Warum wir keine bürgerliche Wende brauchen

Alex­an­der Dob­rindt hat in der Welt ein poli­ti­sches Mia-san-mia-Häuflein hin­ter­las­sen. So ban­ge ist man schon in der CSU ange­sichts der Land­tags­wah­len. Will man Dob­rindt ver­ste­hen, soll­te man zunächst ein­mal sei­nen Sinn für Logik weg­sper­ren. Für Dob­rindt

domi­niert in vie­len Debat­ten eine lin­ke Mei­nungs­vor­herr­schaft eine die­ses Schau­spiel ertra­gen­de bür­ger­li­che Mehr­heit. Der Ursprung dafür liegt vor genau 50 Jah­ren, im Jahr 1968. Damals haben lin­ke Akti­vis­ten und Den­ker den Marsch durch die Insti­tu­tio­nen aus­ge­ru­fen und sich schon bald Schlüs­sel­po­si­tio­nen gesi­chert in Kunst, Kul­tur, Medi­en und Poli­tik. Sie wur­den zu Mei­nungs­ver­kün­dern, selbst ernann­ten Volks­er­zie­hern und laut­star­ken Sprach­roh­ren einer lin­ken Min­der­heit.

Die 68er sind an allem schuld. Ich glau­be, da ver­hebt sich der Dob­rindt schon. Ein ganz gro­ßer Teil der Deut­schen hat die 1968er damals so gut wie gar nicht wahr­ge­nom­men. Dass das kon­ser­va­ti­ve Ver­hal­ten nach dem Krieg, sprich: die Ver­gan­gen­heit ruhen zu las­sen, kei­ne Kri­tik zuzu­las­sen, eine Gegen­re­ak­ti­on her­vor­ruft, das fin­de ich nur natür­lich. Und über­haupt: In intel­lek­tu­el­len Krei­sen gibt es seit je her eine lin­ke Mehr­heit, das haben die 1968er weder erfun­den noch beför­dert.

Die 68er waren dabei immer eine Eli­ten­be­we­gung, eine Bürger-, Arbeiter- oder Volks­be­we­gung waren sie nie.

Ob jemand in der Mehr­heit ist oder nicht, ist  nicht ent­schei­dend dafür, ob Recht hat oder nicht. Und bei Bewe­gun­gen, sofern sie erfolg­reich sind, ist es eben auch immer so, dass es Füh­rungs­fi­gu­ren braucht, die einen und die Bewe­gung vor­an­trei­ben.

Wo Lin­ke seit 1968 ver­su­chen, den Patrio­tis­mus als etwas Böses zu dif­fa­mie­ren, ste­hen wir zu Vater­land wie Mut­ter­spra­che.

Ja, dolegs­di­ni­da.

Wir brau­chen den Auf­bruch einer neu­en Bür­ger­lich­keit, die sich ihrer Wer­te und Frei­heit bewusst ist. Wir brau­chen den Auf­bruch in eine neue, kon­ser­va­ti­ve Bür­ger­lich­keit, die unser Land zusam­men­führt, unse­re Wer­te­ge­mein­schaft stärkt und unse­re Frei­heit ver­tei­digt.

Und nicht die der ande­ren, oder was. Und wozu über­haupt? Und was ist mit den Ver­tre­tern lin­ker Bür­ger­lich­keit, die im Kli­ma von Pegi­da Flücht­lin­ge bei der Ein­rei­se freund­lich begrüßt haben, inso­fern unser Land zusam­men­führ­ten, unse­re Wer­te­ge­mein­schaft stärk­ten und unse­re Frei­heit ver­tei­dig­ten? Deren Ver­hal­ten hat Wel­len geschla­gen. Mir fällt da gera­de nicht mal ein aktu­el­les Bei­spiel von kon­ser­va­ti­ver Sei­te ein.

