Wie man mit Drohungen wegen angeblicher Verletzung des Urheberrechts Geld verdient

In mei­nem E-Mail-Postfach lan­de­te an einem Frei­tag im Novem­ber, 17 Uhr, eine E-Mail, die mir eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung vor­ge­wor­fen wird. Bis dar­auf­fol­gen­den Diens­tag, 12 Uhr, d.h. nach 3 Tagen und 19 Stun­den, hät­te ich, so der Ver­fas­ser, mich bereit zu erklä­ren, 600€ an den Ver­fas­ser zu zah­len. Beschlos­sen und ver­kün­det. Ansons­ten wür­de er sei­ne Anwäl­te zwecks Abmah­nung kon­tak­tie­ren, und die dann gefor­der­te Sum­me belie­fe sich dann auf “1564 € + USt”.

Scha­den? Ich habe in der Tat die­ses Foto von A.S.*, der sich offen­bar auch anders* nennt, auf mei­nem Blog anzei­gen las­sen. Das Foto sieht wie aus einer Lustige-Fotos-Serie aus den USA aus, wur­de auch oft unter der Beti­te­lung “Some days start bet­ter” in den USA ver­brei­tet, stammt aber von einem Ber­li­ner Akt-Fotografen und heißt eigent­lich “Nütz­li­che Internet-Akronyme: YMMD”. Das Bild zeigt einen zufäl­li­gen Schnapp­schuss eines Rad­fah­rers, der an einer Oben-ohne-Dame vor­bei­fährt.

Ich habe den Foto­gra­fen dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich das Foto durch eine Ver­lin­kung von einem tumblr.com-Blog auf mei­nem Blog zu sehen sei, ich es aber nicht selbst ver­öf­fent­licht hät­te und daher nicht löschen kön­ne. Sagen wir es mal so: Das Foto ist dort immer noch. Das Ori­gi­nal­bild wur­de am 05. August 2009 geschos­sen, seit dem 31. August 2009 gras­siert es als Witz­fo­to durch das Inter­net. Allein bei 9gag hat es 356000 Facebook-Likes. Den Foto­gra­fen ärgert die­se gro­ße Reso­nanz, weil er sie nicht mone­ta­ri­sie­ren kann. Es gehe ihm

um die schlich­te Tat­sa­che, dass Goog­le Images zusam­men mit ande­ren Such­diens­ten über 1500 Kopi­en die­ses Bil­des im Netz fin­det — und regu­lär ver­kauft habe ich es beein­dru­cken­de 8 Mal. Des­halb gehe ich nun dage­gen vor.

Mir scheint, es geht nicht dar­um, dass ich per­sön­lich einen kon­kre­ten Scha­den her­ge­führt habe: Weil angeb­lich das Auf­tau­chen des Fotos im Inter­net dazu geführt hat, dass der Foto­graf das Foto selbst nicht zufrie­den­stel­lend ver­kau­fen kann — denn ansons­ten wäre es ja kein Scha­den.

So ein Vor­ge­hen kann nun jeden tref­fen, der das Bild irgend­wo im Inter­net in Ver­bin­dung mit sei­nem Namen “ver­öf­fent­licht” oder schon “ver­öf­fent­licht” hat. Auch so ein Ding: Das Bild ist ja schon seit Ewig­kei­ten ver­öf­fent­licht.

Der hoch­ge­rech­ne­te Kos­ten­fak­tor sieht dann so aus:

1. Anwalts­kos­ten für die Abmah­nung (LG Köln v. 7.03.07 — Az. 28 O 551/06): 460 €
2. Bild­nut­zung lt. MFM-Liste (vgl. OLG Düs­sel­dorf v. 09.05.06 – Az. I-20 U 138/05) für mehr als ein Jahr: 480 €
3. Ver­let­z­er­zu­schlag in Höhe von 100% wg. feh­len­der Urhe­ber­nen­nung (§97 Abs 2. Satz 2 UrhG, LG Düs­sel­dorf v. 01.04.09 -12 O 277/08): 480 €
4. Zuschlag für Ein­satz eines Modells (sie­he MFM-Liste) von 30%: 144 €

Hier­zu: In sol­chen Fäl­len dür­fen bei Mah­nun­gen Anwalts­kos­ten 100€ nicht über­stei­gen. Punkt 3 ist sehr frag­lich, da Urhe­ber kennt­lich machen müs­sen, wenn sie ihr Werk nur in Zusam­men­hang mit ihrem Namen ver­öf­fent­licht sehen wol­len. Dies ist mei­nes Erach­tens hier nicht der Fall. Grund­sätz­lich kann, muss aber die MFM-Liste nicht als Grund­la­ge her­an­ge­zo­gen wer­den. Der “Zuschlag für Ein­satz eines Modells” ist Unsinn, da die­se For­de­rung in den Bild­nut­zungs­ent­gel­ten schon drin ist. Aber als psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung zieht das alles natür­lich, eben­so wie die Andro­hung, mich wegen Betru­ges zu belan­gen.

Ich habe dem­nach ein Witz­fo­to geb­loggt, von dem ich nicht wuß­te, ob sein Urhe­ber die Rech­te an der Ver­öf­fent­li­chung des ver­wen­de­ten Fotos hat, bei dem ich wie­der­um nicht weiß, ob der Urhe­ber des Fahrradfahrer-Fotos die Geneh­mi­gung an des­sen Per­sön­lich­keits­recht hat. Ich weiß nur, dass das deut­sche Rechts­sys­tem so ist, dass man mir die Schlin­ge um den Hals legen kann, ohne die­se offe­nen Fra­gen klä­ren zu müs­sen. Nur dadurch, dass “Abmahn­ge­büh­ren aus dem fik­ti­ven Gegen­stands­wert einer Rechts­ver­let­zung” abge­lei­tet wer­den dür­fen.

Durch die Hil­fe aus der Blog­go­sphä­re habe ich einen, ver­gli­chen mit ande­ren eben­so Betrof­fe­nen, nied­ri­gen Betrag gezahlt. Ich habe ein­ge­se­hen, dass all das, was das Geschmäck­le aus­macht, vor einem Amts­ge­richt, an dem der­ar­ti­ge Zwis­te ver­han­delt wer­den, mög­li­cher­wei­se kei­ne Rol­le spielt. Das ist eben der Hil­de­brandt­sche Unter­schied zwi­schen Recht und Jus­tiz.
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Die­ser Arti­kel dient nicht der Ver­gel­tung. Ich möch­te nur ande­re Blog­ger vor der Vor­ge­hens­art des Kla­gen­den einer­seits war­nen und ande­rer­seits in Erfah­rung brin­gen, wer noch so alles auf die­se Art ange­gan­gen wur­de.

Wenn mir jemand bei mei­nem finan­zi­el­len Scha­den aus­hel­fen mag, kann er das tun — ent­we­der über Paypal oder unter dem Text über den flattr-Knopf. Man kann mich auch schlicht kon­tak­tie­ren. Soll­te wider Erwar­ten die erfor­der­te Sum­me durch Spen­den erreicht wer­den, lösche ich die­se Zei­len und spen­de übri­ge Mit­tel einem sozia­len Zweck. Ich wer­de fort­lau­fend und unter Ein­be­zie­hung eines Anwalts alles trans­pa­rent machen.

