Geert Wilders’ Reise nach England

Geert Wilders ist durch das Außen­min­is­terum Großbri­tan­niens die Ein­reise unter­sagt wor­den. Er sei als Per­son eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Dessen ungeachtet ist er heute dort hinge­flo­gen, um seinen umstrit­te­nen islamkri­tis­chen Film Fit­na vorzustellen. Bei diesem Vorhaben wird er vom nieder­ländis­chen Botschafter in Lon­don unter­stützt.
Hen­ryk Broder hat schon im let­zten Jahr die Mei­n­ung vertreten, dass es falsch sei, Wilders einen Recht­sex­trem­is­ten zu nen­nen. Sofern man sich in irgen­dein­er Form dafür inter­essiert, bleibt es nicht aus, sich selb­st ein Bild darüber zu machen. Man kann aber vorauss­chick­en, dass hier jemand, der rhetorisch brachial und inhaltlich sim­pel daherkommt, sehr emo­tion­al Behaup­tun­gen ausspricht, die von ein­er Reli­gion­s­ge­mein­schaft han­deln, die ihrer­seits sehr emo­tion­al auf Kri­tik an ihrer Reli­gion reagiert. Und dies ist das Pul­ver­faß, das hier zum Vorschein tritt.
Der Vor­sitzende des Mus­lim­is­chen Forums im Vere­inigten Kön­i­gre­icht, Man­zoor Moghal, spricht sich für ein Enrei­se­ver­bot aus. Er argu­men­tiert meines Eracht­ens aber unzure­ichend lediglich in Ter­mi­ni wie “Hass ver­sprühen”, wom­it er das meint, was ich oben als Pul­ver­fass beschrieben habe.
Im nieder­ländis­chen Blog Geen Sti­jl wird die berechtigte Frage aufge­wor­fen, wie es über­haupt dazu kom­men kann, dass einem demokratisch gewählten, nieder­ländis­chen Par­la­men­tari­er, der in Großbri­tan­nien eigentlich unbekan­nt ist, der­art die Ein­reise ver­boten wer­den kann.
Bürg­er ein­er Demokratie müssen in der Lage sein, Men­schen wie Wilders zuzuhören, zu tolerieren und ent­ge­gen­zutreten. Und wenn man das macht, sieht die Sach­lage schon weitaus unge­fährlich­er aus:


Der Film Fit­na ist bei Youtube nur durch per­sön­liche Anmel­dung in englis­ch­er und in auf deutsch unter­titel­ter Ver­sion zu sehen.

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Hinweisschilder für Biologiebücher

In Mis­sis­sip­pi gibt es eine Geset­zesini­tia­tive, die bewirken soll, dass kün­ftig vor Büch­ern und Tex­ten, die sich mit der Evo­lu­tion beschäfti­gen, ein Hin­weis mit 200 Worten ange­bracht wird, der darauf aufmerk­sam macht, dass es sich bei der Evo­lu­tion­s­the­o­rie nur um eine The­o­rie han­delt. Also sowas wie diese kleinen putzi­gen Schild­chen auf den Zigaret­ten­schachteln.
Nun wird der eine oder andere sagen: Ja, aber das Wort Evo­lu­tion­s­the­o­rie bein­hal­tet doch schon das Wort The­o­rie. Ja, sich­er, aber erk­lär’ das doch mal ein­er diesen Amis. Es bleibt wohl auch eine The­o­rie, weil wir Men­schen die ganze Chose nicht erfun­den haben und nicht nach­bilden kön­nen. Selb­st wenn wir das kön­nten, wäre nicht bewiesen, und ein Beweis ist das­jenige, was dem Wort The­o­rie an dieser Stelle ent­ge­gengestellt wer­den müsste, dass die The­o­rie stimmt. Wir kön­nen nur darauf ver­weisen, dass die Erfahrun­gen, die wir bis­lang gemacht haben, stärk­er für die Evo­lu­tion­s­the­o­rie sprechen als für diese Adam-Rip­pen-Geschichte.
Im Gegen­zug müsste man solche Schild­chen vielle­icht auch auf Bibeln klatschen: “Dass Gott nur 6 Tage für die Welt gebraucht hat, ist nur eine The­o­rie, war ja außer Gott nie­mand dabei” oder so. Oder zu Adams-Rip­pen-Trans­plan­ta­tion: “Don’t try this at home.”
Sich­er ist sich­er.

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