Auf die lin­ke Revo­lu­ti­on der Eli­ten soll­te unbe­dingt eine kon­ser­va­ti­ve Revo­lu­ti­on der Bür­ger fol­gen

Eine Revo­lu­ti­on wen­det sich aller­dings immer gegen ein bestehen­des Macht­sys­tem. Und Dob­rindt meint, das sei in Deutsch­land gera­de nicht links. Wir brau­chen also eine kon­ser­va­ti­ve Revo­lu­ti­on gegen eine kon­ser­va­ti­ve Regie­rung?

Was dem Dob­rindt vor­schwebt, wird es schlicht nicht geben. Kon­ser­va­ti­ve Ide­en schla­gen in Deutsch­land bis auf Wei­te­res kei­ne volks­be­we­gen­den Wel­len, dazu ist die Zuge­hö­rig­keit der Leu­te zur Auf­klä­rung nicht gebro­chen genug. Egal, wie sehr Dob­rindt ihr an den Kra­gen will.

Weiterlesen

Die neue Sperrfreudigkeit von Twitter

Ich habe seit eini­ger Zeit schon mit­be­kom­men, dass bei Twit­ter neue Accounts mit­un­ter umge­hend gesperrt wer­den, weil wie auch immer geahn­de­tes ver­däch­ti­ges Ver­hal­ten erkannt wur­de. Der jewei­li­ge Account ist dann nur gebrauch­bar, wenn man sich mit einer Han­dy­num­mer aus­weist.

Jetzt ist mir auch ein alter Account gesperrt wor­den, und mir scheint das Fol­gen­de die Twitter-Regel zu sein, gegen die ich mit dem Zweit­ac­count ver­sto­ße:

Das Anle­gen meh­re­rer Accounts mit über­schnei­den­der Ver­wen­dung, oder um der vor­über­ge­hen­den oder dau­er­haf­ten Sper­rung eines sepa­ra­ten Accounts zu ent­ge­hen, ist nicht erlaubt.

Da ich weder Inter­es­se habe, mit Twit­ter dar­über zu dis­ku­tie­ren, noch denen mei­ne Han­dy­num­mer geben wer­de, nut­ze ich Twit­ter dann eben ein­fach weni­ger und lösche die­ses Kon­to las­se das Kon­to ver­waist.

Weiterlesen

Bildschirmschau 2016

2016-01-04-11-25-18

Viel­leicht wird es auch mal eine klei­ne Serie, jähr­lich auf sei­nem Smart­pho­ne zu schau­en, in wel­che Rich­tung es da ab geht. 2016 sieht es auf mei­nem Firefox-Telefon so aus:

20 Apps oder Ver­lin­kun­gen befin­den sich auf dem ers­ten Bild­schirm. Ziem­lich selbst­ver­ständ­lich sind der Brow­ser, das Pod­cast­hör­pro­gramm, das Twitter-/ADN-Program Macaw, der Feed­re­ader, der EPu­bre­ader, die FAZ-App, die Facebook-App, das Musik­pro­gram, die ZDF-Mediathek, die Kicker-App, die Taschen­lam­pe, die Kame­ra samt Gale­rie, die Kame­ra, das Tele­fon, E-Mail und Noti­zen.

Hin­ter sta­tus befin­det sich die Gnu Social-App für mei­ne eige­ne Gnu Social-Installation. Die Dial-Radio-App ist die schöns­te App mei­nes Erach­tens: Eine Radio-App mit Wähl­schei­be, über die favo­ri­sier­te Radio­sen­der und loka­le ange­zeigt wer­den.

Die ZDF-Mediathek ist die ein­zi­ge deutsch­spra­chi­ge Fernsehsender-App für Fire­foxOS. Ich nut­ze sie sel­ten, aber es ist nett, beweg­te Nach­rich­ten in Reich­wei­te zu haben. Open­Wapp ist der Whats-App-Klon des Sys­tems.

