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Chuck-Darsteller bedanken sich bei ihren Zuschauern

… irgendwie aber nur bei den nichtdeutschen, denn in Deutschland hat man ein sinnvolles Ausstrahlen der Serie mordsmäßig verbockt:

Guten Morgen

Morgenkaffee Manchmal staunt man schon, wer da in Deutchland auf einem Professorensessel sitzt. Jürgen Bellers z.B. hält homosexuelle Partnerschaften für ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Auch dürfe Sexualerziehung in Schulen nicht über das durch evangelische und katholische Theologie vorgegebene Maß erläutert werden.

Aufklärung darf an Schulen nicht dadurch betrieben werden, dass man die Werterziehung durch das Elternhaus infrage stellt

Ich hätte ja Lust, mit Bellers in Grundschulen im Ruhrgebiet zu gehen, wo blaugeschlagene Schüler zur Schule kommen. Da könnte er den Satz nochmal sagen.

Der Fefe des Tages: Flughafen-Nacktscanner macht Insulinpumpe kaputt.

Konstantin Klein berichtet von einem zweitägigen Symposium des Instituts für Rundfunktechnik, eines Think Tanks von ARD, ZDF, DeutschlandRadio, ORF und SRG.

Nicht immer ganz verständlich, aber sehr interessant ist Boris Fust mit dem Thema Piraten und Musiker.

Und während ich mir die Frage stelle: Was tun wir eigentlich gegen katholische Fundamentalisten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Nachtgeschichten vom 8. Mai 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Flurfunk 12 – Umzuziehendes

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Ja, upsalla, nicht nur, dass ich etwas nuschelig daherkomme, die 12. die 11. Folge des Flurfunks nenne, ich halte das Mikro auch ab und an zu nah oder zu weit weg. Wird dran gearbeitet.

Sendungsnotizen
- tencars.org: teamwork
- tencars.org: funktionuckelnd
- Wikipedia: Modern Family
- Wikipedia: Harry’s law

[ Download-Link | Musik: Cherry Suede - One of a kind, Mark Lyford - Chillout ]

Guten Morgen

Morgenkaffee

Herzlichen Glückwunsch, Gerhard Polt, zum 70. Geburtstag.

Ein Wahlwochenende ist zuende gegangen: François Hollande ist neuer Präsident Frankreichs. Wenigstens da waren die Prognosen belastbar. Wie bei der Wahl in Schleswig-Holstein das Meinungsinstitut Forsa bei der FDP um lockere 6% daneben liegen konnte, bleibt dagegen offen. Aber gut, die SPD lag in ihren Erwartungen auch so 11% daneben.

Richard Herzinger erkennt in den Bestrebungen der Piratenpartei einen egalitären Digitalismus und damit meint er

die Unterminierung der institutionellen Rahmenwerke [...], die aus langer historischer Erfahrung mit den Gefahren “revolutionärer” Selbstermächtigung sowohl hyperaktiver Min-derheiten als auch unduldsamer Mehrheiten entstanden sind – als Bastionen des Schutzes unserer demokratischen Freiheiten.

, was dann aber auch nichts anderes bedeutet, als dass es angeblich keine Alternative zur vorherrschenden Form von Parteiendemokratie gibt. Unterm Strich spricht hier also nur ein alter Mann, der seine politische Phantasielosigkeit verteidigt.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist das Gerede vom linken Umschwung in Europa ein hollandesches Schrödern? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Nachtgeschichten vom 5. Mai 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Nachtgeschichten vom 4. Mai 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Warum es höchste Zeit war, Harald Schmidt abzusetzen

Weil er scheißenlangweilig war.

Das muss jetzt mal raus: Die Sendung von Harald Schmidt ist seit Jahren auf dem bräsigen Niveau, dass man gemeinhin 3sat nachsagt. Erst kommt eine 5-minütige Stand-up-Nummer, deren Witzart sich seit 15 Jahren nicht verändert hat. Immer diese Ödnisse der Form “Hasse nicht gesehen ist das-und-das-und-das. Man nennt ihn jetzt schon Rums-di-bums.” Und dann kommen Gesinnungslacher. Auch die Interviews sind zu 90% öde Zeittotschlagerei, dürftiges Satzpingpong mit Leuten, die Harald Schmidt nicht die Bohne interessiert, die aber ob ihres aktuellen Bekanntheitsgrades oder angeblichen Zuschauergemoches auf dem Hartstuhl platz nehmen dürfen.

