Lesezeichen vom 26. Juli 2013

Lesezeichen von heute

  • SPRENGSATZ _Das Politik-Blog aus Ber­lin» Blog Archi­ve » Im Namen Axel Sprin­gers — Ex-BamS-Chef Micha­el Spreng wikrt etwas ange­fres­sen vom Zeitungs- und Zeit­schrif­ten­ab­stoß des Axel-Springer-Konzerns: “Das kann man im Rah­men der Markt­wirt­schaft alles machen, aber war­um immer noch im Namen des lei­den­schaft­li­chen Ver­le­gers Axel Sprin­ger? Kon­se­quent wäre es, auch den Namen abzu­le­gen wie einen aus­ge­latsch­ten Schuh. Die 920 Mil­lio­nen Ver­kaufs­er­lös müss­ten doch für eine Betei­li­gung an Zalan­do rei­chen.”
  • Ein Fun­ke springt über | weblogs.evangelisch.de — René Mar­tens inter­pre­tiert den Astoß der Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten sei­tens Axel Sprin­ger: “Lei­der macht es uns das Kar­tell­recht unmög­lich, ande­ren Ver­la­ge Zei­tun­gen abzu­kau­fen und dann syn­er­gie­ef­fekt­voll deren Mit­ar­bei­ter raus­zu­schmei­ßen, des­halb ver­kau­fen wir Zei­tun­gen an ande­re Ver­la­ge, damit die unse­re bis­he­ri­gen Mit­ar­bei­ter syn­er­gie­ef­fekt­voll raus­schmei­ßen und damit uns alle von unse­ren ernst­haf­ten Sor­gen befrei­en.”
  • Und ein unge­kann­tes Gefühl. — Was ich mich fra­gen möch­te, das fra­ge ich nicht. Was ich erin­nern möch­te, das erin­ne­re ich. Was ich gelernt habe mit die­ser Schü­le­rin, das bleibt. So wie die guten Momen­te, die sie mich hat wis­sen las­sen.
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Kehrer, Jürgen — Und die Toten lässt man ruhen

23 Jah­re nach dem Erschei­nen des Buches und 18 Jah­re nach der Ver­fil­mung war es mal an der Zeit, den ers­ten Wils­berg unter die Lupe zu neh­men — wenn man schon ein­mal dabei ist, Münsterland-Krimis zu lesen.

Ein psy­chisch ange­schla­ge­ner Mann aus Nord­wal­de beauf­tragt den Münz- und Brief­mar­ken­händ­ler Georg Wils­berg, der zusätz­lich als Detek­tiv arbe­tet, den ver­meind­li­chen Selbst­mord sei­nes Bru­ders vor 11 bzw. 16 Jah­ren zu unter­su­chen. Wils­berg kommt einem Kor­rup­ti­ons­skan­dal auf die Spur und löst das Geheim­nis um den fin­gier­ten Selbst­mord.

Im Buch wird die Geschich­te ab und an mit etwas Lokal­ko­lo­rit deko­riert, die Auf­lö­sung kommt schließ­lich aber etwas aus hei­te­rem Him­mel. Zum Mitra­ten oder -fie­bern ist das nichts.

Der Film hat außer einer Ver­fol­gungs­jagd durch die Innen­stadt und ein paar älte­ren Häu­sern wenig Lokal­ko­lo­rit zu bie­ten, dafür spie­len die groß­ar­ti­ge Hans-Martin Stier, Ste­fan Wim­mer und Hein­rich Schaf­meis­ter mit, letz­te­rer der ein­zi­ge, der in fol­gen­den Wilsberg-Filmen wie­der­zu­se­hen ist. Joa­chim Król spielt eigent­lich so wie immer. Der Auf­trag­ge­ber und sei­ne Nich­te wer­den als psy­chisch ange­schla­ge­ner dar­ge­stellt als im Buch, was etwas über­zo­gen wird. Der böse Kom­mis­sar wird auch etwas anders dar­ge­stellt. Ansons­ten ent­spricht der Film in vie­len Din­gen der Vor­la­ge.

Alles in allem: Harm­lo­se Unter­hal­tung, die man schnell ver­gisst.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ste­fan Schultz, Vanes­sa Stein­metz und Chris­ti­an Teevs sehen im Aus­ver­kauf der Prints­par­te beim Axel-Springer-Verlag irgend­et­was zwi­schen Abschied vom Jour­na­lis­mus bei Sprin­ger und Unter­gang des jour­na­lis­ti­schen Abend­lan­des. Höhe­punkt ist wohl, dass sich Springer-Verlagsmanager Wie­le hin­stellt und meint, man habe die abge­sto­ße­nen Blät­ter in ein gutes neu­es Zuhau­se abge­ge­ben. Die auf­neh­men­de Funke-Mediengruppe hat­te erst vor kur­zem die West­fa­len­post aus­ge­höhlt und sitzt nun laut Micha­el Kon­ken, dem Vor­sit­zen­den des Deut­schen Jour­na­lis­ten­ver­ban­des, auf 1,5 Mrd. € Schul­den. Im Gegen­zug, so Vor­stands­chef Döpf­ner, wol­le man nun bei der “Blöd­zei­tung” und bei “Die Welt” in Jour­na­lis­mus inves­tie­ren. Ja, genau.

Evge­ny Moro­zov freut sich in der FAZ dar­über, dass die Euro­pä­er aus ihrer ver­schla­fe­nen Amerika-Gläubigkeit auf­ge­wacht sind. Das Ver­ständ­nis des Inter­nets sieht er als in den Grund­fes­ten erschüt­tert.

Die zustän­di­ge Staats­an­walt­schaft möch­te in Whist­leb­lo­wer Brad­ley Man­ning kei­nen Whist­leb­lo­wer sehen, son­dern einen Ver­rä­ter. Nutz­lo­ser Ver­such. Er wird wohl Mär­ty­rer wer­den.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Hat sich Sprin­ger nicht schon vor Jah­ren vom Jour­na­lis­mus ver­ab­schie­det? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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