Lesezeichen vom 3.März 2013

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Lesezeichen vom 2.März 2013

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Jumping the shark: Roseanne

Jumping the shark

Es ist mal wie­der Zeit, sich an einem ame­ri­ka­ni­schen Idi­om abzu­ar­bei­ten: Jum­ping the shark. Dies ist die Bezei­chung des Zeit­punkts, an dem durch eine Ände­rung eine Serie am Leben gehal­ten wer­den soll, was aller­dings gründ­lich schief geht. Wit­zi­ger Wei­se trifft man oft­mals auf genau so einen Punkt oder zumin­dest fin­det man eine irri­tie­ren­de Ände­rung. Dass genau dadurch die Serie kippt muss nicht hier­mit ein­her­ge­hen, tut es gefühlt aber den­noch oft.

Die Bezeich­nung lei­tet sich von die­ser Sze­ne der Serie Hap­py Days ab, durch die erfolg­los ver­sucht wur­de, ver­lo­re­ne Zuschau­er wie­der zu gewin­nen:

Ziem­lich häu­fig gibt es bei sowas Gegen­mei­nun­gen, aber bei Rose­an­ne, mit der heu­te ange­fan­gen wird, scheint der Fall ziem­lich klar. Die Serie springt, als das gan­ze Kon­zept der Serie rund um eine Unter­schicht­fa­mi­lie mit dem Lot­te­rie­ge­winn hopps genom­men wird:

Ich für mei­nen Teil habe die Serie schon vor­her nicht mehr gese­hen, viel­leicht liegt dem­nach der Knack­punkt schon frü­her. Deut­li­cher als die­se Ände­rung wird er aber wohl nicht sein, mit der die gan­ze Boden­stän­dig­keit, das Kern­ele­ment der Serie, ver­lo­ren geht.

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Jumping the shark: Homeland

Jumping the shark

Jetzt mal zu der Serie, wegen der ich über­haupt zum Idi­om Jum­ping the Shark zurück­grei­fe: Home­land. Gera­de auf Sat1 gestar­tet erreicht die Kriegs­ge­schich­te immer­hin halb so vie­le Zuschau­er wie in den USA selbst. In den USA läuft die Serie auf dem Sen­der Show­time, was die merk­wür­dig klei­ne Zahl von durch­schnitt­lich nicht ein­mal 2 Mio. Zuschau­ern erklärt.

Der Start der Serie ist zuge­ge­be­ner­ma­ßen ful­mi­nant, es wird das ame­ri­ka­ni­sche Kriegs­ge­ba­ren als zwei­schnei­dig dar­ge­stellt, vie­le der invol­vier­ten Per­so­nen lei­den an einer durch die­se Kriegs­um­stän­de beein­träch­tig­ten Psy­che. Was in der ers­ten Staf­fel noch nicht so auf­fällt: Der Serie fehlt eine vom Aus­gangs­ge­dan­ken wei­ter­ge­führ­te Grund­ge­dan­ke. Was soll die Serie eigent­lich erzäh­len? Einen Polit­thril­ler oder ein Kriegs­dra­ma? Irgend­wann zer­fa­sern Erzähl­strän­ge und die Geschich­te kol­la­biert in der 10ten Fol­ge der zwei­ten Staf­fel:

Eige­nes Fens­ter

Erzähl­tech­nisch ist die Prot­ago­nis­tin wie­der ihrer krank­heits­be­ding­ten Über­spannt­heit aus­ge­setzt, die Toch­ter des Über­läu­fers labo­riert an einem Auto­un­fall, des­sen Fol­gen offen blei­ben, der Haupt­ter­ro­rist wird in einer düs­te­ren Lager­hal­le auf­ge­spürt und zur Stre­cke gebracht und der Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat stirbt, indem sein Herzchritt­ma­cher fen­ge­steu­ert über­tak­tet wird. Zu vie­le Hand­lungs­strän­ge, die offen gelas­sen wer­den, um sie irgend­wann viel­leicht ein­mal wie­der auf­zu­neh­men. Dabei geht ver­lo­ren, irgend­ei­nen davon span­nend zu ver­fol­gen.

Viel­leicht kratzt man in der kom­men­den drit­ten Staf­fel noch ein­mal die Kur­ve. Die ohne Cliff­hän­ger zu Ende gegan­ge­ne zwei­te Run­de der Serie ist schlicht die Pus­te aus­ge­gan­gen – oder die guten, ein­falls­rei­chen Schrei­ber.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Haben Sies es auch gemerkt? Heu­te ist ein papst­frei­er Tag und es kommt immer noch Strom aus der Steck­do­se. Aber bald kommt ja wei­ßer Rauch, dass ist so sicher wie das… na, Sie wis­sen schon.

