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Die Top10-Tweets des Dezembers

mehr bei Anne Schüßler.

von der Lippe, Jürgen — Beim Dehnen singe ich Balladen * Klolektüre (22)

Jür­gen von der Lippes Schmök­er haben nicht sel­ten die Eigen­schaft, dass sie in der eige­nen Wieder­gabe nicht so lustig sind, als wenn der Autor selb­st sein Werk wiedergibt. Dahinge­hend scheint auch der etwas bräsige Titel dieses Schinkens zu ver­weisen. Allerd­ings soll­te man sich in diesem Fall nicht täuschen lassen: Der Enter­tain­er unter­hält den geneigten Leser dur­chaus gut mit absur­der Sit­u­a­tion­skomik — wenn auch die Geschicht­senden, von denen er anfangs schreibt, dass sie gut sein müssen, rei­h­nen­weise ent­täuschen.

Auch wenn die Geschicht­en in vor­ge­tra­gen­er Form erst ihren eigentlichen Reiz ent­fal­ten — das Hör­buch mit Car­olin Kebekus und Jochen Malmsheimer sei an dieser Stelle wärm­stens emp­fohlen-, gibt es für diesen gelun­genen, kurzwei­igen Schmök­er von fünf möglichen Klorol­len:

Lesezeichen vom 30. Dezember 2015

Lesezeichen von heute

Using medium.com as a feed reader

I like it when I do under­stand some­thing. Well who doesn’t? But actu­al­ly I tend to think that things that I don’t under­stand on the inter­net keep on get­ting more and more. 

When Dave Win­er wrote that medium.com could be use­ad as a feed read­er I got the idea in an instant, although I had an account for mon­th with­out using it.

I can’t see that it could be as impor­tant as the Google Read­er and I don’t see me using medium.com more inten­sive­ly. But who knows what will be in 2016? So meet me there.

Hot wet rice out of the little german dip machine

Ich habe mal eine mobile Ver­sion dieser Seite freigeschal­tet. Im Grun­de mag ich auch das herkömm­liche Design auf Smart­phones, aber in der Tat sind so die Such- und Kon­tak­t­funk­tion, sowie das Menu besser erre­ich­bar. Und wenn ich mal Zeit habe, ändere ich vielle­icht auch mal die Start­seite.

Die Top10-Alben 2015

2015 war das Jahr, in dem gle­ich zwei Ibben­büren­er Musik­dar­bi­eter in die Top-5 der deutschen Album-Charts stießen, bei­de Alben haben aber in den Top-10 des Jahres nichts ver­loren und damit Büh­ne frei:

10. Death Cab For Cutie — Kintsugi
Das vor­erst let­zte Album mit Songschreiber Chris Wal­la kommt angenehm unaufgeregt daher:

9. Mum­ford & Sons — Wilder mind
Die Briten lassen mehr elek­tro­n­is­che Musikin­stru­mente zum Zuge kom­men, was vielle­icht nicht ganz die Vorgänger erre­icht, aber den­noch gut hör­bar ist:

8. Adele — 25
Man kommt nicht an ihr vor­bei, wenn auch das drit­te Album hin­ter den Erwartun­gen und dem Niveau der Vorgänger zurück bleibt:

7. Ellie Gould­ing — Delir­i­um
Flot­ter Pop, bei dem man von der Überkan­dide­lierung mal abse­hen soll­te:


6. Eric Church — Mr. Mis­un­der­stood

Der Amerikan­er überzeugt aber­mals mit seinem 8. Album und rock­igem Coun­try-Sound:

5. Blur — The mag­ic whip
Blur sind wieder da, klin­gen wie immer, und das ist auch gut so:

4. Mylène Farmer — Inter­stel­laires
Die grande dame der französichen Pop­musik überzeugt ein weit­eres Mal mit einem fast schon rou­tiniertem Album:

3. John Grant — Grey Tick­les Black Pres­sure
Wun­der­bar­er, wenn auch düster­er Elek­tro-Sound des mul­ti­lin­gualen Briten, den man unbe­d­ingt mal live gese­hen haben muss:

2. Chris­tian Steif­f­en — Ferien vom Rock’n’Roll
Platz 63 der deutschen Album Charts drückt etwas aus, wie unter­schätzt Chris­tian Steif­f­en noch ist. Denn hin­ter der Schlager­fas­sade ver­birgt sich nichts weniger als die Erweiterung der deutschen Musik um die gefeierte, befreien­de Besin­nung auf die eigene, aus­re­ichen­de Sub­jek­tiv­ität angesichts gesellschaftlicher und zwis­chen­men­schlicher Ansprüche, die das deutsche Spießer­tum aus­machen. Oder wie es eine Dame ver­ständlicher auf den Punkt gebracht hat: “Man würde es nicht so sagen, aber man denkt das­sel­be.” Jet­zt schon ein Klas­sik­er, dessen Aromen man sich langsam näh­ern muss wie denen eines guten Whiskeys.

1. Elle King — Love Stuff
Platz 1 belegt eine New­com­er­in, die ein abwechlsungsre­ich­es, nie lang­weiliges Album vor­legt, dessen erste Sin­gle auch in späteren Jahren noch ange­spielt wer­den kann:

Lesezeichen vom 26. Dezember 2015

Lesezeichen vom 22. Dezember 2015

  • Mid­de­len en doe­len Kasper C. Jansen meint, man solle besser z.B. bei den Anschlä­gen von Paris von Massen­mord und nicht von Ter­ror­is­mus sprechen, weil es anson­sten so klänge, als wäre das Furchte­in­fößen wichtiger als der Tod von Men­schen.