Ich möch­te mich an die­ser Stel­le noch aus­drück­lich bei Cars­ten Kno­bloch, Micha­el See­mann und Udo Vet­ter bedan­ken. Bei Pro­ble­men kann man durch­aus mal in der Blog­go­sphä­re fra­gen — es hilft.

1. Aktua­li­sie­rung
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Der Foto­graf schreibt mir, er habe mich aus­drück­lich dar­auf hin­ge­wie­sen die Namen A.S. und H.v.S. nicht in Ver­bin­dung zu brin­gen. Das ist inso­fern neu, als er mir gegen­über nie von H.v.S. gere­det hat. Sofern ich inner­halb von 24 Stun­den nicht eine der­ar­ti­ge Ver­bin­dung lösche, macht er mir gegen­über den ent­stan­de­nen Scha­den gel­tend. Mir ist nicht klar, was für ein Scha­den ent­stan­den sein soll, und da ist man wohl auch unter Beweis­last, aber ich kom­me dem bis auf wei­te­res nach. Mal schau­en, was mein Anwalt dazu sagt.

2. Aktua­li­sie­rung
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Spie­gel Online: Witz­bild kos­tet Blog­ger min­des­tens 250 Euro
wirres.net: urhe­ber­rechts­be­wusst­sein
neunetz..com: Blog­ger bekommt Abmah­nung für Urhe­ber­rechts­ver­let­zung, weil er macht was jeder im Netz macht
off-the-record.de: Wie mich Klaus Kocks beklau­te oder war­um das Urhe­ber­recht eine Fra­ge der Moral ist
Dis­kus­si­on auf fotocommunity.de: Unter dem Ori­gi­nal­bild | im Forum (nach Anmel­dung)
Über­sicht bei rivva.de
spickmich.de: Witz­bild kos­tet Blog­ger 250 Euro
(wei­te­re Bei­trä­ge wei­ter unten)

3. Aktua­li­sie­rung
Inzwi­schen urteilt der Euro­päi­sche Gerichts­hof, so wie ich die Lage damals gese­hen habe.

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197 Kommentare

    1. Ja, Brül­ler, da war auch kei­ner. Nach­dem das Blog Ende Dezem­ber abge­rauscht ist, habe ich den nicht wie­der instal­liert. Nu isser wie­der da.

    1. Sowas als Geschäfts­idee wäre ja ne Idee wert: Erst was viral machen, dann über Urhe­ber­rech­te “infor­mie­ren” ;-).

  1. Mal ganz unab­hän­gig von dem eigent­li­chen Vor­fall — wor­aus lei­tet sich das hier her: „Punkt 3 ist sehr frag­lich, da Urhe­ber kennt­lich machen müs­sen, wenn sie ihr Werk nur in Zusam­men­hang mit ihrem Namen ver­öf­fent­licht sehen wol­len.“

    1. Hier­her. Ein Urhe­ber kann fest­le­gen, dass sein Name genannt wer­den muss, er kann auch fest­le­gen, dass sein Name nicht genannt wer­den darf. Bei der Ver­let­zung die­ses Rech­tes muss die­se Infor­ma­ti­on aber irgend­wo zugäng­lich sein. Mir war das in die­sem Fall nicht bekannt, aber es schraubt die Kos­ten­rech­nung hoch ;-).

      1. Und hier irrt der Autor.

        Der Urhe­ber hat laut § 13 UrhG (Aner­ken­nung der Urhe­ber­schaft) immer das Recht auf Namens­nen­nung. Er ist nicht ver­pflich­tet, expli­zit dar­auf hin­zu­wei­sen. Nur wenn er auf die­ses Recht ver­zich­ten will, muss er dar­auf hin­wei­sen.

        Alle Licht­bild­wer­ke (ein­schließ­lich der Wer­ke, die ähn­lich wie Licht­bild­wer­ke geschaf­fen wer­den) sind urhe­ber­recht­lich geschützt (§ 2 UrhG). Eine ent­spre­chen­de Kennt­zeich­nung, z.B. durch ein © ist dabei nicht erfor­der­lich.

        Das bedeu­tet, dass jede Nut­zung eines Licht­bild­wer­kes (und dazu gehört auch das Ein­bet­ten in die eige­nen Web­site) nur mit Ein­ver­ständ­nis der Urhe­bers erfol­gen darf. Der Urhe­ber hat das Recht, für die­se Nut­zung eine Ver­gü­tung zu ver­lan­gen (§11 UrhG).

        Soll­te der Urhe­ber nicht bekannt sein, dann darf man das Licht­bild­werk nicht ver­wen­den. Wer es den­noch macht, muss mit recht­li­chen und finan­zi­el­len Kon­se­quen­zen rech­nen.

        1. Das hat mir ein Anwalt so aus­ge­legt, ich will nicht behaup­ten, selbst dort son­der­lich kun­dig zu sein, aber im Geset­zes­text steht “kann”, das scheint mir erklä­rungs­be­dürf­tig. Ich hat­te aber sicher­lich nicht vor irgend­je­man­des Recht anzu­zwei­feln.

      2. Ah, den meinst du. Ich hat­te dich so ver­stan­den, dass der Urhe­ber den Wunsch nach einer Namens­kenn­zeich­nung aus­drück­lich äußern müs­se, ansons­ten bräuch­te der Name nicht genannt wer­den.

      3. Das ist doch voll­kom­men Egal.
        Die Sache mit der Namens­nen­nung ist ja nur dann rele­vant, wenn der Urhe­ber jeman­dem das Recht zur Nut­zung sei­nes Wer­kes ein­räumt! Dann kann er eben fest­le­gen, ob er nun will, dass sein Name genannt wird oder ob er das eben nicht will.
        Da der Urhe­ber aber ja nie­man­dem das Recht zur Nut­zung sei­nes Bil­des ein­ge­räumt hat, war­um soll­te er dann irgend­wo die Namens­nen­nung regeln???

        Wir schon gesagt wur­de, es ist das Recht des Urhe­bers, über die Namens­nen­nung zu ent­schei­den, genau­so wie es das Recht des Urhe­bers ist, über die Ver­brei­tung sei­nes Wer­kes zu ent­schei­den.
        Wenn also jemand, wie hier gesche­hen, ein Bild unrecht­mäs­sig ver­brei­tet UND es dann auch noch unter­lässt, den Namen des Urhe­bers zu nen­nen (wor­auf er aber ja eben das Recht hät­te), der hat eben in zwei Fäl­len gegen 2 Rech­te des Urhe­bers ver­stos­sen und für jeden die­ser bei­den Ver­stö­ße muss man halt dann zah­len!

