Guten Morgen allerseits!

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Lesezeichen vom 28.06.2016

John Oliver: Brexit update

Guten Morgen

Morgenkaffee

Auf der Insel ist jetzt wohl richtig Stim­mung: Nicht nur, dass Eng­land bei der EM gegen Island raus­ge­flo­gen ist, die Regierung kündigt an, wegen des EU-Ausstiegs erst­mal die Steuern erhöhen und die öffentlichen Aus­gaben zu senken.

Der Schatzmeis­ter der britis­chen Regierung, George Osborne, drückt es so aus:

Life will not be as rosy as it would be inside the EU

All das kon­terkari­ert die Aus­sage des möglichen neuen Min­is­ter­präsi­den­ten Eng­lands, Boris John­son, von gestern:

The only change – and it will not come in any great rush – is that the UK will extri­cate itself from the EU’s extra­or­di­nary and opaque sys­tem of leg­is­la­tion: the vast and grow­ing cor­pus of law enacted by a Euro­pean Court of Jus­tice from which there can be no appeal. This will bring not threats, but golden oppor­tu­ni­ties for this coun­try – to pass laws and set taxes accord­ing to the needs of the UK

Brüs­sel hat ver­hin­dert, dass man in Eng­land die Steuern anzieht? Auch bei der New York Times hat man Ver­ständ­niss­chwierigkeiten:

the vision he sketched out — of a Britain that is still in a trad­ing bloc with Europe — seemed at best dif­fi­cult to achieve, since the price of mem­ber­ship in the sin­gle mar­ket has always been the two things the Leave move­ment explic­itly cam­paigned against: free move­ment of Euro­pean cit­i­zens across bor­ders and con­tri­bu­tions to the bloc’s oper­at­ing bud­get.

Klaus-Dieter Franken­berger drückt es in der FAZ so aus:

Sollte sich her­ausstel­len, dass Bri­tan­nien auch kün­ftig Las­ten zu tra­gen hätte, welche die Wäh­ler soeben abgelehnt haben, dann wer­den viele das Ref­er­en­dum als teuren und bösen Witz empfinden, erzählt von Poli­tun­ternehmern in eigener Sache.

Und während ich mir die Frage stelle: Was erst, wenn man unterm Strich mehr zahlt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 27.06.2016

If you wannabe Prime Minister

Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Nieder­gang Großbri­tan­niens ist nach dem Ausstiegsvo­tum von Don­ner­stag weiter unge­bremst: Der Wert des englis­chen Pfunds sinkt weit­er­hin und es ist schon jetzt am Mon­tag deut­lich, dass Fir­men Investi­tio­nen und Ein­stel­lun­gen auf Eis legen. Car­wyn Jones, der erste Min­is­ter von Wales, erin­nert zudem daran, dass Großbri­tan­nien bisher nicht ein­mal die Stahlkrise über­wun­den hätte. Daher sollte man ver­suchen, EU-Gelder für Wales so lange wie möglich abzuzweigen.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man sich vielle­icht den Slo­gan “Make Britain great again” sich­ern und den Briten in ein paar Monaten verkaufen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

R.i.p. Götz George (1938–2016)

Scheiße.

Lesezeichen vom 26.06.2016

The Post-Brexit Plan

Lesezeichen vom 25.06.2016

  • Was, wenn Don­ald Trump pleite ist? Die Repub­likaner in den USA sind tot — “Das deshalb, weil sie seit Jahren sys­tem­a­tisch ermordet wurde: durch ihre Geldge­ber. Die Koch-Brüder und andere Mil­liardäre investierten in strenge Ortho­doxie. Wagte ein Repub­likaner, sich für höhere Steuern, für Banken- oder Waf­fen­reg­ulierung oder über­haupt für einen Kom­pro­miss auszus­prechen, finanzierten die Mil­liardäre bei der näch­sten Wahl einen Gegenkan­di­daten.”
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