Lesezeichen vom 30. Januar 2012

Die Nachtgeschichten von heute

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Ansgar Heveling allein gegen Windmühlen

Nee, die­ser Text von Ans­gar Heve­ling, der für die CDU im Bun­des­tag sitzt (Was zum Teu­fel sit­zen da für Leu­te?), ist vom Inhalt her und der Wort­wahl so strunz­däm­lich, dar­auf kann man nicht ernst­haft ant­wor­ten. Wen immer er bekämp­fen woll­te (Goog­le? Wiki­pe­dia?), es sind Geg­ner, die ihn nie­mals ernst neh­men wür­den. Zitat:

Die media­le Schlacht­ord­nung der letz­ten Tage erweckt den Ein­druck, wir sei­en im drit­ten Teil von „Der Herr der digi­ta­len Rin­ge“ ange­kom­men, und der End­kampf um Mit­tel­er­de ste­he bevor. Das ist die Gele­gen­heit, schon jetzt einen vor­ge­zo­ge­nen Nach­ruf auf die Hel­den von Bits und Bytes, die Kämp­fer für 0 und 1 zu for­mu­lie­ren. Denn, lie­be „Netz­ge­mein­de“: Ihr wer­det den Kampf ver­lie­ren. Und das ist nicht die Offen­ba­rung eines ein­sa­men Apo­ka­lyp­ti­kers, es ist die Per­spek­ti­ve eines geschichts­be­wuss­ten Poli­ti­kers. Auch die digi­ta­le Revo­lu­ti­on wird ihre Kin­der ent­las­sen. Und das Web 2.0 wird bald Geschich­te sein. Es stellt sich nur die Fra­ge, wie viel digi­ta­les Blut bis dahin ver­gos­sen wird.

Um dann mal auf Wiki­pe­dia zurück zu kom­men, dort wird fest­ge­hal­ten:

Am 30.01.2012 äußer­te sich der Poli­ti­ker im Han­dels­blatt kri­tisch gegen­über dem Inter­net. In der Fol­ge wur­de sei­ne Web­prä­senz zunächst mit einer Art Rick­roll gehackt, dann durch eine Deni­al of Ser­vice (DoS) vor­über­ge­hend lahm gelegt und anschlie­ßend ganz gelöscht. Der Hash­tag #heve­ling schoss auf Platz 1 der Twitter-Trends für Deutsch­land und auch der von Spie­gel Online genutz­te Begriff CDU-Hinterbänkler schaff­te es in die Top 10.

Heve­ling hat­te vor weni­gen Tagen auf den Sei­ten der Bun­des­tags­frak­ti­on von CDU/CSU einen Text mit Gün­ter Krings ver­öf­fent­licht, in dem gemeint wird, die Vor­la­ge des SOPA (Stop-Online-Piracy-Act) sei weg­wei­send. Hier­von hat­ten sich ande­re CDU-MdBs distan­ziert.

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Blogakzeptanz

Es rap­pelt wie­der im Kar­ton: Der­zeit ist es en vogue, sich auf die Kunst des Blog­gens zu besin­nen. Damit hat Cem mit der Trend.meiner-Rei­he en mal ange­fan­gen, wobei er statt auf Blogs auf sozia­le Netz­wer­ke kom­mer­zi­el­ler Natur bau­en woll­te, wäh­rend Ben die genau ent­ge­gen gesetz­te Rich­tung befür­wor­tet. Der­zeit ist John­ny bei Spree­blick auf die­ser Wel­le unter­wegs, sein Blog soll kon­zen­trier­ter, d.h. weni­ger Mehr­au­to­ren­blog wer­den. Felix Schwen­zel sieht dar­in den Kon­flikt zwi­schen Mehr­au­to­ren­blog und rein pri­va­tem Blog, wobei Schwen­zel selbst gera­de sein Blog optisch für die heu­ti­ge Zeit fit zu machen ver­sucht. Und damit sind wir bei schwupps von der inhalt­li­chen bei der opti­schen Blo­g­ak­zep­tanz gelan­det.

