Guten Morgen allerseits!

Moin

Morgenkaffee

Gestern haben wir Oper­a­tion Ave­lanche angeguckt, eher im Sin­ne von ange­fan­gen zu geguck­en, denn obwohl der Film für einen Schweiz­er Kri­tik­er “komis­ch wie eine Satire und span­nend wie ein Thriller” ist, sind uns die Füße eingeschlafen. Daher kamen wir zum Pro­midin­ner von Vox, vo vier haupt­beru­fliche Köche mit irgendwelchen Aus­re­ich­nun­gen was kre­den­zten, was so wenig erk­lärt wur­de, dass man sich nichts abguck­en kon­nte, und durch den Off-Sprecher soviel Tün­nef dazuge­labert wur­de, dass es nervig war. Immer­hin sah man die Restau­rants der Leute, die sich halb­wegs in unser­er Umge­bung befind­en, vielle­icht kann man da mal einen Aus­flug hin wagen.

Bei der Süd­deutschen Zeitung find­et man die Analy­se, der Spiegel sei heute nur noch ein Lifestylemagaz­in, in feuil­leton­is­tis­chen Singsang gepackt:

man hat beim Spiegel auch immer wieder den Ein­druck gehabt, als kön­nte er näher an den Men­schen sein, als blicke er zu selb­st­ge­fäl­lig auf die Welt. Vie­len im Haus ist das offen­sichtlich bewusst, was aber wohl nie­mand so richtig wis­sen soll.

Ger­ade wird ja disku­tiert, dass im ZDF nur noch Krim­is, in der ARD nur noch Krim­is, Schmun­zelkrim­is und Quizze und woan­ders nur noch Serien abge­dudelt wer­den und ich dachte noch, ste­ht das nicht schon 2012 bei Kalkofe, kann dessen let­zte Worte aber nir­gends als aktuelle Glosse find­en, lese deswe­gen das Inter­view mit ihm und Welke über Fernse­hqual­ität.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die Deutschen die Aben­dun­ter­hal­tung ver­lernt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Nervling — Unplugged

Let­ztes Jahr habe ich gar nicht die Alben des Jahres gewürdigt, schlicht auch deswe­gen, weil ich kaum welche auf dem Schirm hat­te. Diesem möchte ich mich aber noch wid­men: Die Ham­burg­er Band Nervling hat ihr erstes Unplugged-Album auf den Markt gebracht und so wenig Beach­tung sie bekom­men, so unver­di­ent ist dies. Es ist schon erstaunlich in welch anderem Gewand ihre Songs in der strom­losen Form daher kom­men, was ein weit­eres Mal zeigt, wie vir­tu­os die bei­den Kün­stler mit ihrer Kun­st umzuge­hen ver­mö­gen. Da bekom­men Lieder ganz andere Melo­di­en ver­passt, und wenn man nicht den Text ken­nt, wüsste man gar nicht, dass hier eine gle­iche Grund­lage ver­wen­det wor­den ist. Schlicht grandios und ein wirk­licher Kauftipp.

Simsek Semiya, Peter Schwarz — Schmerzliche Heimat

buchleser So langsam kom­me ich mal mein­er Able­selis­te hin­ter­her: Dieses Buch bein­hal­tet Semi­ya Şimşeks Beschrei­bung des Lebens und der Ermor­dung durch die NSU ihres Vaters, Enver Şimşek, den Fol­gen für ihre Fam­i­lie und erbärm­liche Rolle, die der deutsche Staat bei der Aufar­beitung gespielt hat und immer noch spielt.

Wir schreiben das Jahr 2017, der Mord an Enver Şimşek liegt 16 Jahre zurück, und der Prozess gegen das let­zte Mit­glied der für die dazuge­hören­de Mord­serie ver­ant­wortliche Grup­pe, geht dem Ende ent­ge­gen. Und den­noch ist es erschreck­end, wie viele wichtige Fra­gen hierzu offen sind und vielle­icht bleiben.

Dieses Buch ver­schafft einen Ein­blick in die Sit­u­a­tion, wie sie sich für beteiligte Fam­i­lien­ange­hörige, darstellt. Es ver­liert sich nicht in kitschi­gen oder anders sach­frem­den Beschrei­bun­gen, son­dern fokussiert sich auf die Tat und ihre Nach­wirkun­gen. Abgeschlossen wird es von ein­er juris­tis­chen Ein­schätzung der Angele­gen­heit durch die Anwäl­te von Semi­ya Şimşek, die aus ihrer Sicht noch mal klar machen, um was für einen poli­tis­chen Skan­dal es hier eigentlich geht. Das es bei der ganzen Sache noch keinen einzi­gen Rück­tritt eines zuständi­gen Beamten gegeben hat, ist nicht min­der ver­wun­der­lich, eher aus­sagekräftig.

Ein Plä­doy­er für Gerechtigkeit und dafür, in der Katas­tro­phe Stärke zeigen zu kön­nen.

Moin

Morgenkaffee

Der Türkischer Mod­ezar Bar­baros Şansal hat nach ein­er lau­nis­chen Sil­vester­grußbotschaft erst mal eine qua­si staatlich verord­nete Ver­pügelungsak­tion bekom­men.

Tati fasst Neu­jahrsvorsätze.

Das ZDF bietet sein­er Jour­nal­istin Birte Meier, die das ZDF wegen Ungle­ich­bezahlung angeklagt hat, wohl einen Ver­gle­ich an — wenn sie den Sender ver­lässt.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie chau­vi ist das ZDF? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

  • Ford und Co.: Kuschen US-Konz­erne jet­zt vor Don­ald Trump? “„Amerika wird nicht flo­ri­eren, indem Konz­erne gezwun­gen wer­den, unwirtschaftliche Investi­tio­nen zu täti­gen“, schrieb das nor­maler­weise den Repub­likan­ern nah­este­hen­de Finanzblatt „Wall Street Jour­nal“ in einem Leitar­tikel.”
  • Hal­it Yoz­gat — Schwierige Aufar­beitung des Kas­sel­er NSU-Mordes “Gut 100 Zeu­gen und 1500 Akten­stücke. Dazu ein ehe­ma­liger Ver­fas­sungss­chützer, der sehr wahrschein­lich lügt und eine Lan­desregierung, der vorge­wor­fen wird, die Aufk­lärung des Mordes an dem 21-jähri­gen Inter­net­cafébe­sitzer Hal­it Yoz­gat zu erschw­eren. Kann der NSU-Unter­suchungsauss­chuss in Hes­sen die Wahrheit ans Licht brin­gen?”

Januar 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Dez    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  
Schriftgröße
Vor 5 Jahren
Seite 2 von 52412345...102030...Letzte »