Lesezeichen vom 30. März 2012

Die Nachtgeschichten von heute

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ruth Schnee­ber­ger meint, Harald Schmidt wer­de künf­tig im Fern­se­hen schmerz­lich ver­misst wer­den. Na, von mir nicht. Längst hat das Kaba­rett Schmidt abge­rannt, ist Schmidt die Ver­kör­pe­rung von Lan­ge­wei­le in lang­wei­li­gen Sen­dern und nicht die intel­lek­tu­el­le Boje, die nicht unter­zu­ge­hen ver­mag.

Nach Bild ist auch das Alt­pa­pier noch­mal auf Rob Vegas’ Fake-Harald-Schmidt-Account rein­ge­fal­len.

Avan­ti dilet­tan­ti: Wenn Online-Redaktionen den­sel­ben Mist zwei­mal ver­wurs­ten, pas­sie­ren Feh­ler.

51 Tatort-Drehbuchautoren kri­ti­sie­ren die Urhe­ber­rechts­de­bat­te in Deutsch­land und 51 Hacker spie­len den Ball zurück.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie nennt man eigent­lich das Sta­di­um, in dem Zynis­mus nur noch lang­weilt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 28. März 2012

Die Nachtgeschichten von heute

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Auch mal eine net­te Idee: Bei den Pira­ten kann man nun Wahl­pla­ka­te selbst ent­wer­fen und buchen.

Kon­dom oder Han­dy: Wem ist hier der Name?

Oli­ver Stock schreibt, die Stär­ke der Pira­ten­par­tei sei ihr Wider­stand gegen Hier­ar­chi­en — etwas, das die Grü­nen längst auf­ge­ge­ben hät­ten.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Selbst wenn die Pira­ten mit The­men hin­ter­her­hän­gen, ist das schon schlim­mer als die FDP? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Die Verdrossenheit von Etablierte-Parteien-Wählern

Ich habe mich schon län­ger gefragt, was eigent­lich das Gegen­stück zur Poli­ti­ker­ver­dros­sen­heit ist. Die ger­ne so her­auf­be­schwo­re­ne Poli­tik­ver­dros­sen­heit ist ja viel­mehr eine Ver­dros­sen­heit des aktu­el­len Poli­tik­ge­ba­rens. Und so wie die Poli­tik­neu­lin­ge der Pira­ten­par­tei Erfol­ge fei­ern, so muss es auch Ver­lie­rer geben. Freiheitlich-demokratische Ver­lie­rer. Der Chef­re­dak­teur der West­fä­li­schen Nach­rich­ten, Nor­bert Tie­mann, sieht den­noch die Wich­tig­keit der FDP für das von ihm so genann­te bür­ger­li­che Lager, denn die Pira­ten könn­ten die­se Lücke nicht fül­len:

Die aktu­el­len und ach so frisch anders daher­kom­men­den Senk­recht­star­ter, die Pira­ten, las­sen sich dort jeden­falls nicht ver­or­ten. Sie mögen wie der Phö­nix aus der Asche der Par­tei­ver­dros­sen­heit auf­stei­gen — Lösun­gen für die Pro­ble­me des Lan­des lie­fert die bunt gemisch­te Sponti-Truppe nicht. Pro­test statt Pro­gramm. Anders­sein statt Ant­wor­ten. Pro­kla­miert wird eine Frei­heit, die moralisch-ethische Grund­wer­te nicht kennt, die die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Men­schen über das Inzest­ver­bot stel­len und den Kon­sum ille­ga­ler Dro­gen kom­plett frei­ge­ben will.

Gut, ich lese da jetzt schon aus Tie­manns eige­nen Wor­ten eine gewis­se Pro­gram­ma­tik der Pira­ten her­aus — soviel mal zum feh­len­den Pro­gramm. Und es stellt sich ja die Fra­ge, ob die SPD nicht inzwi­schen die Rol­le der FDP mehr und mehr ein­nimmt. Aber bei Tie­mann geht halt alles durch­ein­an­der: The­sen einer Arbeits­grup­pe eines ganz ande­ren Lan­des­ver­ban­des, der den Inzest­pa­ra­gra­phen über­ar­bei­tet haben möch­te, ebe­no wie die angeb­li­che For­de­rung, dass die Pira­ten­par­tei bis­her ille­ga­le Dro­gen kom­plett frei geben will — auch nicht ganz rich­tig.

Nein, nein, dass Feind­bild Tie­manns ist die Nich­t­eta­blier­te Par­tei. Alles soll bit­te wie beim Alten blei­ben: Die FDP soll bit­te­schön die Par­tei sein, die alles, was sie gut fin­det, frei nennt — egal ob sie über­haupt noch über genü­gend Rück­halt und Per­so­nal ver­fügt. Nicht irgend­wel­che Polit­neu­lin­ge, die sich den ver­krus­te­ten Struk­tu­ren ande­rer Par­tei­en nicht anschlie­ßen mögen.

Inte­res­an­ter­wei­se meint Tie­mann, dass für mehr inter­es­se an Poli­tik die inner­par­tei­li­che Intrans­pa­renz auf­ge­ho­ben wer­den müss­te — also genau das, was die Pira­ten­par­tei macht.

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Lesezeichen vom 26. März 2012

Die Nachtgeschichten von heute

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Köln hat das Ren­nen um die Twit­ter­Haupt­ge­schäfts­tel­le in Deutsch­land ver­lo­ren, Ham­burg auch.

Die FDP ver­liert im Saar­land 8% und Timo Pache defi­niert, was für die Split­ter­par­tei zum Erfolgs­maß­stab wird: Nicht aus dem Land­tag flie­gen.

Micha­el Wahl beschäf­tigt sich mit migran­ti­schem Anti­se­mi­tis­mus.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie ist man nur auf die Idee gekom­men, Inter­ne­t­im­pul­se kämen aus Köln, Ham­burg oder Mün­chen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 24. März 2012

Die Nachtgeschichten von heute

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