Wie man mit Drohungen wegen angeblicher Verletzung des Urheberrechts Geld verdient

In mei­nem E-Mail-Postfach lan­de­te an einem Frei­tag im Novem­ber, 17 Uhr, eine E-Mail, die mir eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung vor­ge­wor­fen wird. Bis dar­auf­fol­gen­den Diens­tag, 12 Uhr, d.h. nach 3 Tagen und 19 Stun­den, hät­te ich, so der Ver­fas­ser, mich bereit zu erklä­ren, 600€ an den Ver­fas­ser zu zah­len. Beschlos­sen und ver­kün­det. Ansons­ten wür­de er sei­ne Anwäl­te zwecks Abmah­nung kon­tak­tie­ren, und die dann gefor­der­te Sum­me belie­fe sich dann auf “1564 € + USt”.

Scha­den? Ich habe in der Tat die­ses Foto von A.S.*, der sich offen­bar auch anders* nennt, auf mei­nem Blog anzei­gen las­sen. Das Foto sieht wie aus einer Lustige-Fotos-Serie aus den USA aus, wur­de auch oft unter der Beti­te­lung “Some days start bet­ter” in den USA ver­brei­tet, stammt aber von einem Ber­li­ner Akt-Fotografen und heißt eigent­lich “Nütz­li­che Internet-Akronyme: YMMD”. Das Bild zeigt einen zufäl­li­gen Schnapp­schuss eines Rad­fah­rers, der an einer Oben-ohne-Dame vor­bei­fährt.

Ich habe den Foto­gra­fen dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich das Foto durch eine Ver­lin­kung von einem tumblr.com-Blog auf mei­nem Blog zu sehen sei, ich es aber nicht selbst ver­öf­fent­licht hät­te und daher nicht löschen kön­ne. Sagen wir es mal so: Das Foto ist dort immer noch. Das Ori­gi­nal­bild wur­de am 05. August 2009 geschos­sen, seit dem 31. August 2009 gras­siert es als Witz­fo­to durch das Inter­net. Allein bei 9gag hat es 356000 Facebook-Likes. Den Foto­gra­fen ärgert die­se gro­ße Reso­nanz, weil er sie nicht mone­ta­ri­sie­ren kann. Es gehe ihm

um die schlich­te Tat­sa­che, dass Goog­le Images zusam­men mit ande­ren Such­diens­ten über 1500 Kopi­en die­ses Bil­des im Netz fin­det — und regu­lär ver­kauft habe ich es beein­dru­cken­de 8 Mal. Des­halb gehe ich nun dage­gen vor.

Mir scheint, es geht nicht dar­um, dass ich per­sön­lich einen kon­kre­ten Scha­den her­ge­führt habe: Weil angeb­lich das Auf­tau­chen des Fotos im Inter­net dazu geführt hat, dass der Foto­graf das Foto selbst nicht zufrie­den­stel­lend ver­kau­fen kann — denn ansons­ten wäre es ja kein Scha­den.

So ein Vor­ge­hen kann nun jeden tref­fen, der das Bild irgend­wo im Inter­net in Ver­bin­dung mit sei­nem Namen “ver­öf­fent­licht” oder schon “ver­öf­fent­licht” hat. Auch so ein Ding: Das Bild ist ja schon seit Ewig­kei­ten ver­öf­fent­licht.

Der hoch­ge­rech­ne­te Kos­ten­fak­tor sieht dann so aus:

1. Anwalts­kos­ten für die Abmah­nung (LG Köln v. 7.03.07 — Az. 28 O 551/06): 460 €
2. Bild­nut­zung lt. MFM-Liste (vgl. OLG Düs­sel­dorf v. 09.05.06 – Az. I-20 U 138/05) für mehr als ein Jahr: 480 €
3. Ver­let­z­er­zu­schlag in Höhe von 100% wg. feh­len­der Urhe­ber­nen­nung (§97 Abs 2. Satz 2 UrhG, LG Düs­sel­dorf v. 01.04.09 -12 O 277/08): 480 €
4. Zuschlag für Ein­satz eines Modells (sie­he MFM-Liste) von 30%: 144 €

Hier­zu: In sol­chen Fäl­len dür­fen bei Mah­nun­gen Anwalts­kos­ten 100€ nicht über­stei­gen. Punkt 3 ist sehr frag­lich, da Urhe­ber kennt­lich machen müs­sen, wenn sie ihr Werk nur in Zusam­men­hang mit ihrem Namen ver­öf­fent­licht sehen wol­len. Dies ist mei­nes Erach­tens hier nicht der Fall. Grund­sätz­lich kann, muss aber die MFM-Liste nicht als Grund­la­ge her­an­ge­zo­gen wer­den. Der “Zuschlag für Ein­satz eines Modells” ist Unsinn, da die­se For­de­rung in den Bild­nut­zungs­ent­gel­ten schon drin ist. Aber als psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung zieht das alles natür­lich, eben­so wie die Andro­hung, mich wegen Betru­ges zu belan­gen.

Ich habe dem­nach ein Witz­fo­to geb­loggt, von dem ich nicht wuß­te, ob sein Urhe­ber die Rech­te an der Ver­öf­fent­li­chung des ver­wen­de­ten Fotos hat, bei dem ich wie­der­um nicht weiß, ob der Urhe­ber des Fahrradfahrer-Fotos die Geneh­mi­gung an des­sen Per­sön­lich­keits­recht hat. Ich weiß nur, dass das deut­sche Rechts­sys­tem so ist, dass man mir die Schlin­ge um den Hals legen kann, ohne die­se offe­nen Fra­gen klä­ren zu müs­sen. Nur dadurch, dass “Abmahn­ge­büh­ren aus dem fik­ti­ven Gegen­stands­wert einer Rechts­ver­let­zung” abge­lei­tet wer­den dür­fen.

Durch die Hil­fe aus der Blog­go­sphä­re habe ich einen, ver­gli­chen mit ande­ren eben­so Betrof­fe­nen, nied­ri­gen Betrag gezahlt. Ich habe ein­ge­se­hen, dass all das, was das Geschmäck­le aus­macht, vor einem Amts­ge­richt, an dem der­ar­ti­ge Zwis­te ver­han­delt wer­den, mög­li­cher­wei­se kei­ne Rol­le spielt. Das ist eben der Hil­de­brandt­sche Unter­schied zwi­schen Recht und Jus­tiz.
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Die­ser Arti­kel dient nicht der Ver­gel­tung. Ich möch­te nur ande­re Blog­ger vor der Vor­ge­hens­art des Kla­gen­den einer­seits war­nen und ande­rer­seits in Erfah­rung brin­gen, wer noch so alles auf die­se Art ange­gan­gen wur­de.

Wenn mir jemand bei mei­nem finan­zi­el­len Scha­den aus­hel­fen mag, kann er das tun — ent­we­der über Paypal oder unter dem Text über den flattr-Knopf. Man kann mich auch schlicht kon­tak­tie­ren. Soll­te wider Erwar­ten die erfor­der­te Sum­me durch Spen­den erreicht wer­den, lösche ich die­se Zei­len und spen­de übri­ge Mit­tel einem sozia­len Zweck. Ich wer­de fort­lau­fend und unter Ein­be­zie­hung eines Anwalts alles trans­pa­rent machen.

Ich möch­te mich an die­ser Stel­le noch aus­drück­lich bei Cars­ten Kno­bloch, Micha­el See­mann und Udo Vet­ter bedan­ken. Bei Pro­ble­men kann man durch­aus mal in der Blog­go­sphä­re fra­gen — es hilft.

1. Aktua­li­sie­rung
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Der Foto­graf schreibt mir, er habe mich aus­drück­lich dar­auf hin­ge­wie­sen die Namen A.S. und H.v.S. nicht in Ver­bin­dung zu brin­gen. Das ist inso­fern neu, als er mir gegen­über nie von H.v.S. gere­det hat. Sofern ich inner­halb von 24 Stun­den nicht eine der­ar­ti­ge Ver­bin­dung lösche, macht er mir gegen­über den ent­stan­de­nen Scha­den gel­tend. Mir ist nicht klar, was für ein Scha­den ent­stan­den sein soll, und da ist man wohl auch unter Beweis­last, aber ich kom­me dem bis auf wei­te­res nach. Mal schau­en, was mein Anwalt dazu sagt.

2. Aktua­li­sie­rung
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Spie­gel Online: Witz­bild kos­tet Blog­ger min­des­tens 250 Euro
wirres.net: urhe­ber­rechts­be­wusst­sein
neunetz..com: Blog­ger bekommt Abmah­nung für Urhe­ber­rechts­ver­let­zung, weil er macht was jeder im Netz macht
off-the-record.de: Wie mich Klaus Kocks beklau­te oder war­um das Urhe­ber­recht eine Fra­ge der Moral ist
Dis­kus­si­on auf fotocommunity.de: Unter dem Ori­gi­nal­bild | im Forum (nach Anmel­dung)
Über­sicht bei rivva.de
spickmich.de: Witz­bild kos­tet Blog­ger 250 Euro
(wei­te­re Bei­trä­ge wei­ter unten)

3. Aktua­li­sie­rung
Inzwi­schen urteilt der Euro­päi­sche Gerichts­hof, so wie ich die Lage damals gese­hen habe.

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197 Kommentare

    1. Ja, Brül­ler, da war auch kei­ner. Nach­dem das Blog Ende Dezem­ber abge­rauscht ist, habe ich den nicht wie­der instal­liert. Nu isser wie­der da.

    1. Sowas als Geschäfts­idee wäre ja ne Idee wert: Erst was viral machen, dann über Urhe­ber­rech­te “infor­mie­ren” ;-).

  1. Mal ganz unab­hän­gig von dem eigent­li­chen Vor­fall — wor­aus lei­tet sich das hier her: „Punkt 3 ist sehr frag­lich, da Urhe­ber kennt­lich machen müs­sen, wenn sie ihr Werk nur in Zusam­men­hang mit ihrem Namen ver­öf­fent­licht sehen wol­len.“

    1. Hier­her. Ein Urhe­ber kann fest­le­gen, dass sein Name genannt wer­den muss, er kann auch fest­le­gen, dass sein Name nicht genannt wer­den darf. Bei der Ver­let­zung die­ses Rech­tes muss die­se Infor­ma­ti­on aber irgend­wo zugäng­lich sein. Mir war das in die­sem Fall nicht bekannt, aber es schraubt die Kos­ten­rech­nung hoch ;-).

      1. Und hier irrt der Autor.

        Der Urhe­ber hat laut § 13 UrhG (Aner­ken­nung der Urhe­ber­schaft) immer das Recht auf Namens­nen­nung. Er ist nicht ver­pflich­tet, expli­zit dar­auf hin­zu­wei­sen. Nur wenn er auf die­ses Recht ver­zich­ten will, muss er dar­auf hin­wei­sen.

        Alle Licht­bild­wer­ke (ein­schließ­lich der Wer­ke, die ähn­lich wie Licht­bild­wer­ke geschaf­fen wer­den) sind urhe­ber­recht­lich geschützt (§ 2 UrhG). Eine ent­spre­chen­de Kennt­zeich­nung, z.B. durch ein © ist dabei nicht erfor­der­lich.

        Das bedeu­tet, dass jede Nut­zung eines Licht­bild­wer­kes (und dazu gehört auch das Ein­bet­ten in die eige­nen Web­site) nur mit Ein­ver­ständ­nis der Urhe­bers erfol­gen darf. Der Urhe­ber hat das Recht, für die­se Nut­zung eine Ver­gü­tung zu ver­lan­gen (§11 UrhG).

        Soll­te der Urhe­ber nicht bekannt sein, dann darf man das Licht­bild­werk nicht ver­wen­den. Wer es den­noch macht, muss mit recht­li­chen und finan­zi­el­len Kon­se­quen­zen rech­nen.

        1. Das hat mir ein Anwalt so aus­ge­legt, ich will nicht behaup­ten, selbst dort son­der­lich kun­dig zu sein, aber im Geset­zes­text steht “kann”, das scheint mir erklä­rungs­be­dürf­tig. Ich hat­te aber sicher­lich nicht vor irgend­je­man­des Recht anzu­zwei­feln.

      2. Ah, den meinst du. Ich hat­te dich so ver­stan­den, dass der Urhe­ber den Wunsch nach einer Namens­kenn­zeich­nung aus­drück­lich äußern müs­se, ansons­ten bräuch­te der Name nicht genannt wer­den.

      3. Das ist doch voll­kom­men Egal.
        Die Sache mit der Namens­nen­nung ist ja nur dann rele­vant, wenn der Urhe­ber jeman­dem das Recht zur Nut­zung sei­nes Wer­kes ein­räumt! Dann kann er eben fest­le­gen, ob er nun will, dass sein Name genannt wird oder ob er das eben nicht will.
        Da der Urhe­ber aber ja nie­man­dem das Recht zur Nut­zung sei­nes Bil­des ein­ge­räumt hat, war­um soll­te er dann irgend­wo die Namens­nen­nung regeln???

        Wir schon gesagt wur­de, es ist das Recht des Urhe­bers, über die Namens­nen­nung zu ent­schei­den, genau­so wie es das Recht des Urhe­bers ist, über die Ver­brei­tung sei­nes Wer­kes zu ent­schei­den.
        Wenn also jemand, wie hier gesche­hen, ein Bild unrecht­mäs­sig ver­brei­tet UND es dann auch noch unter­lässt, den Namen des Urhe­bers zu nen­nen (wor­auf er aber ja eben das Recht hät­te), der hat eben in zwei Fäl­len gegen 2 Rech­te des Urhe­bers ver­stos­sen und für jeden die­ser bei­den Ver­stö­ße muss man halt dann zah­len!

        Wenn du heu­te bei­spiels­wei­se an einer gel­ben Ampel noch schnell Gas gibst und dann doch bei Rot drü­ber fährst (obwohl du ja schon auf über 80 Sachen inner­orts beschleu­nigt hast) dann wirst du eben wegen 2 Ver­ge­hen geahn­det, wegen über­höh­ter Geschwin­dig­keit UND wegen des Rotlicht-Verstoßes (und nicht nur wegen einem der bei­den Ver­ge­hen)

  2. Naja, Mit­leid hät­te ich, wenn der Blog wer­be­frei wäre. Das ist er nicht, d.h. mit jedem hier gepos­te­ten Inhalt wird Geld ver­dient. Wer Tex­te oder Bil­der Drit­ter auf einer Web­sei­te ver­öf­fent­licht mit der er dann wider­um Geld ver­dient — und sei­en es nur ein paar Euro — muss mei­ner Mei­nung nach beson­ders acht­sam sein.

    Aller­dings ist die For­de­rung über­trie­ben hoch.

    1. Mit die­ser Inter­net­sei­te wird kein Geld ver­dient, daher auch die Mahn­kos­ten­de­cke­lung.

  3. Auch hier kann man nur sagen: Selbst schuld. An der Stel­le des Rech­te­inha­bers wür­de ich Dir spä­tes­tens jetzt mei­ne Anwäl­te auf den Hals het­zen. Recht bre­chen und dann mit Unver­schämt­hei­ten plus Feil­sche­rei kom­men.

    Wie oft muss durch einen Blog­ger eigent­lich noch ein sol­cher Lap­sus began­gen wer­den, bis sich in der Blo­gos­sphä­re her­um­spricht das man sich auch als Blog­ger an die Geset­ze, wie z.B. das Urhe­ber­recht u.ä., zu hal­ten hat?

  4. Eigent­lich ist es schon ein wenig ver­wun­der­lich, dass jeder annimmt, im Netz sei alles kos­ten­los. Im Grun­de ist doch klar: Wenn etwas NICHT mit einer frei­en Lizenz gekenn­zeich­net ist, kann man es auch NICHT frei ver­wen­den. Das gilt natür­lich auch für ver­link­te Inhal­te.

    Dass ein Foto­graf, Gra­fi­ker oder Autor sich nicht dar­über freut, wenn ande­re mit sei­ner Arbeit Geld ver­die­nen (auch die­ses Blog hat z.B. Wer­bung ein­ge­blen­det) ist doch eigent­lich klar.

    Es gibt vie­le gute Fotos, Gra­fi­ken, Tex­te die unter der Crea­ti­ve Com­mons Public Licen­ses (CCPL) ver­öf­fent­licht sind. Die kann man pri­ma nut­zen!

    Es wäre natür­lich schön gewe­sen, wenn das Bild eine Kontakt-Info ent­hal­ten hät­te — Dann hät­te man beim Autor um Erlaub­nis fra­gen kön­nen.

    1. Es gibt eini­ge Stel­len an denen Urhe­ber­rech­te aus­ge­wie­sen sind, die aber offen­sicht­lich nicht kor­rekt sind. Ohne irgend­wel­che Infor­ma­tio­nen scheint es mir unmög­lich, den wah­ren Urhe­ber aus­fin­dig zu machen. Aber natür­lich hat das juris­tisch wenig Rele­vanz.

      1. Es ist doch ganz sim­pel (wie es schon Kon­stanz schreibt): Wenn du kei­ne Rech­te an Inhal­ten Drit­ter hast und die Rechts­fra­ge auch nicht klä­ren kannst, ver­öf­fent­li­che besag­te Inhal­te ein­fach nicht! Wo liegt das Pro­blem?

  5. Das Foto gefällt mir, gute Bild­idee. Lei­der wäre nach­stel­len auch eine Ver­let­zung. Viel Glück.

  6. Hal­lo Cars­ten,

    zum einen sei froh, dass der Rech­te­inha­ber nicht Get­ty Images war. Dann wäre es noch etwas mehr gewor­den.
    Zum ande­ren ver­ste­he ich Dei­ne Auf­re­gung nicht ganz. Im Impres­sum gibts Du Quel­len für Icons und Clip­arts an, um zu unter­strei­chen, dass sie lizenz­frei sind, aber ein Bild ver­linkst Du via Image­link. Man soll­te mei­nen, dass sich mitt­ler­wei­le jeder Blog­be­trei­ber mit den gän­gi­gen Fall­stri­cken aus­kennt.
    Betrach­te es auch mal von der ande­ren Sei­te. Der Mann ver­dient sein Geld mit der Foto­gra­fie. Du willst doch auch für Dei­ne Arbeit bezahlt wer­den?

    Dani­el

    1. Art und Anlass der Ein­for­de­rung die­ser Sum­me stö­ren mich etwas, das wür­de ich sagen wol­len.

      1. Du hast noch nicht mal eine Abmah­nung bekom­men, son­dern nur eine Rech­nung. Und trotz­dem so ein Faß auf­ma­chen, tzz.

  7. Hal­lo,

    wer Inhal­te auf sei­ner Web­sei­te von Drit­ten ein­stellt ohne sich dar­über zu infor­mie­ren wie die Copy­rights sind (gibt ja auch offe­ne Lizen­zen) ist sel­ber Schuld. Wer glaubt, die Nut­zung von Bil­dern die er nicht sel­ber geschaf­fen hat ein­fach auf sei­ner Homepage/Blog/Facebook ein­bin­den zu kön­nen, hat solch eine Abmah­nung zu recht ver­dient. Anders schei­nen es die Leu­te ja wohl nicht zu ler­nen, oder?

