Lesezeichen vom 7. Januar 2015

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Felix Dach­sel erzählt, wie er in sei­ner Hei­mat­stadt im Erz­ge­bier­ge im Ange­sicht von Neo­na­zis auf­ge­wach­sen ist, die meist in der Über­zahl, durch­trai­nier­ter und geis­tig oft­mals neben der Spur waren. Was ihn der­zeit aber wirk­lich ängs­tigt ist:

Mehr Angst als um mich habe ich, wenn ich sehe, wie sich Rech­te und Men­schen aus der bür­ger­li­chen Mit­te ver­bün­den. Wenn ich davon lese, wie gegen Asyl­be­wer­ber demons­triert wird. Da ist für mich nicht mehr der ein­zel­ne Nazi das Pro­blem, son­dern Tei­le der Gesell­schaft. Dage­gen kann man sich mit Pfef­fer­spray nicht weh­ren.

Das ist wohl mit Blick auf Dres­den geschrie­ben wor­den, in Düs­sel­dorf ist Pegi­da ja eher ein klas­si­scher Rohr­kre­pie­rer. Im Ver­hält­nis betrach­tet waren bei der Demo gegen das Rauch­ver­bot in Knei­pen deut­lich mehr Teil­neh­mer — und das waren viel­leicht Nul­pen. Von den vie­len Demos, die unter dem öffent­li­chen Radar her­zie­hen, mal ganz abge­se­hen.

Bei der Kri­mi­nal­ak­te bespricht man Lie­be ist das per­fek­te Ver­bre­chen, die Ver­fil­mung von Phil­ip­pe Dji­ans Die Rast­lo­sen, schreibt lei­der nur nicht, wie man das alles fand.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie lan­ge dau­ert es wohl noch, dass man sich medi­al an Demos gewöhnt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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