal etwas über Demokratie geschrieben zu haben. Witzig ist aber irgendwie, dass ich heute darüber schreibe und vor einem Jahr etwas über Spiegeldemokratie schrieb. Vielleicht wird das nun so eine Art Demokratietag, aber das durchzuhalten ist auch schon wieder so ein Ding.
Dieser Tage wird dauernd von Demokratie gesprochen, mich wundert, dass oftmals der Eindruck entsteht, dass diejenigen, die darüber schreiben, doch gar wenig über diesen Begriff wissen.
Da hat z.b. Jakob Augstein einen Artikel über Griechenland geschrieben, der interessant ist, weil er so bedeutungsschwanger daherkommt und doch 24 Stunden nach Veröffentlichung implodiert:
Papandreou hat Europa überrascht und die Märkte erschüttert. Aber er hat Griechenland seine Würde zurückgegeben und Europa dem Moment der Wahrheit näher gebracht, der unweigerlich eines Tages kommen wird.
Tja, und nun ist das Referendum abgeblasen, in der Augsteinschen Betrachtungsweise hat das griechische Volk seine Würde wieder verloren und kein Grieche beschwert sich darüber ernsthaft. Und dieses Wahrheitsgebrabbel ist nur defätistisches Blabla. Niemand versteht doch gerade ernsthaft, wohin die Reise geht.
Helmut Schmidt hat gesagt, Demokratie sei zwar die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit, aber in Deutschland sei es so, dass die Mehrheit auch wüsste, worüber sie zu entscheiden hat und worüber nicht. So hat das in meiner Erinnerung Denis Scheck wiedergegeben. Ich finde allerdings weder das Zitat bei Schmidt noch bei Scheck. Also, Entschuldigung, wenn die Wiedergabe falsch ist. Das Zitat legt allerdings nahe, dass die Minderheit der Mehrheit dankbar sein darf, dass sie so gütig ist, nicht alles zu entscheiden. Damit bleibt unser Staat grundsätzlich ein Unrechtsstaat. Ist das so?
Thomas Stadler fragt
Wie schockierend kann es für eine Institution wie die EU und ihre Mitgliedstaaten – die sich Freiheit und Demokratie auf ihre Fahnen geschrieben haben – eigentlich sein, wenn sich das betroffene
Mitgliedsland dazu entschließt, eine essentielle Frage demokratisch zu klären?
Oh, sehr schockierend, wenn es sich um Unrecht handelt, dass eine Mehrheit eine Minderheit diskriminiert. Überhaupt hat niemand den Griechen ein Mandat gegeben, unterm Strich über die Lage ganz Europas derart zu votieren, meint Michael Spreng, der ansonsten die Demokratiedebatte gerade für naiv hält. Das ist sie auch, aber man sollte dennoch einmal darüber zu sprechen kommen.
Bei Frank Schirrmacher liest man den gedanklichen Fehler, der die Demokratiedebatte gerade so erschwert: Es ist der heutige Demokratiebegriff, der sowohl den klassischen Demokratiebegriff als auch den Begriff des Rechtsstaates als Republik verinnerlicht. Was heisst das?
Der klassische Demokratiebegriff ist der, auf den schon Helmut Schmidt oben anspielt: Es ist das Mehrheitswahlrecht, in dem eine Mehrheit sich für oder gegen etwas entscheidet. Dies ist aber mitnichten eine Entscheidung darüber, was rechtens ist, was gerecht ist. Es ist nur die Entscheidung, was die Mehrheit will. Daher ist Demokratie, wäre es Staatsform, nach Kant völliges Unrecht, weil in jeder Entscheidung eine Minderheit diskriminiert wird. Für Kant kommt nur die Republik als Staatsform in Frage, weil sie den Rechtsstaat verkörpert, in einer rechtmäßig ausgeführten Systematik. Als Politikform kann man nun Demokratie noch einsetzen, aber nach Kant ebensogut eine Monarchie, es spricht zumindest zunächst einmal wenig dagegen.