    Ich mein, ansons­ten kannst Du ja auch ein­fach die Musik aus dem Radio auf­neh­men, bren­nen und auf dem Floh­markt ver­schen­ken, oder ver­kau­fen. Denn GEMA/GVU-Fatzkes die das Strei­fe lau­fen kannst du dann ja mal ver­kli­ckern, daß das gar kei­ne Urhe­ber­rechts­ver­let­zung ist, weil Du es aus dem Radio (was ja so oder so jeder hören kann) auf­ge­nom­men hast.

    Also man soll­te schon sein Hirn ein­schal­ten, sei­ne Rech­te und Pflich­ten als Web­sei­te­be­trei­ber stu­die­ren, beson­ders wenn man frem­den Con­tent auf sei­ne Web­sei­te setzt.

    Ich foto­gra­fie­re in mei­ner Frei­zeit auch und freue mich, daß ich für eini­ge weni­ge Bil­der über die ein­schlä­gi­gen Sei­ten bereits Ein­nah­men gene­riert habe. Die Bil­der wur­den als “Sym­bol­bil­der” ver­wen­det und jedes­mal gab’s 5 Euro dafür. Ich fin­de daß nur fair…

    Gruß
    mar­kus

  8. Als Foto­graf kann ich den Ärger des Urhe­bers nach­voll­zie­hen. Aller­dings fin­de ich es lach­haft erst andert­halb Jah­re spä­ter einen “Rache­feld­zug” zu star­ten. Habe daher hier ger­ne den Flattr Knopf gedrückt 🙂

    1. Ist es eine Masche, wenn eine finan­zi­el­le Pau­schal­for­de­rung nach­ein­an­der an min­des­tens 20 Blog­ger ver­sen­det wird ohne Anbe­tracht des jewei­li­gen Ein­zel­falls, so dass min­des­tens ein hoher vier­stel­li­ger Betrag zustan­de kommt, der so auf dem frei­en Markt nicht erzielt wird?

      1. Wie kommst du auf die Behaup­tung, dass das Bild auf dem frei­en Markt kei­ne viel­stel­li­ge Sum­me zusam­men­brin­gen wür­de?

        Immer­hin scheint es sich doch größ­ter Beliebt­heit zu erfreu­en und mit einem guten Bild las­sen sich durch­aus ordent­li­che Gewin­ne erzie­len. Da kön­nen auch 5 stel­li­ge Sum­men zusam­men kom­men.
        Zumin­dest dann, wenn sie ORDENTLICH LIZENSIERT wer­den anstatt sie ein­fach zu klau­en um sie auf sei­nem Blog zu nut­zen

        1. Ja natür­lich erfreut es sich gro­ßer Beliebt­heit. Aber wer wür­de das Bild wirk­lich kau­fen bzw. hat es gekauft?

          Es ist ein lus­ti­ges Bild, das in einer Viel­zahl von Foren und Blogs kom­men­tiert wird. Ob sich aller­digns auch nur für eine die­ser Ver­öf­fent­li­chung eine Lizen­sie­rung über­haupt gelohnt hät­te, ist wirk­lich sehr frag­wür­dig.

          Aber die Musik­bran­che argu­men­tiert ja genau­so und man kennt sie ja grund­sätz­lich von den Copyright-Hardlinern. Da wird ja auch immer mal wie­der ger­ne igno­riert, dass der Schü­ler in der 9. Klas­se zwar 80.000 Musik­stü­cke auf der Plat­te hat, aber im Nor­mal­fall zu Leb­zei­ten wohl nie 80.000€ zur Ver­fü­gung gehabt hät­te, die­se zu erwer­ben. Trotz­dem rech­net man jede Kopie voll.

          1. Wie­der ein­mal zeigt sich, wie wenig Ahnung die Leu­te von Urhe­ber­recht haben!
            Es ist doch eine Sache, etwas für sich per­sön­lich her­un­ter­zu­la­den oder aber etwas zu ver­öf­fent­li­chen und wei­ter zu ver­brei­ten!
            Der Schü­ler wird auch in der Regel nicht dafür belangt, dass er sich irgend­wo ein paar Lie­der her­un­ter­ge­la­den hat, das Pro­blem beginnt meist dann, wenn er es wei­ter ver­brei­tet, was bei Tausch­bör­sen ja in der Regel der Fall ist (her­un­ter­ge­la­de­ne Datei­en wer­den sofort wie­der ande­ren Teil­neh­mern zum down­load zur Ver­fü­gung gestellt)

            Hät­te der Blog­ger das Bild ein­fach nur her­un­ter­ge­la­den, sich irgend­wo auf sei­nem Rech­ner gespeichrt und es sich dort ange­se­hen wäre dies über­haupt kein Pro­blem. Aber das hat er nicht. Nein, er hat es für sich/seinen Blog genutz und unrecht­mäs­sig wei­ter ver­brei­tet. Dafür muss es eben ordent­lich lizen­siert wer­den, was nicht gesche­hen ist.

            Das hat nichts mit Geld­schnei­de­rei oder Rund­um­schlag zu tun.
            Der Blog­ger hat etwas kos­ten­los genutzt, für das er eigent­lich hät­te bezah­len müs­sen, wenn nun der Urhe­ber kommt und die ihm zuste­hen­de Bezah­lung eben im Nach­hin­ein (zzgl. Straf-Aufschlägen) for­dert, dann ist das nur abso­lut rech­tens.

  9. Ich fas­se mal zusam­men:

    1. Du benutzt uner­laubt ein Pho­to eines pro­fes­sio­nel­len Akt­fo­to­gra­fen.
    2. Der Anwalt erwischt Dich.
    3. Er schickt nicht sei­ne Anwäl­te los, son­dern schreibt eine Email, und spart Dir so erheb­li­che Kos­ten.

    Das deut­sche Recht­sys­tem hat da kei­ne Lücken: Wenn Du weißt, unter wel­chen Bedin­gun­gen ein Pho­to ver­öf­fent­licht wer­den darf, darf es nicht ver­öf­fent­licht wer­den, so ein­fach ist das.

    Das kannst Du ger­ne schlecht fin­den (ich tu’s), ist aber kein Grund, von groß­kot­zig von “Rache­feld­zug” zu spre­chen.

    1. Kein Anwalt hat mich “erwischt”, und die Kos­ten die mir durch das “Ange­bot” ent­stan­den wären, wären höher als die, die mir nach Schät­zung in einer Klä­rung vor Gericht ent­stan­den wären.

  10. Ich kann im Ver­hal­ten des Foto­gra­fen nichts Unrech­tes oder Unmo­ra­li­sches erken­nen. Du hast Dir die Arbeit des Foto­gra­fen auf Dei­nem Blog ohne Recht zu Eigen gemacht. Selbst schuld. Man nutzt eben kei­ne (Bild)Inhalte ohne die ent­spre­chen­den Rech­te zu besit­zen.

    1. Ich kann im Ver­hal­ten des Foto­gra­fen auch nichts Unrech­tes oder Unmo­ra­li­sches erken­nen. Das habe ich auch gar nicht behaup­tet.

  11. Redu­zie­ren wir die­sen Post mal auf das Wesent­li­che: Du hast ein Bild ein­ge­bun­den, des­sen Urhe­ber­rech­te Du nicht besitzt und für das Dir der Foto­graf auch kei­ne Nut­zungs­rech­te ein­ge­räumt hat. Das ist schlicht ille­gal. Weil Du Dir aber über Rechts­nor­men und deren prak­ti­sche Anwen­dung lie­ber kei­nen Kopf machen willst, lamen­tierst Du elf Absät­ze lang rum und suchst die Schuld bei ande­ren. Mehr noch, Du zahlst die Zeche dann auch noch mit dem Geld ande­rer Leu­te. Ich weis gar nicht was düm­mer ist — Dein Ver­hal­ten oder das der Leu­te, die für so einen Stuß auch noch Geld spen­den.

  12. Ich ver­die­ne als Foto­graf haupt­be­ruf­lich mein Geld mit dem Ver­kauf von Fotos und muss lei­der auch ab und zu Leu­te abmah­nen, die Fotos von mir ver­wen­den, ohne sie zu lizen­zie­ren (sprich: zu bezah­len).

    Des­we­gen wun­de­re ich mich über eini­ge Dei­ner genann­ten Punk­te. Zum Bei­spiel liegt es doch auf der Hand, dass man eine Foto­nut­zung erst abmah­nen kann, wenn eine uner­laub­te Ver­öf­fent­li­chung sicht­bar ist. Woher soll der Foto­graf wis­sen, dass Du planst, sein Foto ohne sei­ne Erlaub­nis zu ver­wen­den?

    Und nur weil ein Foto bei Tumb­lr gezeigt wur­de, heißt das eben nicht auto­ma­tisch, dass eine Nut­zung in ande­ren Blogs legal wäre, ja oft ist die Ver­öf­fent­li­chung bei Tumb­lr schon unrecht­mä­ßig.

    In der von Dir ver­link­ten Quel­le (§13UrhG) steht auch nicht, dass ein Foto­graf erst sagen müs­se, das er als Quel­le genannt wer­den will, damit das not­wen­dig wird. Das steht “er kann bestim­men, ob…”. Wenn er das nicht tut, hat er trotz­dem das im Satz vor­her genann­te “Recht auf Aner­ken­nung der Urhe­ber­schaft”.

    Der Model-Zuschlag hin­ge­gen ist jedoch wirk­lich selt­sam, das ist in sol­chen Fäl­len nicht üblich.

    Ich ver­ste­he den Ärger über die anfal­len­den Kos­ten. Aber eine der übli­chen Blog-Regeln lau­tet eben nicht ohne Grund, kein Mate­ri­al ohne Über­prü­fung der Quel­le zu ver­öf­fent­li­chen.

    Wenn Du in Zukunft sol­che Pro­ble­me ver­mei­den willst, kannst Du auch Fotos ab 1 Euro bei Microstock-Bildagenturen kau­fen. Mehr dazu etc. in mei­nem Blog.

    Grü­ße, Robert

    1. Ich beschwe­re mich nicht grund­sätz­lich über die Kos­ten, mir schei­nen sie in die­sem spe­zi­el­len Fall nur fik­tiv hoch­ge­rech­net. Eine von vorn­her­ein akzep­ta­ble For­de­rung ohne mir Vor­zu­gau­keln, man möch­te mir mit Sum­me X fik­tiv hoch­ge­rech­ne­te Kos­ten erspa­ren, hät­te ich auch akzep­tiert.

      1. Hier wur­de nichts künst­lich hoch­ge­rech­net. Die auf­ge­mach­te Rech­nung hät­test Du von den meis­ten foto­gra­fen die ich ken­ne auch bekom­men. dann aller­dings i.d.r. übr einen anwalt ver­sen­det mit anwalts­ge­büh­ren. lei­der ist das rechts­be­wusst­sein was das urhe­be­recht im netz betrifft nicht sehr aus­ge­prägt. so kann man nicht jeden ein­zeln mit nem du du du kom­men, son­dern es bleibt nur die abmah­ne­rei.

        wenn ich dei­nen text auf irgend ner ande­ren web­sei­te fin­den wür­de und wür­de die­sen für mei­ne dok­tor­ar­beit nut­zen, anschlie­ßend auf­grund der tol­len exper­ti­se als ceo irgend­wo arbei­ten und du wür­dest das raus­fin­den, was wür­dest du tun?

        1. Wenn das auf die Guttenberg-Geschichte ver­weist, da gab es kei­ne Kla­gen der zitier­ten Per­so­nen, weil angeb­lich nicht dar­ge­legt wer­den kann, dass ein Scha­den ent­stand. Das ande­re eben­sol­che Rech­nun­gen ver­schi­cken, glau­be ich sofort. Ich habe mit ande­ren Blog­be­trei­bern gespro­chen, die über sich selbst sogar sagen, dass Urhe­ber­rechts­miss­ach­tun­gen ihr Geschäfts­mo­dell sei­en, die sagen, dass nur in die­sem einen Fall die Sache so aus­ar­te­te. [Auch hier ver­wei­se ich mal bei Inter­es­se auf die Google-Plus-Diskussion, die erscheint mir über­schau­ba­rer und weni­ger pole­misch.]

          1. Dann hof­fe ich mal für Dich und dei­ne Spe­zis, dass ihr alle­samt erwischt wer­det und für jedes ein­zel­ne Mal dass ihr was ohne Erlaub­lis ver­öf­fent­licht habt ants­än­dig zur Kas­se gebe­ten wer­det!

  13. Naja, das ist eben die Fal­le in die man immer wie­der rein läuft: Es steht doch frei im Inter­net, also kann ich es auch ein­fach nut­zen und auf mei­ner Web­sei­te zei­gen.
    Wenn man vor­her mal drü­ber nach­denkt ist aber ja eigent­lich klar, dass man nicht ein­fach ein Bild nut­zen kann. Außer es steht klar dran, dass es zur frei­en Ver­fü­gung steht.
    Den Ärger, dass man jetzt zah­len soll kann ich schon ver­ste­hen. Aber man hat ja nun mal auch etwas falsch gemacht (ein Bild genutzt ohne zu wis­sen ob das Bild ‘Open Source’ ist).

  14. Ich bit­te die ver­spä­te­te Frei­schal­tung von Kom­men­ta­ren zu ent­schul­di­gen, aber ich war unter­wegs und Bei­trä­ge wer­den hier erst nach ein­ma­li­gem Kom­men­tar­bei­trag frei geschal­tet. Ich lese alle Kom­men­ta­re und wür­de mich dazu äußern, wenn ich zum Inhalt der Kom­men­ta­re der Sache nach ande­rer Mei­nung bin.

  15. Mei­ne Oma sag­te immer “Unwis­sen­heit schützt vor Stra­fe nicht.”

    Es gibt Leu­te, die ver­die­nen mit der Erstel­lung von Fil­men, Musik oder Fotos Geld. Auch wenn es das heu­te digi­tal im Inter­net gibt, darf man das genau­so­we­nig klau­en, wie Ziga­ret­ten oder Autos.

  16. Wer lesen kann, ist klar im Vor­teil. Bei dem abge­leg­ten Bild in der Foto­com­mu­ni­ty ist die Lizenz klar gekenn­zeich­net. Da steht “alle Bil­der unter­lie­gen dem Urhe­ber­recht der jewei­li­gen Sen­der”.

    Unab­hän­gig davon: es ist All­ge­mein­bil­dung, dass man ein Bild nicht frei ver­wen­den kann, es sei denn­das steht expli­zit da.

    Aller­dings: ich hät­te bei einem klei­nen Blog nun nicht gleich die GROßE Rech­nung auf­ge­macht, ande­rer­seits kotzt es einen auch an, wenn ohne zu fra­gen die eige­ne Leis­tung geklaut wird. Wie ist das eigent­lich bei Dir, kriegst Du jeden Monat Gehalts­ab­zü­ge, weil es in ande­ren Län­dern üblich ist, die Leu­te um Ihren Lohn zu beschei­ßen?

    Du hast ein biß­chen Pech gehabt, die Num­mer hät­te auch gleich mit der dicken Anwalts­rech­nung aus­ge­hen kön­nen. Inso­fern ist es doch nett, dass Du erst höf­lich gewarnt wirst, bevor mit den ganz gro­ßen Kano­nen geschos­sen wird. Ande­re machen das ganz Anders, da wird gleich die gro­ße Bazo­oka raus­ge­holt.

    Natür­lich ist das emo­tio­nal Schei­ße für Dich. Aller­dings: geklau­te Bil­der, Fotos und Urhe­ber­rech­te sind seit Mona­ten in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on um sämt­li­che sozia­len Netz­wer­ke wie Face­book, etc.. Gera­de als Blog­ger soll­te man hin und wie­der auch mal Zei­tun­gen lesen, sind ja zur Genü­ge online frei ver­füg­bar.

    Pas­siert ein­mal im Leben, in 100 Jah­ren kräht kein Hahn danach. Schei­ße pas­siert, was gelernt. Das Leben ist unge­recht. Das nächs­te Mal bist Du ein Sie­ger. Glaub an Dich.

      1. Das kannst du ja leicht raus­fin­den: Zieh vor Gericht.
        Und zah­le zusätz­lich zur Aus­gleichs­zah­lung auch noch die Anwalts- und Ver­fah­rens­kos­ten

        Viel­leicht soll­test du dich auch gleich­zei­tig noch über die Kos­ten für ein Ver­fah­ren wegen “übler Nach­re­de” (§ 186 StGB) infor­mie­ren.
        Denn als sol­ches könn­te man evtl. das, was hier geschieht, anse­hen, wenn du hier näm­lich unge­recht­fer­tigt Behaup­tun­gen über den Urhe­ber des Bil­des ver­brei­test.

        Im Gegen­satz zu dei­nen Urheberrechts-Verletzungen wäre das näm­lich nicht Zivil- son­dern Straf­recht.
        Da kas­siert dann kein Klä­ger mehr, son­dern der Staat.
        Dass du bei der ers­ten Ver­ur­tei­lung gleich die bis zu 2-Jährige Haft­stra­fe bekommst ist wohl eher unwar­schein­lich.

        1. Eigent­lich geht es hier in letz­ter Zeit nur um den recht­li­chen Aspekt und mei­ne Per­son. Das hat mit dem Foto­gra­fen nichts zu tun.

      2. Ähm, nun ja. Ob Du vor Gericht weni­ger Geld bezah­len wür­dest, bezweif­le ich. Der Foto­graf hat über den Google-Bild-Vergleich ja bereits raus­ge­fun­den, dass sein Bild tau­send­fach ver­wen­det wur­de (sagt Spiegel-Online). Es hat also sei­nen Wert und wenn Du Pech hast, hängt der Rich­ter noch ne Null hin­ten­dran.

        Aber rech­ne mal ganz ein­fach: allein Dein 1. Antritt bei Gericht kos­tet Dich locker nen Tau­sen­der: Gerichts­kos­ten, Anwalts­kos­ten, Fahrt­kos­ten, die ver­lo­re­ne Zeit in der Du hät­test Geld ver­die­nen kön­nen, etc. Hin­zu kommt: min­des­tens Dei­ne Anwalts­kos­ten darfst Du hübsch sel­ber tra­gen, die Dei­nes “Geg­ners” zumin­dest antei­lig.

        Aber das Ein­fachs­te für Dich wäre Fol­gen­des: rede mit dem Foto­gra­fen! Der ist ein­fach nur sau­er, dass 1000e sein Bild ver­wen­den. Viel­leicht kann man beim Rech­nungs­be­trag noch was machen.

        Die­se Art hier: erst klau­en und sich dann beschwe­ren, weil der Ande­re nun “angeb­lich” über­höh­te Rech­nun­gen stellt, nimmts mir nicht übel: Du for­derst Fair­ness und bist sel­ber unfair, so funktioniert’s nicht.

    1. Wie­so behaup­ten eigent­lich eini­ge — unab­hä­gig von der hier ent­stan­de­nen Situa­ti­on — man kön­ne Bil­der mit frei­er Lizenz (“OpenSource-Bilder”) so pro­blem­los ver­wen­den, wenn in der Quel­le die Nut­zung erlaubt wäre?

      Ich wür­de ein sol­ches Risi­ko jeden­falls nicht ein­ge­hen, da wie hier gezeigt Urhe­ber auch nach mehr als einem Jahr noch Rech­te ein­for­dern. Oder glaubt Ihr das nach so lan­ger Zeit noch bele­gen zu kön­nen, von wo Ihr ein ent­spre­chen­des Bild her­habt.

