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Autorenarchiv

R.i.p. Antonie Kamerling (1966–2010)

Von seinem Tod habe ich auch nichts mit­bekom­men, er stimmt einen dann doch trau­rig: Vor fünf Jahren nahm sich Antonie Kamer­ling (“Hero”), an bipo­larer Störung lei­dend, das Leben. Junge.


Was haben wir geschwoft zu dem Lied. Jetzt hat es einen bit­teren Beigeschmack, bleibt aber schön.

Lesezeichen vom 20. September 2015

  • Warum Flüchtlinge nach Deutsch­land wol­len | Nachrichten.at “Geld führt kaum ein Flüchtling als Grund an. Das Konzept des Wohlfahrtsstaats ist den meis­ten fremd. Asylpoli­tik und flüchtlingspoli­tis­che Regelun­gen wie Schutzquoten und Ver­sorgungsleis­tun­gen bee­in­flussten die Entschei­dung nur eingeschränkt, berichtet auch das BAMF.”
  • Why I’ve never run ads on Script­ing News Dave Winer: “I see run­ning ads on my blog as pick­ing up loose change that’s fal­len out of peo­ples’ pock­ets. I want to hit a home run. I’m swing­ing for the fences. Not pick­ing up lit­ter.”
  • Markus Kompa: Ver­fas­sungss­chutz manip­ulierte Parteien “In einem Vor­ab­bericht zu Keine neue Gestapo der His­toriker Con­stan­tin Goschler und Michael Wala ver­rät der SPIEGEL (Print) ein sen­si­bles Staats­ge­heimnis der Inlandss­pi­one: Deren Nei­gung zum Gesetz- und Ver­fas­sungs­bruch, die in den 1950er und 1960er Jahren ein erschreck­endes Aus­maß annahm.”
  • Das Pro­jekt „Refugee Phrase­book“ “Sprach­liche Flüchtling­shilfe: In einem viralen Kraftakt ist das „Refugee Phrase­book“ ent­standen ”
  • Car­olin Emcke: Heimat “Was aber “Heimat” ist oder sein kön­nte in einer Ein­wan­derungs­ge­sellschaft, wie sicher oder unsicher, wie offen oder geschlossen, das ist weniger gewiss. Heimat ist das, wovon man aus­geht. […] Der Begriff der Heimat taugt nicht als rhetorisches Vehikel der Aus­gren­zung, denn jede Heimat ist immer schon hybrid und dynamisch, sie verän­dert sich in jeder Geschichte, die über sie erzählt wird.”

Lesen, um zu ärgern

Ingrid Noll hat anfang des Monats der Süd­deutschen Zeitung ein Inter­view gegeben, in dem sie sagte:

bis heute finde ich Schreiben pein­lich. Jeder kann lesen, was man so denkt. Schreck­lich!

Ich will mal nicht umkrem­peln, was sie gesagt oder gemeint hat. Jeden­falls finde ich für meine Wenigkeit das Gele­sen­wer­den an sich nicht schlimm. Im Gegen­teil. Je mehr das lesen, desto besser. Man liest eh immer alleine. Wann finden sich schon mal Grup­pen zusam­men und wet­tern als Gemein­we­sen gegen einen Text, den sie alle­samt gele­sen haben? Vor der bloßen Quan­tität an Lesern schrecke ich mich nicht, aber da bin ich ger­ade sowieso auf der sicheren Seite.

Was ich im Inter­net schwieriger finde, ist die Erwartung der Attacke auf Geschriebe­nes. Dass Leute sich belei­digt auf­führen und mit Belei­di­gun­gen und Trotzreak­tio­nen meinen, zu ihrem Recht zu kom­men. Leute, die sich als Leser eine Unfair­ness ges­tat­ten, die sie einem Schreiber im höch­sten Maße moralisch ankrei­den. Im kleinen Kreise darf man reden, aber auf einer Inter­net­seite schreiben, das gehört sich nicht. Ich ver­stände es ganz gut, wenn Ingrid Noll solche Leute bei ihrer Bemerkung auf dem Schirm hatte.

Solche Leute kön­nen ganz schön ner­ven. Weniger dadurch, dass sie recht haben, denn auf intel­li­gente Weise wider­legt zu wer­den ist eher bere­ich­ernd als ver­störend. Mehr dadurch, dass man es mit Unbelehrbaren zu tun hat, die nur ihrer Verärgerung Aus­druck ver­lei­hen wol­len. Das gipfelte mir gegenüber mal in der Äußerung, ich könne ja sehr gut argu­men­tieren, aber sonst… Ich hätte das böse gemeinte Kom­pli­ment gerne zurück­gegeben, aber nach dem sonst kam nichts mehr.

Ich habe Blogs immer gemocht, weil man Kom­men­ta­toren her­aus­fordern oder eben abschrecken kon­nte. Wenige Kom­mentare zu einem Beitrag sind da nicht Ausweis eines schlechten Tex­tes. Manch­mal ist darin Zus­tim­mung zu sehen, aber natür­lich nicht immer.

Und den­noch nagt es im eige­nen Hin­ter­stübchen, so dass man unkt, man solle den einen Gedanken, den man ger­ade hat, vielle­icht doch nicht veröf­fentlichen, weil es einige ärg­ert. Was ein dum­mer Gedanke: Diejeni­gen zu scho­nen, die Böses auf der Agenda haben. Daher zögerte ich auch lange, Blog­beiträge kom­plett direkt auf Face­book zu stel­len. Soll­ten doch nur diejeni­gen die Sachen lesen, die in der Lage waren, sich durchzuk­licken.

Gestern stellte ich die hierzuge­hörige Face­book-Seite um, so dass hier geschriebe­nes Wort für Wort auf die Face­book-Seite gelangt. Warum soll man dem geneigten Leser unnötig Stöcker in den Weg legen? Gle­ich auf den erste neue Beitrag wurde viel öfter reagiert. Sol­len die, die sich unbe­d­ingt ärg­ern wol­len, doch ärg­ern.

Lesezeichen vom 19. September 2015

Lesezeichen von heute

Bastelei des Tages: Ich hatte bei der zu dieser Seite gehöri­gen Face­book-Seite eine Weit­er­leitung von Twit­ter angelegt, wobei ich das Inter­es­san­teste fand, dass unter den Beiträ­gen immer der Twit­ter­nane stand. Das hat man bei Face­book wohl geän­dert. Jetzt stört mich eher, dass auf der Seite immer nur so abge­hackte Twit­ter-Beiträge ste­hen und haue ein­fach mal den Inhalt dieser Seite als Text irgend­wie gän­zlich auf die Face­book-Seite. Mal schauen, wie das ausse­hen wird.

Lesezeichen vom 18. September 2015

  • PK vor Biele­feld Der Trainer des SC Freiburg Chris­tian Stre­ich zum Thema “Flüchtlinge”.

Lesezeichen vom 17. September 2015

Die Blattmacher

Guten Morgen

Morgenkaffee

Deutsche Buch­händler sind langsam konkur­ren­zfähig im Ver­gle­ich mit Ama­zon.

1976 hat ein franzö­sis­cher Philosoph namens Jacques Attali die Krise der Musikin­dus­trie voraus­ge­sagt.

Das NDR-Fernsehmagazin ZAPP lis­tet auf, welche Medi­en­be­triebe welche Jour­nal­is­tenra­batte erlauben.

Und während ich mir die Frage stelle: Sagt ger­ade wohl noch jemand richtiger Weise eine Krise voraus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 15. September 2015

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