        Wenn du heu­te bei­spiels­wei­se an einer gel­ben Ampel noch schnell Gas gibst und dann doch bei Rot drü­ber fährst (obwohl du ja schon auf über 80 Sachen inner­orts beschleu­nigt hast) dann wirst du eben wegen 2 Ver­ge­hen geahn­det, wegen über­höh­ter Geschwin­dig­keit UND wegen des Rotlicht-Verstoßes (und nicht nur wegen einem der bei­den Ver­ge­hen)

  2. Naja, Mit­leid hät­te ich, wenn der Blog wer­be­frei wäre. Das ist er nicht, d.h. mit jedem hier gepos­te­ten Inhalt wird Geld ver­dient. Wer Tex­te oder Bil­der Drit­ter auf einer Web­sei­te ver­öf­fent­licht mit der er dann wider­um Geld ver­dient — und sei­en es nur ein paar Euro — muss mei­ner Mei­nung nach beson­ders acht­sam sein.

    Aller­dings ist die For­de­rung über­trie­ben hoch.

    1. Mit die­ser Inter­net­sei­te wird kein Geld ver­dient, daher auch die Mahn­kos­ten­de­cke­lung.

  3. Auch hier kann man nur sagen: Selbst schuld. An der Stel­le des Rech­te­inha­bers wür­de ich Dir spä­tes­tens jetzt mei­ne Anwäl­te auf den Hals het­zen. Recht bre­chen und dann mit Unver­schämt­hei­ten plus Feil­sche­rei kom­men.

    Wie oft muss durch einen Blog­ger eigent­lich noch ein sol­cher Lap­sus began­gen wer­den, bis sich in der Blo­gos­sphä­re her­um­spricht das man sich auch als Blog­ger an die Geset­ze, wie z.B. das Urhe­ber­recht u.ä., zu hal­ten hat?

  4. Eigent­lich ist es schon ein wenig ver­wun­der­lich, dass jeder annimmt, im Netz sei alles kos­ten­los. Im Grun­de ist doch klar: Wenn etwas NICHT mit einer frei­en Lizenz gekenn­zeich­net ist, kann man es auch NICHT frei ver­wen­den. Das gilt natür­lich auch für ver­link­te Inhal­te.

    Dass ein Foto­graf, Gra­fi­ker oder Autor sich nicht dar­über freut, wenn ande­re mit sei­ner Arbeit Geld ver­die­nen (auch die­ses Blog hat z.B. Wer­bung ein­ge­blen­det) ist doch eigent­lich klar.

    Es gibt vie­le gute Fotos, Gra­fi­ken, Tex­te die unter der Crea­ti­ve Com­mons Public Licen­ses (CCPL) ver­öf­fent­licht sind. Die kann man pri­ma nut­zen!

    Es wäre natür­lich schön gewe­sen, wenn das Bild eine Kontakt-Info ent­hal­ten hät­te — Dann hät­te man beim Autor um Erlaub­nis fra­gen kön­nen.

    1. Es gibt eini­ge Stel­len an denen Urhe­ber­rech­te aus­ge­wie­sen sind, die aber offen­sicht­lich nicht kor­rekt sind. Ohne irgend­wel­che Infor­ma­tio­nen scheint es mir unmög­lich, den wah­ren Urhe­ber aus­fin­dig zu machen. Aber natür­lich hat das juris­tisch wenig Rele­vanz.

      1. Es ist doch ganz sim­pel (wie es schon Kon­stanz schreibt): Wenn du kei­ne Rech­te an Inhal­ten Drit­ter hast und die Rechts­fra­ge auch nicht klä­ren kannst, ver­öf­fent­li­che besag­te Inhal­te ein­fach nicht! Wo liegt das Pro­blem?

  5. Das Foto gefällt mir, gute Bild­idee. Lei­der wäre nach­stel­len auch eine Ver­let­zung. Viel Glück.

  6. Hal­lo Cars­ten,

    zum einen sei froh, dass der Rech­te­inha­ber nicht Get­ty Images war. Dann wäre es noch etwas mehr gewor­den.
    Zum ande­ren ver­ste­he ich Dei­ne Auf­re­gung nicht ganz. Im Impres­sum gibts Du Quel­len für Icons und Clip­arts an, um zu unter­strei­chen, dass sie lizenz­frei sind, aber ein Bild ver­linkst Du via Image­link. Man soll­te mei­nen, dass sich mitt­ler­wei­le jeder Blog­be­trei­ber mit den gän­gi­gen Fall­stri­cken aus­kennt.
    Betrach­te es auch mal von der ande­ren Sei­te. Der Mann ver­dient sein Geld mit der Foto­gra­fie. Du willst doch auch für Dei­ne Arbeit bezahlt wer­den?

    Dani­el

    1. Art und Anlass der Ein­for­de­rung die­ser Sum­me stö­ren mich etwas, das wür­de ich sagen wol­len.

      1. Du hast noch nicht mal eine Abmah­nung bekom­men, son­dern nur eine Rech­nung. Und trotz­dem so ein Faß auf­ma­chen, tzz.

  7. Hal­lo,

    wer Inhal­te auf sei­ner Web­sei­te von Drit­ten ein­stellt ohne sich dar­über zu infor­mie­ren wie die Copy­rights sind (gibt ja auch offe­ne Lizen­zen) ist sel­ber Schuld. Wer glaubt, die Nut­zung von Bil­dern die er nicht sel­ber geschaf­fen hat ein­fach auf sei­ner Homepage/Blog/Facebook ein­bin­den zu kön­nen, hat solch eine Abmah­nung zu recht ver­dient. Anders schei­nen es die Leu­te ja wohl nicht zu ler­nen, oder?

    Ich mein, ansons­ten kannst Du ja auch ein­fach die Musik aus dem Radio auf­neh­men, bren­nen und auf dem Floh­markt ver­schen­ken, oder ver­kau­fen. Denn GEMA/GVU-Fatzkes die das Strei­fe lau­fen kannst du dann ja mal ver­kli­ckern, daß das gar kei­ne Urhe­ber­rechts­ver­let­zung ist, weil Du es aus dem Radio (was ja so oder so jeder hören kann) auf­ge­nom­men hast.

    Also man soll­te schon sein Hirn ein­schal­ten, sei­ne Rech­te und Pflich­ten als Web­sei­te­be­trei­ber stu­die­ren, beson­ders wenn man frem­den Con­tent auf sei­ne Web­sei­te setzt.

    Ich foto­gra­fie­re in mei­ner Frei­zeit auch und freue mich, daß ich für eini­ge weni­ge Bil­der über die ein­schlä­gi­gen Sei­ten bereits Ein­nah­men gene­riert habe. Die Bil­der wur­den als “Sym­bol­bil­der” ver­wen­det und jedes­mal gab’s 5 Euro dafür. Ich fin­de daß nur fair…

    Gruß
    mar­kus

  8. Als Foto­graf kann ich den Ärger des Urhe­bers nach­voll­zie­hen. Aller­dings fin­de ich es lach­haft erst andert­halb Jah­re spä­ter einen “Rache­feld­zug” zu star­ten. Habe daher hier ger­ne den Flattr Knopf gedrückt 🙂

    1. Ist es eine Masche, wenn eine finan­zi­el­le Pau­schal­for­de­rung nach­ein­an­der an min­des­tens 20 Blog­ger ver­sen­det wird ohne Anbe­tracht des jewei­li­gen Ein­zel­falls, so dass min­des­tens ein hoher vier­stel­li­ger Betrag zustan­de kommt, der so auf dem frei­en Markt nicht erzielt wird?