      Mal davon abge­se­hen gibt es IMHO noch kei­ne Tech­nik, um zwei­fels­frei zu bele­gen, dass ein Foto (ohne sicht­ba­res “Was­ser­zei­chen”) wirk­lich von einem poten­ti­el­len Urhe­ber stammt — oder habe ich etwas ver­passt?

      Zusam­men­fas­send gilt für mich — kei­ne Fotos ver­öf­fent­li­chen (auch kei­ne eige­nen), die nicht durch ein ent­spre­chen­des Was­ser­zei­chen “ent­wer­tet” wur­den.

      1. Japp, genau wegen sol­cher Pro­ble­me woll­te ich einen Blog­bei­trag hier­zu nicht unter­las­sen. Wenn es im vor­lie­gen­den Fall z.B. der Fall wäre, dass der zufäl­lig vor­bei­fah­ren­de Rad­fah­rer nicht sein Ein­ver­ständ­nis in die Ver­mark­tung des Bil­des gege­ben hat, könn­te er mich wegen der Ver­let­zung sei­ner Per­sön­lich­keits­rech­te belan­gen. Und ich glau­be auch nicht, dass er weiß, dass sein Bild so viral ver­brei­tet wor­den ist.

        Bild­such­ma­schi­nen gibt es nicht, die eine ein­deu­ti­ge Iden­ti­fi­ka­ti­on bräch­ten, das stimmt. Ich habe auch nur durch den bür­ger­li­chen Namen des Foto­gra­fen erken­nen kön­nen, dass die Urhe­ber­rechts­an­sprü­che nahe lie­gen. Ohne die­sen wäre ich nicht dar­auf gekom­men.

        1. Moment mal:
          Du hast “nur durch den bür­ger­li­chen Namen des Foto­gra­fen erken­nen kön­nen, dass die Urhe­ber­rechts­an­sprü­che nahe lie­gen. Ohne die­sen wäre ich nicht dar­auf gekom­men.”???????
          Viel­leicht soll­test du dich mal mit dem Urhe­ber­recht beschäf­ti­gen, denn JEDES Werk unter­liegt dem Urhe­ber­recht und aus­schliess­lich der Urhe­ber kann Nut­zungs­rech­te ein­räu­men. Das heisst vor allem: Wenn nicht AUSDRÜCKLICH vom Urhe­ber selbst ein sol­ches Nut­zungs­recht exis­tiert, dann darf das Werk eben nicht ver­brei­tet wer­den!!!!
          Es muss nicht noch extra irgend­wo fest­ge­schrie­ben sein, dass das Werk nicht wei­ter ver­brei­tet wer­den darf, das ist AUTOMATISCH so!
          Und da du ja wohl kaum die aus­drück­li­che Erlaub­nis des Urhe­bers hat­test die­ses Bild (oder auch irgend etwas ande­res des zahl­rei­chen recht­lich geschütz­ten Mate­ri­als das da auf dei­ner Sei­te zu fin­den ist!!!) zu ver­öf­fent­li­chen hät­test du eigent­lich von vorn­her­ein wis­sen müs­sen, dass zumin­dest irgend jemand Urhe­ber­recht an die­sem Bild hat und dass du es nicht nut­zen darfst.
          Ansons­ten gilt eben “Unwis­sen­heit schützt vor Stra­fe nicht”

          1. Nein, nur durch die Anga­be des bür­ger­li­chen Namens war es mög­lich, die Urhe­ber­rech­te am Ursprungs­bild des Witz­bil­des einer bestimm­ten Per­son zuzu­ord­nen.

  17. Ich weiss nicht, war­um Du Dich noch beklagst. Du hast einen Feh­ler gemacht, Du hast gezahlt. Ler­nen, abha­ken und fer­tig.

    Was soll dar­an falsch sein, wenn ein Urhe­ber sei­ne Leis­tung auch hono­riert haben möch­te?

    1. Ist abge­hakt, ich bekla­ge mich nicht, ich habe auch nichts gegen gerech­te Ent­loh­nung. Ich fand die psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung, die einen bestimm­ten Zweck erfül­len soll­te, nicht pri­ckelnd. Das ist alles. Und mit die­sem Bei­trag woll­te ich mög­li­cher­wei­se ähn­lich Ange­gan­ge­ne (ich hat­te zumin­dest eini­ge Vor­gän­ger) infor­mie­ren.

  18. ohmann, cars­ten, da has­te jetzt aber kommentar-dresche bekom­men, naja, wun­dert mich nicht wirk­lich, bissl blöd warst da halt schon aber ich wollt dir mal was zur unter­stüt­zung dei­ner theo­rie des, naja, “rache­feld­zug” ist wohl n bischen dol­le for­mu­liert, aber gekränk­tes ego ist ja auch ne star­ke trieb­fe­der, naja. also, ich hab mir mal die kom­men­ta­re in der ent­spre­chen­den FC-seite von schim­mer gege­ben, und wenn er die auch ver­folgt hat, weiss er defi­ni­tiv seit 08.09.2009 von rechts­ver­let­zun­gen, denn der zum datum gehö­ren­dem kom­men­tar:

    ” Den­nis Sie­bert, 8.09.2009 um 14:30 Uhr
    Schau mal, dein Bild macht nun schon die Run­de auf Witz­sei­ten.…

    http://www.isnichwahr.de/r18394074-isnichwahr-de-picdump-20090901
    .html”

    dar­auf (jetzt kommt´s) 2 kom­men­ta­re wei­ter:


    Micha­el Gun­ten­hö­ner, 8.09.2009 um 18:32 Uhr
    Ist doch toll! Das bringt dem Autor locker 700 Euro, wenn er es nicht selbst ein­ge­stellt hat.

    Ich lie­be es…

    Gruß
    Micha­el”

    schon auf­äl­lig, aber naja.

    grüs­se und reche­ri­er nächs­tes mal ordent­lich nach, auch wenns nervt…

    1. Gut, Dre­sche war zu erwar­ten, das hat sich auch des­we­gen geballt, weil Kom­men­ta­re nur ver­spä­tet frei­ge­schal­tet wur­den, da häuf­ten sich inhalt­lich die Kom­men­ta­re. Solan­ge nie­mand sich über­gan­gen fühlt in sei­ner Mei­nungs­äu­ße­rung geht das alles klar. Ist fair bis­her. Der Rest war mir neu, dan­ke dafür.

  19. Hal­lo Cars­ten,

    ich stim­me Dir voll­kom­men zu, dass die­ses Vor­ge­hen etwas merk­wür­dig ist.

    Laut Spie­gel Online hat der Urhe­ber bis­her nur ca. 20 Blog­ger wegen Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ange­schrie­ben. Wenn jeder nur 250 Euro zahlt, hat er mal eben 5.000 Euro ver­dient. Da allein die­ses Bild inzwi­schen mehr als 1.500 mal im Netz zu fin­den ist, wie der Urhe­ber selbst bestä­tigt, lässt sich die wei­te­re Ver­brei­tung durch die even­tu­el­le Löschung von 20 Bil­dern im deutsch­spra­chi­gen (abmahn­fä­hi­gen Raum) nicht auf­hal­ten und ist sicher auch nicht das Ziel die­ser Akti­on. Da mit Sicher­heit auch zukünf­tig wei­ter Blog­ger in der EU aus Unwis­sen­heit das Bild wei­ter­ver­brei­ten, wird die Akti­on im Erfolgs­fall vom Urhe­ber zukünf­tig sicher erneut durch­ge­führt.

    Frag­wür­dig ist auch die gesetz­te Frist. Zum einen viel zu kurz und offen­sicht­lich bewusst am Frei­tag Abend begin­nend, so dass Betrof­fe­ne kaum eine Mög­lich­keit haben sich aus­führ­lich recht­lich bera­ten zu las­sen.

    Der Urhe­ber sprach gegen­über Spie­gel Online zudem dar­über, dass er nicht jede Woche sei­ne drei Dut­zend meist­ge­klau­ten Bil­der im Inter­net über­prü­fen las­sen will. Da stellt sich für mich schon die Fra­ge, ob wirk­lich nur 20 Blog­ger ange­schrie­ben wor­den sind, oder eine nach­hal­ti­ge Geschäfts­idee dahin­ter steckt. Schein­bar kann so schnell viel Geld ver­dient wer­den. Es ist außer­dem äußerst frag­lich, ob und wenn ja, ob er über­haupt einen wirt­schaft­li­chen Scha­den von den unrecht­mä­ßi­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen hat. Ohne, dass jemand sei­ne Wer­ke kennt, kauft die Wer­ke auch ganz bestimmt nie­mand.

    Wenn es dem Urhe­ber bei die­ser Akti­on nicht ums Geld ver­die­nen gehen wür­de, hät­te er in sei­ner Email ganz ein­fach die nach­träg­li­che Kennt­lich­ma­chung sei­ner Urhe­ber­schaft ein­for­dern und die Namens­nen­nung und die gewon­ne­nen Links zu sei­ner Inter­net­sei­te als Wer­bung nut­zen kön­nen. Es stellt sich daher die Fra­ge, wie­so er über­haupt sei­ne Fotos bei der Foto­com­mu­ni­ty onlinestellt. Um die Ver­viel­fäl­ti­gung sei­ner Wer­ke zu ver­hin­dern hät­te er die Bil­der außer­dem pro­blem­los mit einem Was­ser­zei­chen ver­se­hen kön­nen. Um Geld zu ver­die­nen kön­nen Foto­gra­fen, Desi­gner etc. alter­na­tiv auch Por­ta­le wie fotolia.de nut­zen. Hier wird bereits für das Her­un­ter­la­den eine Lizenz­ge­bühr fäl­lig. Vor dem Kauf sind hier immer alle Bil­der mit einem Was­ser­zei­chen ver­se­hen und nur in klei­ner Auf­lö­sung zu sehen.

    Ein The­ma habe ich bis­her noch nicht ange­spro­chen, den ver­meint­li­chen wirt­schaft­li­chen Scha­den des Foto­gra­fen. Fakt ist, durch die Ver­brei­tung der Bil­der im Inter­net wird Wer­bung für sei­ne Bil­der gemacht. Das gilt auch für Bil­der, die mit Urhe­ber­rechts­ver­let­zung ver­öf­fent­licht wer­den. Die Wer­ke erlan­gen dadurch welt­weit Bekannt­heit. Das die­se Bekannt­heit jetzt als Grund für man­geln­de Ver­kaufs­zah­len her­hal­ten muss, hal­te ich für eine gewag­te The­se. Viel­mehr ist es doch so, dass die­ses Bild lus­tig ist. Wür­de ich es des­halb aber kau­fen und ins Wohn­zim­mer hän­gen? NEIN!

    Für den Ver­kauf sei­ner Wer­ke wäre es zudem för­der­lich, wenn auf der Home­page des Urhe­bers auch eine Mög­lich­keit bestün­de die Wer­ke zu kau­fen. Ein Online­shop, oder ein Hin­weis, wo die Wer­ke käuf­lich zu erwer­ben sind.

    Scha­de, wenn jetzt für das feh­len­de Ver­kaufs­ta­lent des Künst­lers Blog­ger zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen wer­den sol­len.

    Gruß
    Mar­co Scha­de

    PS: Genau aus die­sem Grund foto­gra­fie­re ich für mei­nen Blog alle Bil­der selbst.

    1. Von wegen deutsch­spra­chig = abmahn­fä­hig.
      Hier in der Schweiz könn­ten mir dei­ne deut­schen Anwalts­gei­er hübsch den Arsch küs­sen.
      Und was an dem Knips­bild so toll sein soll um dafür abzu­mah­nen, davon hab ich nun kei­nen SCHIMMER.

      1. einer­seits rich­tig — ande­re­seits falsch!
        Und zwar ganz gewal­tig.

        Es ist rich­tig, dass es in der Schweiz kei­ne Abmah­nun­gen gibt.
        Statt des­sen muss man gleich die noch grö­ße­re Keu­le raus­ho­len und vor Gericht zie­hen.
        Es ist dir hof­fent­lich noch nicht ent­gan­gen, dass auch die Schweiz ein Urheber-Recht hat, nur dass die­ses dort STRAFRECHTLICH ver­folgt wird. Wer in der Schweiz gewerbs­mäs­sig Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen begeht (was ja der Fall ist, wenn man einen Blog betreibt mit dem Geld ver­dient wird) der muss mit Frei­heits­stra­fe bis zu einem Jahr und einer Geld­bus­se in Höhe von 100.000 Fran­ken rech­nen

        Das ist doch die deutsch Abmah­nung noch der freund­li­che­re Weg, oder? 😉

    2. Hal­lo Mar­co S.

      Hast DU auf die Fra­ge…

      Es stellt sich daher die Fra­ge, wie­so er über­haupt sei­ne Fotos bei der Foto­com­mu­ni­ty onlinestellt.”

      schon eine Ant­wort.. Das wür­de mich bren­nend inter­es­sie­ren..!!

  20. Als Illus­tra­to­rin und Desi­gne­rin schlägt mein Herz hier natür­lich grund­sätz­lich für den Foto­gra­fen, der, selbst vom Schick­sal in Form der tech­ni­schen Gege­ben­hei­ten des Inter­nets gefickt, wohl ver­sucht, sei­ner­seits ein wenig zum Schuss zu kom­men. Nach der lan­gen Zeit und bei der Mas­se der Ver­stö­ße kommt einem das natür­lich ein wenig albern vor, aber er ist nun ein­mal der Urhe­ber.

    Den­noch ist die Lage ja nicht grund­sätz­lich so schwarz-weiss, denn man kann sich auch z.B. nie­mals sicher sein, daß das als CC gekenn­zeich­ne­te Werk tat­säch­lich gemein­frei ist oder nicht von einem Witz­bold auf den eige­nen Flickr Account kopiert und mit CC Kenn­zeich­nung ver­se­hen wur­de. Im Umkehr­schluss bedeu­tet das, daß man wirk­lich zero Inhal­te Drit­ter von außer­halb ein­bin­den, twit­pi­cen, face­boo­ken etc. darf, wenn man sich vor sol­chen Strei­tig­kei­ten schüt­zen will. De fac­to wäre das aber das Ende des Soci­al Web. Und das liegt ja nun in der Regel auch nicht im Inter­es­se der Urhe­ber.

    Schö­ne Schei­ße. 🙁

  21. Ich fin­de es ziem­lich unan­ge­nehm wie du rum­jam­merst und allen erns­tes auch noch geld für den ent­stan­de­nen scha­den erbet­teltst. du hast dich falsch ver­hal­ten; du wur­dest erwischt. sich jetzt hier auch noch über den von dir geschä­dig­ten aus­zu­las­sen, fin­de ich arm.

    1. Dann wür­de ich ein­fach der Dis­kus­si­on fol­gen und mich nicht wei­ter am flattr-Knopf stö­ren.

  22. Also jetzt mal im Ernst:
    Du hast Scheis­se gebaut indem du ein­fach ein Bild von dem du weder Urheber- noch Nut­zungs­rech­te hast ein­fach so ver­öf­fent­licht hast. Das ist schlicht­weg nicht erlaubt und nun bist du erwischt wor­den und beschwerst dich auch noch, dass der Urhe­ber auf sein Recht besteht? Schon etwas dreist, meinst du nicht?!?!?!?

    Oder fin­dest du es ganz nor­mal, dass man sich ein­fach etwas nimmt, was einem nicht gehört?
    Was wür­dest du sagen, wenn ein­fach jemand in dein Wohn­zim­mer geht und sich dei­nen Fern­se­her nimmt? Wäre nicht so pri­ckelnd, oder?

    Wie gesagt: du hast gegen gel­ten­des Recht ver­sto­ßen, viel­leicht kap­pierst du jetzt ja, dass es so etwas wie Urhe­ber­recht gibt und man nicht ein­fach frem­de Inhal­te ein­fach so nut­zen kann, wie es einem gefällt. Viel­leicht soll­test du mal Anfan­gen dich selbst dar­um zu küm­mern, Inhal­te für dei­ne Sei­te zu erstel­len statt ein­fach nur frem­des Mate­ri­al zusam­men zu sam­meln und dafür Wer­be­ein­nah­men abzu­greif­fen.
    Wenn du schon einen Blog betreibst, dann soll­test du auch fähig sein, die­sen mit EIGENEM Mate­ri­al zu füt­tern, ansons­ten soll­test du es viel­leicht bes­ser blei­ben las­sen.

    Und Anstatt dich auch noch öffent­lich dar­über zu beschwe­ren, dass dich jemand berech­tigt für den Feh­ler, den du zu 100% zu ver­ant­wor­ten hast (!!), belangt, soll­test du viel­leicht bes­ser mal ande­re von dei­ner Sor­te dar­über auf­klä­ren, dass das was sie da machen Unrecht ist, und dass man bei sowas eben mit Kon­se­quen­zen zu rech­nen hat.

    Mei­ner Mei­nung nach bist du mit 250,- eh noch viel zu glimpf­lich davon gekom­men, für eine der­ar­ti­ge Selbsbedienungs-Mentalität soll­te die Kon­se­quenz eigent­lich noch viel höher sein, nicht weil der Urhe­ber damit Geld ver­die­nen soll, son­dern weil so ein Ver­hal­ten eben Kon­se­quen­zen haben muss die auch gespürt wer­den.

  23. Herr von Schim­mer erin­nert mich an einen Face­book Benut­zer, der sei­ne pri­va­ten Details ver­öf­fent­licht und sich dann beschwert wenn es jemand liest.

    Hät­te der Foto­graf sei­ne Bil­der mit einem Was­ser­zei­chen ver­se­hen, z.B mit der URL zu sei­ner Home­page, hät­te er einen Nut­zen aus der vira­len Ver­brei­tung sei­nes Fotos zie­hen kön­nen.
    Ande­re müs­sen eine Marketing-Agentur beauf­tra­gen, um solch einen Wer­b­ef­fekt zu erzie­len.

    Statt sich über sei­ne neu gewon­ne­ne Popu­la­ri­tät zu freu­en, mahnt er jene ab, die ihn “unter­stützt” haben bekannt zu wer­den und in Zukunft hel­fen könn­ten, wenn das Poten­ti­al rich­tig aus­ge­schöpft wür­de.

    1. Hört sich an, als wür­dest du auch sagen, dass Frau­en selbst schuld sind, wenn sie ver­ge­wal­tigt wer­den?!?!?!?!?!?

      Es gibt das Urhe­ber­recht und das besagt, dass Wer­ke ohne Zustim­mung des Urhe­bers nicht wei­ter ver­brei­tet wer­den dür­fen.
      Wer es den­noch tut, der begeht eben eine Ver­let­zung der Rech­te des Urhe­bers.

      Zu behaup­ten, der Urhe­ber hät­te Was­ser­zei­chen oder Ähn­li­ches auf sei­nem Bild anbrin­gen müs­sen (was aber natür­lich das Bild ver­schan­deln wür­de) wäre nichts ande­res als wür­dest du sagen, Frau­en soll­ten gefäl­ligst zu hau­se blei­ben, wenn sie nicht ver­ge­wal­tigt wer­den wol­len!