Der heutige Demokratiebegriff beinhaltet nun eher diesen Republikbegriff Kants: Rechtsstaat plus Demokratie als Politikverfahren. Er beinhaltet aber nicht, wie Stadler denkt: Demokratie als Indikator rechtmäßigen Verfahrens, denn das kann ja immer noch unrecht sein. Bestimmte Fragen kann man aber durch Wehrheitswahlrecht abstimmen lassen, dem Regenten ist es aber auferlegt, bestimmte Fragen nicht durch Mehrheitswahlrecht klären zu lassen: Z.B. kann er den Rechtsstaat an sich nicht einer demokratischen Wahl überlassen. Es liegt nicht, wie Schmidt meint, in der Güte des Regenten, dies nicht zu tun, er hat das Recht nicht, dies zu tun.
Hat nun ein Politiker wie Papandreou das Recht, die Entscheidung über eine Wirtschaftszugehörigkeit über das Mehrheitswahlrecht entscheiden zu lassen? Ja, das hat er. Ratsam ist es wohl nicht. Einerseits hat kein Volk der Welt in Sachen Finanzkrise gerade soviel Wissen, dass es für eine vernünftige Entscheidung gerade ausreicht. Andererseits entscheidet so, wie man Michael Spreng zugestehen muss, ein Volk auch über das Schicksal anderer, wozu es kein Recht hat. Fraglich wäre, ob das politische Verfahren widerspruchsfrei ist, wenn zunächst kein Referendum über eine EU-Zugehörigkeit gemacht wird, im Zuge des Verfahrens dies aber erwogen wird.
Wenn Augstein, Schirrmacher und Stadler Papandreous Referendum demnach als rechtens und wünschenswert weil demokratisch bezeichnen, beziehen sie sich lediglich auf den klassischen Demokratiebegriff, nach dem in einem Staat dasjenige als Recht angesehen wird, was durch Mehrheitswahlrecht entsteht. Und darin liegt eben der Fehler: Eine solche Entscheidung kann Unrecht sein und hat mit dem, was rechtens ist, d.i. was aus vernünftigen Gründen Recht sein müsste, entscheidend nichts zu tun.
Auch schön
- Michalis Pantelouris kommentiert seinen Text damit, dass er für direkte Demokratie ist, aber nur, wenn sie nicht diskriminiert. Das aber kann mit der Demokratie als Staatsform ja gerade nicht ausgeschlossen werden.
- Fefe fragt nach einem deutschen Volksentscheid bezüglich der EU-Rettungspakete. Kann man machen, muss man aber auch nicht. Und das ohne Begründung.
- Für MSPRO ist die Entwicklung in Griechenland die Dekonstruktion der demokratischen Nation, wobei bei ihm Nation und Staat dasselbe ist. Das ist ebensolcher Wirrwarr wie “Papandreou konnte gar nicht anders”. 24 Stunden später kann er das sehr wohl.
[ Foto: Rachel Pasch - What part of... | CC BY-NC 2.0 ]
Die Türkei wird von einem Justizskandal erschüttert: Ein Gericht hatte die diversen Vergewaltiger einer 13jährigen frei gesprochen – sie hätte auch Nein sagen können.
Es ist auch nicht alles Kunst, was dafür gehalten wird: Putzfrau schrubbt Kunstwerk weg.
Ein Blick auf meine Diskussionen zeigt: Die re:publia darf man ruhig noch etwas inhaltlich diskutieren und ix kann eine Diskussion über Trolle, Kameras, Apple-Fanboys und Vorurteilen vom Stapel lassen, wenn er nur über seine Kamera redet.
Und während ich mir die Frage stelle: Was spricht eigentlich gegen Putzfrauen als Kunstindikatoren? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
- Der Euro in der Krise – China kauft sich die Welt zusammen – sueddeutsche.de | China, immer wieder China: Es vergeht keine Woche, in der dieser seltsame Zwitter zwischen Kommunismus und Kapitalismus nicht irgendwo auf dem Globus als wichtiger Investor auftaucht. Jetzt soll das chinesische Kapital Europa und den Euro stützen. Warum das immense Gefahren birgt.
- Entwicklungsministerium: Ex-Minister boykottieren Niebels Feier | ZEIT ONLINE | Die früheren Entwicklungsminister Bahr, Eppler und Wieczorek-Zeul werden nicht zur 50-Jahr-Feier ihres alten Ministeriums kommen. Grund ist die Arbeit ihres Nachfolgers.
Zumindest das Urteil ist interessant: Ein Polizist wird durch einen Bürger erschossen, dieser widerum wird wegen Notwehr in Annahme einer Gefahrensituation freigesprochen. Ich hatte gedacht, das wäre im deutschen Recht so nicht vorgesehen.
