- Streit um Tansfergesellschaft: Die Schlecker-Pleite der FDP | FTD.de – Dass Philipp Rösler Ende des Jahres noch Parteivorsitzender sein wird, glauben 61 Prozent nicht. Sollten sie recht behalten, muss sich auch der gelernte Mediziner eine Anschlussverwendung suchen.
- Gute Nacht, liebes Fernsehen | ZEIT ONLINE – Schmidts Rücktritt bedeutet auch das Ende eines Genres. Die Late-Night stirbt. Zumindest hierzulande.
- Kommentar zur FDP: Die Schlecker-Partei | Schlecker-Insolvenz - Frankfurter Rundschau – die Bundespartei verkauft es als Erfolg – sie spekulieren wohl darauf, als Schleckers Feinde in der Öffentlichkeit gut dazustehen wie damals Karl-Theodor zu Guttenberg, der Hilfen für Opel verhindern wollte.
- Insolvente Drogeriekette Schlecker – Unfähige Politiker – sueddeutsche.de – Detlef Esslinger über Schlecker als Sympol des asozialen Kapitalismus.
Ruth Schneeberger meint, Harald Schmidt werde künftig im Fernsehen schmerzlich vermisst werden. Na, von mir nicht. Längst hat das Kabarett Schmidt abgerannt, ist Schmidt die Verkörperung von Langeweile in langweiligen Sendern und nicht die intellektuelle Boje, die nicht unterzugehen vermag.
Nach Bild ist auch das Altpapier nochmal auf Rob Vegas’ Fake-Harald-Schmidt-Account reingefallen.
Avanti dilettanti: Wenn Online-Redaktionen denselben Mist zweimal verwursten, passieren Fehler.
51 Tatort-Drehbuchautoren kritisieren die Urheberrechtsdebatte in Deutschland und 51 Hacker spielen den Ball zurück.
Und während ich mir die Frage stelle: Wie nennt man eigentlich das Stadium, in dem Zynismus nur noch langweilt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

- Sat 1 stellt Harald-Schmidt-Show ein – Sturz des Großmeisters – sueddeutsche.de – Die Zeiten, in denen es möglich war, sich auf Schmidt als kleinsten gemeinsamen Nenner eines deutschen Humors zu einigen, sind auf jeden Fall vorbei.
- Kai Biermann: Ein Leistungsschutzrecht würde zu furchtbarer Rechtsunsicherheit führen | IGEL – Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht –
- Riester, Hartz IV, Frauenquote: Die eigentlichen Skandale – Meinung – Tagesspiegel – Die dritte Ungerechtigkeit betrifft Männer. Zu Recht heißt es, dass mehr Frauen in Führungspositionen gelangen sollen. Statt drei Prozent, wie jetzt, sollen bald 30 Prozent der sehr gut dotierten Posten in den Aufsichtsräten von Frauen besetzt werden. Auf der anderen Seite werden aber nur acht Prozent der deutschen Bauernhöfe von einer Frau geführt. Als Anfang sollten 30 Prozent der Landwirte Frauen sein.
- TV-Reportage: Langsames Internet und seine Folgen. Ein französisches Dorf will deutsch werden. – YouTube –
Auch mal eine nette Idee: Bei den Piraten kann man nun Wahlplakate selbst entwerfen und buchen.
Kondom oder Handy: Wem ist hier der Name?
Oliver Stock schreibt, die Stärke der Piratenpartei sei ihr Widerstand gegen Hierarchien – etwas, das die Grünen längst aufgegeben hätten.
Und während ich mir die Frage stelle: Selbst wenn die Piraten mit Themen hinterherhängen, ist das schon schlimmer als die FDP? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
- Sicherheitstagung Seoul: Mikrofonpanne stellt Obama und Medwedew bloß | ZEIT ONLINE – Nun aber überlagern versehentlich bekannt gewordene Äußerungen zur Raketenabwehr über Europa den Sicherheitsgipfel in Südkorea.
- "Polit-Talkshows ohne ernsthafte Debatte": Lammert kritisiert Jauch und Plasberg | RP ONLINE –
Ich habe mich schon länger gefragt, was eigentlich das Gegenstück zur Politikerverdrossenheit ist. Die gerne so heraufbeschworene Politikverdrossenheit ist ja vielmehr eine Verdrossenheit des aktuellen Politikgebarens. Und so wie die Politikneulinge der Piratenpartei Erfolge feiern, so muss es auch Verlierer geben. Freiheitlich-demokratische Verlierer. Der Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten, Norbert Tiemann, sieht dennoch die Wichtigkeit der FDP für das von ihm so genannte bürgerliche Lager, denn die Piraten könnten diese Lücke nicht füllen:
Die aktuellen und ach so frisch anders daherkommenden Senkrechtstarter, die Piraten, lassen sich dort jedenfalls nicht verorten. Sie mögen wie der Phönix aus der Asche der Parteiverdrossenheit aufsteigen – Lösungen für die Probleme des Landes liefert die bunt gemischte Sponti-Truppe nicht. Protest statt Programm. Anderssein statt Antworten. Proklamiert wird eine Freiheit, die moralisch-ethische Grundwerte nicht kennt, die die sexuelle Selbstbestimmung des Menschen über das Inzestverbot stellen und den Konsum illegaler Drogen komplett freigeben will.
Gut, ich lese da jetzt schon aus Tiemanns eigenen Worten eine gewisse Programmatik der Piraten heraus – soviel mal zum fehlenden Programm. Und es stellt sich ja die Frage, ob die SPD nicht inzwischen die Rolle der FDP mehr und mehr einnimmt. Aber bei Tiemann geht halt alles durcheinander: Thesen einer Arbeitsgruppe eines ganz anderen Landesverbandes, der den Inzestparagraphen überarbeitet haben möchte, ebeno wie die angebliche Forderung, dass die Piratenpartei bisher illegale Drogen komplett frei geben will – auch nicht ganz richtig.
Nein, nein, dass Feindbild Tiemanns ist die Nichtetablierte Partei. Alles soll bitte wie beim Alten bleiben: Die FDP soll bitteschön die Partei sein, die alles, was sie gut findet, frei nennt – egal ob sie überhaupt noch über genügend Rückhalt und Personal verfügt. Nicht irgendwelche Politneulinge, die sich den verkrusteten Strukturen anderer Parteien nicht anschließen mögen.
Interesanterweise meint Tiemann, dass für mehr interesse an Politik die innerparteiliche Intransparenz aufgehoben werden müsste – also genau das, was die Piratenpartei macht.
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Und während ich mir die Frage stelle: Wie ist man nur auf die Idee gekommen, Internetimpulse kämen aus Köln, Hamburg oder München? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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