      Der Foto­graf hat das Bild ver­öf­fent­licht (das ist sein Recht!) und er hat auch sei­nen (Künstler-) Namen dazu geschrie­ben. Auf der Sei­te steht zudem auch noch der Hin­weis, dass das ALLE Bil­der der Sei­te dem Urhe­ber­recht unter­lie­gen (letz­te­res müss­te nicht mal extra daste­hen müs­sen, das ist GESETZ!!)
      Was muss man denn bit­te sonst noch tun, um jeman­den davon abzu­hal­ten das Gesetz zu bre­chen? Jedem Men­schen der Welt extra eine eMail schi­cken???

      1. Also Ver­ge­wal­ti­gung fin­de ich jetzt schon einen kras­sen Ver­gleich. Ich woll­te nur auf­zei­gen, dass Herr von Schim­mer von der Situa­ti­on hät­te pro­fi­tie­ren kön­nen, anstatt auf sein Recht zu behar­ren.

        Das deut­sche Recht spricht anschei­nend für Herrn Schim­mers Posi­ti­on, aber das bedeu­tet doch nicht, dass man kei­ne ande­re Mög­lich­keit in Betracht zie­hen soll­te.

        1. und was wäre die “ande­re Mög­lich­keit”?
          Ein­fach taten­los zuzu­se­hen wie jemand den eige­nen Con­tent klaut?

          Wür­dest du auch ein­fach zuse­hen, wie jemand dei­nen Fern­se­her aus dei­nem Wohn­zim­mer trägt, oder wür­dest du dann doch auch mal dei­nen Ver­stand ein­schal­ten und ein­se­hen, dass das unrecht ist?

          Und komm mir jetzt nicht mit “man hät­te ja ein Was­ser­zei­chen auf das Bild machen kön­nen, dann hät­te man kos­ten­lo­se Wer­bung”
          Immer­hin könn­test du ja auch dei­nen Namen auf dei­nen Fern­se­her schrei­ben, dann hät­test auch DU kos­ten­lo­se Wer­bung, wenn der Dieb und sei­ne Gäs­te jedes Mal dei­nen Namen sehen, wenn sie fern­se­hen.
          Kap­pierst du jetzt end­lich, dass da gegen ein Gesetz ver­stos­sen wur­de und dem Urhe­ber ein tat­säch­li­cher mone­tä­rer Scha­den ent­stan­den ist indem das Bild ohne Zah­lung von Nut­zungs­ge­büh­ren ver­wen­det wor­den ist?

          1. Mei­ne Güte, war­um rei­ßen die­se hirn­ris­si­gen aber völ­lig schie­fen Ver­glei­che mit Straf­ta­ten rund um mate­ri­el­le Güter oder gar Straf­ta­ten gegen Men­schen nicht ab.

            Ver­ge­wal­ti­gung und Dieb­stahl hat­ten wir schon. Es gäbe noch Ter­ror, Men­schen­han­del, Raub, Mord, Brand­stif­tung. Hab ich was ver­ges­sen? Nicht? Gut, ist das damit abge­hakt?

            Das Urhe­ber­recht ist halt lei­der wie es ist. Daher ist der Foto­graf im Recht. So ist das nun­mal und das steht auch außer Fra­ge.

            Den­noch ist es schon arg schräg und kon­stru­iert und es bedarf ver­que­ren Juristen-Gedankengängen aus dem Post die­ses ohne­hin im Inter­net frei zugäng­lich gemach­ten Fotos in einem Blog einen Scha­den abzu­lei­ten. Aber so ist sie nun­mal unse­re heu­ti­ge Zeit.

    2. Nico: Die Argu­men­ta­ti­ons­chie­ne: Der beklau­te Foto­graf darf auch noch glück­lich dar­über sein, dass sein Foto so häu­fig geklaut wird, ist DUMMDREIST.

      Kein Inhalts­schaf­fen­der kann sei­ne Fami­lie davon ernäh­ren, dass sein Foto hun­dert­fach geklaut wird. Und nicht jeder kann mit CC Ruhm Work­shops zum The­ma Foto­gra­fie ver­kau­fen. Das Geschäfts­mo­dell von Foto­gra­fen bleibt Foto machen, lizen­sie­ren, ver­kau­fen.

      Dei­ne Äuße­run­gen, aber auch die Äuße­run­gen von ande­ren hier zeigt, dass sich die Bevöl­ke­rung mit der Wich­tig­keit des Urhe­ber­schut­zes aus­ein­an­der­set­zen muss.

      1. Olaf, du schreibst ja in dei­nem Blog auch recht ger­ne über das The­ma. Scheint ja dein Spe­zi­al­the­ma zu sein.

        Aber mal ehr­lich. Wenn man sei­ne Fotos ver­kau­fen will, war­um legt man sie dann öffent­lich ohne Was­ser­zei­chen min­des­tens mit Email­adres­se ins Netz?

        Natür­lich hast du grund­sätz­lich Recht und die Nut­zung im Blog war nach aktu­el­ler Rechts­la­ge ein ziem­li­cher Griff ins Klo. Der Foto­graf war aber eben­so min­des­tens unbe­darft.

        Die aktu­el­le Situa­ti­on rund um das Urhe­ber­recht gera­de bei Fotos, die ja im Netz beson­ders leicht ein­ge­bun­den wer­den kön­nen, ist aktu­ell in jeder Hin­sicht unbe­frie­di­gend. Ich wür­de mich freu­en, wenn der Gesetz­ge­ber hier in Zukunft etwas rea­li­täts­nä­her gestal­ten wür­de. Ich kann den Foto­gra­fen sehr wohl ver­ste­hen, ich kann aber an einer Ver­lin­kung eines unge­kenn­zeich­ne­ten sogar durch den Urhe­ber öffent­lich gemach­ten Bil­des im Rah­men der redak­tio­nel­len Inhal­te eines Blogs nichts Ver­werf­li­ches erken­nen.

        Der Urhe­ber soll­te jedes Recht haben, der wei­te­ren Nut­zung zu wider­spre­chen. Nach­träg­lich aber durch­aus nen­nens­wer­te Hono­rar­for­de­run­gen zu stel­len, hal­te ich für ähn­lich unan­ge­mes­sen, wie die hier dis­ku­tier­te uner­laub­te Ver­wen­dung des Bil­des.

        1. Schmitz: Wenn der Kol­le­ge gleich sei­nen Anwalt hät­te schrei­ben las­sen, wären die Infor­ma­tio­nen sicher­lich sach­li­cher gewe­sen und Cars­ten hät­te in die­sem Blog­ar­ti­kel weni­ger Mög­lich­kei­ten, sei­nen Opfer­ge­füh­len Aus­druck zu ver­lei­hen.

          Mein Lieb­lings­the­ma ist übri­gens das Erstel­len von Land­schafts­fo­tos und nicht die Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen, die damit began­gen wer­den. Zeit ver­brin­ge ich am liebs­ten drau­ßen am Strand, nicht mit juris­ti­schen Din­gen.

          Und was das The­ma Urhe­ber­schaft angeht, so den­ke ich, dass die Dis­kus­sio­nen in der Öffent­lich­keit sehr ober­fläch­lich geführt wer­den.

          Das Pro­blem ist nicht die Ein­fach­heit der Ver­lin­kung oder des Kopie­rens von Inhal­ten, son­dern die Men­schen, die mei­nen, alles umsonst bekom­men zu kön­nen. Hier­zu bedarf es öffent­li­cher Dis­kus­si­on und einer all­ge­mei­nen Bewusst­wer­dung über den Wert von Schöp­fungs­ar­beit.

          Faux­pas, wie sie hier dis­ku­tiert wer­den, sind nur ein klei­ner Teil des Pro­blems.

          Das Pro­blem ist viel weit­rei­chen­der. Auch gro­ße Maga­zi­ne mei­nen z.B. alles umsonst bekom­men zu kön­nen und ver­hal­ten sich dem­entspre­chend. (Stich­wort: Total Buy­Out) Das sind genau die Maga­zi­ne, die ihre Bericht­erstat­tung auf eine Locke­rung des Urhe­ber­rech­tes aus­rich­ten. Mei­nes Erach­tens wäre es viel wich­ti­ger, sich über die Mono­pol­stel­lung der Rech­te­ver­wer­tungs­in­dus­trie und dem Lob­by­is­mus in der Poli­tik zu unter­hal­ten. Die neu­en Nut­zungs­ge­wohn­hei­ten und Bedürf­nis­se benö­ti­gen viel­mehr neue offe­ne­re Märk­te, die der weit­rei­chen­de­ren Nach­fra­ge gerecht wer­den und eben nicht ein neu­es Urhe­ber­recht.

          Leid­tra­gen­de der augen­blick­li­chen Bestre­bun­gen der Urhe­ber­rechts­kas­tra­ti­on sind die „klei­nen Kul­tur­schaf­fen­den“ und die gro­ße, par­ti­ell abge­mahn­te Mas­se, die wei­ter­hin Inhal­te zu alten Prei­sen kau­fen soll.

          Rich­ti­ger Ver­lie­rer ist die Kul­tur, die in der Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft heu­te nicht mehr den glei­chen Stel­len­wert zuge­spro­chen bekommt, wie schlich­te Infor­ma­ti­on.

          Allein der Wider­spruch, das Netz auf der Grund­la­ge von Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen total kon­trol­lie­ren zu wol­len und neben­bei das Urhe­ber­recht zu lockern ist wider­sprüch­lich und zeigt, wie schi­zo­phren in Deutsch­land das Urhe­ber­recht dis­ku­tiert wird.

          Gewin­ner die­ser Dis­kus­sio­nen sind mono­po­lis­tisch struk­tu­rier­te Rech­te­ver­wer­ter, poli­ti­sche Dem­ago­gen, Lob­by­is­ten, Abmahn­an­wäl­te.

  24. ich sehe es GENAU SO wie Alex- Das Blog­gen und reb­log­gen ist eine abso­lu­te UNART- ich habe kürz­lich fest­ge­stellt dass mei­ne Bil­der in über 30 ver­schie­de­ne Blogs rum­schwir­ren. und zwar OHNE zu fra­gen — ich fin­de das völ­lig daneben- denn die ARBEIT die Bil­der zu schaf­fen hat­te ich und die, die die Bil­der klau­en brüs­ten sich mit frem­den Federn!

  25. also sor­ry, aber man könn­te ja auch mal genau aufs Bild schau­en… Ich für mei­nen Teil sehe das Was­ser­zei­chen… Und oh wun­der, das stimmt mit dem Logo des Foto­gra­fen über­ein. Aber ist natür­lich auch ne gute Masche, jede gerecht­fer­tig­te For­de­rung als Abzo­cke anzu­pran­gern. Und Rache­feld­zug? Bist du mal per­sön­lich hin und hast ihn ange­spuckt oder war­um soll­te der nen Grund haben sich bei dir zu rächen?

    Laut Arti­kel hast du bezahlt, bet­telst jetzt aber wei­ter um Koh­le? Aber…is klar, mit dem Blog hier ver­diens­te kei­ne Koh­le. Die all­ge­mei­ne Kom­men­tardre­sche ist echt ver­dient.

      1. Und das ändert an dei­nem Ton­fall und dei­ner zicki­gen klein­mäd­chen­haf­ten Reak­ti­on bit­te was? So wie sich das hier dar­stellt hast du bis­lang nicht­mal ver­sucht mit die­sem Foto­gra­fen auch nur mal anstän­dig zu reden, laut Spie­gel jeden­falls ist der ja wohl aus allen Wol­ken gefal­len (O-Ton: ent­setzt)

        Und nicht mal der Spie­gel benutzt einen ande­ren als den Künst­ler­na­men, du suchst aber soviel Dreck zusam­men wie es geht.

        DIESES” Bild hät­test du selbst ja auch mal mit der google-bildersuche über­prü­fen kön­nen. Ist doch klar, dass es gera­de JETZT sovie­le Mah­nun­gen hagelt, wo die end­lich so gut funk­tio­niert. Ich selbst nut­ze die mitt­ler­wei­le auch. Unter­schied nur: ich habe kei­ne urhe­ber­rech­te son­dern bin nur abge­bil­det, also per per­sön­lich­keits­recht betrof­fen und kann bei ille­ga­len Kopi­en bloß höf­lich anklop­fen und drum bet­teln, dass es von Por­no­sei­ten oder poli­tisch frag­wür­di­gen Sei­ten ver­schwin­det. Wär ich Urhe­be­rin wür­de ich genau­so vor­ge­hen… Nee nicht ganz… Ich hät­te gleich den Anwalt machen las­sen. Man sieht ja was pas­siert, wenn man es anschei­nend erst mal im Guten pro­biert…

        Sor­ry ich finds echt unter aller sau. Und wie ist das jetzt, beziehst du stel­lung dazu dass du bereits gezahlt hast aber den­noch wei­ter nach spen­den bet­telst, oder über­gehst du das genau­so, wie jede ande­re kri­tik hier bis­her?

        1. Ich wäre auch über­rascht, wenn plötz­lich Spie­gel Online bei mir anruft. Zu den Namen: Der Foto­graf woll­te zunächst in Ver­bin­dung mit dem Bild mit sei­nem bür­ger­li­chen Namen genannt wer­den, ist aber bezgl. des Bil­des nur durch sei­nen Künst­ler­na­men als Urhe­ber gekenn­zeich­net. Daher habe ich bei­de ver­wen­det, da der Foto­graf den zwei­ten mir gegen­über nie erwähnt hat, auch wenn er nun meint, ich sol­le bei­de Namen nicht in Ver­bin­dung set­zen, da er mich hier­auf hin­ge­wie­sen hät­te. Dar­auf­hin habe ich bei­de Namen ent­fernt. Mei­ne per E-Mail gestell­te Fra­ge, wor­auf sich der Foto­graf bezieht, wenn er schreibt, mich aus­drück­lich auf die­ses Ver­bin­dungs­ver­bot hin­ge­wie­sen zu haben, ist bis jetzt unbe­ant­wor­tet geblie­ben.

          Ich ant­wor­te Sach­kri­tik zu die­sem Bei­trag schon so gut es geht. Rein Pole­mi­sches über­le­se ich, sofern nur ich damit getrof­fen wer­den soll.

      2. 1)Aus mei­ner Sicht begehst Du gera­de wie­der dies­sel­be Urhe­ber­rechts­ver­let­zung, wenn du das Bild hier ver­linkst. Und dies­mal noch schlim­mer, da Du nun weißt, dass Du dies nicht darfst.
        2.) Geis­ti­ges Eigen­tum ist eben auch Eigen­tum. Man darf es nicht ein­fach steh­len.
        3.) Es geht Dich nichts an , wie­vie­le Uhr­he­ber­rechts­ver­let­zer der Foto­graf ange­schrie­ben hat, das ist sei­ne Ange­le­geh­heit.
        4.) Selbst­ver­ständ­lich teicht ein Löschung oder nach­träg­li­che kenn­zeich­nung nicht aus. Dem Foto­gra­fen steht eine Ent­schä­di­gung für die bis­he­ri­ger uner­laub­te Nut­zung zu.

  26. Es soll­te doch mitt­ler­wei­le zur All­ge­mein­bil­dung gehö­ren, das man frem­de Inhal­te, gleich wel­cher Art, nicht ein­fach für sich und sei­ne Pro­jek­te nutzt.

    Einen faden Bei­ge­schmack hat die Sache für mich aller­dings den­noch in zwei­er­lei Hin­sicht:

    1.) Der Foto­graf sucht sich die schwächs­ten Opfer, näm­lich wohl allein deut­sche “Ver­let­zer”. Das der Rest der Welt das Bild fröh­lich anoynm wei­ter­ver­brei­tet, dage­gen kann und wird er nichts tun.

    2.) Er selbst unter­nimmt nichts um die Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen zu mini­mie­ren. Das er sein Bild ohne Was­ser­zei­chen auf der Foto­com­mu­ni­ty ver­öf­fent­licht ist zwar sein Recht, aber auf­grund der Gescheh­nis­se scheint er wei­te­re Ver­let­zun­gen bil­li­gend in Kauf zu neh­men. Offen­bar rech­net sich das Abmahn­ge­schäft für ihn durch­aus.

  27. Und noch etwas… das vom Urhe­ber aus­ge­spro­che­ne Ver­bot, einen “Künst­ler­na­men” mit einem rea­len Namen in Ver­bin­dung zu brin­gen hal­te ich grund­sätz­lich für undurch­setz­bar.

    Er selbst wirbt auf der Foto­com­mu­ni­ty mit der Web­site http://www.heinrichvonschimmer.de. Es ist für jeden ein leich­tes — und hier gilt dann bit­te­schön glei­ches Recht für alle — den Inha­ber der Domain über die DENIC Daten­bank abzu­fra­gen. Das dau­ert etwa 30 Sekun­den und ist völ­lig legal.

    Das er auf sei­ner eige­nen Web­site einen fal­schen Namen im Impres­sum führt ist übri­gens sei­ner­seits nach allen mir bekann­ten Geset­zen ein Wett­be­werbs­ver­stoß und soll­te eben­falls abge­mahnt wer­den.

  28. Im Übri­gen:
    Du behaup­test in dei­ner “Stel­lung­nah­me”

    Mir scheint, es geht nicht dar­um, dass ich per­sön­lich einen kon­kre­ten Scha­den her­ge­führt habe, son­dern um Rache. Weil angeb­lich das Auf­tau­chen des Fotos im Inter­net dazu geführt hat, dass der Foto­graf das Foto selbst nicht zufrie­den­stel­lend ver­kau­fen kann – denn ansons­ten wäre es ja kein Scha­den.”

    Das ist schlicht­weg FALSCH!
    Denn um das Bild auf dei­ner Sei­te ordent­lich nut­zen zu dür­fen hät­test du es vom Foto­gra­fen (Urhe­ber!!!) ordent­lich lizen­sie­ren und eben dafür bezah­len müs­sen.
    Da du das aber nicht getan hast ist dem Foto­gra­fen ein Scha­den ent­stan­den!

  29. Wer die Site des Herrn Urhe­bers ansieht soll­te einen umfas­sen­den Ein­druck sei­nes Cha­rak­ters gewin­nen.

    wit­zig, weil die nicht damit gerech­net hat­ten, dass einer mit sei­nen zwei Bil­dern gleich in zwei Kate­go­ri­en vor ins­ge­samt 3000 Mit­be­wer­bern gewinnt”
    “Ber­lins Topfo­to­graf für stil­vol­le Events”

    Wer der­art von sich ein­ge­nom­men ist, denkt sicher­lich auch, alle Welt glaubt ein Foto­gräf­lein leis­te sich einen dedi­zier­ten Admin für sei­ne Site 😉

    nuff said.