      1. Wie kommst du auf die Behaup­tung, dass das Bild auf dem frei­en Markt kei­ne viel­stel­li­ge Sum­me zusam­men­brin­gen wür­de?

        Immer­hin scheint es sich doch größ­ter Beliebt­heit zu erfreu­en und mit einem guten Bild las­sen sich durch­aus ordent­li­che Gewin­ne erzie­len. Da kön­nen auch 5 stel­li­ge Sum­men zusam­men kom­men.
        Zumin­dest dann, wenn sie ORDENTLICH LIZENSIERT wer­den anstatt sie ein­fach zu klau­en um sie auf sei­nem Blog zu nut­zen

        1. Ja natür­lich erfreut es sich gro­ßer Beliebt­heit. Aber wer wür­de das Bild wirk­lich kau­fen bzw. hat es gekauft?

          Es ist ein lus­ti­ges Bild, das in einer Viel­zahl von Foren und Blogs kom­men­tiert wird. Ob sich aller­digns auch nur für eine die­ser Ver­öf­fent­li­chung eine Lizen­sie­rung über­haupt gelohnt hät­te, ist wirk­lich sehr frag­wür­dig.

          Aber die Musik­bran­che argu­men­tiert ja genau­so und man kennt sie ja grund­sätz­lich von den Copyright-Hardlinern. Da wird ja auch immer mal wie­der ger­ne igno­riert, dass der Schü­ler in der 9. Klas­se zwar 80.000 Musik­stü­cke auf der Plat­te hat, aber im Nor­mal­fall zu Leb­zei­ten wohl nie 80.000€ zur Ver­fü­gung gehabt hät­te, die­se zu erwer­ben. Trotz­dem rech­net man jede Kopie voll.

          1. Wie­der ein­mal zeigt sich, wie wenig Ahnung die Leu­te von Urhe­ber­recht haben!
            Es ist doch eine Sache, etwas für sich per­sön­lich her­un­ter­zu­la­den oder aber etwas zu ver­öf­fent­li­chen und wei­ter zu ver­brei­ten!
            Der Schü­ler wird auch in der Regel nicht dafür belangt, dass er sich irgend­wo ein paar Lie­der her­un­ter­ge­la­den hat, das Pro­blem beginnt meist dann, wenn er es wei­ter ver­brei­tet, was bei Tausch­bör­sen ja in der Regel der Fall ist (her­un­ter­ge­la­de­ne Datei­en wer­den sofort wie­der ande­ren Teil­neh­mern zum down­load zur Ver­fü­gung gestellt)

            Hät­te der Blog­ger das Bild ein­fach nur her­un­ter­ge­la­den, sich irgend­wo auf sei­nem Rech­ner gespeichrt und es sich dort ange­se­hen wäre dies über­haupt kein Pro­blem. Aber das hat er nicht. Nein, er hat es für sich/seinen Blog genutz und unrecht­mäs­sig wei­ter ver­brei­tet. Dafür muss es eben ordent­lich lizen­siert wer­den, was nicht gesche­hen ist.

            Das hat nichts mit Geld­schnei­de­rei oder Rund­um­schlag zu tun.
            Der Blog­ger hat etwas kos­ten­los genutzt, für das er eigent­lich hät­te bezah­len müs­sen, wenn nun der Urhe­ber kommt und die ihm zuste­hen­de Bezah­lung eben im Nach­hin­ein (zzgl. Straf-Aufschlägen) for­dert, dann ist das nur abso­lut rech­tens.

  9. Ich fas­se mal zusam­men:

    1. Du benutzt uner­laubt ein Pho­to eines pro­fes­sio­nel­len Akt­fo­to­gra­fen.
    2. Der Anwalt erwischt Dich.
    3. Er schickt nicht sei­ne Anwäl­te los, son­dern schreibt eine Email, und spart Dir so erheb­li­che Kos­ten.

    Das deut­sche Recht­sys­tem hat da kei­ne Lücken: Wenn Du weißt, unter wel­chen Bedin­gun­gen ein Pho­to ver­öf­fent­licht wer­den darf, darf es nicht ver­öf­fent­licht wer­den, so ein­fach ist das.

    Das kannst Du ger­ne schlecht fin­den (ich tu’s), ist aber kein Grund, von groß­kot­zig von “Rache­feld­zug” zu spre­chen.

    1. Kein Anwalt hat mich “erwischt”, und die Kos­ten die mir durch das “Ange­bot” ent­stan­den wären, wären höher als die, die mir nach Schät­zung in einer Klä­rung vor Gericht ent­stan­den wären.

  10. Ich kann im Ver­hal­ten des Foto­gra­fen nichts Unrech­tes oder Unmo­ra­li­sches erken­nen. Du hast Dir die Arbeit des Foto­gra­fen auf Dei­nem Blog ohne Recht zu Eigen gemacht. Selbst schuld. Man nutzt eben kei­ne (Bild)Inhalte ohne die ent­spre­chen­den Rech­te zu besit­zen.

    1. Ich kann im Ver­hal­ten des Foto­gra­fen auch nichts Unrech­tes oder Unmo­ra­li­sches erken­nen. Das habe ich auch gar nicht behaup­tet.

  11. Redu­zie­ren wir die­sen Post mal auf das Wesent­li­che: Du hast ein Bild ein­ge­bun­den, des­sen Urhe­ber­rech­te Du nicht besitzt und für das Dir der Foto­graf auch kei­ne Nut­zungs­rech­te ein­ge­räumt hat. Das ist schlicht ille­gal. Weil Du Dir aber über Rechts­nor­men und deren prak­ti­sche Anwen­dung lie­ber kei­nen Kopf machen willst, lamen­tierst Du elf Absät­ze lang rum und suchst die Schuld bei ande­ren. Mehr noch, Du zahlst die Zeche dann auch noch mit dem Geld ande­rer Leu­te. Ich weis gar nicht was düm­mer ist — Dein Ver­hal­ten oder das der Leu­te, die für so einen Stuß auch noch Geld spen­den.

  12. Ich ver­die­ne als Foto­graf haupt­be­ruf­lich mein Geld mit dem Ver­kauf von Fotos und muss lei­der auch ab und zu Leu­te abmah­nen, die Fotos von mir ver­wen­den, ohne sie zu lizen­zie­ren (sprich: zu bezah­len).

    Des­we­gen wun­de­re ich mich über eini­ge Dei­ner genann­ten Punk­te. Zum Bei­spiel liegt es doch auf der Hand, dass man eine Foto­nut­zung erst abmah­nen kann, wenn eine uner­laub­te Ver­öf­fent­li­chung sicht­bar ist. Woher soll der Foto­graf wis­sen, dass Du planst, sein Foto ohne sei­ne Erlaub­nis zu ver­wen­den?

