Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.

Guten Morgen

Morgenkaffee

und helau von hier aus. Bleiben wir in Düs­sel­dorf, das ist neu: Sicher­heits­mann bestiehlt Flug­gast bei Gepäck­kon­trolle.

Bei der Oscarver­lei­hung hat man sich einen Schnitzer erlaubt und den falschen Film als Gewin­ner des besten Films verkün­det.

US-Mil­liardär hat sowohl die Trump-Kam­pange als auch die Brex­it-Kam­pag­ne finanziell unter­stützt.

Vor zwei Jahren wur­de Boris Nemtsov auf offen­er Straße vor dem Kreml erschossen. Eva Har­tog über Aktivis­ten, die für ihn einen Schrein am Ort des Geschehens errichteten, den sie Tag und Nacht bewachen.

Und während ich mir die Frage stelle: Beflügelt es die Oscarver­lei­hung, wenn man mal ordentlich über sie lacht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

John Oliver — Obamacare

  • Bist Du 50.000,- wert?” : Diese Sendung ist ein Arschloch Dirk Giesel­mann: “Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine der­art verkommene Sendung gese­hen wie diese.  (…) In der Jury sitzen Zeitgenossen, deren kalte Lust, mit der sie die Kan­di­daten aus­sortieren, mich an unbe­hauste Kinder erin­nert, die aus pur­er Langeweile auf dem Spielplatz Schwächere quälen. (…) der Diplom-Psy­chologin, die diesem “Show-Exper­i­ment” eine Anmu­tung von Wis­senschaftlichkeit ver­lei­hen soll, traue ich jed­erzeit zu, dass sie mit ihrer Zunge ein Insekt fängt. (…) Dass diese Degradierung uns als Unter­hal­tung vorge­set­zt wird, dass wir also über uns selb­st lachen sol­len, während wir den Bach run­terge­hen, ist allerd­ings ekel­er­re­gend.”
  • Hans Ulrich Gum­brecht: Her­mann Göring, Inbe­griff des Faschis­mus, und die (Un)Möglichkeit geschichtlicher Wiederkehr “Vor weni­gen Monaten haben die Bürg­er der Vere­inigten Staaten einen Präsi­den­ten ins Weiße Haus gebracht, dessen wichtig­ste Erfol­gs­be­din­gung nicht allein während des Wahlkampfs, wie wir jet­zt wis­sen, seine suchtar­tige Abhängigkeit von mas­siver Res­o­nanz ist. Vor allem einen exu­ber­an­ten Stil des Ver­hal­tens, ein­schließlich der Insze­nierung seines Besitzes, seines plüschar­tig-gold­e­nen Geschmacks und der gutausse­hen­den Frauen sein­er Fam­i­lie, set­zt er als Konkretisierung und Illus­tra­tion ein­er Lebensleis­tung ein. Inmit­ten aller Träume von drama­tis­chen Taten und und Ereignis­sen wirkt unser Präsi­dent aber ide­ol­o­gis­ch und selb­st poli­tis­ch inkon­sis­tent. Solche Wider­sprüche allerd­ings münzt er unver­drossen in Zeichen ein­er Frei­heit um, die ange­blich er allein sich leis­ten kann. Und anstelle ein­er präg­nan­ten Posi­tion erfüllt seine Reden die per­manan­te Anspielung auf eine Ver­schwörung der Beruf­spo­liter gegen das ein­fache amerikanis­che Volk, das er nun zur Erlö­sung in ein­er Wiederkehr alter nationaler Größe zu führen ver­spricht.”
  • Recht­spop­ulis­ten: “Peo­ple like us” und “Peo­ple like them” — Hans Rauscher

Drunk Trump

Not only his neigh­bor seems to be drunk:

Guten Morgen

Morgenkaffee

Paul Ryan hat schon wieder die Hosen run­ter gelassen mal klar gemacht, was man in den USA unter Frei­heit ver­ste­hen soll­te: Die Fähigkeit, sich seinen Bedürfnis­sen entsprechend was zu kaufen.

Diese Deut­lichkeit traut sich in Deutsch­land ja kaum ein Neolib­eraler.

Fox News hat einen “Schwedis­chen Vertei­di­gungs und Nation­al­sicher­heit­sex­perten­ber­ater”, Nils Bildt, inter­viewt. Und das Schwedis­che Außen­min­is­teri­um so:

We do not know who he is.

Stephen Col­bert wun­dert sich, dass Trump das Vorge­hen gegen ange­blich ille­gal in den USA leben­de Men­schen als Mil­itär­op­er­a­tion ver­ste­ht.

Der ist auch schön: 

Und während ich mir die Frage stelle: Wie viele Absur­ditäten kann man als amerikanis­che Regierung bege­hen, ohne abgesägt zu wer­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Kuttner, Sarah — Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart * Klolektüre (24)

Sarah Kuttner fand ich immer nett und wollte nie ein Buch von ihr Lesen. Da ich dann diesen Schmöker fand, wanderte er zumindest ganz kurz mal aufs Klo. Und dann blättert man da rein, ist enttäuscht, weil der quietschige Inhalt so flach wie die Schreibkunst ist, blättert weiter und weiter, weil vielleicht doch noch was Interessanteres kommen könnte, kommt dann zu längeren, aber eben nicht tiefschürferenden Texten - anfangs werden nur kolummnenartig Fragen beantwortet - und schwupps ist das Büchlein am Ende. Dass es solche Texte ernsthaft in die Süddeutsche Zeitung geschafft haben, ist wohl nur dem Vermarktungswert geschuldet. Ein anderer Leser verreißt dieses Kaugummiwerk so:

Bei der Beantwortung jeder Frage greift sie das Thema auf, nimmt ein Wörterbuch zur Hand und entnimmt diesem irgendeinen x-beliebigen Begriff. Diesen lässt sie dann zusammen mit einigen Trivialitäten ihres Alltags in die Antwort einfließen. Was bisweilen als frech, unkonventionell und postmodern gepriesen wird, ist bei nüchterner Betrachtung blanker Nonsens. Da die begrifflichen Verbindungen (Weihnachtsmann-Mundgeruch, Frank Elstner-Epiliergeräte, etc.) keiner Geistesleistung, sondern eher dem Zufall geschuldet sind, fehlt der intellektuelle Mehrwert in dem Buch fast vollständig.

Das Cover ist noch das Beste an diesem Bändchen, daher gibt es für diesen lahmen Schmöker von fünf möglichen Klorollen:

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