Es ist ganz nett zu sehen, dass auch gestan­de­ne Blog­ger ab und an durch­ein­an­der kom­men bei der Fra­ge, wie ihr Blog eigent­lich funk­tio­nie­ren soll. Wenn man das erst ein­mal auf dem Schirm hat, stol­pert man eigent­lich nicht mehr dar­über. Ich für mei­nen Teil blog­ge qua­si einer­seits pri­vat in mei­nem Log­buch, und ande­rer­seits hier auf der Sei­te, wenn nicht bloß mein spe­zi­el­les Erle­ben einer Situa­ti­on im Mit­tel­punkt eines Tex­tes ste­hen soll. Da stellt sich dann noch die Fra­ge, wie­so man bei­de nicht zusam­men­schmeißt, aber ich sehe da noch einen fei­nen Unter­schied. Dane­ben könn­ten wegen mir hier ande­re Leu­te blog­gen — was der­zeit gar nicht geschieht — ohne dass der Sinn die­ses Blogs damit kon­ter­ka­riert wür­de. Mit dem einen Blog hal­te ich Kon­takt zur Blog­go­sphä­re, mit dem ande­ren pfeif­fe ich drauf — es gibt genü­gend Leu­te im Inter­net, die eh nichts mit der Blog­go­sphä­re anfan­gen kön­nen.

Bei Spree­blick krie­sel­te es mei­nes Erach­tens nicht des­we­gen, weil es ein Mehr­au­to­ren­blog war, son­dern weil es the­ma­tisch gar kei­ne Ord­nung mehr gab. Da gab es einer bestimm­ten Musik­lieb­ha­be­rei ver­ord­ne­te Arti­kel neben Gedich­ten, Gewinn­spie­len, Inter­netthe­men­dis­kus­sio­nen und Fuss­ball­be­richt­erstat­tung. Das war irgend­wann für den Leser nicht mehr über­schau­bar oder viel­leicht bes­ser: einord­bar. Zwangs­läu­fig dämmt man das Pro­blem ein, wenn man fort­an nur noch allei­ne bloggt — es gin­ge bei bes­se­rer Leit­li­ni­en­ge­bung sicher aber auch mit diver­sen Auto­ren.

Was die opti­sche Blo­g­ak­zep­tanz angeht: Soweit ich weiß ist mei­ne Sei­te auf allen Gerä­ten les­bar, auf einem iPho­ne viel­leicht nur mit Hil­fe des Hin-und-Herschubssens der Sei­te. Wenn ich Felix Schwen­zel recht ver­stan­den habe, wurm­te es ihn im Spe­zi­el­len, dass sei­ne Sei­te auf dem iPho­ne gar nicht ange­zeigt wer­den konn­te. Da ich nur ein wenig ein­ge­setz­tes Smart­pho­ne habe und dies kein iPho­ne ist, fuchst mich die Dar­stel­lung die­ses Blogs auf Smart­pho­nen wenig. Mich wurmt eher die Les­bar­keit an Com­pu­ter­bild­schir­men, wofür mein Blog im ers­ten Sin­ne kon­zi­piert war. Hier­bei beson­ders Schrift­ar­ten und die Worte-pro-Zeile-Einschätzung, die sich bei mir gera­de auf eine bestimm­te Fre­quenz ein­ge­pen­delt hat. Auf Felix Schwen­zels Blog scheint mir das gera­de Gedan­ken unnö­tig oft zu unter­bre­chen — sieht aber auf dem iPho­ne gut aus ;-).

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der CSU-Generalsekretär möch­te alle Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten der Links­par­tei unter Gene­ral­ver­dacht stel­len.

Klei­ne Selbst­re­fe­renz: Eigent­lich woll­te ich nur ein schö­nes Foto ver­blog­gen und dann tex­te­te ich ein­fach was drum­zu: Schrot­ti­ges in Düs­sel­dorf.

Chris­toph Süß fragt mal aktu­ell nach den Ver­fas­sung­fein­den: [audio:http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_71S/_-iS/_-rH9AFH/120128_1002_orange_Verfassungsfeinde-rechts-und-links.mp3|artists=Chrisoph Süß auf Bay­ern 2|titles=Verfassungsfeinde rechts und links]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Hat der Ver­fas­sungs­schutz eigent­lich auch sich selbst zu schüt­zen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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