    Und nur weil ein Foto bei Tumb­lr gezeigt wur­de, heißt das eben nicht auto­ma­tisch, dass eine Nut­zung in ande­ren Blogs legal wäre, ja oft ist die Ver­öf­fent­li­chung bei Tumb­lr schon unrecht­mä­ßig.

    In der von Dir ver­link­ten Quel­le (§13UrhG) steht auch nicht, dass ein Foto­graf erst sagen müs­se, das er als Quel­le genannt wer­den will, damit das not­wen­dig wird. Das steht “er kann bestim­men, ob…”. Wenn er das nicht tut, hat er trotz­dem das im Satz vor­her genann­te “Recht auf Aner­ken­nung der Urhe­ber­schaft”.

    Der Model-Zuschlag hin­ge­gen ist jedoch wirk­lich selt­sam, das ist in sol­chen Fäl­len nicht üblich.

    Ich ver­ste­he den Ärger über die anfal­len­den Kos­ten. Aber eine der übli­chen Blog-Regeln lau­tet eben nicht ohne Grund, kein Mate­ri­al ohne Über­prü­fung der Quel­le zu ver­öf­fent­li­chen.

    Wenn Du in Zukunft sol­che Pro­ble­me ver­mei­den willst, kannst Du auch Fotos ab 1 Euro bei Microstock-Bildagenturen kau­fen. Mehr dazu etc. in mei­nem Blog.

    Grü­ße, Robert

    1. Ich beschwe­re mich nicht grund­sätz­lich über die Kos­ten, mir schei­nen sie in die­sem spe­zi­el­len Fall nur fik­tiv hoch­ge­rech­net. Eine von vorn­her­ein akzep­ta­ble For­de­rung ohne mir Vor­zu­gau­keln, man möch­te mir mit Sum­me X fik­tiv hoch­ge­rech­ne­te Kos­ten erspa­ren, hät­te ich auch akzep­tiert.

      1. Hier wur­de nichts künst­lich hoch­ge­rech­net. Die auf­ge­mach­te Rech­nung hät­test Du von den meis­ten foto­gra­fen die ich ken­ne auch bekom­men. dann aller­dings i.d.r. übr einen anwalt ver­sen­det mit anwalts­ge­büh­ren. lei­der ist das rechts­be­wusst­sein was das urhe­be­recht im netz betrifft nicht sehr aus­ge­prägt. so kann man nicht jeden ein­zeln mit nem du du du kom­men, son­dern es bleibt nur die abmah­ne­rei.

        wenn ich dei­nen text auf irgend ner ande­ren web­sei­te fin­den wür­de und wür­de die­sen für mei­ne dok­tor­ar­beit nut­zen, anschlie­ßend auf­grund der tol­len exper­ti­se als ceo irgend­wo arbei­ten und du wür­dest das raus­fin­den, was wür­dest du tun?

        1. Wenn das auf die Guttenberg-Geschichte ver­weist, da gab es kei­ne Kla­gen der zitier­ten Per­so­nen, weil angeb­lich nicht dar­ge­legt wer­den kann, dass ein Scha­den ent­stand. Das ande­re eben­sol­che Rech­nun­gen ver­schi­cken, glau­be ich sofort. Ich habe mit ande­ren Blog­be­trei­bern gespro­chen, die über sich selbst sogar sagen, dass Urhe­ber­rechts­miss­ach­tun­gen ihr Geschäfts­mo­dell sei­en, die sagen, dass nur in die­sem einen Fall die Sache so aus­ar­te­te. [Auch hier ver­wei­se ich mal bei Inter­es­se auf die Google-Plus-Diskussion, die erscheint mir über­schau­ba­rer und weni­ger pole­misch.]

          1. Dann hof­fe ich mal für Dich und dei­ne Spe­zis, dass ihr alle­samt erwischt wer­det und für jedes ein­zel­ne Mal dass ihr was ohne Erlaub­lis ver­öf­fent­licht habt ants­än­dig zur Kas­se gebe­ten wer­det!

  13. Naja, das ist eben die Fal­le in die man immer wie­der rein läuft: Es steht doch frei im Inter­net, also kann ich es auch ein­fach nut­zen und auf mei­ner Web­sei­te zei­gen.
    Wenn man vor­her mal drü­ber nach­denkt ist aber ja eigent­lich klar, dass man nicht ein­fach ein Bild nut­zen kann. Außer es steht klar dran, dass es zur frei­en Ver­fü­gung steht.
    Den Ärger, dass man jetzt zah­len soll kann ich schon ver­ste­hen. Aber man hat ja nun mal auch etwas falsch gemacht (ein Bild genutzt ohne zu wis­sen ob das Bild ‘Open Source’ ist).

  14. Ich bit­te die ver­spä­te­te Frei­schal­tung von Kom­men­ta­ren zu ent­schul­di­gen, aber ich war unter­wegs und Bei­trä­ge wer­den hier erst nach ein­ma­li­gem Kom­men­tar­bei­trag frei geschal­tet. Ich lese alle Kom­men­ta­re und wür­de mich dazu äußern, wenn ich zum Inhalt der Kom­men­ta­re der Sache nach ande­rer Mei­nung bin.

  15. Mei­ne Oma sag­te immer “Unwis­sen­heit schützt vor Stra­fe nicht.”

    Es gibt Leu­te, die ver­die­nen mit der Erstel­lung von Fil­men, Musik oder Fotos Geld. Auch wenn es das heu­te digi­tal im Inter­net gibt, darf man das genau­so­we­nig klau­en, wie Ziga­ret­ten oder Autos.

  16. Wer lesen kann, ist klar im Vor­teil. Bei dem abge­leg­ten Bild in der Foto­com­mu­ni­ty ist die Lizenz klar gekenn­zeich­net. Da steht “alle Bil­der unter­lie­gen dem Urhe­ber­recht der jewei­li­gen Sen­der”.

    Unab­hän­gig davon: es ist All­ge­mein­bil­dung, dass man ein Bild nicht frei ver­wen­den kann, es sei denn­das steht expli­zit da.

    Aller­dings: ich hät­te bei einem klei­nen Blog nun nicht gleich die GROßE Rech­nung auf­ge­macht, ande­rer­seits kotzt es einen auch an, wenn ohne zu fra­gen die eige­ne Leis­tung geklaut wird. Wie ist das eigent­lich bei Dir, kriegst Du jeden Monat Gehalts­ab­zü­ge, weil es in ande­ren Län­dern üblich ist, die Leu­te um Ihren Lohn zu beschei­ßen?

    Du hast ein biß­chen Pech gehabt, die Num­mer hät­te auch gleich mit der dicken Anwalts­rech­nung aus­ge­hen kön­nen. Inso­fern ist es doch nett, dass Du erst höf­lich gewarnt wirst, bevor mit den ganz gro­ßen Kano­nen geschos­sen wird. Ande­re machen das ganz Anders, da wird gleich die gro­ße Bazo­oka raus­ge­holt.

