Schlink, Bernhard — Der Vorleser

Ich habe den Schin­ken seit den 90ern im Regal, aber erst bin ich nicht dazu gekom­men, ihn zu lesen, und dann bei dem unge­mei­nen Erfolg des Buches hat­te ich kei­ne Lust ihn zu lesen, weil er mir zu mas­sen­taug­lich vor­kam. Und in der Tat da ist was dran.

Der Roman ist zwar sehr unter­halt­sam, sehr gut les­bar und die Geschich­te bleibt im Hin­ter­stüb­chen. Aber ich las ihn so, dass man es mit zwei gestör­ten Haupt­fi­gu­ren zu tun hat, die Greu­el­ta­ten der Nazis schei­nen mir eine nicht so vor­der­grün­di­ge Geschich­te zu sein. Und eben zu die­sen Figu­ren gibt es kei­ne abschlie­ßen­de Betrach­tung, wie auch, wenn einer der zwei die Geschich­te erzählt.

Vor dem Lesen des Romans habe ich Tei­le der Ver­fil­mung gese­hen, die mich etwas an Das Leben der Ande­ren erin­ner­te, wobei ich jenen Film bes­ser fand und fin­de, und er kam mir auch sehr kit­sch­nah vor. Im Buch gibt es die mei­nes Erach­tens inter­es­san­te Pro­ble­ma­tik, dass der Haupt­ak­teur nach­fol­gen­de Bezie­hun­gen eben wegen der ers­ten Bezie­hung nicht ange­mes­sen ein­ge­hen kann und so zu einer Art lee­ren Hül­le ver­kommt. Ich glau­be, der Film über­geht die­sen Teil des Buches.

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