Lauers Lüftchen

Ich habe diese aus Piraten­parteirich­tung kom­mende Lanz-Peti­tion nicht so recht ver­standen. Die Peti­tion, soweit ich ver­standen habe, richtet sich gegen die mas­sive Öffentlichkeit, die die Con­tra-Lanz-Peti­tion hat, ver­weist auf ange­blich wichtigere Dinge und meint, da das For­mat eine Show sei, sei nichts anderes zu erwarten als Show, d.h. als so-tun-als-ob man es ernst meint.

Das glaube ich nicht. In den Talk-Shows find­en Gespräche statt, auch mit Poli­tik­ern, und hier gibt es eine berechtigte Erwartung­shal­tung, dass man nicht rund­herum bel­o­gen wird.

Zudem schien mir auf den ersten Blick nahe­liegen­der, dass man selb­st Öffentlichkeit haben wollte:

Nun ja, bun­desweit ist die Piraten­partei und auch Herr Lauer kaum noch in medi­aler Behand­lung, sehr wohl noch in der Berlin­er Presse, aber da sitzen sie ja auch im Abge­ord­neten­haus. Eine andere Sichtweise präsen­tieren da Matthias Dell:

Der Berlin­er Piraten­poli­tik­er Christo­pher Lauer startete am Sam­stag im Netz eine Gegen-Peti­tion mit dem Titel: ‘Markus Lanz soll mal bitte seine Show so machen, wie er will, immer­hin ist er ja erwach­sen’, die bis Mon­tag­mit­tag ein paar hun­dert Per­so­n­en unterze­ich­neten. ‘Die Lanz-Debat­te der ver­gan­genen Tage ist doch etwas grotesk’, begrün­dete Lauer seine Ini­tia­tive.’ ”
Dass ein Piraten­poli­tik­er so pseudolock­er medi­enkon­ser­v­a­tiv argu­men­tiert, kön­nte man beina­he für eine Nachricht hal­ten.

In der Tat — wenn die Piraten­partei bun­desweit ger­ade noch in aller Munde wäre. Wobei ich es noch schlim­mer finde, medi­enkon­ser­v­a­tiv beze­ich­net zu wer­den als ten­den­tiell pop­ulis­tisch.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Hen­ryk M. Broder entschuldigt sich bei Jakob Aug­stein für zu weit gehende Äußerun­gen, fraglich bleibt, wo diese Entschuldigung denn bezüglich sein­er Kri­tik endet.

Der Berlin­er Pirat Simon Lange, der oft­mals insistiert, man müsse ihn nur richtig ver­ste­hen, dann seien seine For­mulierun­gen nicht diskri­m­inierend, ste­ht in der Kri­tik, weil er eine Jour­nal­istin als Pros­ti­tu­ierte benan­nt hat.

Christoph Süß über das Flughafen-Desaster: [audio:http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_H1S/_-iS/_A4d5Arf/130112_1100_orange_Das-Flughafen-Desaster.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die Pirat­en eigentlich inzwis­chen diesel­ben lib­eralen Sprach­prob­leme wie die FDP? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Gero von Randow erk­lärt im Zuge der Depar­dieu-Pass-Posse, wie Frankre­ichs Wirtschaft schädlich für das franzö­sis­che Kinoist.

Piraten­parteim­it­glied und Vor­sitzen­der des Flughafen-Unter­suchungsauss­chuss­es Mar­tin Delius bemän­gelt die Transparanz im Ver­fahren um den Bau des Berlin­er Flughafens BER. Inzwis­chen spekulieren andere offen über einen Rück­tritt Klaus Wow­ere­its.

Hap­py Birth­day: Die Sesam­straße wird 40.

Thomas Kuban in der taz darüber, was ein NPD-Ver­bot brächte.

Und während ich mir die Frage stelle: Entschuldig­it sich die Presse eigentlich noch mal für die Wulff-Belagerun­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Kom­men wir mal zu den Alt­las­ten des ver­gan­genen Jahres: Bermerkenswert ist, das Denis Scheck, dessen Lit­er­atur­tipps ich noch nie befol­gt habe, bis auf Joanne K- Rowl­ing die gesamte SPIEGEL-Best­sellerliste ver­reißt. Und Rowl­ing werde ich auch nicht lesen.

Da hat die öffentlich.rechtliche Gehirn­wäsche aber gut funk­tion­iert: WDR-Chefredak­teur Jörg Schöneborn nen­nt die Rund­funk­t­ge­bühr (“GEZ”) eine “Demokratie-Abgabe. Das ist auch so zíem­lich der mieses­te Neusprech, den ich mir für diese Steuer vorstellen kann.

Zum Gruseln: Die Neu­jahrsansprache an die bayrische Piraten­partei.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie kam es eigentlich dazu, dass die Öff­is, die für öffentliche Kri­tik da sein sollen, sich selb­st aller Kri­tik entledigt sehen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Ja, upsal­la, die Qual­ität­sjour­nal­is­muszeitung DIE WELT hat da wohl einen Pla­giats­fall an der Backe. Wir brauchen drin­gendst das Leis­tungss­chutzrecht für solche Zeitun­gen.