Es erinnert mich an eine Folge von Picket Fences, in der bewaffnete Polizisten eine Wohnung stürmen, der Wohnungsinhaber in Angst eines Überfalls zur Waffe greift und zwei Polizisten erschießt. Dort wird er freigesprochen, weil er berechtigt annehmen muss, dass die Polizisten auf ihn schießen, wenn er auf sie eine Waffe richtet, was der Fall war.
Das deutsche Urteil ist vergleichsweise noch weiterführend, indem es dem Beklagten einräumt, unter fälschlicher Annahme der Identität des Opfers eine rechte Handlung ausgeführt zu haben. Für eine weitere Diskussion müsste man mehr Einsichten in die Umstände haben.
Ich besitze eine Mailadresse der Form Vorname@Nachname.TLD. Für andere Zwecke habe ich mal Google Mail verwendet, dort aber diese Adresse nicht angegeben. Interessanterweise wird aber dem Google-Konto die VN-Adresse als Google-Plus-Kontakt angeboten. Ohne dass ich mich dort unter dieser Adresse angemeldet hätte und ohne dass ich selber diese Adresse in Google Mail eingespeist hätte, will sagen: Sie kommt nicht aus meinem Adressbuch. Mag sein dass jemand anders mir einmal eine Mail geschickt hat aus Google Mail heraus.
Dem Google-Plus-Nutzer X wird also angeboten, sich mit mir unter der Mailadresse VN zu verbinden. Erst dann merkt er, dass gar kein Google-Plus-Account unter dieser Adresse besteht. Ich kriege dennoch eine Mail, dass X mich zu Google Plus einladen würde, was X gar nicht beabsichtigt hat, sondern nur gedacht hat, ich wäre schon da.
Ich habe kein Problem damit, dass Leute meine Mailadressen irgendwo speichern. Ich möchte sie lediglich etwas vor Spam schützen. Der Umgang von Google mit derartigen Mailadressen befremdet mich daher etwas.
Die Taxi-Fahrer diskutieren über ihr jeweiliges Bezahlungssystem, was grundsätzlich schonmal sehr interessant ist.
Der Lord of War Victor Bout wurde verurteilt.
Den Chinesen ist erstmals ein Andockmanöver im All gelungen.
Eine Ära geht zu Ende: Der Marktanteil des Internet Explorers ist unter 50% gesunken.
Knuddelig ist anders: In Argentinien wurden Spuren eines Säbelzahneichhörnchens gefunden.
Friedrich Küppersbuschs Wort der Woche ist Schuldenschnitt:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Und während ich mir die Frage stelle: Kauft China irgendwann den Amerikanern deren Raumfahrtergebnisse ab? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Zumindest optisch: Die Zeilen verkleinern, die Leerräume verschwinden lassen, die Links wieder blau sein lassen und Inhalte wieder mit anderen teilen – all das ist über diese drei Schritte möglich.
Feedly bewährt sich zwar optisch, basiert aber weiterhin auf dem Google Reader. Auf diese Weise kommt man nicht so ganz los.
- Facebook sagt angeblich nicht die Wahrheit | ZEIT ONLINE | Eine technische Überprüfung durch den Hamburger Datenschutzbeauftragten legt nahe, dass Facebook Nutzer durchs Netz verfolgt, auch wenn sie keinen Account haben.
- Kontrapunkt: Was Erdogan und Sarrazin gemeinsam haben – Meinung – Tagesspiegel |
- Open Source: "Linux ist zu komplex geworden" | ZEIT ONLINE | Linus Torvalds, der Erfinder des freien Betriebssystems, fürchtet, dass irgendwann kein Entwickler mehr Linux versteht. Es müsse simpler werden, sagt er im Interview.
- Düsseldorf steht zur Hexenverbrennung | Telepolis | Die Düsseldorfer CDU hält es für unstrittig, dass die beiden verurteilten Frauen "in abergläubische Praktiken" verwickelt gewesen seien. Zudem bezweifelt man die Zuständigkeit des Rats für die Rehabilitation eines Justizmordes. Andernorts jedoch sieht man hierin kein Hindernis, es scheint wohl eher am politischen Willen zu liegen. Nicht auszuschließen ist, dass möglicherweise auch der Düsseldorfer Kulturdezernent vom Teufel geritten wurde. Das ließe sich ja leicht überprüfen …