  30. 2 Sachen zu die­sem Arti­kel muss ich doch los wer­den:
    1) Kannst Du mir bit­te die Email Adres­sen Dei­ner Freun­de geben, die für Dein Fehl­ver­hal­ten bezah­len “Flattr u.ä.” Ich bin ein paar­mal in die­sen öffent­li­chen Bus­sen gefah­ren und nun wol­len die hier von mir 40€ haben wegen Schwarz­fah­ren, dabei hat­te ich ganz bun­te Sachen an und nichts schwar­zes, viel­leicht könn­ten Dei­ne Freun­de mei­ne Tickets bezah­len — für mich ist das sehr ähn­lich und ich hab hier noch Parkti­ckets …

    2) Wenn ich H.v.S. wäre wür­de ich für die­sen Arti­kel und Dei­ne Reak­tio­nen in den Kom­men­ta­ren alle Freund­lich­keit ver­ges­sen und den Anwalt von der Lei­ne las­sen, weil ich nicht den Ein­druck habe das Du etwas ver­stan­den hast

  31. Guten Abend!

    Also mei­ner Mei­nung nach ist das ein typi­scher Fall von “Wolf im Schaf­pelz”! Man beach­te jetzt ein­mal fol­gen­des Zitat von Urhe­ber: “Er schickt nicht sei­ne Anwäl­te los, son­dern schreibt eine Email, und spart Dir so erheb­li­che Kos­ten.” Und genau das soll einem sug­ge­rie­ren, dass es der eigtl. Urhe­ber des Bil­des doch nur gut mit Dir meint! Nein, noch bes­ser! Er ist sogar sooo GNÄDIG und ver­langt per­sön­lich NUR 600 €, anstatt die per Anwalt ver­an­schlag­ten 1564€ + USt!1!! Wären bei angeb­lich 20 per E-Mail abge­mahn­ten urhe­ber­rechts­ver­sto­ßen­den “Raub­ko­pie­rern” sat­te 12000€! Selbst wenn, wie in dei­nem Fall, jeder nur 250 € bezahlt, wären das schon sat­te 5000€! (Da wären die Weih­nachts­ge­schen­ke mei­ner­seits SEHR groß­zü­gig aus­ge­fal­len!) Das ist letzt­end­lich so änlich, als wür­de man die Fami­li­en von Bank­räu­bern ein­sper­ren, nur weil man nicht mehr an die eigent­li­chen Bank­räu­ber ran kommt, da die­se sich im Aus­land abge­setzt haben. Oder war­um mahnt Herr Von­Und­Zu kei­ne rus­si­schen Blog-, Web-, und Foren­be­trei­ber ab? Ein Feren­gi macht so etwas, ein Mensch ver­langt nur das Ent­fer­nen die­ses Bil­des bzw. des Links.

    Wenn man jetzt mal bedenkt, dass sich die­ses Foto tau­send­fach durch’s Inter­net geschla­fen hat, ist davon aus­zu­ge­hen, dass man die­ses Bild nicht mehr aus dem Netz bekommt. Und ich gehe jetzt ein­mal in der Annah­me, dass es sich um ein Bild han­delt, das für den Werbe- oder Print­be­reich vor­ge­se­hen war. Womit sich im Gegen­satz zu den digi­ta­len Medi­en, noch etwas Geld ver­die­nen lässt, denn alles ande­re ist Augenwischerei/Träumerei! Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass Herr “von und zu”, ich Zitie­re “Über Com­pu­ter­tech­nik und die Ver­lags­bran­che zur Foto­gra­fie gekom­men” ist, fra­ge ich mich schon, wie­so er nicht weis, wie das Netz funk­tio­niert?

    Fazit: Bezah­len, abha­ken, dar­aus ler­nen! So blöd sich das jetzt anhört, aber wenn ich an dei­ner Stel­le wäre, dann wären es mir die 250€ wert, eine so gro­ße Lee­re dar­aus zu zie­hen. Da wür­de ich die 250€ zu 100% selbst bezah­len, damit es auch rich­tig schmerzt und ich das garan­tiert nicht mehr ver­ges­se! Daher auch garan­tiert kein € von mir, sor­ry. Vor­aus­ge­setzt Herr von Schim­mer kennt den Streisand-Effekt, wird er wohl kaum wei­te­re recht­li­che Schrit­te unter­neh­men. Hat ja jetzt sogar schon SPON dar­über berich­tet.

    P.S. Mir wird echt schlecht, wenn ich hier stän­dig lesen muss, von wegen “erwischt”! Das wür­de Vor­satz vor­aus­set­zen, tut es aber nicht! Also Frau Jana & Co, schal­tet euer Hirn ein, nach­den­ken, tip­pen, und dann abschi­cken, oder alter­na­tiv ein­fach mal *********** hal­ten.

  32. sor­ry, aber:hallo! es gibt urhe­ber­rech­te! unwis­sen­heit schützt vor stra­fe nicht! also nicht rausreden,sondern bezah­len!

  33. Hal­lo zusam­men,
    Was mich an dem gan­zen stört ist das hier wie­der mal der dum­me Deut­sche berap­pen muss ( recht­lich kor­rekt), das Bild schwirrt nun schon eini­ge zeit im Netz rum, der Urhe­ber wird auf FC bereits 2009 auf kopies auf­merk­sam gemacht und dann plötz­lich fällt es ihm ein ein paar abzu­mah­nen — das ist es was mich stört an dem gan­zen.

  34. Die Sach­la­ge ist in Dei­nem Fall ein­fach: Du gibst zu, dass Du ein Bild ohne Klä­rung der Urheber- und Ver­wer­tungs­rech­te auf Dei­ner Web Sei­te genutzt hast. Damit hast Du schon zumin­dest fahr­läs­sig, wenn nicht sogar vor­sätz­lich gehan­delt.

    Jeder Web Sei­ten Erstel­ler muss wis­sen und immer in in Betracht zie­hen, dass er frem­de Inhal­te nicht ohne wei­te­res in Sei­ne Sei­ten über­neh­men darf. Egal ob Fotos, Tex­te oder ande­re Medi­en. Für Bil­der gibt es genug preis­wer­te Bil­der­diens­te. Ansons­ten kos­tet eine Digi­tal­ka­me­ra nicht viel.

    Inter­es­san­ter wird naür­lich die Fra­ge, wenn nicht Du, son­der jemand der Kom­men­ta­re hin­zu­fügt, frem­de Inhal­te ver­wen­det. Das wird sehr viel kom­pli­zier­ter aber im Streit­fall lan­det auch die­ses Pro­blem bei Dir.

    Also Vor­sicht, im Web ist nichts öffent­lich aus­ser Dei­ner Mei­nung und Dei­nen pri­va­ten Daten!

    Grü­ße
    Ste­fan

    p.s. ansons­ten ein sehr schö­ner Blog!

  35. Hier­zu fällt mir eigent­lich gar­nicht viel mehr ein als:

    1. Du hast einen Feh­ler gemacht, den man als Betrei­ber einer Web­site mit ein biss­chen Erfah­rung und Hin­ter­grund­wis­sen (das man sich aneig­nen muss wenn man eine Web­site ver­öf­fent­li­chen möch­te) hät­te aus­schlie­ßen kön­nen.

    2. Du hast eine sehr sehr Mil­de Sum­me dafür gezahlt, sei dem Foto­gra­fen dank­bar, denn der “Scha­den” hät­te weit grö­ßer sein kön­nen (müs­sen).

    3. Hab Ver­ständ­nis für das Vor­ge­hen! Das Foto ist das Pro­dukt, das ein Foto­graf ver­kauft und damit sein Geld ver­dient. Nur weil ein Brot in der Aus­la­ge liegt und nicht dran steht dass es dem Bäcker gehört bis Du es gekauft, darfst Du es nicht aus der Aus­la­ge neh­men und auf­es­sen, ver­tei­len oder sons­ti­ges. Den Preis für das Brot wirst du dem Bäcker auch bezah­len müs­sen (ohne dass dir jemand etwas spen­det um dei­nen Feh­ler zu bezah­len).

    4. Sei fair… (Sie­he 2) und beschwe­re Dich nicht über die klei­ne Ent­schä­di­gung die der Foto­graf von dir ver­langt hat. Son­dern ler­ne dar­aus. Es gibt weit­aus weni­ger ver­ständ­nis­vol­le Foto­gra­fen ( und das mit gutem Recht! )

    LG Chris

  36. Ich beob­ach­te die Abmahn­sze­ne schon lan­ge und zum ers­ten Mal habe ich Sym­pa­thie mit dem Foto­gra­fen und sei­nen Vor­ge­hen. Er ist so fair und schöpft nicht alle Mög­lich­kei­ten die er hat aus.

    Und der Dank von Dir, Cars­ten, ist das Du ver­sucht von eige­nen Fehl­ver­hal­ten ablenkst, dem Foto­gra­fen eine Masche unter­stellst und jeder direk­ten Kri­tik nur aus­weichst.

    Schon ein Blick auf Dein Impres­sum zeigt, dass dir die Urhe­ber­pro­ble­me bewusst sind. Dei­ne Masche hier einen auf Opfer zu machen und raus zu win­den gibt lei­der der Abnah­m­in­dus­trie Recht.

    Das lie­be ich an Soci­al Media, dass eine sol­che Trans­pa­renz über Per­so­nen von ganz allei­ne ent­steht.

  37. Sor­ry, aber der Arti­kel geht gar nicht.
    Du bist der Täter, ver­suchst dich aber hier als Opfer dar­zu­stel­len.

    Der Fall ist doch ganz ein­fach: Du hast ein Foto im Netz gese­hen und hast es ohne wei­ter dar­über nach­zu­den­ken für dei­ne eige­nen Zwe­cke ver­wen­det. Und das war ganz ein­fach ein Feh­ler. Dazu soll­test du ste­hen. Inwie­fern z.B. der Geld­be­trag über­trie­ben ist, dar­über lässt sich strei­ten. Aber letzt­end­lich ist es dei­ne Schuld – hät­test du rich­tig gehan­delt, hät­test du kei­ne Pro­ble­me bekom­men.

    Du ziehst einen Nut­zen aus dem Werk eines Ande­ren – ohne, dass er davon wuss­te, geschwei­ge denn gefragt wor­den wäre oder selbst am Nut­zen betei­ligt wor­den wäre. Das for­dert er jetzt ein, und damit ist er völ­lig im Recht.

  38. Ich kann den Foto­gra­fen ver­ste­hen und fin­de sein´Verhalten fair. Er hät­te alle Fäl­le auch gleich an Anwäl­te gege­ben und die sind nicht zim­per­lich. Auch des­halb nicht, weil da immer auch eine straf­recht­li­che Kom­po­nen­te dabei ist.

    Ich sel­ber habe im Moment den Streit mit einer Zeit­schrift wegen unge­recht­fer­tig­ter Ver­wen­dung zwei­er Fotos und ich ste­he kurz vor dem Stel­len eines Straf­an­tra­ges wegen Urhe­ber­rechts­ver­let­zung.

    Aber im Sin­ne des Blog-Betreibers hier bin ich ja sdann wohl auch jemand, der ver­sucht mit einer Masche Geld zu machen. Ich jedoch sehe es als berech­tig­te Ver­tre­tung mei­ner Inter­es­sen.

  39. Ich foto­gra­fie­re auch und auch Freun­de von mir foto­gra­fie­ren. Und die Ergeb­nis­se die­ser Arbeit ein­fach zu neh­men und die schon ein­fachs­ten Lin­zenz­be­din­gun­gen zu bre­chen, die aus­schließ­lich die Nen­nung des Urhe­bers for­dern ist ein­fach hef­tig.
    Dann damit noch Geld zu ver­die­nen (sie­he Ban­ner­wer­bung) ist schon dreist und sich dann noch zu beschwe­ren, dass man für die­sen Ver­trags­bruch und die unli­zen­sier­te Ver­wen­dung des Fotos beschwe­ren ist eine Frech­heit.
    Als Scha­den wäre hier z.B. auch noch der Ver­let­zer­ge­winn anzu­se­hen. Unab­hän­gig davon wäre eigent­lich auch eine Ver­trags­stra­fe fäl­lig.

    Und das gan­ze dann auch noch von einem Schrei­ber, der viel­leicht auch noch bei IG WORT ange­mel­det ist!!!

    1. Es ist nicht so, dass ich das Foto von der Sei­te des Foto­gra­fen genom­men hät­te und in Kennt­nis des Wun­sches nament­lich genannt zu wer­den ohne die­sen das Foto hier ver­öf­fent­licht hät­te. Ich bin auch nicht in der IG Wort. Viel Spaß wei­ter­hin beim frei­en Asso­zi­ie­ren.

      1. Du schreibst oft, du hät­test kei­ne Kennt­nis, vom Wunsch des Foto­gra­fen, nament­lich genannt zu wer­den.
        Es gibt Geset­ze, die sind für jeder­mann in die­sem Staat, das Urhe­ber­schutz­gestz gehört dazu. Der Text wur­de ja schon gepos­tet und dehalb spar ich mir das hier- Du kannst dich nicht dahin­ter ver­ste­cken, es nicht gekannt zu haben. Dann soll­test du schwei­gend zah­len.

  40. Ich fin­de, der Foto­graf hat völ­lig recht. Urhe­ber­rechts­ver­let­zung ist und bleibt eine Straf­tat, die schon so man­chen in den Ruin getrie­ben hat und gehört bestraft.
    Es gibt 2 Mög­lich­kei­ten, ent­we­der beschafft man sich das Mate­ri­al auf lega­le Art und Wei­se oder aber der­je­ni­ge, der es braucht, macht es selbst.
    Es steckt viel Arbeit in der Erstel­lung solch eines Fotos und die­se Arbeit gehört gebüh­rend gewür­digt. Und schließ­lich, Fra­gen kos­tet gar nichts!
    Höre also auf zu jam­mern, der Foto­graf ist voll­kom­men im Recht!

  41. Da bist Du noch güns­tig davon­ge­kom­men. Wärst Du in Ame­ri­ka, wäre die Rech­nung deut­lich höher aus­ge­fal­len, weil das dort eben mög­lich ist. Ich ken­ne einen deut­schen Profi-Fotografen dort, der bei Ver­stö­ßen wie Dei­nem pau­schal 10.000 Dol­lar berech­net. Er mein­te, frü­her hät­te er sich noch die Mühe gemacht, die Leu­te anzu­schrei­ben und auf ihren Feh­ler hin­zu­wei­sen, doch ihm sei so oft kom­plet­tes Unver­ständ­nis (ver­bun­den mit nicht erfolg­ten Löschun­gen der Fotos) ent­ge­gen­ge­schla­gen, dass er sich irgend­wann gefragt hat, war­um er sich den Stress über­haupt gibt und seit­dem ein­fach gleich Rech­nun­gen ver­schickt. Und wer nicht inner­halb der von ihm gesetz­ten Frist bezahlt, bekommt Post von sei­nem Anwalt. Davon lebt er recht gut.

    Und zu Dei­nem Fall kann ich vie­len hier nur bei­pflich­ten: Du hast den Feh­ler gemacht und ein Bild ein­ge­baut, an dem Du kei­ne Rech­te hast. Dass Du dafür jetzt zah­len musst ist zwar blöd, aber völ­lig legi­tim und hat für mich nichts mit einem “Geschäfts­mo­dell” des Foto­gra­fen zu tun. Es ist sein gutes Recht Dir die Ver­wen­dung sei­ner Arbeit in Rech­nung zu stel­len (mal die Detail­fra­gen wie Kos­ten für das Model zu berech­nen außen vor gelas­sen).
    Dein Ver­hal­ten erin­nert mich an einen Freund von mir, der irgend­wann inner­halb einer Ort­schaft auf einer Stra­ße mit 60 km/h geblitzt wur­de und sich anschlie­ßend beschwert hat, weil die Stra­ße doch so breit sei und man dort doch locker 60 fah­ren kön­ne. Nichts­des­to­trotz lau­tet die Regel, dass man inner­halb einer Ort­schaft, sofern nicht anders aus­ge­schil­dert, nur 50 km/h fah­ren darf. Wer schnel­ler fährt und erwischt wird: Sel­ber schuld! Und genau­so ist es bei Dir: Du hast Dich nicht um die Quel­le geküm­mert, das Bild ille­gal ein­ge­baut, wur­dest erwischt und hast die Quit­tung bekom­men. Das nächs­te Mal bist Du hof­fent­lich schlau­er.

    1. In die­sem Fall wer­den aber schein­bar Ver­öf­fent­li­chun­gen in Ame­ri­ka nicht ange­gan­gen, wie hier z.B..

      1. Und? Willst Du dar­über jetzt auch noch rum­heu­len? “Herr Poli­zist, mein Nach­bar fährt dau­ernd zu schnell und ich muss zah­len, wo ich EINMAL aufs Gas gedrückt habe!”

  42. Zwei Anmer­kun­gen von mir:

    1.
    Das von dir ver­link­te Bild stammt nicht von HvS son­dern von einem anschei­nend Unbe­kann­ten, der unter Ver­wen­dung des Fotos von HvS ein neu­es Bild geschaf­fen hat. Das ist wahr­schein­lich eine Urhe­ber­ver­let­zung.
    Also hat sich doch HvS an den Unbe­kann­ten zu hal­ten.

    2.
    Ich hof­fe, HvS hat sich vom Rad­fah­rer das Recht am Bild ein­ge­holt. So wie ich die Geschich­te ver­stan­den habe, war die­ser Rad­fah­rer zufäl­lig vor­bei­ge­fah­ren, als HvS mit dem Modell ein Shoo­ting plan­te. Nicht, dass der Schuss von HvS nach hin­ten los­geht.

    1. In so einem Fall kön­nen sich wohl die Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen anein­an­der rei­hen: Ver­än­de­rung des Ori­gi­nal­bil­des, Hoch­la­den des ver­än­der­ten Bil­des, Ein­bet­tung des Bil­des. Nur das Angu­cken ist okay.

    2. Das ändert nur nichts am Urhe­ber­recht des Foto­gra­fen. In die­ser kon­stru­ier­ten Sach­la­ge geht es dann um die Per­sön­lich­keits­rech­te des abge­bil­de­ten…

      Aber es hat nun mal nichts mit der Urhe­ber­rechts­ver­let­zung durch den Blog­ger zu tun.

  43. Ich bin ja nor­mal auch kein Freund der gro­ßen Urhe­ber­rechts­ma­fia, aber das ist des guten dann doch zu viel.

    Was ein bil­li­ger Ver­such auch noch die Kos­ten für den eige­nen Feh­ler auf ande­re abzu­wäl­zen. Erst Klicks kas­sie­ren durch das Bild, damit Wer­be­ein­nah­men kas­sie­ren und dann bet­teln gehen wenn es nicht klappt fin­de ich echt arm.

    Dei­ne 100€ Abmahn­kos­ten kanns­te dir in mei­nen Augen ste­cken, da du kom­mer­zi­el­ler Anbie­ter bist. Und da greift die­se DEcke­lung nicht mehr.

    Und wenn dir dei­ne 250 Euro zu teu­er sind steht dir immer noch der Gang vor ein ordent­li­ches Gericht frei. Aber dazu hast du anschei­nend nicht den Mut, weil du genau weißt, dass es dann teu­rer wird und du sicher ver­lie­ren wirst.

      1. WENN dem so wäre, dann hät­test du ja auch ein­fach bezah­len kön­nen und müss­test dich nicht hier groß aus­heu­len und auch noch ver­su­chen jeman­den zu fin­den, der so dumm ist dir dei­nen Feh­ler mit “Spen­den” zu finan­zie­ren.

  44. Ich kenn einen Foto­gra­fen der ver­dient bereits mit Land­schafts­auf­nah­men von nur einem guten Bild meh­re­re tau­send Euro durch die Ver­ga­be von Nut­zungs­rech­ten an vie­le Personen/Unternehmen.
    War­um muss sich mitt­ler­wei­le jeder Blog­be­trei­ber als Opfer auf­spie­len, wenn es allen längst klar sein soll­te, dass man nicht ein­fach die Bil­der ande­rer Leu­te ver­wen­det. Das ist doch die eigent­li­che Masche, Ruf­schä­di­gung des Rech­te­inha­bers, weil die­ser unver­schäm­ter­wei­se die Geset­ze beach­tet.

