Lauers Lüftchen

Ich habe diese aus Piraten­parteirich­tung kom­mende Lanz-Peti­tion nicht so recht ver­standen. Die Peti­tion, soweit ich ver­standen habe, richtet sich gegen die mas­sive Öffentlichkeit, die die Con­tra-Lanz-Peti­tion hat, ver­weist auf ange­blich wichtigere Dinge und meint, da das For­mat eine Show sei, sei nichts anderes zu erwarten als Show, d.h. als so-tun-als-ob man es ernst meint.

Das glaube ich nicht. In den Talk-Shows find­en Gespräche statt, auch mit Poli­tik­ern, und hier gibt es eine berechtigte Erwartung­shal­tung, dass man nicht rund­herum bel­o­gen wird.

Zudem schien mir auf den ersten Blick nahe­liegen­der, dass man selb­st Öffentlichkeit haben wollte:

Nun ja, bun­desweit ist die Piraten­partei und auch Herr Lauer kaum noch in medi­aler Behand­lung, sehr wohl noch in der Berlin­er Presse, aber da sitzen sie ja auch im Abge­ord­neten­haus. Eine andere Sichtweise präsen­tieren da Matthias Dell:

Der Berlin­er Piraten­poli­tik­er Christo­pher Lauer startete am Sam­stag im Netz eine Gegen-Peti­tion mit dem Titel: ‘Markus Lanz soll mal bitte seine Show so machen, wie er will, immer­hin ist er ja erwach­sen’, die bis Mon­tag­mit­tag ein paar hun­dert Per­so­n­en unterze­ich­neten. ‘Die Lanz-Debat­te der ver­gan­genen Tage ist doch etwas grotesk’, begrün­dete Lauer seine Ini­tia­tive.’ ”
Dass ein Piraten­poli­tik­er so pseudolock­er medi­enkon­ser­v­a­tiv argu­men­tiert, kön­nte man beina­he für eine Nachricht hal­ten.

In der Tat — wenn die Piraten­partei bun­desweit ger­ade noch in aller Munde wäre. Wobei ich es noch schlim­mer finde, medi­enkon­ser­v­a­tiv beze­ich­net zu wer­den als ten­den­tiell pop­ulis­tisch.

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