Bei Popcornpiraten.de bekommt man einen ganz guten Ein­blick in den ver­gan­genen Piraten­parteiparteitag.

Laut ein­er uni­ver­sitären Studie hat die Schließung von Megau­pload den Kinos nicht gut getan.

Und während ich mir die Frage stelle: Schützt so ein Leis­tungss­chutzrecht eigentlich auch die Ver­lage vor Autoren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

MorgenkaffeeHeute gibt es was zu lesen, und nicht nur irgend­was nahezu wahl­los zusam­menge­sam­meltes wie son­st:

Bei Am Ende des Tages fragt Chris­t­ian, ob man nicht öffentlich-rechtliche Mode­blogs braucht. Zumin­d­est die Frage, ob man Mode­blog­ger nicht darauf stoßen müsste, über die Pro­duk­tion ihres Fir­lefanzes nachzu­denken, finde ich inter­es­sant.

Mar­tin Niewen­dick nimmt bei den Ruhrbaro­nen die Stel­lung­nahme des Piraten­parteipoli­tik­ers Diet­mar Schulz zu einem miss­glück­ten Tweet unter die Lupe.. Der Text kön­nte einen dazu ver­leit­en, öfters mal wieder die Ruhrbarone zu lesen.

Con­stan­tin Seibt nutzt eine schöne Stein-Meta­pher um die Ungewis­sheit eines Jour­nal­is­ten beim Schreiben bezüglich Form und Inhalt des zu Schreiben­den, also der Angst des Tor­warts vorm Elfme­ter, aufs Blatt Papi­er den Mon­i­tor zu brin­gen.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es eigentlich schon so etwas wie Blogwachtwatch? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Mit­tler­weile läuft die Face­book-Aktie bess­er.

@leitmedium schreibt über die Chronik eines angekündigten Parteiaus­tritts bei der Piraten­partei.

Die 11freunde lehren uns, wie man ver­gle­ich­bare Abschiede im Profi­fuss­ball erken­nt:

http://twitter.com/#!/11Freunde_Red/status/266604682963742720

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Offen­heit heute schon ein Gesichtsver­lust? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Leis­tung muss sich wieder lohnen. Sagt wer? Der Vor­stand der Piraten­partei Hes­sen und erhöht seine Gehäl­ter um 50%.

De Ein­satz von Drohnen hil­ft ange­blich bei Brän­den, Geisel­nah­men und zur Dro­gen­bekämp­fung, meint man jeden­falls ohne einen Beleg zu geben im hes­sis­chen Innen­min­is­teri­um. An das Wort Kinder­pornogra­phie traut man sich wohl nicht mehr ran.

Hans Leyen­deck­er tippt beim Tod Uwe Barschels auf Ster­be­hil­fe.

Lothar Lenz vom WDR hat da aber mal eine ganz pfif­fige Lösung für die Beschnei­dungs­de­bat­te: Wenn es mal der Fall ist, dass das Recht auf kör­per­liche Unversehrtheit und mit dem Recht auf freie Reli­gion­sausübung kol­li­diert, dann hat der Beschnit­tene eben Pech:

Und während ich mir die Frage stelle: Wie FDP sind eigentlich die Pirat­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Kon­stan­tin Weck­er trauert um Schrift­steller Her­bert Rosendor­fer.

Anhänger der CDU schauen lieber fern, als das sie das Inter­net ver­wen­den.

Der nieder­säch­sis­che Piraten­parteivor­stand fordert von Julia Schramm, sich der­art zu ihrem Buch zu posi­tion­ieren, dass sie dafür ein­tritt, dass es kosten­los zur Ver­fü­gung gestellt wird, oder dass sie zurück­tritt.

Thomas Knüw­er macht den Fefe und glaubt an eine medi­ale Ver­schwörungs­the­o­rie, die besagt, dass die Piraten­partei versenken wer­den soll.

Und während ich mir die Frage stelle: Geht die Piraten­partei unter, kaum dass sie ein­mal inhaltlich greif­bar ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Bei ZDF­zoom gibt es eine Piraten­partei­doku. Ich frage mich ger­ade, was daran neu ist, eigentlich wenig. Aber mod­ern gefilmt und auf­bere­it­et ist der Film. Und das ZDF und die Piraten­partei haben ja in der Farbe orange eine gle­iche Wurzel. Über andere Parteien wird nicht auf diese Weise doku­men­tiert, das kann man mal fes­thal­ten, und jed­er andere Stil erscheint unange­bracht.

Der Jour­nal­ist und Schrift­steller Christoph Baum erläutert die kün­st­lerische Großs­tadt­flucht.

Der Kohle­ho­bel wird 70. Sollte erwäh­nt wer­den, bevor der Kohleab­bau in Deutsch­land in die Geschichte einge­ht.

Und während ich mir die Frage stelle: Noch vor 70 Jahren musste man Kohle mit dem Ham­mer rausklop­pen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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