Weihnachtsbuchgeschenktipps

Wer kurz vor Wei­h­nacht­en noch ein Geschenk braucht, nicht irgend­was schenken will und Büch­ern nicht abgeneigt ist, dem sei fol­gen­des emp­fohlen:

Lit­er­atur / Thriller
Meine Tan­te beschw­ert sich mal, dass sie seit­dem sie 80 ist nur noch Bücher übers Älter­w­er­den und den Tod bekäme. Deswe­gen bekommt sie nun Fumi­nori Naka­mu­ra — Der Dieb. Eine span­nen­de Geschichte aus dem All­t­agsleben eines Taschendiebes in Tokio, den seine Ver­gan­gen­heit ein­holt.

Lit­er­atur / Liebesgeschichte
Thomas Mey­er — Wolken­bruchs wun­der­liche Reise in die Arme ein­er Schick­se. War in der Schweiz ein Best­seller und beschreibt witzig das jüdis­che All­t­agsleben in der Schweiz.

Lit­er­atur / Fam­i­liengeschichte
Ali­na Bron­sky — Baba Dun­jas let­zte Liebe. Baba Dun­ja schreibt Briefe an ihre Tochter Iri­na, die Chirurgin bei der deutschen Bun­deswehr ist, über das Leben in ihrem rus­sis­chen Dorf: Wasser gibt es aus dem Brun­nen, Elek­triz­ität an guten Tagen und Gemüse aus dem eige­nen Garten. Doch dann kommt ein Fremder ins Dorf und bedro­ht die Dor­fge­mein­schaft.

Kinder­buch ab 4 Jahren
Alice Melv­in — Emma kauft ein. Sehr schön bebilderte Kurzgeschichte.

Kinder­buch
Oren Lavie — Der Bär, der nicht da war. “Da ist er, der Bär, der ger­ade noch nicht da war, und zieht aus sein­er Tasche einen Zettel, auf dem ste­ht: »Bist du ich?« Gute Frage, denkt er sich, find­en wir es her­aus! Sofort macht er sich auf und wan­dert in den wun­der­samen Wald.” Ein­fall­sre­iche Geschichte mit wun­der­voller Bebilderung — auch für Erwach­sene.

Englis­cher Schmök­er
Ein mys­ter­iöser Mann gibt Zwill­in­gen einen Con­troller, der aber nicht für ihre bish­eri­gen Videospiele geeignet ist. Als sie ver­ste­hen, was man über ihn bee­in­flusst, wäh­nen sie sich im Land ihrer Träume. David Bad­diel — The Per­son Con­troller.

Nieder­ländis­che Biogra­phie
Isa Hoes — Toen ik je zag. Die Lebens­ge­fährt­in von Antonie Kamer­ling alias Hero beschreibt ihr Leben im Medien­zirkus der 90er Jahre und die Krankheit von Kamer­ling, die in ein­er Tragödie ende­te.

Klolek­türe
Es ist wahrschein­licher, irgen­deine Tele­fon­num­mer anzu­rufen, “Gesund­heit” zu sagen und der­jenige, der den Hör­er abgenom­men hat, hat ger­ade tat­säch­lich genießt, als einen 6er im Lot­to zu kriegen. Diese und mehr merk­würdi­ge Weisheit­en find­en sich in: Ran­dall Munroe — What if?

Für Rei­sein­ter­essierte / klein­er Preis
Einen unge­mein unter­halt­samen Kennnlern­schmöker hat Mile­na Moser da geschrieben. Die gebür­tige Zürcher­in beschreibt ihre Geburtsstadt Zürich anek­doten­re­ich und ohne Aus­las­sung der Mack­en ihrer Ein­wohner oder den Nachteilen der Stadt. Abgerun­det wird Gebrauch­san­weisung für Zürich mit Krim­i­le­setipps und Heimatliebe­bekun­dun­gen einge­sessener Zürcher. Unter­halt­sam, selb­st wen man nicht in näch­ster Zeit nach Zürich reisen möchte.

Für Rei­sein­ter­essierte / gehoben­er Preis
Judtih Scha­lan­sky — Atlas der abgele­ge­nen Inseln: Fün­fzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde. Großar­tiger Schmök­er mit beein­druck­enden Grafiken der Autor­in, in dem genau das ist, was der Titel ver­spricht.

Geschichte
Mar­t­in Kitchen — Speer: Hilter’s Architekt. Es ist so beein­druck­end wie merk­würdig, dass es nach der Biogra­phie von Joachim C. Fest, dessen Ansicht­en getrübt sind, noch keine bessere Biogra­phie zu Albert Speer gegeben hat. Bis zu dieser.

Kochen
Roland Tret­tl — Serviert – Die Wahrheit über die besten Köche der Welt. Kurzweilige Abrech­nung des Starkochs mit den besten Köchen sein­er Zun­ft, das am besten ist, wenn er ein paar der besten Rezepte dieser Meis­ter ver­rät.

Hör­buch
Pastewka & Kom­plizen — Paul Tem­ple und der Fall Gre­go­ry. Bas­tian Pastewka klamüsert sich einen fast ver­loren gegan­genen Fall von Fran­cis Dur­bridge zusam­men und ver­set­zt ihn mit etwas Humor. Sehr lustig.

[ Die Links zu den Büch­ern sind Wer­be­links. ]

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