    Natür­lich ist das emo­tio­nal Schei­ße für Dich. Aller­dings: geklau­te Bil­der, Fotos und Urhe­ber­rech­te sind seit Mona­ten in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on um sämt­li­che sozia­len Netz­wer­ke wie Face­book, etc.. Gera­de als Blog­ger soll­te man hin und wie­der auch mal Zei­tun­gen lesen, sind ja zur Genü­ge online frei ver­füg­bar.

    Pas­siert ein­mal im Leben, in 100 Jah­ren kräht kein Hahn danach. Schei­ße pas­siert, was gelernt. Das Leben ist unge­recht. Das nächs­te Mal bist Du ein Sie­ger. Glaub an Dich.

      1. Das kannst du ja leicht raus­fin­den: Zieh vor Gericht.
        Und zah­le zusätz­lich zur Aus­gleichs­zah­lung auch noch die Anwalts- und Ver­fah­rens­kos­ten

        Viel­leicht soll­test du dich auch gleich­zei­tig noch über die Kos­ten für ein Ver­fah­ren wegen “übler Nach­re­de” (§ 186 StGB) infor­mie­ren.
        Denn als sol­ches könn­te man evtl. das, was hier geschieht, anse­hen, wenn du hier näm­lich unge­recht­fer­tigt Behaup­tun­gen über den Urhe­ber des Bil­des ver­brei­test.

        Im Gegen­satz zu dei­nen Urheberrechts-Verletzungen wäre das näm­lich nicht Zivil- son­dern Straf­recht.
        Da kas­siert dann kein Klä­ger mehr, son­dern der Staat.
        Dass du bei der ers­ten Ver­ur­tei­lung gleich die bis zu 2-Jährige Haft­stra­fe bekommst ist wohl eher unwar­schein­lich.

        1. Eigent­lich geht es hier in letz­ter Zeit nur um den recht­li­chen Aspekt und mei­ne Per­son. Das hat mit dem Foto­gra­fen nichts zu tun.

      2. Ähm, nun ja. Ob Du vor Gericht weni­ger Geld bezah­len wür­dest, bezweif­le ich. Der Foto­graf hat über den Google-Bild-Vergleich ja bereits raus­ge­fun­den, dass sein Bild tau­send­fach ver­wen­det wur­de (sagt Spiegel-Online). Es hat also sei­nen Wert und wenn Du Pech hast, hängt der Rich­ter noch ne Null hin­ten­dran.

        Aber rech­ne mal ganz ein­fach: allein Dein 1. Antritt bei Gericht kos­tet Dich locker nen Tau­sen­der: Gerichts­kos­ten, Anwalts­kos­ten, Fahrt­kos­ten, die ver­lo­re­ne Zeit in der Du hät­test Geld ver­die­nen kön­nen, etc. Hin­zu kommt: min­des­tens Dei­ne Anwalts­kos­ten darfst Du hübsch sel­ber tra­gen, die Dei­nes “Geg­ners” zumin­dest antei­lig.

        Aber das Ein­fachs­te für Dich wäre Fol­gen­des: rede mit dem Foto­gra­fen! Der ist ein­fach nur sau­er, dass 1000e sein Bild ver­wen­den. Viel­leicht kann man beim Rech­nungs­be­trag noch was machen.

        Die­se Art hier: erst klau­en und sich dann beschwe­ren, weil der Ande­re nun “angeb­lich” über­höh­te Rech­nun­gen stellt, nimmts mir nicht übel: Du for­derst Fair­ness und bist sel­ber unfair, so funktioniert’s nicht.

    1. Wie­so behaup­ten eigent­lich eini­ge — unab­hä­gig von der hier ent­stan­de­nen Situa­ti­on — man kön­ne Bil­der mit frei­er Lizenz (“OpenSource-Bilder”) so pro­blem­los ver­wen­den, wenn in der Quel­le die Nut­zung erlaubt wäre?

      Ich wür­de ein sol­ches Risi­ko jeden­falls nicht ein­ge­hen, da wie hier gezeigt Urhe­ber auch nach mehr als einem Jahr noch Rech­te ein­for­dern. Oder glaubt Ihr das nach so lan­ger Zeit noch bele­gen zu kön­nen, von wo Ihr ein ent­spre­chen­des Bild her­habt.

      Mal davon abge­se­hen gibt es IMHO noch kei­ne Tech­nik, um zwei­fels­frei zu bele­gen, dass ein Foto (ohne sicht­ba­res “Was­ser­zei­chen”) wirk­lich von einem poten­ti­el­len Urhe­ber stammt — oder habe ich etwas ver­passt?

      Zusam­men­fas­send gilt für mich — kei­ne Fotos ver­öf­fent­li­chen (auch kei­ne eige­nen), die nicht durch ein ent­spre­chen­des Was­ser­zei­chen “ent­wer­tet” wur­den.

      1. Japp, genau wegen sol­cher Pro­ble­me woll­te ich einen Blog­bei­trag hier­zu nicht unter­las­sen. Wenn es im vor­lie­gen­den Fall z.B. der Fall wäre, dass der zufäl­lig vor­bei­fah­ren­de Rad­fah­rer nicht sein Ein­ver­ständ­nis in die Ver­mark­tung des Bil­des gege­ben hat, könn­te er mich wegen der Ver­let­zung sei­ner Per­sön­lich­keits­rech­te belan­gen. Und ich glau­be auch nicht, dass er weiß, dass sein Bild so viral ver­brei­tet wor­den ist.

        Bild­such­ma­schi­nen gibt es nicht, die eine ein­deu­ti­ge Iden­ti­fi­ka­ti­on bräch­ten, das stimmt. Ich habe auch nur durch den bür­ger­li­chen Namen des Foto­gra­fen erken­nen kön­nen, dass die Urhe­ber­rechts­an­sprü­che nahe lie­gen. Ohne die­sen wäre ich nicht dar­auf gekom­men.

        1. Moment mal:
          Du hast “nur durch den bür­ger­li­chen Namen des Foto­gra­fen erken­nen kön­nen, dass die Urhe­ber­rechts­an­sprü­che nahe lie­gen. Ohne die­sen wäre ich nicht dar­auf gekom­men.”???????
          Viel­leicht soll­test du dich mal mit dem Urhe­ber­recht beschäf­ti­gen, denn JEDES Werk unter­liegt dem Urhe­ber­recht und aus­schliess­lich der Urhe­ber kann Nut­zungs­rech­te ein­räu­men. Das heisst vor allem: Wenn nicht AUSDRÜCKLICH vom Urhe­ber selbst ein sol­ches Nut­zungs­recht exis­tiert, dann darf das Werk eben nicht ver­brei­tet wer­den!!!!
          Es muss nicht noch extra irgend­wo fest­ge­schrie­ben sein, dass das Werk nicht wei­ter ver­brei­tet wer­den darf, das ist AUTOMATISCH so!
          Und da du ja wohl kaum die aus­drück­li­che Erlaub­nis des Urhe­bers hat­test die­ses Bild (oder auch irgend etwas ande­res des zahl­rei­chen recht­lich geschütz­ten Mate­ri­als das da auf dei­ner Sei­te zu fin­den ist!!!) zu ver­öf­fent­li­chen hät­test du eigent­lich von vorn­her­ein wis­sen müs­sen, dass zumin­dest irgend jemand Urhe­ber­recht an die­sem Bild hat und dass du es nicht nut­zen darfst.
          Ansons­ten gilt eben “Unwis­sen­heit schützt vor Stra­fe nicht”

          1. Nein, nur durch die Anga­be des bür­ger­li­chen Namens war es mög­lich, die Urhe­ber­rech­te am Ursprungs­bild des Witz­bil­des einer bestimm­ten Per­son zuzu­ord­nen.