Auf den hin­te­ren Plät­zen befin­den sich noch Wörterbuch-, Stadtplan-, Foto-, Blog-, Audio- und Spiele-Apps, aber ich ver­wen­de an sich mein Smart­pho­ne nur gele­gent­lich, von daher spie­len die wirk­lich kei­ne gro­ße Rol­le.

Weiterlesen

Die Top10-Alben 2015

2015 war das Jahr, in dem gleich zwei Ibben­bü­re­ner Musik­dar­bie­ter in die Top-5 der deut­schen Album-Charts stie­ßen, bei­de Alben haben aber in den Top-10 des Jah­res nichts ver­lo­ren und damit Büh­ne frei:

10. Death Cab For Cutie — Kint­su­gi
Das vor­erst letz­te Album mit Song­schrei­ber Chris Wal­la kommt ange­nehm unauf­ge­regt daher:

9. Mum­ford & Sons — Wil­der mind
Die Bri­ten las­sen mehr elek­tro­ni­sche Musik­in­stru­men­te zum Zuge kom­men, was viel­leicht nicht ganz die Vor­gän­ger erreicht, aber den­noch gut hör­bar ist:

8. Ade­le — 25
Man kommt nicht an ihr vor­bei, wenn auch das drit­te Album hin­ter den Erwar­tun­gen und dem Niveau der Vor­gän­ger zurück bleibt:

7. Ellie Goul­ding — Deli­ri­um
Flot­ter Pop, bei dem man von der Über­kan­di­de­lie­rung mal abse­hen soll­te:


6. Eric Church — Mr. Misun­ders­tood

Der Ame­ri­ka­ner über­zeugt aber­mals mit sei­nem 8. Album und rocki­gem Country-Sound:

5. Blur — The magic whip
Blur sind wie­der da, klin­gen wie immer, und das ist auch gut so:

4. Mylè­ne Far­mer — Inter­stel­lai­res
Die gran­de dame der fran­zö­si­chen Pop­mu­sik über­zeugt ein wei­te­res Mal mit einem fast schon rou­ti­nier­tem Album:

3. John Grant — Grey Tick­les Black Pres­su­re
Wun­der­ba­rer, wenn auch düs­te­rer Elektro-Sound des mul­ti­lin­gua­len Bri­ten, den man unbe­dingt mal live gese­hen haben muss:

2. Chris­ti­an Steif­fen — Feri­en vom Rock’n’Roll
Platz 63 der deut­schen Album Charts drückt etwas aus, wie unter­schätzt Chris­ti­an Steif­fen noch ist. Denn hin­ter der Schla­ger­fas­sa­de ver­birgt sich nichts weni­ger als die Erwei­te­rung der deut­schen Musik um die gefei­er­te, befrei­en­de Besin­nung auf die eige­ne, aus­rei­chen­de Sub­jek­ti­vi­tät ange­sichts gesell­schaft­li­cher und zwi­schen­mensch­li­cher Ansprü­che, die das deut­sche Spie­ßer­tum aus­ma­chen. Oder wie es eine Dame ver­ständ­li­cher auf den Punkt gebracht hat: “Man wür­de es nicht so sagen, aber man denkt das­sel­be.” Jetzt schon ein Klas­si­ker, des­sen Aro­men man sich lang­sam nähern muss wie denen eines guten Whis­keys.

1. Elle King — Love Stuff
Platz 1 belegt eine New­co­me­rin, die ein abwechls­ungs­rei­ches, nie lang­wei­li­ges Album vor­legt, des­sen ers­te Sin­gle auch in spä­te­ren Jah­ren noch ange­spielt wer­den kann:

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Eine lan­ge Zeit waren die­se mor­gend­li­chen Ein­trä­ge ja Rou­ti­ne bei mir und sind oft auch viel zu rou­ti­niert run­ter­ge­r­at­tert wor­den. Ein wenig mehr Kon­zen­tra­ti­on bei der Sache ist da sicher­lich mal ne Maß­nah­me — nicht mehr Arti­kel ver­lin­ken, die man nicht gele­sen hat. Also ab dafür.