    1. Mein Vor­ha­ben war es, wei­te­re aktu­ell oder poten­ti­ell Betrof­fe­ne zu war­nen, weil das Witz­bild, das ich ja auch zunächst nur kann­te, den Ein­druck macht, kei­ne Ver­let­zung eines Rechts zu ver­ur­sa­chen. Und dabei kam raus, dass schon min­des­tens 20 Blog­ger sich der­art geirrt haben. Das wuss­te ich vor­her nicht und ich fin­de es gut zu wis­sen.

    1. Oh, merkt man das als Unbe­tei­lig­ter so stark ;-)? Ich habe mich schon gewun­dert, dass hier Wort­wah­len getrof­fen wur­den, die sich aus dem Kon­text hier nicht erge­ben, mir aber aus bis­he­ri­gen E-Mails geläu­fig waren. Wenn man dann mal schaut, wer da ohne rich­ti­ge E-Mailangabe woher kom­men­tiert, dann spürt man so eine gewis­se Ten­denz, dass hier eine Rich­tung vor­ge­ge­ben wer­den soll.

  45. Ste­fan sagt:
    Ich hof­fe, HvS hat sich vom Rad­fah­rer das Recht am Bild ein­ge­holt. So wie ich die Geschich­te ver­stan­den habe, war die­ser Rad­fah­rer zufäl­lig vor­bei­ge­fah­ren,

    Ich fin­de der Foto­graf soll­te erst ein­mal nach­wei­sen das er über­haupt die voll­stän­di­gen Rech­te an “sei­nem” Bild hat.
    Ist das Pho­to mög­li­cher­wei­se auf einem Pri­vat­grund­stück ent­stan­den?
    und wie viel ver­langt der Jog­ger für sei­ne Rech­te?
    Darf er Das Bild über­haupt recht­lich kor­rekt ver­öf­fen­li­chen?

    leben und leben las­sen
    denn jede Jeck is anders

    1. Wenn ich es rich­tig ver­stan­den habe, ist das Bild im Ber­li­ner Tier­gar­ten ent­stan­den. Den Rad­fah­rer ken­ne ich nicht, ist mög­li­cher­wei­se auch Ber­li­ner, viel­leicht kennt den jemand ;-).

      1. Wenn du den Rad­fah­rer und das Fräu­lein nicht kennst, könn­test du gleich noch­mal Post bekom­men, dies­mal wegen Ver­let­zung des Rechts auf das eige­ne Bild. Es sei denn, du hast mit denen ein Model-Release …
        Ich fin­de das Vor­ge­hen des Foto­gra­fen noch sehr human und jeder, der Bil­der klaut, der soll auch dafür zah­len. Sei lie­ber froh, dass der Foto­graf nicht noch mehr ver­langt hat. Übri­gens, ich habe gera­de einen Pro­zeß gewon­nen, wo auch einer wie du mein­te, Foto­gra­fen hät­ten kei­ne Rech­te, nur, weil sie ihr Port­fo­lio im Inet aus­stel­len. Wir haben 645 EUR gemaß MFM in Rech­nung gestellt für die Nach­li­zen­sie­rung und haben sogar 1045 EUR zuge­spro­chen bekom­men. Du hast das Urhe­ber­recht auf das Gröbs­te ver­letzt und spielst dich nun als Opfer­lamm auf. Mein­gott, wie tief muß man sin­ken. Was ist das nur für ein Irr­glau­be, dass das Inet ein Selbst­be­die­nungs­la­den und rechts­frei­er Raum ist?
        Cars­ten, wenn du denkst, dann den­ke nach!

        1. Weder behaup­te ich, dass Foto­gra­fen kei­ne Rech­te haben, noch dass das Inter­net ein Selbst­be­die­nungs­la­den ist. Wenn du schon unter­stelltst, dann wenigs­tens inter­es­san­ter.

          1. Ich habe mich ver­hal­ten wie als ob ich etwas ver­trä­te oder däch­te, was ich weder ver­tre­te noch den­ke und auch nie so geäu­ßert habe? Wie geht denn das, bitt­schön?

  46. Also ich bin echt über die Kom­men­ta­re teil­wei­se recht gut amü­siert. Wäre das Bild um was geht mei­nes.. wäre ich jetzt mitt­ler­wei­le ganz schön Sau­er..

    Ich hof­fe Du hälst dei­ne Fans und mich auf dem lau­fen­den was sich in der nächs­ten Zeit im wei­te­ren Ver­lauf der Ange­le­gen­heit ergibt…

    Gott und wir alle ste­hen dir bei..

    Wie­viel Zugrif­fe hat dei­ne Sei­te täg­lich nach dem Arti­kel bei Spie­gel Online aktu­ell wenn ich mal fra­gen darf..?

    Vie­len Dank vor­aus.

    1. Spie­gel Online hat hier 5000 Leu­te rein­ge­spült (Irgend­wem von denen hät­te man das Bild bestimmt auch ver­kau­fen kön­nen), aber die sind sicher bald wie­der weg. Fans habe ich also nicht. Da kommt bald der nächs­te Auf­re­ger und dann geht es da wei­ter.

  47. Wo ist das Pro­blem?
    Wenn Du Dei­ne Ver­öf­fent­li­chun­gen mit Fotos auf­pep­pen willst, pro­du­zie­re sie selbst, oder kauf sie. Funk­tio­niert wie bei Bröt­chen.

  48. Was wür­dest Du eigent­lich dazu sagen — Du wärest der Rech­te­inha­ber an dem Foto und wür­dest die­se Sei­te lesen ?

    1. Wie kommst du auf die Idee, eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung an dir selbst began­gen zu haben?”

  49. Mein Tipp: Sol­che Mah­nun­gen mit einem Lächeln hin­neh­men und fröh­lich in den Papier­korb beför­dern. Sol­che Anwälte/Kläger sind schwar­ze Scha­fe und zu 99% steckt nicht viel dahin­ter.

    Wenn dann mal ein Ein­schrei­ben kommt, kann man sich über­le­gen evtl. wei­te­re Schrit­te zu gehen.

    Erst neu­lich hat mir doch glatt ein Anwalt ein “Son­der­an­ge­bot” zu Weih­nach­ten gemacht: Statt ursprüng­lich 600 EUR (für einen ähn­li­chen Fall wie oben beschil­dert) soll­te ich nur 300 EUR bezah­len, um das Gan­ze zum Jah­res­en­de zu einem guten Ende zu brin­gen 😛 Witz­bold!

    LG Nas­mon

        1. nur gut so: wer nicht hören will, muss füh­len!
          Uner­laub­te Bild­nut­zung ist in vie­len Foto-Comminities immer wie­der ein gro­ßes The­ma.
          Dort wird eigent­lich immer emp­foh­len, es erst ein­mal mit einer ein­fa­chen, klei­nen Rech­nung zu ver­su­chen statt gleich den Anwalt ein­zu­schal­ten und damit noch grö­ße­re Kos­ten zu ver­ur­sa­chen.
          Der Foto­graf hat in die­sem Fall ja nun schein­bar genau die­sen Weg gewählt. Im Prin­zip gut so.
          Nur wenn man dann hier sol­che Äus­se­run­gen lesen muss, dass man sowas nicht Ernst neh­men soll, dann kann man nur den Kopf schüt­teln. Als Foto­graf wür­de ich mir dann wün­schen, dass sol­che Leu­te dann zu so hohen Sum­men ver­knackt wer­den dass sie den Rest ihres Lebens damit ver­brin­gen, ande­ren Leu­ten die von Urhe­ber­rech­ten genau­so­we­nig hal­ten zu erklä­ren, dass dies ganz böse nach hin­ten los­ge­hen kann!

  50. Unter http://1x.com/photo/45394/portfolio/46679 hat HvS eben­falls die Auf­nah­me ver­öf­fent­licht. Dort steht fol­gen­de Anmer­kung:
    “The shoot of Anna (right) was plan­ned, of cour­se. The cyc­list ent­e­ring the sce­ne, and get­ting a fron­tal view, wasn’t.”

    Unwahr­schein­lich, dass HvS den Rad­fah­rer sofort ange­hal­ten hat und mit ihm über eine Ver­öf­fent­li­chung der Auf­nah­me gespro­chen hat.
    Wahr­schein­lich ist ihm die­ser Schnapp­schuss auch erst spä­ter bei der Durch­sicht der Auf­nah­men auf­ge­fal­len.
    Bleibt also die Fra­ge, ob sich HvS die erfor­der­li­che Ein­wil­li­gung des Rad­fah­rers nach KUG $23 (http://www.gesetze-im-internet.de/kunsturhg/__23.html) ein­ge­holt hat.

    Es wür­de mich wirk­lich inter­es­sie­ren, ob HvS ggf. mit zwei­er­lei Maß misst.

    1. Noch­mal — das ändert erst­mal nichts an der For­de­rung gem UrhG. Aber viel­leicht soll ja von der eige­nen Unzu­läng­lich­keit abge­lenkt wer­den.

      1. Nun ja, ich ken­ne mei­ne Unzu­läng­lich­kei­ten und ste­he dazu. Auch HvS wird davon nicht frei sein.
        Nur ver­su­che ich nicht aus den Unzu­läng­lich­kei­ten ande­rer für mich unan­ge­mes­sen Kapi­tal zu schla­gen.
        Und die For­de­rung von 600 Euro Cars­ten gegen­über hal­te ich für völ­lig über­zo­gen.
        Ein Hin­weis mit der Bit­te um Löschung des Links hät­te gereicht.

        Frank schrieb hier: Stra­fe muß sein. Amen
        Ich sage: Wer unter euch ohne Sün­de ist, der wer­fe den ers­ten Stein.

    2. Ste­fan:

      dein Ein­wand ist

      1. völ­lig irrele­vant
      2. eine Mut­ma­ßung

      Bei­des führt nicht wei­ter

    3. @ ste­fan

      ich bin der glei­chen mei­nung.
      auch wenn es mit dem hier dis­ku­tier­ten fall nicht mehr viel zu tun hat und letzt­lich nur mut­ma­ßun­gen sind. heuch­le­risch wäre es alle­mal.

      @ ubi­qui­ta­er

      klar kommt man damit auch nicht wei­ter, aber wenn du die dis­kus­si­on hier ver­folgst, kann eine lösung ja auch nicht wirk­lich ange­strebt wer­den, rich­tig!? die­ses pro — con­tra, pro — con­tra, pro — con­tra spiel wird nie enden. viel­leicht hier in der dis­kus­si­on, aber bestimmt nicht in den köp­fen…

  51. Der fei­ne HvS und sei­ne Freun­de machen hier aber mäch­tig Wind. Neben sei­nem Impres­sum, wür­den sich Abmah­ner auch über sei­ne Webseiten-Designerin freu­en. Die gibt gleich gar kein Impres­sum auf Ihrer Sei­te an. http://www.esther-steinbach.de Aber mit der Ein­hal­tung der­ar­ti­ger Geset­ze kön­nen HvS und sei­ne Freun­de lei­der kein Geld ver­die­nen.

    Statt­des­sen hier lie­ber anonym im Blog auf Kon­fron­ta­ti­on gehen. Stimmt doch Alex, oder? Ich wür­de den bei­den auch eine Frist von 3 Tagen ein­räu­men und bis dahin soll­ten sie ihren recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen in Bezug auf ihr Impres­sum nach­kom­men kön­nen. Ein­fach in einer Kom­men­tar­pau­se mal das eige­ne Impres­sum kor­ri­gie­ren.

  52. tja, viel­leicht in zukunft erst den­ken und dann len­ken.

    mach doch sel­ber die fotos für dei­nen blog, dann bekommst du auch kei­ne post vom anwalt mehr — oder hast du kei­ne eige­nen ide­en, kei­ne eige­ne kamera-ausrüstung, kein eige­nes pho­to­shop? eben.

    bleibt zu hof­fen, daß noch ganz vie­le ande­re wie du ble­chen müs­sen. viel­leicht fällt dann doch noch der eine oder ande­re gro­schen.

    1. Das ist eine sehr ein­sei­ti­ge urhe­ber­las­ti­ge Sicht­wei­se.

      Die gan­ze The­ma­tik dreht sich doch am Ende um Scha­den z.B. durch ent­ga­g­ne­ne Ein­nah­men. Der Foto­graf ver­öf­fent­licht sein Foto in einer Com­mu­ni­ty und ist am Ende sau­er, weil ande­re ein paar Cent Wer­be­ein­nah­men durch ver­lin­kung die­ses Fotos erhal­ten könn­ten. Also fängt er an, Rech­nun­gen unter Dro­hung mit Anwalt zu stel­len.

      Das ist für mich abso­lu­ter Hum­bug und kann nicht sein. Ja, nach aktu­el­ler Geset­zes­la­ge ist das Vor­ge­hen völ­lig kor­rekt, es wider­spricht all­erdgins mas­siv mei­nem Rechts­emp­fin­den. Eine Ver­öf­fent­li­chung in einer Foto­com­mu­ni­ty ist mei­ner Mei­nung nach grob fahr­läs­sig und die­se gro­be Fahr­läs­sig­keit soll­te bei der Betrach­tung der Sach­la­ge und natür­lich auch bei der Gesetz­ge­bung berück­sich­tigt wer­den. Das gilt vor allem dann, wenn eine indi­rek­te Nut­zung wie hier im Bei­spiel erfolgt. Es wur­de ja z.B. nicht ver­sucht, das Werk zu ver­kau­fen.

  53. Der schlech­te Bei­ge­schmack kommt doch nicht daher, weil hier ein Bild auf nem Blog ein­ge­baut wur­de, son­dern weil es wie­der mal um’s Abzo­cken geht.

    Wenn dem guten Foto­gra­fen sein Bild so hei­lig ist, war­um — ich zitie­ren von oben — “mahnt Herr Von­Und­Zu kei­ne rus­si­schen Blog-, Web-, und Foren­be­trei­ber ab?”

    Wei­ter inter­es­siert mich, ob Herr Schim­mer einen Schim­mer hat, wen er da — abge­se­hen von der hüb­schen Brü­net­ten — auf sei­nem Foto abge­lich­tet hat und ob er dafür die ent­spre­chen­den Rech­te besitzt (Stich­wort Model Release)!

    Zum Schluss noch ein Wort an die Foto­gra­fen: Wenn Euch Eure Bil­der so hei­lig sind und ihr dar­an ver­die­nen wollt, dann stellt doch ein­fach nur klei­ne Thumbs ins Netz und klatscht ansons­ten ein Copy­right über’s Bild.

    Wer davon aus­geht, dass sich Web­con­tent nur legal ver­brei­tet hat ent­we­der ein Spat­zen­hirn oder lebt seit Jah­ren hin­ter dem Mond!

    Wegen Ab(w)mahnanwälten und Abzo­cke­rei haben wir pixabay ins Leben geru­fen. Wer also ein Foto sucht, das garan­tiert public domain ist, soll­te dort mal schau­en.

  54. Ich kom­me gera­de von der Spiegel-online-Seite. Ich den­ke, dass der Arti­kel über Dich (und die SEO-Wirkung des Links) Dir so viel PR und Kon­tak­te gebracht haben, dass die Abmah­nungs­kos­ten eine sehr güns­ti­ge Wer­bung dar­stel­len. War­um hast Du nicht schnell mehr Wer­bung auf die Sei­te gestellt??

    1. Ich habe durch den Arti­kel kei­ne PR, kei­ne erhöh­ten Wer­be­ein­nah­men und kei­ne neu­en Kon­tak­te gewon­nen. So ein­fach geht das nicht.

  55. Ich mache das auch. Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ver­fol­ge ich auch ohne Gna­de. Gene­rell spe­zi­fi­zie­re ich die Scha­dens­er­satz­for­de­rung nach MFM.

    Immer­hin habe ich es über­nom­men das ers­te Anschrei­ben selbst zu ver­fas­sen. Natür­lich nicht ohne dar­auf hin­zu­wei­sen das es ein zwei­tes Anschrei­ben nur noch vom Rechts­an­walt gibt, soll­te ich die von mir gefor­der­ten Aus­künf­te nicht inner­halb einer ange­mes­se­nen Frist erhal­ten. Was dann natür­lich mit wei­te­ren Kos­ten ver­bun­den ist.

    Mei­ne Erfah­run­gen sind, die aller­meis­ten Ver­let­zer han­deln sehr Koope­ra­tiv, eine Zah­lung erfolgt meis­tens umge­hend.

    Das Urhe­ber­rechts­ge­setz ist ein hohes Gut was es zu schüt­zen gilt.

    Dan­ke für eure Auf­merk­sam­keit.

  56. An alle, die der Mei­nung sind, der Urhe­ber hät­te doch erst­mal ne Mail schrei­ben kön­nen und dann hät­te der arme Cars­ten das Bild ja run­ter­ge­nom­men: Wenn es kei­ne Stra­fe gibt, kann auch kein Schutz­recht funk­tio­nie­ren. Der Job des Foto­gra­fen ist es nicht, jedem Bil­der­klau­er erst­mal hin­ter­her­zu­mai­len, dann noch zu über­prü­fen, ob das Foto auch run­ter­ge­nom­men wur­de..

    Und es ist die Sache des Foto­gra­fen, wel­cher Ver­let­zung er wie nach­geht, schließ­lich geht es auch dar­um, mit wel­cher Wahr­schein­lich­keit eine Kla­ge Erfolg hät­te und wie­viel die Kla­ge kos­ten wür­de. Ist doch klar, dass man sich dann die­je­ni­gen im eige­nen Land raus­sucht.

      1. DOCH: DU!!!!

        denn immer­hin hast du wegen der Sache hier ein rie­sen Fass auf­ge­macht!
        Statt dass du die Situa­ti­on nutzt um ande­re dar­über auf­zu­klä­ren was dir pas­siert ist, dass du ein­fach ein Bild, das du irgend­wo gefun­den hast, ein­fach so, ohne das recht dazu zu haben, auf dei­nem Blog ver­öf­fent­licht hast und dafür dann zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen wur­dest und ande­re Blog­ger dann warnst, dass sie bes­ser auf­pas­sen sol­len was sie da auf ihren Sei­ten ver­öf­fent­li­chen beschwerst du dich! DU stellst dich selbst als das arme Opfer dar und bet­telst dar­um, dass frem­de Leu­te dir bei dei­nem “finan­zi­el­len Scha­den” hel­fen sol­len, gleich­zei­tig wehrst du dich aber wehe­ment dage­gen, dass du (wie auch ande­re Leu­te, die die­ses Bild unrecht­mäs­sig genutzt haben) dem Foto­gra­fen dadurch einen Scha­den ver­ur­sacht haben

  57. @ Frank: Zum einen möch­te ich klar­stel­len, dass ich kein Klein­kri­mi­nel­ler bin und auch kei­ne Bil­der klaue, son­dern ledig­lich auf­ge­zeigt habe, dass auch HvS und sei­ne Spe­zis nicht immer so kor­rekt sind, wie sie sich hier und bei Spie­gel Online ger­ne prä­sen­tie­ren.

    Ein Impres­sum erfüllt ver­schie­de­ne Zwe­cke. Wer die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen nicht erfüllt, begeht eine Ord­nungs­wid­rig­keit und kann mit einer Geld­bu­ße von bis zu 50.000 Euro belangt wer­den.