  17. Ich weiss nicht, war­um Du Dich noch beklagst. Du hast einen Feh­ler gemacht, Du hast gezahlt. Ler­nen, abha­ken und fer­tig.

    Was soll dar­an falsch sein, wenn ein Urhe­ber sei­ne Leis­tung auch hono­riert haben möch­te?

    1. Ist abge­hakt, ich bekla­ge mich nicht, ich habe auch nichts gegen gerech­te Ent­loh­nung. Ich fand die psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung, die einen bestimm­ten Zweck erfül­len soll­te, nicht pri­ckelnd. Das ist alles. Und mit die­sem Bei­trag woll­te ich mög­li­cher­wei­se ähn­lich Ange­gan­ge­ne (ich hat­te zumin­dest eini­ge Vor­gän­ger) infor­mie­ren.

  18. ohmann, cars­ten, da has­te jetzt aber kommentar-dresche bekom­men, naja, wun­dert mich nicht wirk­lich, bissl blöd warst da halt schon aber ich wollt dir mal was zur unter­stüt­zung dei­ner theo­rie des, naja, “rache­feld­zug” ist wohl n bischen dol­le for­mu­liert, aber gekränk­tes ego ist ja auch ne star­ke trieb­fe­der, naja. also, ich hab mir mal die kom­men­ta­re in der ent­spre­chen­den FC-seite von schim­mer gege­ben, und wenn er die auch ver­folgt hat, weiss er defi­ni­tiv seit 08.09.2009 von rechts­ver­let­zun­gen, denn der zum datum gehö­ren­dem kom­men­tar:

    ” Den­nis Sie­bert, 8.09.2009 um 14:30 Uhr
    Schau mal, dein Bild macht nun schon die Run­de auf Witz­sei­ten.…

    http://www.isnichwahr.de/r18394074-isnichwahr-de-picdump-20090901
    .html”

    dar­auf (jetzt kommt´s) 2 kom­men­ta­re wei­ter:


    Micha­el Gun­ten­hö­ner, 8.09.2009 um 18:32 Uhr
    Ist doch toll! Das bringt dem Autor locker 700 Euro, wenn er es nicht selbst ein­ge­stellt hat.

    Ich lie­be es…

    Gruß
    Micha­el”

    schon auf­äl­lig, aber naja.

    grüs­se und reche­ri­er nächs­tes mal ordent­lich nach, auch wenns nervt…

    1. Gut, Dre­sche war zu erwar­ten, das hat sich auch des­we­gen geballt, weil Kom­men­ta­re nur ver­spä­tet frei­ge­schal­tet wur­den, da häuf­ten sich inhalt­lich die Kom­men­ta­re. Solan­ge nie­mand sich über­gan­gen fühlt in sei­ner Mei­nungs­äu­ße­rung geht das alles klar. Ist fair bis­her. Der Rest war mir neu, dan­ke dafür.

  19. Hal­lo Cars­ten,

    ich stim­me Dir voll­kom­men zu, dass die­ses Vor­ge­hen etwas merk­wür­dig ist.

    Laut Spie­gel Online hat der Urhe­ber bis­her nur ca. 20 Blog­ger wegen Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ange­schrie­ben. Wenn jeder nur 250 Euro zahlt, hat er mal eben 5.000 Euro ver­dient. Da allein die­ses Bild inzwi­schen mehr als 1.500 mal im Netz zu fin­den ist, wie der Urhe­ber selbst bestä­tigt, lässt sich die wei­te­re Ver­brei­tung durch die even­tu­el­le Löschung von 20 Bil­dern im deutsch­spra­chi­gen (abmahn­fä­hi­gen Raum) nicht auf­hal­ten und ist sicher auch nicht das Ziel die­ser Akti­on. Da mit Sicher­heit auch zukünf­tig wei­ter Blog­ger in der EU aus Unwis­sen­heit das Bild wei­ter­ver­brei­ten, wird die Akti­on im Erfolgs­fall vom Urhe­ber zukünf­tig sicher erneut durch­ge­führt.

    Frag­wür­dig ist auch die gesetz­te Frist. Zum einen viel zu kurz und offen­sicht­lich bewusst am Frei­tag Abend begin­nend, so dass Betrof­fe­ne kaum eine Mög­lich­keit haben sich aus­führ­lich recht­lich bera­ten zu las­sen.

    Der Urhe­ber sprach gegen­über Spie­gel Online zudem dar­über, dass er nicht jede Woche sei­ne drei Dut­zend meist­ge­klau­ten Bil­der im Inter­net über­prü­fen las­sen will. Da stellt sich für mich schon die Fra­ge, ob wirk­lich nur 20 Blog­ger ange­schrie­ben wor­den sind, oder eine nach­hal­ti­ge Geschäfts­idee dahin­ter steckt. Schein­bar kann so schnell viel Geld ver­dient wer­den. Es ist außer­dem äußerst frag­lich, ob und wenn ja, ob er über­haupt einen wirt­schaft­li­chen Scha­den von den unrecht­mä­ßi­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen hat. Ohne, dass jemand sei­ne Wer­ke kennt, kauft die Wer­ke auch ganz bestimmt nie­mand.

    Wenn es dem Urhe­ber bei die­ser Akti­on nicht ums Geld ver­die­nen gehen wür­de, hät­te er in sei­ner Email ganz ein­fach die nach­träg­li­che Kennt­lich­ma­chung sei­ner Urhe­ber­schaft ein­for­dern und die Namens­nen­nung und die gewon­ne­nen Links zu sei­ner Inter­net­sei­te als Wer­bung nut­zen kön­nen. Es stellt sich daher die Fra­ge, wie­so er über­haupt sei­ne Fotos bei der Foto­com­mu­ni­ty onlinestellt. Um die Ver­viel­fäl­ti­gung sei­ner Wer­ke zu ver­hin­dern hät­te er die Bil­der außer­dem pro­blem­los mit einem Was­ser­zei­chen ver­se­hen kön­nen. Um Geld zu ver­die­nen kön­nen Foto­gra­fen, Desi­gner etc. alter­na­tiv auch Por­ta­le wie fotolia.de nut­zen. Hier wird bereits für das Her­un­ter­la­den eine Lizenz­ge­bühr fäl­lig. Vor dem Kauf sind hier immer alle Bil­der mit einem Was­ser­zei­chen ver­se­hen und nur in klei­ner Auf­lö­sung zu sehen.