Wolf­gang Bau­er beschreibt jeman­den, der für 6 Jah­re in den Bau geht.

In Grie­chen­land wird ein Ruck­sack am Strand ange­spült. Mal­te Henk geht sei­ner Geschich­te nach.

Pan­kaj Ishra beschreibt, dass Reli­gi­on beim IS nur Ideo­lo­gie ist.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Drif­tet man im Netz zu schnell ab? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Es geht doch

Weiterlesen

Schopenhauer über too much information

Ich neh­me selbst­ver­ständ­lich gleich zurück, dass sich Arthur Scho­pen­hau­er über too much infor­ma­ti­on geäu­ßert hat. Er for­der­te aller­dings, dass sich ein den­ken­der Geist mit guten, nicht mit bloß popu­lä­ren Büchern beschäf­ti­gen sol­le. Alles ande­re ver­der­be den Geist. Kei­ne all­zu leich­te Posi­ti­on: Auch unter­hal­ten­de Lite­ra­tur kann für den Geist erqui­ckend und — wie man so schön sagt — geist­reich sein, auch wenn die Lehr­sam­keit hin­ten ansteht.

Ich habe too much infor­ma­ti­on in die­sem Blog immer so auf­ge­fasst, als dass dem Inter­net­sur­fer online und über ande­re Medi­en immer wie­der Infor­ma­tio­nen zuge­tra­gen wer­den, die streng genom­men nicht son­der­lich lehr­reich sind, schlimms­ten­falls bös­wil­lig irre­füh­rend. Und schon bin ich nahe am Scho­pen­hau­er­schen Gedan­ken: Muss ich nicht flux den Blick abwen­den, wenn ich auf schlech­te Infor­ma­ti­ons­quel­len sto­ße? Habe ich nicht zu Fil­tern beim gro­ßen Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot, dass das Inter­net beinhal­tet? Wor­auf ist zu ach­ten? Las­sen wir ein­mal den Phi­lo­so­phen selbst spre­chen:

Daher ist, in Hin­sicht auf unse­re Lek­tü­re, die Kunst, nicht zu lesen, höchst wich­tig. Sie besteht dar­in, dass man Das, was zu jeder Zeit so eben das grö­ße­re Publi­kum beschäf­tigt, nicht des­halb auch in die Hand neh­me, wie etwa poli­ti­sche oder kirch­li­che Pam­phle­te, Roma­ne, Poe­si­en u. dgl. m., die gera­de eben Lärm machen, wohl gar zu meh­re­ren Auf­la­gen in ihrem ers­ten und letz­ten Lebens­jah­re anfan­gen: viel­mehr den­ke man als­dann, daß wer für Nar­ren schreibt alle­zeit ein gro­ßes Publi­kum fin­det, und wen­de die stets knapp gemes­se­ne, dem Lesen bestimm­te Zeit aus­schließ­lich den Wer­ken der gro­ßen, die übri­ge Mensch­heit über­ra­gen­den Geis­ter aller Zei­ten und Völ­ker zu, wel­che die Stim­me des Ruh­mes als sol­che bezeich­net. Nur die­se bil­den und beleh­ren wirk­lich.

Vom Schlech­ten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu oft lesen: schlech­te Bücher sind intel­lek­tu­el­les Gift, sie ver­der­ben den Geist. – Weil die Leu­te, statt des Bes­ten aller Zei­ten, immer nur das Neu­es­te lesen, blei­ben die Schrift­stel­ler im engen Krei­se der cir­ku­li­ren­den Ide­en und das Zeit­al­ter ver­schlammt immer tie­fer in sei­nem eige­nen Dreck.

Es ist ganz inter­es­sant, dass in eng­li­schen Über­set­zun­gen frei wei­ter­ge­spon­nen wird:

In order to read what is good one must make it a con­di­ti­on never to read what is bad; for life is short, and both time and strength limi­ted.