    Quel­le: Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Jus­tiz http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/LeitfadenZurAnbieterkennzeichnung.pdf?__blob=publicationFile

    @ Cars­ten: Du stellst dich wirk­lich gna­den­los einer offe­nen Dis­kus­si­on und schal­test auch sehr kri­ti­sche Kom­men­ta­re frei, aber ich den­ke, Belei­di­gun­gen wie “Klein­krim­mi­nel­le” soll­ten dann doch in den Papier­korb flie­gen.

    Da haben ein paar Per­so­nen wohl Angst um die Zukunft ihres Geschäfts­mo­dell.

    1. Die Rede müss­te von einem Kom­men­tar sein, den ich vor 20 Uhr noch ein­kas­siert habe. Falls jemand Fra­gen zur Neti­quet­te hat: Kom­men­ta­re, deren Inhalt zum Belei­di­gen gedacht ist, egal gegen wen, flie­gen raus.

  58. Es ist doch abso­lut legi­tim, dass der Foto­graf “eine posi­ti­ve Reso­nanz mone­ti­sie­ren” will. Und dass das Inter­net kein rechts­frei­er Raum ist, soll­te sich auch rum­ge­spro­chen haben. Inso­fern kann ich die Hal­tung von Dir, Cars­ten, nicht nach­voll­zie­hen.

  59. 1.) Ich kann natür­lich ver­ste­hen, dass pro­fes­sio­nel­le Foto­gra­fen Geld für ihre Pro­duk­te haben möch­ten. Wenn das Bild von der Home­page des Foto­gra­fen gelinkt oder geklaut gewe­sen wäre, dann wäre ich völ­lig dac­cord mit der For­de­rung des Foto­gra­fen.

    2.) Aber das Bild kur­siert ja wie der Foto­graf sagt, tau­send­fach im Netz, ohne oder sogar auch mit fal­scher Copyright-Angabe. Da kann ich es ver­ste­hen, dass man das Bild im Blog pos­tet. Theo­re­tisch hät­te ja sogar jemand das Bild auf Wiki-Commons laden kön­nen unter fal­schen Copyright-Angaben. Wie soll man da als Blog­ger je 100%ig sicher sein kön­nen, dass das Bild WIRKLICH gemein­frei ist bzw. eine best. Lizenz unter­liegt???

    3.) Dafür kann der Foto­graf aller­dings wie­der­um nichts, er soll also dafür kei­nen Scha­den erlei­den.

    Fazit: Die Gesetz­ge­ber sind m.E. gefor­dert, Bes­se­rung in das Sys­tem zu brin­gen.

    Fra­ge 1: Wie könn­te eine Bes­se­rung aus­se­hen? Viel­leicht, dass erst “vor­ge­mahnt” wird, für den Preis einer Auf­wands­ent­schä­di­gung von sagen wir 10–500€, je nach Kommerz-Grad der Sei­te? Wenn man dann der Ent­fer­nung nicht nach­kommt, könn­te es saf­ti­ger wer­den?

    Fra­ge 2: Bis das geschieht, wie kann man sich als Blog­ger absi­chern? Gibt es 100%ig siche­re Quel­len für gemein­freie Bil­der, wo also der Anbie­ter des Bil­des haf­tet, falls es sich als doch nicht gemein­frei ent­puppt? Ich weiß auch nicht, wie ich das in mei­nem Blog hand­ha­ben soll… 🙁

    1. Es gibt Geset­ze die ganz ein­fach ein­ge­hal­ten wer­den soll­ten. War­um soll­te man die­se ändern? Auch mit geän­der­ten Gesetz­ten müss­te man die dann doch wie­der befol­gen, oder willst du jeg­li­chen Urhe­ber­rech­te per se abschaf­fen?

      Man muss das Gesetz nicht ändern, man muss nur die Leu­te dazu brin­gen sie zu befol­gen und auf­klä­ren, dass man sich nicht ein­fach alles neh­men kann, wie es einem gefällt.

      Daher kann man dei­ne “Fra­ge 2” ganz ein­fach beant­wor­ten: es wird kaum 100%ig siche­re Quel­len für frei ver­wend­ba­res Mate­ri­al geben. Daher soll­te man, wenn man schon Mate­ri­al ver­wen­den will, die­ses ganz ord­nungs­ge­mäss beschaf­fen und ent­spre­chend lizen­sie­ren!
      Dazu gibt es Bild-Agenturen wie Sand am Meer und die Lizenz für Bil­der in klei­ner Web-geeigneter Auf­lö­sung gibt es dort ganz legal schon für einen Euro zu kau­fen.
      Wer unbe­dingt meint, einen Blog oder sonst etwas betrei­ben zu müs­sen der soll­te dafür also aus­schliess­lich ent­we­der selbst erstell­tes oder ordent­lich lizen­sier­tes Mate­ri­al ver­wen­den.
      Wer das nicht kann oder will, der soll­te auch kei­nen Blog betrei­ben (und auch sonst nichts!)

      1. Ist ja alles rich­tig, klingt aber schon auch ein Biss­chen naiv, fin­dest du nicht.

        Der Juwe­lier legt sei­ne Pro­duk­te doch auch nicht ein­fach auf dem Markt­platz auf Tische, geht dann weg und hofft dar­auf, dass wohl schon kei­ner der Ver­su­chung erliegt, ein­fach etwas mit­zu­neh­men, weil es ja gegen Geset­ze ver­stößt. Natür­lich gilt auch hier, dass jemand, der Schmuck oder teu­re Uhren tra­gen will, die­se am bes­ten aus­schließ­lich im Geschäft kauft und nicht von den Tischen auf dem Markt­platz mit­nimmt.

  60. also mal ganz ehr­lich, der typ hat recht.
    es ist schon schwer genug heut­zu­ta­ge mit foto­gra­fie­ren sei­nen lebens­un­ter­halt zu ver­die­nen — oder über­haupt irgend­wie was dran zu ver­die­nen. und wenn’s zig­mal uner­laubt ver­fiel­fäl­tigt wird, dann IST das ein scha­den.
    wenn Du etwas ver­kau­fen willst, das Dir gehört — und wer anders hat ne Kopie davon und gibt’s uner­laub­ter­wei­se gra­tis ab — dann scha­det er Dir. So ein­fach.
    Und ey, echt jeder 12jährige Blog­ger weiß inzwi­schen, daß man nicht ein­fach irgend­wel­che Bil­der auf sei­nen Blog stel­len kann, wenn man nicht weiß, ob die­se copy­free sind!
    Dabei kann man gaaaaa­anz ein­fach eine Kla­ge ver­mei­den. Respekt vor dem Werk ande­rer Leu­te und der eigent­lich selbst­ver­ständ­lich gebo­te­nen Höf­lich­keit wär das nicht pas­siert, soll hei­ßen: Du hät­test den Urhe­ber des Bil­des ein­fach FRAGEN kön­nen!!!!
    Das kos­tet nix.
    Und Du hast bei einem “Ja” dann ne E-Mail als Beweis und kannst nicht beklagt wer­den — und bei einem “Nein” ist dann halt auch eben­so klar, daß man das Bild dann eben NICHT uner­laubt ver­öf­fent­licht.
    Also Mensch Leu­te, es ist so ein­fach, FRAGT doch ein­fach, redet mit­ein­an­der! Das soll­te doch selbst­ver­ständ­lich sein!!!

      1. Und solan­ge du das nicht weisst und nicht um Erlaub­nis fra­gen kannst, kannst du das Bild eben nicht legal nut­zen. Also soll­test du es ein­fach blei­ben las­sen. So ein­fach ist das!

    1. Hi Alek­to,

      Und woher willst Du wis­sen, wer der ursprüng­li­che Urhe­ber ist?
      Der Fund­ort des Bil­des muss ja nicht authen­tisch sein.

      BTW, zu dem hier: “Und Du hast bei einem “Ja” dann ne E-Mail als Beweis und kannst nicht beklagt wer­den …”

      Wach auf!
      1. “Beweist” eine E-Mail rein gar nichts!
      (Evtl. wenn sie signiert wäre — aber das auch nur mit Ein­schrän­kun­gen. Das ist eher ein patho­lo­gi­scher Fall.)
      2. Leben wir in einem Rechts­sys­tem, in dem eine Fax als “Anscheins­be­weis” gilt, eine E-Mail jedoch nicht!

  61. Lei­der leben wir ja in einer Zeit, in der jeder meint, er kön­ne und dür­fe alles, was ihm gera­de einfällt/Spass macht. Dem ist aber nicht so.
    Frü­her muss­te man erst ein­mal zig Hür­den neh­men und auch erst mal Geld locker machen, wenn man etwas publi­zie­ren woll­te. Vom ent­spre­chen­den Fach­wis­sen soll­te man auch eini­ges besit­zen.
    Heu­te glau­ben vie­le, mit Hil­fe des Inter­nets wäre alles ja soooo ein­fach:
    man neh­me das kos­ten­lo­se “Wor­d­press”, schaue sich irgend­wo nach etwas Webs­pace um und als Inhalt kommt alles Mög­li­che und unmög­li­che, das einem gera­de so unter­kommt, ein­fach so 1:1 auf die Sei­te, auch wenn man es irgend­wo anders im Inter­net fin­det, dann wird es halt mal eben ein­fach ver­linkt. Denn was schon im Inter­net ist, das wird dann ein­fach wei­ter genutzt. Ob das rech­tens ist oder nicht inter­es­siert die meis­ten nicht. Urhe­ber­recht­lich geschütz­te Inhal­te wer­den genau­so kopiert wie der letz­te Bock­mist den man mit sei­nem Handy/Smartphone geknipst hat. Geis­ti­ges Eigen­tum? Fehl­an­zei­ge!
    Und wenn man dann mit des har­ten Tat­sa­chen kon­fron­tiert wird, dass es eben doch nicht so ein­fach geht und dass man mit einem klei­nen Blog eben nicht der neue Axel Sprin­ger wird, dann ist das Geschrei auf ein­mal ganz groß. Dann sind auf ein­mal die ande­ren Schuld, man selbst hat ja nur irgend­was gemacht und sich nichts böses dabei gedacht, Fahr­läs­sig­keit ist eben­so ein Fremd­wort wie Ver­ant­wor­tung. Die Schuld wird dabei auf die bösen Leu­te gescho­ben, die einem da den Strich durch die Rech­nung gemacht haben, aber natür­lich nie­mals bei einem selbst, denn man ist ja das Opfer, das durch die Machen­schaf­ten die­ser bösen Leu­te einen Scha­den erlei­det und man unter­stellt ihnen, dass das alles ja nur eine Masche sei, ja gar pure Abzo­cke.

    Aber mal dar­über nach­zu­den­ken, dass man sich die Sache, “ein­fach so” mal aus einer Lust oder Lau­ne her­aus etwas zu betrei­ben (sei es nun ein Blog oder etwas ande­res,) viel­leicht zu ein­fach vor­ge­stellt hat und damit auf die Schnau­ze gefal­len ist, fällt wohl lei­der genau­so schwer wie die Ein­sicht, dass man nicht alles tun kann, wie es einem gera­de gefällt, auch dann nicht wenn ande­re es auch ein­fach so tun.

    1. Hal­lo Nor­bert, das State­ment gefällt mir..

      Das sehe ich auch genau so.. Die Ein­sicht fehlt ein­fach — Noch…!!

      Wenn ich der betrof­fe­ne Foto­graf wäre, ich wüss­te was ich zu tun hät­te..

    2. Nor­bert, das State­ment kann man auch dre­hen.

      Lei­der leben wir ja in einer Zeit, in der jeder mit einer Kame­ra meint, er müs­se von sei­ner Foto­gra­fie leben kön­nen. Dem ist aber nicht so. Frü­her muss­te man erst mal zig Hür­den neh­men und auch erst mal Geld locker machen, wenn man Fotos ver­kau­fen möch­te. Heu­te glau­ben vie­le, mit Hil­fe des Inter­nets wäre alles ja sooooo ein­fach.

      Man regis­trie­re sich Kos­ten­los bei einer Foto­com­mu­ni­ty, nut­ze den dort kos­ten­los bereit­ge­stell­ten Webs­pace, um sei­ne Fotos zu ver­öf­fent­li­chen.

      Stellt man fest, dass man nicht der neue Yuri Arcur wird, dann ist das Geschrei auf ein­mal groß. Dann sind auf ein­mal die ande­ren Schuld, man selbst hat ja irgend­was gemacht und sich nichts böses dabei gedacht, Fahr­läs­sig­keit ist eben­so ein Fremd­wort wie Ver­ant­wor­tung. Die Schuld wird auf die bösen Leu­te gescho­ben, die einem da den Strich durch die Rech­nung gemacht haben, aber natür­lich nie­mals bei einem selbst, denn man ist ja das Opfer, das durch die Machen­schaf­ten die­ser bösen Leu­te einen Scha­den erlei­det.

      Aber mal dar­über nach­zu­den­ken, dass es viel­leicht nicht ide­al ist, “ein­fach mal so” aus einer Lust oder Lau­ne oder dem Wunsch nach bil­li­gem Mar­ke­ting her­aus, sei­ne zur kom­mer­zi­el­len Ver­wer­tung vor­ge­se­he­nen Fotos ohne jeg­li­chen Schutz in eine Foto­com­mu­ni­ty hoch­zu­la­den, fällt wohl lei­der genau­so schwer wie die Ein­sicht, dass man nicht alles tun soll­te, wie es einem gera­de gefällt, auch dann nicht wenn ande­re es auch ein­fach so tun.


      Ich stel­le über­haupt nicht in Fra­ge, dass der Foto­graf in die­sem Fall im Recht ist. Ich stel­le auch nicht in Fra­ge, dass man heu­te auf­grund der Rechts­la­ge wis­sen soll­te, dass man Bil­der nicht ein­fach ver­wen­den darf. Auch hat sich der Foto­graf fair ver­hal­ten und nicht gleich den Anwalt los­ge­schickt. Trotz­dem muss man sich auch die Fra­ge stel­len, ob die hier eif­rig kom­men­tie­ren­den Foto­gra­fen nicht auch eine Leh­re aus der Sache zie­hen kön­nen.

      Nie­mand in der rea­len Welt käme auf die Idee, Pro­duk­te, die er für 600 Euro das Stück ver­kau­fen möch­te, ein­fach so in der Stadt ste­hen zu las­sen. Bis auf die Damen und Her­ren Foto­gra­fen, kommt auch im Inter­net nie­mand auf die Idee, sei­ne digi­ta­len Erzeug­nis­se ein­fach so ins Netz zu stel­len, wenn die­se ver­kauft wer­den sol­len. Musik­stü­cke in Stores wer­den nur als Vor­schau ange­bo­ten, Ebooks bekommt man nur nach Regis­trie­rung und/oder Bezah­lung. Dass im Inter­net Urhe­ber­rech­te nicht ganz so ernst genom­men wer­den, soll­te man bereits mit­be­kom­men haben. Dass Din­ge auch schon mal verfremdet/verändert wer­den und sich dann selb­stän­dig machen, ist auch nichts neu­es. Dass man außer­halb der eige­nen Lan­des­gren­zen gro­ße Pro­ble­me hat, der­ar­ti­ge Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen zu ver­fol­gen, stif­tet wohl auch kei­ne Ver­wun­de­rung mehr.

      War­um um alles in der Welt kommt man als Foto­graf auf die Idee, man müs­se nicht etwas sorg­fäl­tig mit sei­nen Erzeug­nis­sen umge­hen? War­um glaubt man, dass man als Foto­graf allein durch das gesetz­li­che Regel­werk aus­rei­chend geschützt sein müss­te? War­um ist man so naiv zu glau­ben, dass die Nut­zung kos­ten­lo­ser für pri­vat­leu­te gedach­ter Com­mu­nities ein ver­nünf­ti­ges Medi­um sind, an Publi­ci­ty zu kom­men? War­um ver­sieht man sei­ne Bil­der nicht mit einem deut­li­chen Was­ser­zei­chen, dass auch nach ent­fer­nen aus der Ori­gi­nal­quel­le noch die Ermitt­lung des Urhe­bers ermög­licht? Hier sehe ich auch eine gro­ße Men­ge Fahr­läs­sig­keit und Nai­vi­tät.

      Bil­der­klau soll­te nicht sein, das steht außer Fra­ge. Aber eine gewis­se Pro­fes­sio­na­li­tät im Umgang mit den eige­nen Erzeug­nis­sen im Netz und eine gewis­se Kom­pe­tenz in der Nut­zung des Medi­ums stün­de sicher auch der Foto­gra­fen­zunft gut.

      Als Abschluss­kom­men­tar möch­te ich dir, Nor­bert, noch wider­spre­chen. Ich habe über­haupt nicht den Ein­druck, dass Cars­ten nicht rea­li­siert hat, dass er Mist gemacht hat. Auch erken­ne ich nicht, wo er die Schuld bei ande­ren sucht. Ich den­ke aber doch, dass der Vor­gang dis­kus­si­ons­wür­dig ist. Vor allem, wenn man mal neu­tral und emo­ti­ons­los dar­über nach­denkt, ob der gefor­der­te Betrag von 600 Euro für das Bild auch nur in Ansät­zen in die­sem Kon­text ange­mes­sen ist.

      1. Zitat Schmitz — “Fotos ohne jeg­li­chen Schutz in eine Foto­com­mu­ni­ty hoch­zu­la­den” AHA

        Es gibt einen Urhe­ber­rechts­schutz..!!
        Hast Du viel­leicht schon­mal was von gehört..?

        Übri­gens, dar­um geht es hier auf die­ser Sei­te auch. Also noch­mal alles von Vor­ne durch­le­sen. Ver­steht auch nicht jeder sofort, habe ich aller­dings auch Ver­ständ­nis für, es ist ein ziem­lich umfang­rei­ches The­ma.

        1. Es hilft bei Dis­kus­sio­nen in der Regel, die Dis­kus­si­ons­bei­trä­ge zu lesen und zumin­dest den Ver­such zu wagen, sie zu ver­ste­hen.

          Ich habe doch selbst geschrie­ben, dass der Foto­graf im Recht ist. War­um? Natür­lich auf Grund des Urhe­ber­rechts, was denn sonst? Dar­um geht es hier in der Tat, wie du kor­rekt fest­stellst.

          Lei­der ent­geht dir offen­bar die eigent­li­che Aus­sa­ge mei­nes Kom­men­tars. Die Fotos wur­den ohne jeg­li­chen Schutz (Was­ser­zei­chen, oder Copy­right Ver­merk (im Bild nicht Stan­dard­text im Text der Sei­te)) in eine Foto­com­mu­ni­ty ein­ge­stellt. Hier wird sehr viel dar­über gejam­mert, wie schlimm Bil­der­klau für pro­fes­sio­nel­le Foto­gra­fen ist. War­um ver­hal­ten sich dann vie­le so naiv fahr­läs­sig und stel­len ihre Pro­duk­te ein­fach so ins Netz, ohne sie rudi­men­tär zu schüt­zen?

          Natür­lich kann man das mit “Es gibt das Gesetz und dar­an haben sich gefäl­ligst alle zu hal­ten” beant­wor­ten. Aber das ist doch genau­so welt­fremd und blau­äu­gig wie der Ver­such unse­rer Poli­ti­ker, das welt­wei­te Inter­net durch Gesetz­ge­bung im klei­nen Deutsch­land kon­trol­lie­ren zu wol­len.