Ein geistreicher Zuschauer hoffe also auf die Lücke zwischen Stand-up und Gästebegrüßung und da war seit Jahren auch nur ein uninspiriertes Weißhaupt zu sehen, das einen entfernt an einen spitzzüngigen Moderator der 90er erinnert hat. Was ist aus dem eigentlich geworden?

Die Harald-Schmidt-Show, ob bei ARD oder Sat1, war immer nur ein nicht eingehaltenes Versprechen.

Es ist schon irritierend, wie so eine schlechte Sendung, der immer wieder Geistreichheit unterstellt wird, nur weil es daran den Hauptsendern ermangelt, zum Zeichen des Todes der Ironie hochgejubelt wird. Ihre Verblendung wird der Autorin gar nicht mehr bewußt. Da wird jeder Wortwitz gleich zur Ironie umgedeutet. Wie fürchterlich. Andererseits diskreditiert man dadurch ironiereiche, aber nicht so maßlos übertrieben hochgehypte Programme wie quer.

Sicherlich ist das Restprogramm von Sat1, das Schmidt hinterlässt, noch unterirdischer – aber zum großen Teil auch billiger. Und wer unbedingt einmal die Woche Ironie im Fernsehen möchte, der schaue quer. Oder die Mitternachtsspitzen. Oder die Kabarettprogramme auf 3sat.

So wenig wie Schmidt hinterläßt Gottschalk mit seiner Vorabendsendung eine Lücke. Sie hinterlassen Platz.

Wiedergekäutes

In Berlin geht heute die 12. re-publica zuende. Und wieder geht das aus den vorangegangene Jahren abgeschriebene Gebrabbel los, es sei ein Bloggertreffen, oder für wirklich Gläubige die Leitveranstaltung von Netzkultur und Internetpolitik. Kleiner geht’s für manche nicht. Eigentlich wird dort nur Wiedergekäutes vorgetragen, was wohl die passendste Übersetzung des Titels der Veranstaltung überhaupt ist: Dutzende Vorträge, die es von den gleichen Leuten schon gab oder inhaltsgleiche von anderen Personen. Und dann sitzen vor Ort PR-linge, die irgendwas von Freiheit im Netz in Apple-Produkte tippen. Ein Katholikentag für Computerüberstrapazierer. 4000 Gäste sollten nicht davon ablenken, dass – was heute gerne geglaubt wird – Masse eben nicht gleich Qualität ist.

Nur manchmal scheint auch re-publikaniern ein Lichtlein aufzugehen. Nachdem sich Jacob Augstein während der letztjährigen Twitkrit-Lesung auf der Bühne über das Niveau lustig gemacht hat, fehlt diese Veranstaltung nun:


Die alljährliche #Twitkrit lesung wurde durch eine Spamlesung ersetzt. Folgerichtige Evolution. #rp12
@outist
Odyss

Also obwohl die Veranstaltung beim letzten Mal gut besucht war, wurde sie – ich würde schätzen aus Qualitätsgründen – nicht neu aufgelegt. Und das ist dann doch irgendwie neu, zumindest dort.

Warum man die Piraten nicht zu wählen braucht

… erklärt Julia Schramm, Vorstandsmitglied der Piratenpartei, jetzt mal in aller Kürze:

Wir sind nicht angetreten, um zu sagen: “Wir haben die Antworten.” Wir sind angetreten und sagen: “Wir haben die Fragen und ihr habt die Antworten.”

Aja. Wenn grundsätzlich im Gegensatz zu den Piraten die anderen die Antworten haben, ja, dann wähle ich besser die anderen. Nein, man muss sich nicht wundern, dass intelligente Köpfe über diese Partei ihre selbigen schütteln, wenn derartige Anti-Intellektuelle in den Vorstand gewählt werden. Nur weil andere Parteien zugegebenermaßen mitunter überholte Strukturen und antiquierte Ansichten vertreten, ist das doch noch kein Freibrief, sinnbefreite Flosken zum Politikstandard zu erheben, die lediglich nicht antiquiert sind.

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