Oder die­se Über­set­zung:

schopenhauergoodbooks

Lud­wig Mar­cu­se hat vor mehr als 50 Jah­ren auf­ge­for­dert, sich ein­mal mit die­sen Gedan­ken in aktua­li­sier­ter Form aus­ein­an­der zu set­zen. Die eng­li­schen Zita­te sind dann auch eher als eine Inter­pre­ta­ti­on des eigent­li­chen Gedan­kens zu sehen.

Schon am Anfang habe ich gegen Scho­pen­hau­er ein­ge­wen­det, dass unter­halt­sa­me, nicht lehr­rei­che Lite­ra­tur für den Geist sinn­voll sein kann, ohne ihn zu ver­der­ben. Das wider­spricht sei­nem Gedan­ken nicht voll­kom­men: Ich habe bei­spiels­wei­se für ein Lokal­blog im Müns­ter­land ein­mal ange­fan­gen, Müns­ter­land­kri­mis zu lesen. Anfangs mit einem gewis­sen Ansporn, irgend­wann mit star­ker Ableh­nung. Und das aus unge­fähr dem, was Scho­pen­hau­er gegen schlech­te Lite­ra­tur anführt: Nicht die Qua­li­tät des Tex­tes steht bei der Ver­öf­fent­li­chung eines Buches im Vor­der­grund, son­dern die Geld­ma­che­rei oder das Ego des Schrei­bers. Das ist Schrift­stel­lern nicht grund­sätz­lich anzu­krei­den, nur für gebil­de­te Leser eben ein Hin­der­nis für eine wei­te­re Lek­tü­re.

Und die­ses Hin­der­nis wie­der­um besteht dar­in, dass die Lek­tü­re für den Leser nicht geist­reich ist, sie ver­setzt einem, psy­cho­lo­gisch gespro­chen, kei­ne Kicks. Da Lesen oft­mals sowie­so kei­ne leich­te Ange­le­gen­heit ist, wird eine Lek­tü­re so schnell zur Belas­tung.

Um nun aber bei Lite­ra­tur zwi­schen guter und schlech­ter zu unter­schei­den, braucht es Lek­tü­re und eben auch Lek­tü­re schlech­ter Bücher, um gute erken­nen zu kön­nen. Nur die boden­los schlech­te, die man an Ver­kaufs­form des Medi­ums, Titel, The­ma, spä­tes­tens beim ers­ten Lese­ein­druck erkennt, fällt mei­nes Erach­tens genau in Scho­pen­hau­ers zu igno­rie­ren­de Lite­ra­tur.

Wobei heut­zu­ta­ge das Para­do­xon zu Tage tritt, dass es wohl kaum jemals mehr zu lesen gab und es doch so schwie­rig erscheint, an gute Lite­ra­tur zu bekom­men. Oder ken­nen noch jemand eine ver­trau­ens­wür­di­ge Buch­hand­lung, die von einer bestimm­ten Lek­tü­re abrie­te, wo man doch ein Geschäft machen könn­te?

Weiterlesen

Botho Strauß’ Deutschlandsorge

Wer hat Botho Strauß nur so ins Hirn geschis­sen?

Die Sor­ge ist, dass die Flu­tung des Lan­des mit Frem­den eine Mehr­zahl sol­cher bringt, die ihr Fremd­sein auf Dau­er bewah­ren und beschüt­zen. [..] Dank der Ein­wan­de­rung der Ent­wur­zel­ten wird end­lich Schluss sein mit der Nati­on und ein­schließ­lich einer Natio­nal­li­te­ra­tur. Der sie liebt und ohne sie nicht leben kann, wird folg­lich sei­ne Hoff­nung allein auf ein wie­der­erstark­tes, neu ent­ste­hen­des „Gehei­mes Deutsch­land“ rich­ten.”
                     Botho Strauß: Der letz­te Deut­sche

Da fällt mir immer das ein:

Weiterlesen
1 2 3 33