    Ein The­ma habe ich bis­her noch nicht ange­spro­chen, den ver­meint­li­chen wirt­schaft­li­chen Scha­den des Foto­gra­fen. Fakt ist, durch die Ver­brei­tung der Bil­der im Inter­net wird Wer­bung für sei­ne Bil­der gemacht. Das gilt auch für Bil­der, die mit Urhe­ber­rechts­ver­let­zung ver­öf­fent­licht wer­den. Die Wer­ke erlan­gen dadurch welt­weit Bekannt­heit. Das die­se Bekannt­heit jetzt als Grund für man­geln­de Ver­kaufs­zah­len her­hal­ten muss, hal­te ich für eine gewag­te The­se. Viel­mehr ist es doch so, dass die­ses Bild lus­tig ist. Wür­de ich es des­halb aber kau­fen und ins Wohn­zim­mer hän­gen? NEIN!

    Für den Ver­kauf sei­ner Wer­ke wäre es zudem för­der­lich, wenn auf der Home­page des Urhe­bers auch eine Mög­lich­keit bestün­de die Wer­ke zu kau­fen. Ein Online­shop, oder ein Hin­weis, wo die Wer­ke käuf­lich zu erwer­ben sind.

    Scha­de, wenn jetzt für das feh­len­de Ver­kaufs­ta­lent des Künst­lers Blog­ger zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen wer­den sol­len.

    Gruß
    Mar­co Scha­de

    PS: Genau aus die­sem Grund foto­gra­fie­re ich für mei­nen Blog alle Bil­der selbst.

    1. Von wegen deutsch­spra­chig = abmahn­fä­hig.
      Hier in der Schweiz könn­ten mir dei­ne deut­schen Anwalts­gei­er hübsch den Arsch küs­sen.
      Und was an dem Knips­bild so toll sein soll um dafür abzu­mah­nen, davon hab ich nun kei­nen SCHIMMER.

      1. einer­seits rich­tig — ande­re­seits falsch!
        Und zwar ganz gewal­tig.

        Es ist rich­tig, dass es in der Schweiz kei­ne Abmah­nun­gen gibt.
        Statt des­sen muss man gleich die noch grö­ße­re Keu­le raus­ho­len und vor Gericht zie­hen.
        Es ist dir hof­fent­lich noch nicht ent­gan­gen, dass auch die Schweiz ein Urheber-Recht hat, nur dass die­ses dort STRAFRECHTLICH ver­folgt wird. Wer in der Schweiz gewerbs­mäs­sig Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen begeht (was ja der Fall ist, wenn man einen Blog betreibt mit dem Geld ver­dient wird) der muss mit Frei­heits­stra­fe bis zu einem Jahr und einer Geld­bus­se in Höhe von 100.000 Fran­ken rech­nen

        Das ist doch die deutsch Abmah­nung noch der freund­li­che­re Weg, oder? 😉

    2. Hal­lo Mar­co S.

      Hast DU auf die Fra­ge…

      Es stellt sich daher die Fra­ge, wie­so er über­haupt sei­ne Fotos bei der Foto­com­mu­ni­ty onlinestellt.”

      schon eine Ant­wort.. Das wür­de mich bren­nend inter­es­sie­ren..!!

  20. Als Illus­tra­to­rin und Desi­gne­rin schlägt mein Herz hier natür­lich grund­sätz­lich für den Foto­gra­fen, der, selbst vom Schick­sal in Form der tech­ni­schen Gege­ben­hei­ten des Inter­nets gefickt, wohl ver­sucht, sei­ner­seits ein wenig zum Schuss zu kom­men. Nach der lan­gen Zeit und bei der Mas­se der Ver­stö­ße kommt einem das natür­lich ein wenig albern vor, aber er ist nun ein­mal der Urhe­ber.

    Den­noch ist die Lage ja nicht grund­sätz­lich so schwarz-weiss, denn man kann sich auch z.B. nie­mals sicher sein, daß das als CC gekenn­zeich­ne­te Werk tat­säch­lich gemein­frei ist oder nicht von einem Witz­bold auf den eige­nen Flickr Account kopiert und mit CC Kenn­zeich­nung ver­se­hen wur­de. Im Umkehr­schluss bedeu­tet das, daß man wirk­lich zero Inhal­te Drit­ter von außer­halb ein­bin­den, twit­pi­cen, face­boo­ken etc. darf, wenn man sich vor sol­chen Strei­tig­kei­ten schüt­zen will. De fac­to wäre das aber das Ende des Soci­al Web. Und das liegt ja nun in der Regel auch nicht im Inter­es­se der Urhe­ber.

    Schö­ne Schei­ße. 🙁

  21. Ich fin­de es ziem­lich unan­ge­nehm wie du rum­jam­merst und allen erns­tes auch noch geld für den ent­stan­de­nen scha­den erbet­teltst. du hast dich falsch ver­hal­ten; du wur­dest erwischt. sich jetzt hier auch noch über den von dir geschä­dig­ten aus­zu­las­sen, fin­de ich arm.

    1. Dann wür­de ich ein­fach der Dis­kus­si­on fol­gen und mich nicht wei­ter am flattr-Knopf stö­ren.

  22. Also jetzt mal im Ernst:
    Du hast Scheis­se gebaut indem du ein­fach ein Bild von dem du weder Urheber- noch Nut­zungs­rech­te hast ein­fach so ver­öf­fent­licht hast. Das ist schlicht­weg nicht erlaubt und nun bist du erwischt wor­den und beschwerst dich auch noch, dass der Urhe­ber auf sein Recht besteht? Schon etwas dreist, meinst du nicht?!?!?!?

    Oder fin­dest du es ganz nor­mal, dass man sich ein­fach etwas nimmt, was einem nicht gehört?
    Was wür­dest du sagen, wenn ein­fach jemand in dein Wohn­zim­mer geht und sich dei­nen Fern­se­her nimmt? Wäre nicht so pri­ckelnd, oder?

    Wie gesagt: du hast gegen gel­ten­des Recht ver­sto­ßen, viel­leicht kap­pierst du jetzt ja, dass es so etwas wie Urhe­ber­recht gibt und man nicht ein­fach frem­de Inhal­te ein­fach so nut­zen kann, wie es einem gefällt. Viel­leicht soll­test du mal Anfan­gen dich selbst dar­um zu küm­mern, Inhal­te für dei­ne Sei­te zu erstel­len statt ein­fach nur frem­des Mate­ri­al zusam­men zu sam­meln und dafür Wer­be­ein­nah­men abzu­greif­fen.
    Wenn du schon einen Blog betreibst, dann soll­test du auch fähig sein, die­sen mit EIGENEM Mate­ri­al zu füt­tern, ansons­ten soll­test du es viel­leicht b