Na, das Leis­tungs­schutz­recht. Was dach­ten Sie denn? Da kann es noch so vie­le Rechts­un­si­cher­hei­ten geben, die man damit ein­geht, der gemei­ne Kon­ser­va­ti­ve steht stramm zu sei­nem Frak­ti­ons­zwang, dann braucht er sein Hirn gar nicht erst ein­schal­ten.

Na gut, man­che bewe­gen sich doch. Zum Bei­spiel Clint East­wood, der die Homo-Ehe befür­wor­tet, weil es

kei­ne legi­ti­me, auf Tat­sa­chen beru­hen­de Recht­fer­ti­gung für eine Anders­be­hand­lung gleich­ge­schlecht­li­cher Paa­re

gäbe. Geht doch.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was pas­siert der Welt eigent­lich ohne Papst? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Eigent­lich weiß nie­mand mehr so genau, was das Leis­tungs­schutz­recht, das am Frei­tag im Bun­des­tag durch­ge­wun­ken wer­den soll, leis­ten soll. Man­gel­haf­tes Wis­sen bezüg­lich einer Abstim­mung hat aller­dings in Zei­ten des Frank­ti­ons­zwangs noch nie eine Rol­le gespielt. Der Deut­sche Journalisten-Verband ruft inzwi­schen die Mit­glie­der des Bun­des­tags dazu auf, gegen den Gesetz­ent­wurf zu stim­men.

MdB Dag­ma Wöhrl nimmt nun Stel­lung dazu, wes­we­gen sie gegen nicht für das geplan­te Gesetz stim­men wird — u.a. um sich gegen den zuneh­men­den Lob­by­is­mus zu posi­tio­nie­ren.

Udo Vet­ter meint, das Ziel der Initia­ti­ve für ein Leis­tungs­schutz­recht bei all sei­ner Unklar­heit sei es, die öffent­li­che Beschäf­ti­gung mit Nach­rich­ten ris­kant zu machen.

Der ehe­ma­li­ge Chef der Mono­pol­kom­mis­si­on Jus­tus Hau­cap erwar­tet, wenn das Gesetz beschlos­sen wird, eine gewal­ti­ge Abmahn­wel­le, die sich vor allem gegen klei­ne Blog­ger rich­tet.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was treibt die Befür­wor­ter des Leis­tungs­schutz­rechts in Rei­hen der Poli­tik? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 27.Februar 2013

  • Ber­tels­mann: “Kin­der­gär­ten ange­tes­tet” | G! gut­jahrs blog — Wes­halb die Logis­tik­fir­ma den lang­jäh­ri­gen Ver­trag mit der inme­diaO­NE gekün­digt habe? Ant­wort: Man wol­le in die “Machen­schaf­ten” der Bertelsmann-Tochter nicht hin­ein­ge­zo­gen wer­den. Auf die Nach­fra­ge, was denn genau mit “Machen­schaf­ten” gemeint sei, bringt es der Mit­ar­bei­ter ziem­lich deut­lich auf den Punkt: “Wir wol­len kei­ne Fami­li­en abzo­cken.”
  • Deutsch­land­ra­dio Kul­tur — Kul­tur­nach­rich­ten — Chi­ne­si­sche Intel­lek­tu­el­le schrei­ben offe­nen Brief an die Regie­rung und for­dern poli­ti­sche Refor­men
  • Scha­de, Chris­to­pher Lau­er Twit­tert nicht mehr | emm­tee — Mit Chris­to­pher Lau­er ver­lässt einer der bes­ten, tief­sin­nigs­ten, scharf­zün­gigs­ten und elo­qen­tes­ten Twit­ter den Dienst. Noch Gene­ra­tio­nen wer­den sich sei­ner Unzäh­li­gen, aller­dings auch sehr Zeit­rau­ben­den Glanz­stü­cke in 140 Zei­chen erin­nern. Die wich­tigs­ten habe ich unten auf­ge­führt.
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Da plant man im Bun­des­tag ein Leis­tungs­schutz­recht, mit dem die angeb­li­che Ver­wer­tung von Pres­se­er­zeug­nis­sen durch Goog­le hono­riert wer­den soll, Goog­le meint, sie wür­den eh nichts zah­len, und dann fällt der Bun­des­re­gie­rung ein, die Art, wie Goog­le Pres­se­er­zeug­nis­se ver­wer­tet, als voll­kom­men erlaubt zu dekla­rie­ren. Muss man nicht ver­ste­hen.

Auch Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­fir­men wie die Tele­kom wür­den am liebs­ten von Goog­le Koh­le abgra­ben, aller­dings mit einer Ver­dre­hung der Tat­sa­chen, wie Mar­tin Wei­gert meint.

Fried­rich Küp­prs­buschs Wort der Woche: Bio

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/084113/084113_291872.mp3]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wenn am Frei­tag das Leis­tungs­schutz­recht mehr­heit­lich beschlos­sen wür­de, ohne dass irgend­je­mand genau ver­steht, was macht das aus den Abge­ord­ne­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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