          Wo ist in die­sem Fall der den bekann­ten Gefah­ren ent­spre­chen­de Umgang mit dem eige­nen Bild­ma­te­ri­al, aus dem Kapi­tal geschla­gen wer­den soll? Rich­tig, nicht vor­han­den. War­um nicht?

          1. Viel­leicht schaust du dir mal das Ori­gi­nal­bild in der FC an, dort wur­de es MIT Was­ser­zei­chen in Form des logos des Foto­gra­fen ver­öf­fent­licht. Dann nimm dir mal spa­ßes­hal­ber das Bild ran und geh es mit tineye und der Goog­le­bil­der­su­che suchen. Das Bild wur­de teils mas­siv ver­hack­stückt, neu geschnit­ten, Text drun­ter­ge­pappt oder ein frem­des Copy­right drun­ter­ge­pappt.
            Die Fc weist auch dar­auf hin, dass der gesam­te Con­tent dem Urhe­ber­ge­setz unter­liegt und der jewei­li­ge Sen­der zwecks Nut­zung anzu­spre­chen ist.

            Wit­zi­ger Neben­ef­fekt: die hier so viel geschol­te­nen Rus­sen (das kann man ja auch gern mal nach­schau­en) ver­öf­fent­li­chen und ver­lin­ken das Bild fast aus­schliess­lich mit Nen­nung und Ver­lin­kung des Foto­gra­fen. (hier kann man also in der Tat von Wer­bung spre­chen, in allen ande­en Fäl­len aber nicht) Lus­tig nicht wahr?

            Ich per­sön­lich wür­de mich auch nur an die­je­ni­gen hal­ten die mein Zeug ohne Namens­nen­nung ver­öf­fent­li­chen, oder eben gewerbs­mä­ßig ohne Lizen­sie­rung nut­zen.

            Im Übri­gen, hat mal einer von euch ver­sucht jeman­den zu belan­gen der nicht aus der EU kommt? Die meis­ten Anwäl­te und auch die Kri­po wer­den euch sagen, das soll­ten sie gleich blei­ben las­sen. Und wie wir alle dank Tages­pres­se wis­sen ist es ja nicht­mal bei einer Ver­ge­wal­ti­gung sicher, dass der Mut­maß­li­che Täter sei­ne gerech­te Stra­fe bekommt. die Welt ist nur im Inter­net klein, aus­ser­halb des­sen ist sie noch ziem­lich groß.

          2. @Motzkuh: Ein Logo am Rand des Bil­des ist KEIN Was­ser­zei­chen!

            Cars­ten hat­te weder das Bild aus der FC, noch eine ande­re Quel­le mit Nen­nung der Urhe­ber­da­ten ver­linkt. Hät­te er die­se Quel­len gekannt, hät­te er mit Sicher­heit auch die Quel­le genannt. Es ist ein­fach nur lächer­lich und heuch­le­risch, wenn von über 1.500 Rechts­ver­stö­ßen nur die leicht zu ver­fol­gen­den in Deutsch­land ver­folgt wer­den. Selbst wenn die Ver­letz­ter der Rech­te im Aus­land nicht aus­fin­dig gemacht wer­den kön­nen, so kann der Urhe­ber die Löschung der Bil­der beim Web­hos­ter und bei Goog­le in der Bil­der­su­che bean­tra­gen. Dar­an hat Herr von und zu aber gar kein Inter­es­se, weil dann wahr­schein­lich sei­ne Haupt­ein­nah­me­quel­le ver­sie­gen wür­de!

            Die Dis­kus­si­on dreht sich hier wirk­lich im Kreis. Die Freun­de von HvS igno­rie­ren ein­fach, dass es fahr­läs­sig, wenn nicht sogar vor­sätz­lich war, die Bil­der ohne aus­rei­chen­de Siche­rung ins Netz und dann auch noch der FC, einer frem­den Web­sei­te, zu stel­len.

            Für mich sieht das ganz klar so aus, dass die Abzo­cke mit den über­höh­ten Kos­ten­rech­nun­gen von lan­ger Hand geplant war. HvS hat­te bereits 2009 Kennt­nis­se über die Ver­öf­fent­li­chun­gen damals jedoch nichts dage­gen unter­nom­men. Die Bil­der auf der FC sind bis heu­te wei­ter­hin unver­än­dert ver­öf­fent­licht. Das spricht doch Bän­de. Hier wird bil­li­gend in Kauf genom­men, dass wei­te­re Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen began­gen wer­den. Kein Wun­der, ver­dient er damit wahr­schein­lich mehr, als mit dem regu­lä­ren Ver­kauf sei­ner Bil­der.

            Jeder der das Inter­net kennt weis, dass ein Bild, dass bereits mehr als 1.500 mal im Inter­net zu fin­den ist, nicht mehr kom­plett zu löschen ist. Ich schät­ze, in 2 Jah­ren sind es bereits 3000–4000 Kopi­en, die im Netz auf­find­bar sind. Damit kann sich HvS eigent­lich zur Ruhe set­zen. Mit sei­ner Geschäfts­idee, kann er Mil­lio­nen schäf­feln, wenn die Poli­tik dem nicht Ein­halt gebie­tet. Aber da sind mitt­ler­wei­le zum Glück Bestre­bun­gen für grund­le­gen­de Refor­men zumin­dest ansatz­wei­se in der Dis­kus­si­on.

          3. Ich gehe nicht davon aus, dass irgend­et­was “von lan­ger Hand geplant” war und es ist natür­lich dem Foto­gra­fen unbe­nom­men, gegen Urhe­ber­rechts­ver­stös­se juris­tisch vor­zu­ge­hen. Mich hat die Masche gestört “Schal­te ich mei­ne Anwäl­te ein, kos­tet dich das 2x, ich krie­ge davon 1/2x, dann schick mir doch bes­ser x, dann gewin­nen wir bei­de”. und dass dage­gen von bis­lang min­des­tens 20 Blog­gern noch nie jemand etwas gesagt hat.

      2. @Schmitz: Dem gibt es nichts hin­zu­zu­fü­gen! Per­fekt ana­ly­siert.

        Der Foto­graf ist natür­lich im Recht, ging aber sehr fahr­läs­sig mit sei­nen Pro­duk­ten um. Lei­der wird das in der Rechts­spre­chung aktu­ell im Urhe­ber­recht (in ande­ren Berei­chen schon!) noch nicht berück­sich­tigt. Und klar, ist die For­de­rung über­zo­gen. Ich wage zu behaup­ten, dass Cars­ten mit dem einen Wer­be­ban­ner noch nicht ein­mal die Kos­ten für die jähr­li­chen Hos­ting­ge­büh­ren ein­nimmt und daher kei­nes­falls mit dem Blog Geld ver­dient, da sind 600 Euro voll­kom­men über­zo­gen. Abge­se­hen davon hat­te er das Bild nicht selbst ver­öf­fent­licht, son­dern nur ver­linkt.

        Wie sieht es denn eigent­lich mit Goog­le aus? Hat HvS auch Goog­le wegen der Löschung sämt­li­cher Bil­der aus der Goog­le Bil­der­su­che ange­schrie­ben??? Oder darf Goog­le das, denn Goog­le ist ja ein Welt­kon­zern der auf kei­nen Fall Geld mit den Such­ergeb­nis­sen ver­dient?!?

        1. Zur Infor­ma­ti­on: Laut Goog­le ist die­ser Ein­trag bis­lang 4507 Mal auf­ge­ru­fen wor­den. Anzahl Klicks auf Wer­be­ban­ner: 1. Geschätz­te Ein­nah­men: 22 Cent.

        2. sag mal, geht’s noch?????
          Der Urhe­ber ging “fahr­läs­sig” mit sei­nem Bild um?
          War­um, weil er das Bild als sol­ches gezeigt hat und es nicht voll­kom­men ver­schan­delt hat indem er es kom­plett mit einem Was­ser­zei­chen über­deckt hat?

          Muss ich auch, wenn ich mein Fahr­zeug irgend­wo abstel­le einen dicken, fet­ten Auf­kle­ber über jede Schei­be kle­ben “Die­ses Fahr­zeug darf nicht gestoh­len wer­den” weil ein Dieb ja sonst nicht wis­sen kann, dass er nicht ein­fach ein Auto steh­len darf?

          Muss ich, wenn ich die Woh­nung ver­las­se, die Tür zumau­ern um poten­ti­el­len Ein­bre­chern zu zei­gen, dass ich es nicht toll fin­de, wenn sie mei­ne Tür auf­bre­chen und mei­ne Woh­nung plün­dern?

          Sol­len wir alle also im Zukunft im Inter­net gar kei­ne Bil­der mehr ohne dickem, fet­ten Was­ser­zei­chen, quer über das Kom­plet­te Bild sehen dür­fen, die einem den Genuss am Betrach­ten des Bil­des neh­men, nur weil es Leu­te wie euch gibt, die sich einen Dreck um die Rech­te ande­rer sche­ren?

          1. Nor­bert, du “argu­men­tierst” wie ein trot­zi­ges Klein­kind kurz vor dem Heul­krampf.

            In den von dir genann­ten Bei­spie­len ist es völ­lig nor­mal, sowohl das Auto abzu­schlie­ßen, als auch die Tür abzu­schlie­ßen. Die Mau­er brauchst du gar nicht. Es reicht die Tür mit Schloss.

            An den Tat­be­stän­den des Dieb­stahls bzw. Haus­frie­dens­bruch ändert die Fahr­läs­sig­keit natür­lich nichts. Sie bestehen wei­ter­hin. Das wird aber auch in die­sem Bei­spiel nicht bestrit­ten. Die Nut­zung des Bilds war eine Ver­let­zung des Urhe­ber­rechts, Punkt.

            Naiv und fahr­läs­sig hat sich der Urhe­ber aber den­noch ver­hal­ten.

  62. Also Du bist mir ja ein Held.
    Wenn man bloggt, soll­te man schon über das nöti­ge Wis­sen über Urhe­ber­recht ver­fü­gen und sich nicht frem­der Inhal­te aneig­nen und dar­an ver­die­nen. Und am Bes­ten: Im Nach­hin­ein noch rum­wei­nen, wenn einem der Beklau­te auf die Fin­ger klopft!

  63. Hal­lo,
    Ich fin­de es geht hier nicht dar­um ob recht oder unrecht’ son­dern das ver­hal­ten die­ses hvs ist merk­wür­dig.
    Da ist das Bild zwei Jah­re in Netz, zig­fach weiß Gott wo zufin­den., bei FC wird Dr bereit 2009 dar­auf auf­merk­sam­ge­macht und plötz­lich nach zwei Jah­ren fällt es ihm ein von eini­gen ein paar Krö­ten abzu­kas­sie­ren.
    Und dann auch nur die wo er weiß das er Erfolg hat.
    Das Bild wur­de doch nicht in Deutsch­land abge­än­dert und es wur­de ja in die­sem Fall auch nicht sein ori­gi­nal ver­wen­det. Soll er doch die belan­gen die es bereits 2009 Zweck ent­frem­det haben.

  64. alles lamen­tie­ren hilft nicht — die geset­zes­la­ge ist ein­deu­tig: es gibt in deutsch­land noch ein urhe­ber­recht — gott sei dank!

    dank der goog­le bild­su­che wer­den noch vie­le “ahnungs­lo­se” blog­ger usw. post bekom­men — end­lich.
    die chan­cen auf unent­deck­ten bil­der­klau sind damit um eini­ges geschrumpft.

    1. Vie­len Dank für den Hin­weis, dass du die Tie­fe der Sach­dis­kus­si­on so wenig begrif­fen hast wie bei dei­nem vor­he­ri­gen Bei­trag.

      1. den vor­wurf gebe ich ger­ne zurück.
        du scheinst offen­bar immer noch nicht begrif­fen zu haben, wie man mit frem­dem foto­ma­te­ri­al umzu­ge­hen hat. da sind wohl die gan­zen erklä­rungs­ver­su­che von vie­len leu­ten hier zweck­los. ich gebe es jetzt übri­gens auch auf.

        daß du hier auch noch um spen­den für “mei­nen finan­zi­el­len scha­den” bet­telst, ist echt der gip­fel.
        ver­steh doch end­lich: der scha­den ist nicht dir ent­stan­den, son­dern dem bil­durhe­ber.

  65. ich habe jetzt wirk­lich vie­le kom­men­ta­re gele­sen. unter ande­rem auch auf der suche nach einer bestimm­ten fra­ge… konn­te sie aber nicht fin­den, bzw. habe ich sie mög­li­cher­wei­se “über­le­sen” (eben wegen der wahn­sin­ni­gen men­ge an kom­men­ta­ren).

    hat der besag­te foto­graf eigent­lich das ein­ver­ständ­nis des rad­fah­res ein­ge­holt oder hat er mög­li­cher­wei­se des­sen per­sön­lich­keits­rech­te ver­letzt? wenn es ein schnapp­schuß war, kann ich mir nicht vor­stel­len, dass der foto­graf auf­sprang, ver­trag und stift zück­te und die zur ver­öf­fent­li­chung nöti­gen rech­te ein­hol­te.

    und an alle die sich SOOOOOOO sehr über das ver­hal­ten des blog­be­trei­bers auf­re­gen: ja gesetz­lich hat er wohl einen feh­ler gemacht. und den­noch, ver­hal­tet ihr euch wirk­lich immer geset­zes­treu im WWW oder seid ihr ein­fach noch nicht bei eurem “ille­ga­len trei­ben” erwischt wor­den?

  66. Wenn ich nicht so stark an Zufäl­le glau­ben wür­de, däch­te ich, “Alex” heißt heu­te “ich”.

  67. Ich fin­de die­sen Link zu der The­ma­tik sehr gut:

    http://www.brandeins.de/archiv/magazin/warenwelt/artikel/das-digitale-urheberrecht-steht-am-abgrund.html

    Beson­ders stim­me ich fol­gen­der Aus­sa­ge zu:

    Der Haken ist, dass das im Prin­zip in sei­nen ursprüng­li­chen Moti­ven sehr rei­ne und gute Ansin­nen des Rechts, die Urhe­ber von Wer­ken der klei­nen Mün­ze zu schüt­zen, nun­mehr durch den über­stei­ger­ten Schutz auch bana­ler Erzeug­nis­se über­trie­ben und damit miss­braucht wird. Die Inha­ber sol­cher Schutz­rech­te rekla­mie­ren in exzes­si­ver Wei­se Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen und über­zie­hen jeden mit Abmah­nun­gen, Unterlassungs- und Scha­den­er­satz­an­sprü­chen, der die Erzeug­nis­se nutzt. ”

    Genaue­res zum Begriff der “klei­nen Mün­ze” fin­det sich im Bei­trag.

  68. Eini­ge inter­es­san­te Rechs­t­auf­fas­sun­gen ver­tre­ten Sie da.

    Rich­tig ist, daß Anwalt­kos­ten gegen­über pri­va­ten Per­so­nen auf 100€ begrenzt wur­den. Unab­hän­gig davon kann ein Urhe­ber natür­lich einen Scha­den­er­satz gel­tend machen. Ob ein Pri­vat­per­so­nen gegen­über eben­falls auf die im Geschäfts­ver­kehr übli­che Ori­en­tie­rung MFM-Liste zugreift, ist dem Gericht über­las­sen. Ob man über­haupt einen Scha­den festel­len wird, dazu gibt es lei­der sehr wider­sprüch­li­che Urtei­le.

    Fakt ist aber, daß Ihr Han­deln nicht dadurch “rich­tig” wird, weil es vie­le ande­re auch machen.

    Der Urhe­ber braucht kein Ein­ver­ständ­nis zur Ver­öf­fent­li­chung der Fotos, auf denen Per­so­nen abge­bil­det sind. Sie brau­chen das, denn Sie haben es ver­öf­fent­licht. Liegt Ihnen das vor?

    Es ist auch nicht rich­tig, daß ein Urhe­ber auf Namens­nen­nung bestehen muß. Er kann in einem Ver­trags­ver­hält­nis sicher­lich dar­auf ver­zich­ten. Nach dem UrhG steht es ihm bedin­gungs­los zu.

    Der Urhe­ber könn­te natür­lich auch einen Straf­an­trag stel­len. Soweit aus den zugäng­li­chen Quel­len bekannt ist, ist das noch nicht gesche­hen und wur­de auch noch nicht ange­droht. Vor die­sem Hin­ter­grund ist es viel­leicht gar nicht unfair, ein­fach nur anzu­bie­ten, die Rech­nung zu beglei­chen und sich dabei an bran­chen­weit aner­kann­ten Ori­en­tie­rungs­hil­fen zu ori­en­tie­ren.

    Gut mög­lich, daß er in einem Rechts­streit nicht die von ihm pro­gnos­ti­zier­te Sum­me erzie­len wird. Dar­in ent­hal­ten ist jeden­falls noch nicht, was der Rechts­streit Sie kos­ten kann, wel­che Anwalts­kos­ten Sie haben wer­den und wel­che Kos­ten das Gericht Ihnen auf­er­legt. Von einem mög­li­chen Straf­be­fehl ganz abzu­se­hen.

    Wenn es gän­gi­ge Pra­xis bei Ihnen ist, daß Sie sich auf frem­den Web­sei­ten bedie­nen, und sei es “nur” durch Links, dann wird die Staats­an­walt­schaft das sicher­lich mit berück­sich­ti­gen in ihrer Ent­schei­dung, das Ver­fah­ren ein­zu­stel­len, einen Straf­be­fehl zu erlas­sen oder ein gericht­li­ches Ver­fah­ren anzu­stre­ben.

    Es ist übri­gens auch nicht rich­tig, daß es irgend­wie bes­ser sei, ein Bild nur zu ver­lin­ken statt zu kopie­ren. Aus­schlag­ge­bend ist, ob Sie den Ein­druck erwe­cken, das Bild sei Teil Ihres Con­tent. Das war ja wohl der Fall.

    Ich kann Ihnen nur raten, die­se Aspek­te in Ihrer Ent­schei­dung zu berück­sich­ti­gen.

    Vie­le Grü­ße
    Hubert

  69. So, ich glau­be hier ist mitt­ler­wei­le alles aus­ge­kaut, was es zu kau­en gab. Der­zeit wie­der­ho­len sich nur die Inhal­te, was nicht min­der arbeits­in­ten­siv ist; dane­ben scheint es in einer bestimm­ten Stadt eines bestimm­ten Künst­lers Mode zu sein, vom sel­ben Zugangs­an­bie­ter mit unter­schied­li­chen Pseud­ony­men und immer fal­schen E-Mail-Adressen zor­ni­ge Kom­men­ta­re zu schrei­ben. Das alles zusam­men scheint mir einer inhalt­li­chen Erör­te­rung nicht viel zu brin­gen, des­we­gen schlie­ße ich hier­mit die Kom­men­ta­re. Wer dage­gen etwas Sub­stan­ti­el­les hat, der möge mich kon­tak­tie­ren. Ich bedan­ke mich für das Niveau der Rück­mel­dun­gen, ich habe einen Bei­trag man­gels niveau­vol­len Gehalts gelöscht, der Rest war pro­blem­los ver­öf­fent­lich­bar. Für eine wei­te­re Dis­kus­si­on über das Urhe­ber­recht ver­wei­se ich auf die obi­gen Links.